Jahresrückblick 2016

Rückblick auf die Veranstaltungen der Heimatfreunde Horchheim im Jahr 2016

21.05.2016 - Begehung der Horchheimer Friedhöfe mit Manfred Böckling

Horchheimer Friedhöfe Horchheimer Friedhöfe

20 Mitglieder und Gäste folgten am Samstag, 21 Mai 2016, der Einladung der Heimatfreunde und nahmen unter Leitung des Kunsthistorikers Manfred Böckling an einer Führung über die beiden Horchheimer Friedhöfe teil, den früheren, heute geschlossenen Evangelischen Friedhof und den heutigen, der allen Horchheimer Bürgern als Bestattungsstätte offen steht. Bei einer kurzen Einführung in der Pfarrkirche St. Maximin berichtete Böckling, dass es früher durchaus üblich war, Bestattungen innerhalb der Kirchengebäude und/oder im direkten Umfeld dieser vorzunehmen, so geschehen auch in Horchheim. Beleg hierfür sind die noch vorhandenen Grabplatten in unmittelbarer Nähe der Kirche. Auf dem,,Evangelischen Friedhof finden wir heute nur noch wenige Grabsteine und Gräbereinfassungen, ist er doch schon seit vielen Jahren geschlossen. Böckling zeigte bei der Begehung des heutigen Friedhofs die vielfältige Unterschiedlichkeit der Gräbergestaltung auf: hier die bescheidenen Ruhestätten und Grabfelder der Dernbacher Schwestern, dort die geradezu monumentale der Familie Beckenkamp aus mächtigen Basaltblöcken, hier die tradierte herkömmliche Gestaltung mit christlichen Symbolen, dort außergewöhnliche, profane Ausgestaltungen der Gräber. Alle Teilnehmer waren sich abschließend einig, dass es Manfred Böckling in der gut eineinhalbstündigen Führung trefflich gelungen ist, ganz neue "Ansichten" des Horchheimer Friedhoß zu vermitteln, und dies ist um so bemerkenswerter, daß doch alle diesen Friedhof schon viele Male vorher besucht hatten.

04.06.2016 - Busfahrt der Horchheimer Heimatfreunde nach Miltenberg

55 reiselustige Heimatfreunde und Gäste machten sich am Samstag, 04.06.2016, mit dem ,,Moselaner" auf den Weg in das schöne mittelalterlich geprägte Städtchen Miltenberg. Der Wettergott meinte es anfänglich mit der Gruppe gut. Nach zweieinhalbstündiger Fahrt war das Ziel erreicht. Erste Eindrücke von der Schönheit des Städtchens konnten die Teilnehmer in der bis 13.30 Uhr zur freien Verfügung stehenden Zeit gewinnen. Leider zeigte sich der Wettergott punktgenau mit Beginn der Stadtführung von seiner allerschlechtesten Seite, er goss 45 Minuten lang wahre wolkenbruchartige Regenschauer über die Bildungswilligen aus. Die meisten ließen sich jedoch von den Wetterkapriolen die Laune nicht verderben und folgten den ausführlichen und interessanten Ausführungen der Stadtführer über die wechselhafte Stadtgeschichte, in deren Verlauf Miltenberg viele Male seine Zugehörigkeit zu den verschiedensten Landesherren wechseln musste. Die reich verzierten und prächtigen Fachwerk- und die imposanten Massivhäuser aus Buntsandstein zeugen jedoch davon, dass diese Wechsel dem Reichtum der Bürger nicht schadeten. Auch die schlimmen und dunklen Epochen der Hexenverbrennungen und des 30-jährigen Kriegs vermochten den Bürgerstand nicht dauerhaft zu schwächen. Die für den Transport für Handelsgüter ideale Lage am Main und die mittige Platzierung auf der Handelsroute Frankfurt - Nürnberg halfen der Stadt und ihren Bürgern immer wieder "aufzustehen". Nach einer kurzen Freizeit ging es auf den Heimweg, zunächst nach Bad Salzig, wo die "Perle am Rhein" mit einem guten Glas-Wein oder Pils und einem leckeren Abendessen aufwartete. Gegen 21.00 Uhr kamen die Heimatfreunde gut gelaunt, trotz der heftigen nachmittäglichen Dusche in Miltenberg, wieder in Hoschem an.

17.09.2016 - Halbtagesfahrt der Heimatfreunde Horchheim zur Burg Eltz



Am 17. September starteten 49 Heimatfreunde um 13.00 Uhr bei optimalem Reisewetter mit dem ,,Moselaner" zur Besichtigung der Burg Eltz. Die Fahrtroute führte zunächst auf der linken Seite der Mosel entlang bis Hatzenport, dann ging es steil bergauf über viele Serpentinen auf das Maifeld nach Wierschem und schließlich zum Busparkplatz hoch über der Burg EItz. Ein Teil der Gruppe legte die letzte Wegstrecke bis zur Burg mit dem Pendelbus zurück, die meisten aber wählten den 20 minütigen Fußweg durch schönen Laubwald abwärts ins Tal zur Burg. Nach einer kurzen Verschnaufpause in einem der beiden Restaurants begann die gut einstündige Führung durch die Burg, im Anschluss daran der Rundgang durch die Räume der Schatzkammer. Die über 850 Jahre alte Burg wurde in den letzten Jahren aufwendig saniert und ist sicher ein Kleinod mittelalterlicher Baukunst. Seit mehr als 30 Generationen befindet sich Burg Eltz im Besitz der Grafen und Edlen von und zu Eltz. Die Räume und Einrichtungen sind beredtes Zeugnis der achthundertjährigen Geschichte, sie ermöglichen einen tiefen Einblick in die Welt des Mittelalters. Nach der Besichtigung ging es per Shuttle oder auch per pedes den Berg hinauf zum Busparkplatz. Auf dem Weg nach Welling machten die Heimatfreunde noch einen kurzen Abstecher in die frühere Münstermaifelder Stifts- und heutige Pfarrkirche St. Martin und St. Severus. Sie wurde im 12. und 13. Jahrhundert erbaut und zählt zu den bedeutendsten Werken des mittelrheinischen Übergangsstils von der Romanik zur Gotik. Der herrliche spätgotische Antwerpener Flügelaltar ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Holzschnitzkunst. Weiter ging es dann in das Gasthaus Zur Post" in Welling zum gemeinsamen Abendessen und gemütlichen Beisammensein. Gegen 21.00 Uhr endete der Ausflug in unserem schönen Hoschem.



08.10.2016 - Führung durch die Pfarrkirche St. Peter in Neuendorf

Am Samstag, 8. Oktober 2016, trafen sich 40 Heimatfreunde um 15.00 Uhr vor der Neuendorfer Kirche St. Peter, um unter Führung von Willi Gabrich, intimer Kenner und engagierter Einwohner Neuendorfs, neues über die Geschichte der Pfarrkirche und Neuendorf das ehemalige Flößerdörfchen, zu erfahren; den Ortsteil am Rhein haben schon viele Hochwasser heimgesucht, wie die Hochwasser-Markierungen bezeugen. Die Bausubstanz der Pfarrkirche St. Peter wurde im Laufe der Jahre so massiv durch die Überflutungen geschädigt, dass eine Sanierung den immensen Betrag von 3 Millionen Euro erforderlich macht. Den hieraus resultierenden Eigenanteil von 300.000 Euro vermag die Pfarrgemeinde nicht aufzubringen. Die Zukunft des Kirchengebäudes ist also ungewiss. Der erste Kirchenbau - anstelle der bereits 1494 erbauten Jobskapelle - lässt sich auf das Jahr 1725 datieren. Auf Grund der Bevolkerungsentwicklung wurde an der Nordseite ein neubarocker Erweiterungsbau mit Kirchturm angebaut. Die Konsekration fand 1915 statt. Bedingt durch die Umbaumaßnahme wurde der bisherige Kirchenraum praktisch zur Vorhalle der neuen Kirche umgewidmet. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile zerstört. Bei der Wiederherstellung, die bis 1958 andauerte, und bei einer späteren notwendigen Grundsanierung, bedingt durch einen Brand 1974, wurden viele Elemente des ursprünglichen Kirchengebäudes verändert. Beim abschließenden Umbau im Jahre 1977 wurde das Innere der Kirche grundlegend neugestaltet, so wie sich die Kirche heute zeigt. Im Inneren ist eine Skulptur des Gnadenbildes Mariahilf zu bewundern, nachempfunden einem Gemälde von Lucas Cranach, dem Älteren. Die Skulptur zeigt die Muttergottes mit Jesuskind, das seinen Arm um den Hals der Gottesmutter schmiegt. Die Hallenkirche ist ein lichtdurchfluteter Raum, dominiert von einem neun Meter hohen rautenfirmigen Buntglasfenster, das bei den letzten Umbaumaßnahmen in die Nordwand des Chores eingefügt wurde. Ein Mitglied des Vorstandes dankte Willi Gabrich fiir seine informative, überaus interessante Führung. Im Anschluss kehrten die Heimatfreunde in der nur wenige Schritte von St. Peter entfernten Gaststätte Alte Brauerei" ein und ließen, gut umsorgt von den Wirtsleuten, den Abend gemütlich ausklingen

06.11.2016 - Bilderschau "Liebenswertes Horchheim"

Am Sonntag, 6.November, folgten 70 Heimatfreunde und Gäste der Einladung zur Bilderschau "Liebenswertes Horchheim" in das Heim der Schützen. Neben dem schon zur Tradition gewordenen Angebot, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen den Nachmittag gemeinsam mit Bekannten und Freunden zu verbringen, fanden die Themenkreise "25 Jahre Heimatfreunde" und "Landwirtschaft in früheren Zeiten" großes Interesse. Die Bildschau wurde von Robert Stoll und Heiner Drumm zusammengestellt und von Helmut Mandt wortgewaltig moderiert. Allen, die zu dem Gelingen des Nachmittags beigetragen hatten, dankte der 2. Vorsitzende in seiner kurzen Begrüßungsrede.


Jahreskalender 2017

Unser Kalender 2017 zeigt auf dem Deckblatt ein Aquarell der Horchheimer Künstlerin Ingeborg Volkmer, die Ablichtungen auf den Monatsblättern sind keinem einheitlichen Themenkreis zugeordnet, sie bilden Motive und Personen aus dem Horchheimer Alltag ab. Der Kalender ist in einer Auflage von 400 Exemplaren erschienen. Wir sagen allen Helfern, die den Kalender ermöglichten und allen Horchheimer Geschäften, die den Verkauf, wie in den Jahren zuvor, wiederum ehrenamtlich übernommen haben, unseren herzlichen Dank. Ein besonderer Dank gilt Lothar Stein, der uns seine Fotos kostenlos zu Verfügung gestellt hat.

Jahresprogramm der Heimatfreunde für 2017

Impressum


Horchheim, im Dezember 2016
Auflage: 400 Stück



Redaktion:


Klaus-Peter Baulig, Gisbert Dickescheid, Jochen
Hof, Mechthild Hof

Fotos:
G. Dickescheid, E. Breitbach, G. George, G. Willwersch

Titelbild:
Aquarell von Ingeborg Volkmer



Vereinsanschrift :


Heimatfreunde Horchheim e.V.
Vorsitzender: Jochen Hof,
Mendelssohnstraße 104a, 56076 Koblenz,
Tel.: 0261-71345, E-Mail: jhof1@gmx.de



Bankverbindung:


Sparkasse Koblenz
IBAN DE05 5705 0120 0139 4276 03
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Der Jahrerückblick als PDF-Dokument

Heimatfreunde Horchheim Jahresrückblick 2016

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