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Wanderung Schmidtenhöhe


Seit dem 21. September 2009 betreibt der NABU Rheinland-Pfalz im Auftrag der Stadt Koblenz auf dem ehemaligen militärischen Übungsplatz Schmidtenhöhe das Projekt „Halboffene Weidelandschaft“. Insgesamt 130 Hektar Naturschutzflächen, umgeben von einem hoch sensiblen Elektrozaun, werden nun von sogenannten Robustrindern und -pferden (Taurusrinder und Konik-Pferde) beweidet, um somit einen geeigneten Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Um die vielen interessierten Besucher über die Hintergründe des Projektes zu informieren, wurde das Umweltbildungs- und Umwelterlebnisprojekt Schmidtenhöhe umgesetzt. Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Glücksspirale konnten 16 Informationstafeln entlang eines Rundwanderweges von 4,8 Kilometer Länge um das Beweidungsobjekt erstellt werden. Diese Informationstafeln informieren interessierte Wanderer über die Entstehung der wertvollen Lebensräume auf der Schmidtenhöhe, sowie über die hier vorkommenden Tiere und Pflanzen bis hin zu den Prinzipien der „Halboffenen Weidelandschaft“ und den dort lebenden Rinder- und Pferderassen. Um die Lücke zwischen den bereits bestehenden beiden Wegen zu schließen, konnte auch ein 500 Meter langes neues Verbindungsstück geschaffen werden. Sechs errichtete Aussichtstürme ermöglichen einen Einblick in die Beweidungsflächen. Bald laden auch die geplanten Sitzgruppen zum Verweilen ein.

Vom Rundwanderweg aus kann man die dicht nebeneinander friedlich grasenden Rinder und Pferde mit ihren Kälbchen und Fohlen beobachten. Bestaunt wurden zahlreiche am Wegesrand wild wachsende Orchideen, Plattbauchlibellen und Gelbbauchunken an einigen Tümpeln. Wir sehen auch die anderen Bewohnern des riesigen Areals, wie dem hierzulande ganz selten gewordenen Laubfrosch, dem großen Schillerfalter, der in Rheinland-Pfalz sehr selten vorkommenden Plumpschrecke, dem Neuntöter, Raubwürger, Baumpieper, der Feldlerche, seltenen Fledermausarten, ja sogar den sehr scheuen Wildkatzen.

Wer sich dieses herausragende Naturerlebnis im Europäischen Naturschutzgebiet Schmidtenhöhe selbst erwandern will, findet die Anfahrsbeschreibung auf www.rlp.nabu.de

Besichtigung Präsenzhof des Stiftes St. Florin erbaut 1241, Emserstraße 389 in Horchheim


Das sogenannte „Romanische Haus“ in der Emser Strasse ist der ehemalige Präsenzhof des Stiftes St. Florin. Das hohe, dreigeschossige verputzte Bruchsteinwohnhaus entstand auf einem querrechteckigen Grundriss und besitzt noch heute die Ansätze zweier gotischer Stufengiebel. Der Bau ist im Kern romanisch und verfügt über einen tonnengewölbten Keller. Im Keller und Erdgeschoß betragen die Außenmauern 85 cm und verjüngen sich im Obergeschoss auf 75 cm. Unregelmäßige Fenster unterschiedlicher Formate prägen heute die Fassade des Gebäudes, das von einem verschieferten Krübbelwalmdach abgeschlossen wird.
Um 1472/73 wurde der ursprüngliche Dachstuhl als Halbwalm erneuert, wobei jedoch die bisherige Neigung von 53 Grad erhalten blieb. Der Sparrendachstuhl ist noch heute original vorhanden. Ein romanisches Rundbogenfenster im Südgiebel wurde vermauert. Im 18. Jahrhundert erhielt das Gebäude hofseitig einen zweigeschossigen Fachwerkanbau. Der ursprüngliche Kellereingang wurde zu dieser Zeit überbaut. Ein zweigeschossiger Backsteinteil wurde im 20. Jahrhundert am Nordgiebel angebaut. Vom Erdgeschoss bis ins zweite Obergeschoss gelangt man über eine vermutlich aus dem 15. Jahrhundert erhaltene hölzerne, achteckige Spindeltreppe.

Für die Restaurierung dieses historischen Gebäudes gab es im Sommer 2009 Geld aus dem Topf des Konjunkturpakets II in Höhe von 450 Tausend Euro, die zu gleichen Teilen von Bund, Land und Stadt aufgeteilt und getragen werden. Zunächst galt es die Bausubstanz des historischen romanischen Hauses zu stabilisieren, was bei der Besichtigung von Außen und Innen zu sehen war. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, sollen im Innern des Hauses notwendige Restaurationsarbeiten vorgenommen werden.

Weinfest 2010 im Ortsmuseum

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