Jesuitenhof Streitigkeiten

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Gerichtsstreitigkeiten, meist wegen nicht gezahlter Haferzinsen, waren an der Tagesordnung:
so 1643 und 1655 mit den Erben des Valentin Spay;
1660 mit Johann Anton Beller, Schöffe im Tal Ehrenbreitstein und Wirt “Im Hufeisen”;
1688 mit der Witwe Helling von Koblenz, Freiherrn von Reiffenberg und Velten Dahllem
und 1689 mit dem Kloster Rommersdorf.
In den meisten Fällen konnte das Dorfgericht die Angelegenheiten klären.
1704 beansprucht die Witwe Gaman von Koblenz, ebenfalls Hofbesitzerin in Horchheim, einen Weingarten “im Mittelgesetz” von den Jesuiten.
Nach Zeugenverhör wird entschieden, daß der Wingert alter Besitz der Jesuiten sei.
1715 kommt es zu Auseinandersetzungen mit Johann Adam Seiberig, der eine den Jesuiten gehörende Hecke “im Arfeld” ausgehauen hatte.
Eine erste Klage der Gemeinde gegen die Jesuiten erfolgt 1689 wegen der Eckernmast der Schweine und der Holzberechtigung im Gemeindewald.
Der Streit zog sich über Jahrzehnte hin, bis 1723 das kurfürstliche Hofgerichtin Koblenz einen Kompromiß zwischen Jesuiten und Gemeinde findet und im wesentlichen die Vogteirechte der Eckernmast und Waldnutzung den Jesuiten gegen Zahlung von 1 Ohm Wein jährlich an die Gemeinde bestätigt.

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