Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von Müffling (1803 – 1820)

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Diese Kartenaufnahme ist die erste exakte und nach wissenschaftlichen Methoden durchgeführte topographische Landesaufnahme der Rheinlande.

Der Anstoß erfolgte mit der Vermessung der unter Napoleon zu Frankreich gehörenden linksrheinischen Gebiete durch den Astronom und Ingenieuroberst Jean Joseph Tranchot (* 02.01.1752, + 30.04.1815).

Sein Werk wurde nach den Befreiungskriegen durch den Preußischen Generalstab fortgesetzt. In die Arbeiten der preußischen Offiziere unter der Leitung des Generalmajors (später Generalfeldmarschall und Gouverneur von Berlin) Philipp Friedrich Karl Ferdinand Freiherr von Müffling, genannt Weis (+ 12.06.1775 Halle a. d. Saale, + 16.01.1851 Erfurt) wurde teilweise auch das Herzogtum Nassau einbezogen.

Horchheim 1803-1820 Kartenaufnahme durch Tranchot und von Müffling

Horchheim 1803-1820 Kartenaufnahme durch Tranchot und von Müffling Ausschnitt aus den Originalaufnahmen 1:20000 Blatt 136/79 (rrh) von 1810 und 149/88 (rrh) von 1816/17, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Koblenz

Vergleicht man die links- and rechtsrheinischen Teile des Kartenausschnittes, so werden die kartographischen Unterschiede sehr deutlich. Dennoch bilden die französischen und preußischen Kartenteile eine kartographische Einheit mit vielfàltiger Aussagekraft, vermessungstechnischer Exaktheit und dem àsthetischen Reiz älterer Karten. Die Originalkarten, im Masstab 1 :20000 gefertigt, befinden sich in der Staatsbibliothek Preusischer Kulturbesitz in Berlin. Sie wurden durch das Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz reproduziert und vertrieben.

Horchheim 1803-1820 Auszug aus Kartenaufnahme durch Tranchot und von Müffling Ausschnitt aus den Originalaufnahmen 1:20000 Blatt 136/79 (rrh) von 1810 und 149/88 (rrh) von 1816/17, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Koblenz

Horchheim 1803-1820 Auszug aus Kartenaufnahme durch Tranchot und von Müffling Ausschnitt aus den Originalaufnahmen 1:20000 Blatt 136/79 (rrh) von 1810 und 149/88 (rrh) von 1816/17, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Koblenz

Um das Gebiet der Gemarkung Horchheim auf dieses Karte geschlossen zeigen zu können, wurden Teile der Kartenblätter N r. 136/79 (rrh) und 149/88 (rrh) zusammenmontiert. Bei genauer und vergleichender Betrachtung ist erkennbar, daß das Wegenetz und der Gebäudebestand entsprechend dem Aufnahmejahr 1 81 6/1 7 weitestgehend  vollständig und exakt wiedergegeben sind.

Horchheim Ortslage 1803-1820 Auszug aus Kartenaufnahme durch Tranchot und von Müffling Ausschnitt aus den Originalaufnahmen 1:20000 Blatt 136/79 (rrh) von 1810 und 149/88 (rrh) von 1816/17, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Koblenz

Horchheim Ortslage 1803-1820 Auszug aus Kartenaufnahme durch Tranchot und von Müffling Ausschnitt aus den Originalaufnahmen 1:20000 Blatt 136/79 (rrh) von 1810 und 149/88 (rrh) von 1816/17, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, Koblenz

Als Beispiele hierfür seien nur die Gebäudebesitzungen von Eyß, Mendelssohn und Villa Markana genannt.

Dagegen sind in der Bezeichnung einiger Wege- und Flurnamen Unstimmigkeiten erkennbar.

So wurden z.B. der alten Weg mit ”der alte Viehweg”, das Aarfeld mit ”Mollerberg” und der Keitenberg mit ”auf Keidmerich” bezeichnet. Der Distrikt ”auf Preispel”   liegt weiter nördlich  als  in der Karte angegeben, und die Flurnamen ”am Fuchskopf” , ”Siroter Reusch” und ”Röder” (unterhalb dem Distrikt ”auf Breitel”) sind in Horchheim unbekannt.

Der Pechelgraben (heute Bächelstraße) ist noch als Niederbach bezeichnet. Dieser Bach floß früher nach Einmündung in den Niederweg in Richtung Palais Mendelssohn und dann die Rolsgasse hinunter zum

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