Jahresrückblick 2014

Titelseite Jahresrückblick 2014

Rückblick auf die Veranstaltungen der Heimatfreunde Horchheim im Jahr 2014

Bemerkungen zum Titelbild

Die beiden Putten auf dem Titelbild sind eigentlich jedem geläufig. Gerade in der 'Weihnachtszeit zieren sie die Umschläge von Geschenkpapier, Süßigkeiten, Körperpflegemittel u. s. f.. Das Foto der Putten stammt von dem Gemälde der ,,Sixtinischen Madonna", das von dem italienischen Künstler Raffael 1512 gernalt wurde. Das Gemälde in unserer Pfarrkirche ist eine sehr gute Kopie des Meisterwerks, die wahrscheinlich in einer Kopierwerkstatt in Dresden hergestellt wurde. Die Aufzeichnungen über den Kopier-Künstler sind durch den Dresdener Brand im Frühjahr 1944 vernichtet worden. Die jüdische Familie Mendelssohn hat das Bild der katholischen Pfarrei St. Maximin 1865 zum Geschenk gemacht. Oekumene war damals anscheinend auch schon bekannt.

27.03.2014 - Mitgliederversammlung

Unser 1. Vorsitzender Jochen Hof eröffnete pünktlich um 19.00 Uhr die Versammlung. Nach einem Gedenken an die seit der letzten Versammlung verstorbenen Heimatfreunde wurde das Protokoll der letztjährigen Versammlung durch die Anwesenden einstimmig genehmigt. J. Hof schilderte und erörterte in seinem Jahresbericht die Aktivitäten von Vorstand und Verein. Schatzmeister und Rechnungsprüfer legten detaillierte Rechenschaftsberichte vor. Es gab keinerlei Beanstandungen, so dass Ressortverantwortliche und Vorstand einstimmig entlastet wurden. Als neue Rechnungsprüfer wurden Klaus Weiler und Peter Rosenbaum, als deren Vertreter Wilfried Kern einstimmig gewählt.

Frühjahrstour zum Hambacher Schloss

Am 14.05.14 fand die alljährliche Frühjahrstour unseres Vereins statt. Dieses Mal ging es zur Wiege der deutschen Demokratie, zum Hambacher Schloss. Auf Grund der großen Nachfrage musste ein Doppeldecker-Bus geordert werden.
Nach knapp zweistündiger Fahrzeit bei Nieselregen erreichten wir unser Reiseziel. Der Wettergott hatte aber ein Einsehen, die Wetterlage verbesserte sich zusehends. So wurde der Aufstieg zum Schloss mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Unter fachkundiger Führung erfuhren wir die Hintergründe der geschichtlichen Ereignisse, die zum Hambacher Fest anno 1832 führten und deren Folgen für die Demokratiebestrebungen im Deutschen Reichsgebiet.
Nächstes Ziel war das schöne Bad Dürkheim. Hier hatte jeder genügend freie Zeit, sich in dem Kurstädtchen und im idyllischen Kurpark umzusehen und sich für die nächste Etappe mit Kaffee und Kuchen oder aber mit einer kräftigen Portion pfälzischen Saumagens zu stärken. Nach alter guter Sitte hielten wir auch bei dieser Fahrt noch einmal Einkehr zu einem Abendessen, dieses Mal im Hotel „Zur Katz“ in Halsenbach. Eine gute Wahl, so die einhellige Meinung. Gegen 22.00 Uhr trafen wir wieder in Hoschem ein.

Wetzlar Fahrt

Kurz nach Mittag trafen wir uns am Mendelssohnpark. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir mit dem 70er Bus in Richtung Limburg, als sich die ersten Wölkchen am Himmel zeigten. Und in Solms begann es doch tatsächlich zu regnen. In Wetzlar angekommen, erwarteten uns die Stadtführer mit triefenden Regenschirmen und baten uns , möglichst schnell zu folgen. So erfuhren wir trotz des Segens von oben , dass das Stadtgebiet an der „Hohen Straße“ liegt. Die „Hohe Straße“ war bereits in Keltischer Zeit eine Verbindung von der Nordsee zum Mittelmeer. Johann Wolfgang Goethe war als Gerichtsassessor in Wetzlar, hatte dort seine erste große Liebe, über die er in „Die Leiden des jungen Werther“ seinen und den Liebeskummer seines Freundes zu Papier brachte. Es blieb nicht unerwähnt, dass Wetzlar der Geburtsort der „Leica“ ist, die erste Fotokamera, die seit 1925 mit dem heute noch gebräuchlichen 35-mm-Film arbeitet.
Nach ca. anderthalb Stunden war die Stadtführung vorbei, und auch der Regengott hatte ein Einsehen, so dass wir uns trockenen Fußes in einem der vielen Cafés einen kräftigen Kaffee leisten konnten. Die Rückfahrt führte uns nach Dienethal, wo wir nach einem wohlschmeckenden Abendessens gegen 22.30 Uhr in Richtung Horchheim gefahren wurden. Alles in Allem, trotz des Regens ein gelungener Ausflug.

Liebenswertes Hoechheim

Am 9. November 2014 trafen wir uns in der Schützenhalle zu der dritten Auflage der Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“. Diesmal ging es anlässlich der 800-Jahr-Feier unserer Pfarrkirche „rund um den Kirchturm“. Helmut Mandt kommentierte die alten Zeichnungen und Fotos von der Lahnsteiner Mutterkirche bis zum Neubau von St. Maximin in den Jahren des Ersten Weltkrieges. Etliche Fotos von Pastören durften natürlich nicht fehlen. Helmut plauderte ganz persönlich über seine „Ka-Ju-Zeit“ , rief die Anfänge des BBC auf dem jetzigen Kindergartengelände mit selbst gemachten Korbballständern ins Gedächtnis zurück. Viele von den etwa 80 Zuschauern erkannten sich auf den Bildern, die anlässlich von Prozessionen durchs Dorf dokumentiert wurden. Bei Kaffee und Kuchen wurde die Bilderschau nicht langweilig. Robert Stoll und Heiner Drumm haben in akribischer Kleinarbeit das ganze Jahr über die passenden Fotos eingescannt und zu der Bilderschau zusammengestellt.

Die lange Geschichte der Grenzsäule

Im vergangenen Jahr war ich noch vorsichtig optimistisch, dass an dem Gerücht über den neuen Aufstellungsort der Grenzsäule nichts dran war. Die Heimatfreunde haben viele Hebel in Bewegung gesetzt, um zu erreichen, dass die renovierte Säule an ihren angestammten Platz an der Emser Straße zur Grenze Horchheim wieder aufgestellt wird. Ich selbst hatte einige Gespräche mit dem Stadtarchivar Geil, ebenso mit dem ehemaligen Stadtratsmitglied Konrad, unser zweiter Vorsitzender Klaus Peter Baulig hatte ein längeres Gespräch mit dem Oberbürgermeister Labonte, Robert Stoll und Herr Konrad haben in der unteren Denkmalpflegebehörde in Bad Ems vorgesprochen. Alle Angesprochenen sagten, dass sie sich für die Aufstellung der Säule an der Horchheimer Grenze einsetzen wollten. Doch alle angesprochenen Personen und Gremien haben ausschließlich Empfehlungs- und Beratungsfunktionen. Der Bauausschuss der Stadt Lahnstein als Entscheidungsträger hat das Sagen. Er hat festgelegt, dass die Grenzsäule mitten in Niederlahnstein, zudem noch im Hochwassergebiet, an der Sporkenburg, Johannesstraße aufgestellt wird. Dieser Entscheidung wird der Stadtrat Lahnstein, wie ich gehört habe, zustimmen.
Um der Grenzsäule ihre ursprüngliche Bedeutung zurückzugeben, schlage ich vor, dass die Horchheimer Ortsgrenze so weit nach Süden auf Lahnsteiner Stadtgebiet verlagert wird, dass die Stele wieder eine „Grenzsäule“ wird.



Die Festschrift zur 800-Jahr-Feier von St. Maximin

Horchheim 1214 - 2014 Eine Festschrift

Es sollte eigentlich nur eine Festschrift im Stil der 750-Jahre-Festschrift werden. Doch was herausgekommen ist, ist eine Horchheimer Ortsgeschichte mit über 360 Seiten, die die Zeitspanne vom Devon-Meer vor etwa 350 Millionen Jahren bis heute umfasst. 18 namhafte Autoren haben die Ortsgeschichte auf über 360 Seiten zusammengestellt. Möglich wurde dieses Buch in der vorliegenden Aufmachung durch den Beitrag von knapp 90 Spendern. Von hier aus noch einmal ganz herzlichen Dank. Die Festschrift wird im Dorf (von Norden nach Süden) von folgende Institutionen vertrieben: Schreibwaren Speier, Apotheke am Römerplatz, Drogerie Christ-Hautz, Sparkasse und Raiffeisenbank. Sie ist außerdem über die Vorstandsmitglieder der Heimatfreunde für 20,00 €uro erhältlich. Gisbert Dickescheid, unser Schatzmeister, verschickt Ihnen die Kostbarkeit für 24,10€uro einschließlich Porto.

In memoriam Alois Honsdorf

Im Dezember 2013 verstarb unser Gründungsmitglied und langjähriges Vorstandsmitglied Alois Honsdorf. Alois Honsdorf wurde 1932 in Lay geboren und wuchs in Horchheim in der Alten Heerstraße auf.
Er besuchte von 1939 bis 1947 die Volksschule in Horchheim, allerdings war er während des Krieges zeitweise mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Thüringen evakuiert. In der Nachkriegszeit hat er, wie damals allgemein notwendig, wenig Zeit in der Schule verbracht, sondern war damit beschäftigt Holz oder Kohle zu organisieren, um die Schule heizen zu können. Nach Schulabschluss machte er eine 2-jährige Ausbildung zum Vermessungstechniker. Anschließend absolvierte er in Mainz ein 4-semestriges Ingenieurstudium.
Alois war immer an Geschichte interessiert, und als Vermessungstechniker hatten es ihm die alten Horchheimer Grenzsteine und Flurnamen angetan. Er veröffentlichte 2003 für die Heimatfreunde eine kleine Zusammenfassung über die alten Horchheimer Flurnamen, außerdem stellte er die Broschüre „Alt-Horchheim in Karten und Fotografien“ im Jahre 1996 zusammen. 1992 zeichnete er eine Karte von Horchheim nach der Katastervermessung 1877. Wir haben sie im Museum ausgestellt.
Wir werden Alois ein ehrendes Gedenken bewahren.


In memoriam Wilfried Schulz

Am 12. Februar 2014 starb unser Gründungsmitglied Wilfried Schulz. 1944 in Horchheim geboren, zog er mit seinen Eltern ins Rauental, nach seiner Hochzeit mit Resi zog er nach Bassenheim und 1977 wieder nach Horchheim. Wilfried lernte Maler und Lackierer und sein Beruf wurde ihm zum Hobby. Das kam uns als Verein sehr zu Gute. Als wir das sehr heruntergekommene Haus „Alte Heerstraße 14“ übernahmen, hat Wilfried mit großer Sachkenntnis, viel Zeit , meist ohne Entgelt und sehr gutem Einfühlungsvermögen aus der „Bruchbude“ ein Schatzkästchen gemacht, so dass der Landeskonservator nach seiner Besichtigung bemerkte: „Da könnte man glatt wieder drin wohnen.“ Immer hat Wilfried darauf geachtet, dass kleinere Schäden im Museum repariert wurden ehe sie weitere höhere Kosten verursachen konnten. Nach über 40 Berufsjahren ging er mit 64 in den wohlverdienten Ruhestand, fand im Garten um die neue Wohnung Alte Heerstraße 13 ein neues Hobby. Es war ihm leider nicht lange vergönnt.
Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.


Neuer Jahreskalender 2015

Die Motive der 13 Bilder des neuen Kalenders, der in einer Auflage von 500 Exemplaren gedruckt wurde, widmen sich im Schwerpunkt der 800-Jahrfeier unserer Pfarrgemeinde St. Maximin. Herzlichen Dank an dieser Stelle all den Helfern, die den Kalender ermöglichten.
Auch den Geschäftsleuten und Banken, die sich wiederum bereit erklärten, den Verkauf zu übernehmen, ein herzliches Dankeschön. Gisbert Dickescheid verschickt den Kalender für 6,99 €uro einschließlich Porto und Verpackung.
Es sind noch einige Kalender erhältlich.


Der Jahresrückblick im PDF-Format zum downloaden

Jahresrückblick 2014

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