Stolen Child

Zeitzeugen

Alojzy Twardecki – auf den Spuren eines geraubten Kindes in Horchheim

Ein alter BBC-Dokumentarfilm hat uns auf eine Geschichte aufmerksam gemacht, die unmittelbar mit Horchheim verbunden ist. In The Stolen Child, einer 1993 ausgestrahlten Folge der BBC-Reihe Timewatch, wird das Schicksal des Polen Alojzy Twardecki erzählt.

Als Kind wurde Alojzy Twardecki 19431 aus seiner polnischen Heimat verschleppt. Seine Herkunft und seine Identität sollten ausgelöscht werden. Aus Alojzy Twardecki wurde zunächst Alfred Hartmann, später Alfred Binderberger.

Dass dieser Weg schließlich nach Koblenz und nach Horchheim führte, macht die Geschichte für uns besonders interessant. Noch bemerkenswerter ist aber, dass die Verbindung zu Horchheim nicht mit seiner Rückkehr nach Polen endete. Twardecki kam später immer wieder nach Horchheim zurück, traf alte Freunde und Bekannte und hielt den Kontakt zu seiner deutschen Familie aufrecht.

Überliefert ist seine Geschichte deshalb nicht nur in Filmen und Büchern, sondern auch in Horchheim selbst.

Die geraubten Kinder

Die Geschichte von Alojzy Twardecki steht im Zusammenhang mit einem der weniger bekannten Verbrechen der nationalsozialistischen Besatzung Polens: der systematischen Verschleppung und Germanisierung polnischer Kinder.

In historischen Darstellungen wird häufig von etwa 200.000 polnischen Kindern gesprochen, die während des Zweiten Weltkriegs zur Germanisierung verschleppt oder ihren Familien gewaltsam entzogen wurden. Eine exakte Gesamtzahl lässt sich heute nicht mehr feststellen. Die Quellen unterscheiden sich außerdem darin, welche Formen der Verschleppung und Germanisierung sie einbeziehen.

Die Auswahl der Kinder erfolgte nach den rassistischen Vorstellungen der Nationalsozialisten. Äußere Merkmale wie blondes Haar, blaue Augen, Körperbau und andere vermeintliche „rassische“ Merkmale konnten bei der Begutachtung eine Rolle spielen. Kinder, die nach der NS-Rassenideologie als für die „Eindeutschung“ geeignet galten, wurden ihren Familien und ihrer Herkunft entfremdet. Ihre Namen wurden geändert, ihre polnische Sprache sollte verschwinden und sie sollten in deutschen Familien als Deutsche aufwachsen.

Beteiligt waren verschiedene Einrichtungen der SS und der deutschen Besatzungsverwaltung, darunter das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (RuSHA). Auch der Verein Lebensborn e. V. war an der „Eindeutschung“ geraubter Kinder beteiligt. Überlieferte Unterlagen dokumentieren unter anderem die Änderung von Namen und Geburtsangaben sowie die Vermittlung von Kindern an deutsche Pflege- und Adoptionsstellen.

Die nationalsozialistische Kinderraubpolitik beschränkte sich dabei nicht ausschließlich auf blonde und blauäugige Kinder. Auch Waisen und Kinder, deren Eltern verfolgt, inhaftiert oder getötet worden waren, konnten betroffen sein. Die rassische Auswahl war Teil einer umfassenderen Politik, mit der Kinder ihren Familien, ihrer Sprache und ihrer bisherigen Identität beraubt und in die deutsche Gesellschaft eingegliedert werden sollten.

Bei Alojzy Twardecki lässt sich dieser Vorgang besonders deutlich nachvollziehen: Er wurde als kleines Kind aus seiner Familie gerissen, erhielt einen neuen Namen, wurde von seiner polnischen Herkunft getrennt und schließlich in eine deutsche Familie gegeben.

Rogoźno – der Ausgangspunkt

Alojzy Twardecki wurde am 23. März 1938 in Rogoźno bei Posen geboren. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er mit seiner Mutter und den Großeltern. Seine Mutter hieß Małgorzata Ratajczak, geborene Twardecka. Sein Vater, Leon Władysław Twardecki, war polnischer Offizier und kam 1939 unter ungeklärten Umständen in deutscher Gefangenschaft ums Leben.

Am 27. September 1943 änderte sich Alojzys Leben innerhalb weniger Stunden. Deutsche Stellen holten den Jungen aus seinem Elternhaus. Seine Mutter konnte ihm nur sagen, er werde aufs Land gebracht.

In einem späteren Interview erinnerte sie sich an diesen Morgen. Ein Polizist habe gegen fünf Uhr an die Tür geklopft und erklärt, die Kinder würden zur Erholung aufs Land geschickt. Sie begleitete ihren Sohn zum Bahnhof, wo sich auch die anderen Mütter aus Rogoźno versammelten. Auf dem Wagen stand „Landverschickung für polnische Kinder“.

Alojzy wurde gemeinsam mit seinem etwa elfjährigen Cousin Leon Twardecki und weiteren Kindern zunächst nach Kalisz gebracht. Dort wurde seine Identität verändert. Aus Alojzy Twardecki wurde Alfred Hartmann.

Später erinnerte er sich daran, wie er jeden Morgen beim Appell seinen neuen Namen rufen musste und Deutsch lernte. Man sagte ihm, seine Mutter sei bei seiner Geburt gestorben und sein Vater sei ein SS-Offizier gewesen, der von polnischen Banditen ermordet worden sei. Er glaubte diese Geschichte.

Alfred Binderberger kommt nach Horchheim

Im Mai 1944 kam Alfred zur Familie Binderberger nach Koblenz-Horchheim. Sein neues Zuhause lag in der damaligen Bergstraße, der heutigen Beckenkampstraße.

Für Alfred begann damit ein neues Leben.

Die Familie nahm ihn liebevoll auf. Die Kirmesmagazin-Autoren beschreiben sein neues Zuhause als eine große Villa. Alfred fand Freunde, spielte Klavier und malte. Zu seinen Erinnerungen gehörte ein selbstgebautes Puppentheater mit Figuren aus Pappmaché und ein schwarzer Spaniel. Jahrzehnte später erinnerte er sich noch mit großer Wärme an diese Zeit.

Für ihn waren die Binderbergers seine Familie.

Von seiner polnischen Herkunft wusste er nichts mehr. Er wuchs als deutscher Junge auf und besuchte eine Koblenzer Schule. Die Kirmesmagazin-Autoren nennen als weiterführende Schule das damalige Städtische Realgymnasium Koblenz, das sie dem heutigen Eichendorff-Gymnasium zuordnen. In der BBC-Dokumentation wird dagegen seine Verbindung zum Görres-Gymnasium deutlich.

Deutschland war für Alfred zur Heimat geworden.

Ein Brief verändert alles

Die Wahrheit kam nicht plötzlich ans Licht. Sie begann mit einem Brief.

Alojzys Mutter Małgorzata Ratajczak hatte nie aufgehört, nach ihrem Sohn zu suchen. Mithilfe der polnischen Militärmission gelang es ihr schließlich, seinen deutschen Namen und die Adresse seiner Pflegefamilie herauszufinden. Ab 1948 versuchte sie, Kontakt zu ihm aufzunehmen.

Mehrere Briefe erreichten Alfred zunächst nicht. Sein Großvater hielt sie zurück und vernichtete sie aus Angst, den Jungen zu verlieren. Erst 1949 fiel ein Brief seiner leiblichen Mutter in die Hände seines Vaters.

Für den Jugendlichen war die Nachricht ein Schock.

Plötzlich stand seine gesamte bisherige Identität infrage. Die Frau aus Polen behauptete, seine Mutter zu sein. Sie schickte ein Foto.

Alfred wollte damit zunächst nichts zu tun haben. Er zerriss das Foto.

Doch gleichzeitig tauchten erste Erinnerungen auf. Worte in einer fremden Sprache. Bilder aus einer Zeit, an die er sich kaum erinnern konnte.

Die Frage blieb: Wer bin ich eigentlich?

Zwei Mütter

Die Geschichte wurde noch komplizierter, als Alfreds deutsche Mutter schwer erkrankte. Sie starb, als er elf Jahre alt war. Für ihn war sie die Mutter, die ihn aufgezogen und geliebt hatte.

Sie hatte vor ihrem Tod einen Brief an seine leibliche Mutter geschrieben. Ihren letzten Wunsch richtete sie an die Familie: Sie solle sich um Alfred kümmern, ihn liebhaben und für ihn sorgen.

Gleichzeitig versuchte seine leibliche Mutter in Polen weiterhin, ihren Sohn zurückzugewinnen.

Damit begann ein jahrelanger Konflikt um die Identität und den Verbleib des Jungen. Für Alfred wurde immer deutlicher, dass zwei Familien Anspruch auf einen Teil seiner Lebensgeschichte erhoben.

Die Reise nach Polen

1953, mit 15 Jahren, reiste Alfred schließlich nach Polen.

Seine Absicht war zunächst keineswegs, dort zu bleiben. Er wollte den vermeintlichen Irrtum aufklären und anschließend nach Deutschland zurückkehren.

Am Bahnhof in Poznań traf er seine Mutter.

Sie sagte: „Ich bin deine Mama.“

Seine Antwort lautete: „Das wird sich erst erweisen.“

Die Szene wurde Jahrzehnte später in einem Interview rekonstruiert, das 2010 mit Alojzy Twardecki und seiner Mutter geführt wurde und im Horchheimer Kirmesmagazin wiedergegeben ist.

Twardecki sprach zu diesem Zeitpunkt kein Polnisch mehr. Mutter und Sohn verständigten sich zunächst auf Deutsch. Er suchte nach Gründen, warum diese Frau nicht seine Mutter sein konnte.

Doch je länger er bei ihr und in Rogoźno blieb, desto stärker wurden die Erinnerungen an seine frühe Kindheit.
Etwa einen Monat nach seiner Ankunft traf er die Entscheidung.

Er ging zu seiner Mutter und sagte: „Mama, hör auf zu weinen, ich bleibe.“

Damit wurde aus Alfred wieder Alojzy Twardecki. Er war nach elf Jahren zu seiner Mutter zurückgekehrt.

Der Abschied von Horchheim

Für seine Freunde in Horchheim war diese Entscheidung schwer zu verstehen.

Der Junge, den sie als Alfred kannten, war plötzlich nach Polen gegangen. Freunde und Nachbarn trauerten um ihn. Im Kirmesmagazin wird sogar berichtet, dass in einem Garten die Flagge auf halbmast gehisst wurde.

Und doch brach die Verbindung nicht ab.

Alfreds deutsche Familie akzeptierte seine Entscheidung. Sein Vater und seine Großmutter schrieben ihm Briefe und ließen ihn wissen, dass die Tür des Hauses für ihn offenbleiben würde.

Auch Twardecki selbst vergaß Horchheim nicht.

Nach seiner Rückkehr nach Polen kam er bei späteren Besuchen in Koblenz immer wieder in den Stadtteil. Dort traf er frühere Freunde und Bekannte. Ingeborg Wilke und Jopa Schmidt berichten im Kirmesmagazin von Kontakten zu Robert Stoll, Heribert Flock, Helmut Mandt, Wolfgang Korbach, Hans-Gerd Melters, Thomas Hüllen und Dr. Hartmut Kern.

Jopa Schmidt hatte Twardecki zunächst in einer Fernsehsendung wiedererkannt. Später stellte eine genealogische Recherche von Ingeborg Wilke den direkten Kontakt her. Es entwickelte sich ein persönlicher Austausch per Skype und E-Mail.

So wurde Horchheim für Twardecki nicht einfach zu einem Ort einer geraubten Kindheit. Es blieb auch ein Teil seines späteren Lebens.

Ein schwieriger Neuanfang

Die Rückkehr nach Polen bedeutete für Twardecki einen schwierigen Neuanfang.

Er musste Polnisch von Grund auf neu lernen und sich in einem Land zurechtfinden, dessen Sprache und Kultur ihm als Kind genommen worden waren. Im ersten Jahr in Rogoźno wurde er von anderen Kindern wegen seiner deutschen Prägung verspottet. Auch später wurde ihm seine deutsche Herkunft immer wieder vorgehalten. Gleichzeitig entwickelte er sich nach und nach wieder in die polnische Gesellschaft hinein.

Seine deutsche Vergangenheit verschwand dabei nicht.

Twardecki liebte weiterhin die deutsche Sprache und blieb seinen deutschen Freunden verbunden. Den Namen Alfred gab er später sogar seinem eigenen Sohn – als Erinnerung an seine glückliche Kindheit in der deutschen Familie.

Sein Lebensweg führte ihn zunächst über ein Studium des Außenhandels und später der Germanistik. Er arbeitete als Journalist, Übersetzer und Dolmetscher, lehrte deutsche Literatur an der Universität Warschau und war an zahlreichen Übersetzungen und Dokumentarfilmen beteiligt. Sein berufliches Ziel blieb die Verständigung zwischen Polen und Deutschland.

1970 war er als Dolmetscher beim historischen Besuch Willy Brandts in Warschau tätig. Später übersetzte er polnische Literatur ins Deutsche und wirkte als Übersetzer und Sprecher an mehr als hundert Dokumentarfilmen mit.

Die Schule der Janitscharen

Twardecki machte seine Geschichte schließlich selbst öffentlich.

Gemeinsam mit Christoph Koch entstand das Buch Die Schule der Janitscharen. Darin schildert Twardecki aus der Perspektive des Betroffenen seinen Weg vom polnischen Kind über die erzwungene Germanisierung bis zur Rückkehr nach Polen.

Das Buch wurde auch deshalb zu einer wichtigen Quelle, weil Twardecki darin nicht nur seine eigene Geschichte erzählt, sondern den Blick auf die vielen anderen Kinder richtet, denen ein ähnliches Schicksal widerfuhr.

Der Titel des Buches verweist auf die Janitscharen des Osmanischen Reiches, die als Kinder aus ihrer ursprünglichen Umgebung herausgerissen und in einer neuen Identität erzogen wurden.

Twardecki verwendete diesen Begriff für Kinder, deren Herkunft und Identität gewaltsam ausgelöscht werden sollten.

Am Ende seines Buches formuliert Twardecki den Wunsch, dass sich seine Geschichte und die Geschichte anderer geraubter Kinder nicht wiederholen. Er wollte dazu beitragen, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Zugehörigkeit als Menschen geachtet werden.

Die Geschichte im Film

Twardeckis ungewöhnliche Lebensgeschichte wurde über Jahrzehnte hinweg mehrfach dokumentiert.

Bekannt sind vier Filme:

  • 1971: Człowiek o dwóch nazwiskach („Der Mann mit zwei Nachnamen“), Regie Roman Wionczek – FilmPolski
  • 1985: Akcent, Regie Robert Stando, produziert von „Czołówka“
  • 1993: The Stolen Child, Regie und Produktion Catrine Clay für die BBC-Reihe Timewatch – BBC/Timewatch
  • 2006: Pole und Deutscher – Zwei Mütter und zwei Vaterländer, Autor Eberhard Büssem für den Bayerischen Rundfunk – BR/Presseportal

Für unsere Recherche besonders wichtig war die BBC-Dokumentation The Stolen Child. Fast fünfzig Jahre nach seiner Verschleppung kehrte Twardecki darin nach Koblenz zurück. Der Film führt ihn auch an Orte seiner Kindheit und Jugend.

Bei der weiteren Recherche stießen wir außerdem auf eine zweite Fassung des Filmmaterials in einem Online-Lehrangebot zur Identitätsentwicklung. Dort sind längere Passagen des deutschsprachigen Originalinterviews mit Twardecki erhalten.

Dadurch ist seine eigene Stimme unmittelbar zu hören – wenn er über seine deutsche Familie, die Entdeckung seiner Herkunft und seine Beziehung zu Deutschland und Polen spricht.

Eine biografische Übersicht über die filmischen Dokumentationen findet sich außerdem in einer Veröffentlichung der Gazeta SGH.

Drei Namen – eine Lebensgeschichte

Im Verlauf seines Lebens begegnen uns drei Namen:

  • Alojzy Twardecki
  • Alfred Hartmann
  • Alfred Binderberger

Jeder dieser Namen steht für einen Abschnitt seines Lebens.

Alojzy war das polnische Kind aus Rogoźno.

Alfred Hartmann war die Identität, die ihm die nationalsozialistische Germanisierungspolitik aufzwingen sollte.

Alfred Binderberger war der Junge, der in Horchheim aufwuchs, dort eine liebevolle Familie fand, Freunde gewann und Deutschland als seine Heimat kennenlernte.

Und Alojzy Twardecki war schließlich der Erwachsene, der nach Polen zurückkehrte, seine polnische Herkunft wieder annahm und dennoch die deutsche Seite seiner Biografie nicht verleugnete.

Gerade darin liegt die besondere Bedeutung seiner Geschichte. Er musste seine beiden Lebenswelten nicht gegeneinander ausspielen. Seine deutsche Kindheit und seine polnische Herkunft gehörten beide zu seinem Leben.

Im Horchheimer Kirmesmagazin wird Twardecki als Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland, als überzeugter Europäer und Weltbürger beschrieben.

Eine Horchheimer Geschichte

Am 27. September 2016 starb Alojzy Twardecki in Warschau im Alter von 78 Jahren. Ein Jahr später sollte im Horchheimer Kirmesmagazin ein Nachruf erscheinen. Aus Platzgründen wurde er erst 2018 veröffentlicht. Darin wurde an den „Mann mit den drei Namen“ erinnert.

Dass wir heute erneut auf seine Geschichte stoßen, hat deshalb auch mit Horchheim selbst zu tun.

Die Geschichte begann 1943 in Rogoźno und führte über deutsche Kinderheime und eine Koblenzer Familie nach Horchheim. Sie führte weiter nach Polen, nach Warschau und in die deutsch-polnische Verständigungsarbeit.

Aber sie führte Twardecki auch immer wieder zurück nach Horchheim.

In der Beckenkampstraße 4, der früheren Bergstraße 4, liegt ein konkreter Ort dieser Geschichte. Hier lebte der Junge, der einmal Alojzy hieß, als Alfred Binderberger einen Teil seiner Kindheit und Jugend.

Heute erinnert dieser Ort nicht nur an die Geschichte eines geraubten Kindes. Er erinnert auch an einen Menschen, der aus einer zerrissenen Biografie eine Brücke zwischen zwei Ländern machte.


Quellen und weiterführende Informationen

Horchheimer Kirmesmagazin 2016, S. 54–57:
Ingeborg Wilke / Jopa Schmidt: „Der Mann mit den drei Namen: Alojzy Twardecki – Alfred Hartmann – Alfred Binderberger“.

Horchheimer Kirmesmagazin 2016, S. 59–65:
Interview „Ich bin nicht Ihr Sohn“ mit Małgorzata Ratajczak und Alojzy Twardecki.

Horchheimer Kirmesmagazin 2018, S. 77–79:
„Nachruf auf Alojzy Twardecki (1938–2016)“.

Alojzy Twardecki: Die Schule der Janitscharen. Aus dem Polnischen übersetzt von Christoph Koch, Peter Lang, 2013.

BBC: The Stolen Child, 1993, Reihe Timewatch.

BBC/Timewatch

ASMRE: Fassung des Filmmaterials mit deutschsprachigen Interviewpassagen:

Nationalbewusstsein in der Identitätsentwicklung – Das Beispiel der gestohlenen polnischen Kinder

FilmPolski: Człowiek o dwóch nazwiskach, 1971.

FilmPolski

Bundesarchiv: Informationen und Quellen zum Lebensborn e. V. der SS.

Arolsen Archives: Dokumente und Informationen zu den nach dem Krieg gesuchten und verschleppten Kindern.

United States Holocaust Memorial Museum: Informationen zu polnischen Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung.

USHMM – Polish victims


Bildquellen: Die verwendeten Bilder stammen aus den auf der Website von ASMRE (Agora for Spiritual, Moral and Religious Education) veröffentlichten Interviews mit Alojzy Twardecki und seiner Mutter Małgorzata Ratajczak.
Für diesen Beitrag wurden einzelne Bilder zusammengestellt und teilweise mit KI restauriert. Die Bearbeitung erfolgte durch die Heimatfreunde Horchheim e.V.


  1. Das Datum der Verschleppung wird in den vorliegenden Quellen nicht einheitlich angegeben. Im Horchheimer Kirmesmagazin wurde zunächst der 3. September 1942 genannt. Mehrere später aufgefundene Quellen, darunter die Gazeta SGH, das Museum der Polnischen Kinder und biografische Darstellungen zu Alojzy Twardecki, nennen dagegen übereinstimmend den 27. September 1943. Für diesen Beitrag wurde daher das besser belegte Datum 1943 übernommen. ↩︎
Shares
Share This