Karmeliterhof – Horchheimer Hofmänner

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Der Hof wurde in der Regel auf 72 Jahre gegen die Hälfte der Traubenernte verpachtet, wobei das Ackerland als sogenannte Zubattung frei von Pacht war.
Die Hofleute hatten die Aufgabe, den Hof selbst zu bewohnen und auf ihre Kosten in Dach und Fach zu halten.
Außerdem mußten sie neben dem Ochsen zum Pflug zwei Milchkühe und ein Kälbchen sowie zwei Schweine und Federvieh halten.
Ansonsten waren Wingerte und Acker gut und ordentlich zu bebauen. Die Karmeliter lieferten dagegen 50 Bauschen Stroh.

Der erste uns bekannte Hofmann jedoch nur für den Neuerschen Teilhof war 1564 Wendel von Oberlahnstein, Bürger zu Horchheim.

Im 17 .Jahrhundert ist die Pächterfamilie Mandt auf dem nun mehr vereinten Neuer- und Eschenfeldethof zu finden, z.B. Werner Mant, der aus einer der ältesten, noch heute existierenden Horchheimer Familien stammt. Christian von Stramberg nennt in seinem Rheinischen Antiquarius einen 1431 verstorbenen Jacob Mant, dessen Grabstein er im Chor der Pfarrkirche gesehen haben will.Träger des Namens Mant kommen vor allem als Gerichtsschöffen im 16. Jahrhundert vor, so der Schöffe Jacob Mant seit 1523, der Schöffe Heinrich Mant 1534 und 1546 Conrad Mant, der sich später auf das Helfensteinsche Haus Müllenbach als Pächter begibt und sich nach seinem neuen Wohnsitz Contze Mant von Müllenbach nennt.
Ein weiterer Vertreter der Familie ist Johannes Mandt, ein Schwager des damaligen Pfarrers Jacob Schütz von Malburg, dessen Vorfahren Burgleute auf Burg Malberg bei Kyllburg waren. Mandt,  Herrenschultheiß von 1640 bis zu seinem Tod 1683, zugleich Vogt der Koblenzer Jesuiten in Horchheim von 1659 bis 1683, war ein in der dörflichen Verwaltung äußerst erfahrener Mann, dem auch über Horchheim hinaus Obliegenheiten im trierischen Amt Ehrenbreitstein übertragen wurden.
Auf Werner Mandt folgte als Hofmann wahrscheinlich sein Sohn Johannes Mandt, der den Hof 1653 pachtete.
Nach seinem Tod führt die Witwe den Hof weiter. 1667 folgt der Sohn Henrich Mandt, der dem Hof aber nicht genügend vorgestanden zu haben scheint, denn in einem Schreiben heißt es:

,,Die alte Hoffrau ist verstorben und die Söhne faul verdorben und abgesetzt” .

1676 war Thones Kremer als Knecht auf den Hof gekommen.
Ein Jahr später ist er bereits Hofmann und noch nachweislich 1702 auf dem Hof. Schon sein Vater war in Horchheim ansässig, scheint jedoch aus Niederlahnstein zugewandert zu sein.

Auf Anton Kremer folgt sein Schwiegersohn, Nicolaus Bon aus Kettig, Stammvater der Horchheimer Familie Bohn, seit 1703 mit Maria Margarethe Kremer verheiratet.

Nach dem Tod von Nicolaus Bon 1753 bebaut sein Sohn, der Gerichtsschöffe Johannes Bohn, den Hof bis zum Jahr 1760, in dem er als Hofmann abgelöst wird.

Nun kommt die Familie Körber auf den Hof,  so Jakob Kerwer und dann dessen Sohn Conrad Kerber, der noch 1803 als Hofmann genannt wird.

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