Als es bei uns noch Bauern gab

Bauern in Horchheim vor 25 Jahren –
ein „agrarökonomischer Rückblick“
von Hans Feldkirchner

Kirmes-Magazin 1980 Seite 40-41

Lange ist es her, als Ochsenkarren zu einer vertrauten Erscheinung auf Horchheims Straßen waren, als Frischmilch direkt vom Erzeuger mit dem Pferdewagen ausgefahren wurde und Horchheims Hobbygärtner mit Schaufel und Besen auf die Straße stürzten, um sich gewisse „Hinterlassenschaften“ der Vierbeiner als Dünger für den Hausgarten zu sichern. Äußerst gründlich hat man Horchheims Gemarkung umgepflügt, neu planiert, aufgerissen, ausbetoniert und asphaltiert – alles im Sinne von verbesserter Infrastruktur. Die ursprüngliche Struktur unseres Ortes ging dabei verloren, gründlich, endgültig. Natürlich haben Horchheims Groß- und Kleingrundbesitzer ihren Schnitt gemacht, als sie die Felder der Väter und Großväter Straßenbauämtern und Siedlungsgesellschaften überließen und ihre bäuerIiche Selbständigkeit aufgaben. So mancher Rummele-Acker, so manches Erdbeerfeld wurde so zur kleinen Goldgrube …

Horchheim war um die Jahrhundertwende ein Dorf mit kleinbäuerlicher Struktur. Neben Weinbau war der Obstanbau vorherrschend. Bis zum 1. Weltkrieg wurden Horchheimer Bohnäpfel in Holztonnen verpackt und zum größten Teil nach England verschifft. Nach dem 1. Weltkrieg nahm der Erdbeeranbau immer mehr zu. Der Weinbau ging wegen der Ausbreitung der Schädlinge (Reblaus) und der immer dichter werdenden Besiedlung der Ortslage zurück und verschwand im Jahre 1923 ganz. Getreide und Hackfrucht wurden weiter oberhalb der Umgehungsstraße B 42 angebaut. Diese Anbauflächen verschwanden durch die Ausbreitung der militärischen Anlagen wie Bau der Augusta-, Gneisenau-, Deines-Bruchmüller-Kaserne und der Anlage des Schieß- und Truppenübungsplatzes Schmidtenhöhe. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges war die bäuerliche Struktur fast zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken. Auf den verbleibenden Resten der landwirtschaftlichen Fläche bauten die Horchheimer Bauern meist nur noch zu ihrem eigenen Gebrauch für die Nutzviehhaltung Getreide und Hackfrucht an. In den Mangeljahren nach dem 2. Weltkrieg blühte das bäuerliche Leben noch einmal auf. Der Erdbeeranbau war eine der wichtigen Einnahmequellen. Durch die dann einsetzende Ausweitung des Wohnungsbaues verschwanden immer mehr Erdbeerfelder. Nachdem die Bundesrepublik sich dem europäischen Markt öffnete und das Baugebiet Horchheimer Höhe entstand, war es mit den bäuerlichen Betrieben vorbei. Den Rest gab ihnen der Straßenbau.

Ein Dutzend Voll-Bauern

Heute haben wir in Horchheim leider keinen einzigen landwirtschaftlichen Betrieb mehr. 1955 existierten immerhin noch 16 Betriebe, davon 12 als Vollerwerbsbetriebe. Wer erinnert sich an „Pinke Jupp“ in der Emser Straße – Ecke von Eyßstraße, der sich als später Junggeselle in den bayerischen Hafen der Ehe begeben hatte oder an den „Schuster Will“ gegenüber dem Krankenhaus, der bis 1955 Herr und Gebieter über viele Erdbeerfelder war und heute als Rentner lebt, oder an Siegfried Sauder, der spät aus der russischen Gefangenschaft zurückkam und mit seinem Ochsen und Misthaufen vor der Tür in der Brandenburgstraße zum dörfIichen Leben der damaligen Zeit gehörte? Hinzu kommen Vater und Sohn Josef und Konrad Geissler in der Emser Straße. Während sich Josef Geissler mehr dem Gesellenhaus als Hausvater widmete, übernahm Sohn Konrad den elterlichen Betrieb. Er war der erste und auch der Einzige, der von den Horchheimer Bauern einen Traktor besaß. Heute noch ist der „Konn“ bei allen Umzügen in Horchheim mit seinem altersschwachen Traktor dabei. Auf dem Kommers der Kirmesgesellschaft 1965 hat er die letzte Kuh Horchheims in den Saal geführt.

Am längsten hielt sich Esters Hein

Weiter zu nennen ist „Pretze Jakob“ in der Heddesdorffstraße. Er gehörte mit seinem Kuhgespann zu den letzten Bauern, die sich schwer von ihren Äckern trennen konnten. Der absolut „letzte“ Bauer war schließlich der „Ester Hein“, allen Horchheimern wohlbekannt. Hatte der „Hein“ doch zur Freude der Horchheimer Kinder lange Jahre das Pferd des St. Martin in Pension.

Schmitze Hannes aus der Meesgaß

Bei der Aufzählung der Horchheimer Bauern darf einer nicht vergessen werden. Er war ein Original, er und seine Frau waren menschlich so prachtvolle Mitbürger, wie man sie selten findet. lch meine „Schmitz Jusseps Hannes“ und seine Frau „Appelchen“. Für Nichteingeweihte: Johann Schmitz und seine Frau Appollonia aus dem Meesgäßchen. Vielen Horchheimern klingt noch die etwas heisere Stimme des Han-nes in den Ohren, wenn er seinen Ochsen die Viehgass hinauftrieb: „Hans, dau doller Hond, nau mach ohn gieh.“ Der Ochse war für den Hannes kein Nutzvieh, sondern Arbeitskamerad. Oft erzählte er den Leuten: „Et gibt schlecht Wedder, der Ochs hat et en de Knoche.“ Bescheidene, hilfreiche Leute, die mit Reichtum nicht gesegnet, aber wegen ihrer Herzlichkeit vor allem bei den Kindern sehr beliebt waren.

Zu unseren Bauern der damaligen Zeit gehörte auch Johann Brühl in der Alten Heerstraße. Nachdem Herr Brühl verstarb, ging dieser Betrieb ein. ln der Mendelssohnstraße befanden sich noch 3 Bauern, Jakob Geissler, Karl Hahn und Jakob Schmitz. Alle 3 haben im Laufe der Zeit aus Altersgründen und nach Aufgabe ihrer Felder die Landwirtschaft eingestellt.

Zum Schluß ist noch Johann Saal in der Mittelstraße zu erwähnen. ln den letzten Jahren hatte Herr Saal 2 Maultiere, mit denen er seine Felder bewirtschaftete. Die Horchheimer Kinder hatten immer viel Freude, wenn er mit seinem Gespann rasselnd durch den Ort fuhr. Die Beschaulichkeit dieses Zeitabschnittes ist dahin. Das Rad der Zeit rollt unaufhaltsam weiter. Hin und wieder sollte man es anhalten und einmal rückwärts schauen, damit wir den Blick für morgen nicht verlieren.




Unser Heimatlied „O Horchheim, mein Horchheim!“

Von Hans Josef Schmidt
Festschrift 1214 – 2014
Seite 298 – 300

Der Text und die Melodie unseres „Nationalliedes“ stammen aus der Feder von Karl („Wurscht“) Wörsdörfer, das harmonische Gerüst bzw. die Vertonung für Klavier von Hans Wüst, dem Organisten und Dirigenten des Horchheimer Kirchenchores.


O Horchheim, mein Horchheim!

Wo einst die Sonne schien auf edle Reben,
Schräg vis-à-vis von Stolzenfels,
Wo über’m Waldrand hoch die Sperber schweben,
Und lustig singt die Lerche über’m Feld,
Da liegt im Tale, den Römern schon bekannt,
Ein kleines Städtchen, verträumt am Rheinesstrand.

Refrain:
O Horchheim, o Horchheim,
So murmeln leis die Wellen;
In dir gibt’s schöne Mädchen
Und lustige Gesellen!

Und abends dann oft im Mondenschein
Gibt man sich im Park ein Stelldichein.
O Horchheim, o Horchheim,
Sollt ich mal fern dir sein,
Zieht mich die Sehnsucht wieder
Zu dir am schönen Rhein!

Es herrscht der Frohsinn schon seit alten Zeiten
In jedem Haus in jeder Gass’.
Ja, man versteht es, Feste zu bereiten,
Und kehrt erst heim, wenn leer das letzte Fass!
Drum Wand’rer kommst du mal an des Rheines Strand,
Dann setz dich nieder und lausch am Uferrand:

Refrain:
O Horchheim, o Horchheim, …

Werd’ ich dereinst zum Himmel abgerufen,
Dann trete ich zu Petrus hin:
Ach, lass’ als Engel mich sitzen auf den Stufen
Am Rhein, am Rhein, wo ich geboren bin ‒
Lausch’ in den Park ich, wo man sich Liebe schwört;
Singt mir die Nixe, die einst mich hat betört:

Refrain:
O Horchheim, o Horchheim, …

Text und Melodie: Karl Wörsdörfer, Klaviersatz: Hans Wüst


Karl Wörsdörfer als Oberst Itzeblitz
Karl Wörsdörfer als Oberst Itzeblitz

Karl Wörsdörfer

geboren am 21. August 1919 in der Südlichen Vorstadt, kam 1948 mit seiner Familie nach Horchheim. Hier fasste er schnell Fuß und wurde zu einer wertvollen Bereicherung der Vereinswelt. Männerchor, Carnevalsverein (HCV) und Kirmesgesellschaft boten ihm ein breites Podium. Seine Paraderolle war „Oberst Itzeplitz“, ein Gütezeichen in der Koblenzer Faasenacht.
1950 schenkte er den Horchheimern ihr Heimatlied „O Horchheim“, dessen Text zum ersten Mal in der Kirmes-Zeitung 1952 gedruckt wurde.

Über die Entstehung des Liedes sagte er:

„Im Herbst 1950 machte ich einen Feierabend-Spaziergang mit meinem damals dreijährigen Sohn Klaus durch den Park am Rhein, auch ‚Allee‘ genannt. Beim Anblick der herrlichen, hohen Bäume, der Schiffe auf dem Rhein, der Liebespärchen und des über der Brüstung lehnenden Rentnerklubs überkam mich eine friedliche Stimmung, die mich auf dem Heimweg zur Mendelssohnstraße begleitete. Zu Hause setzte ich mich hin und versuchte, diese Stimmung in ein paar Verse umzusetzen.“

Nach einigen Versuchen hatte „Wurscht“ eine Walzermelodie hinzugefügt, denn wenn man am und vom Rhein singt, konnte es ja auch nur ein Schunkellied sein. Die Melodie, primitiv auf einem selbst gebastelten Notenblatt festgehalten, wurde dann vom Horchheimer Organisten Hans Wüst mit viel Freude „musikalisch hingetrimmt“. Bei der Karnevalssitzung des Männerchores am 11. November 1950 erfolgte im Gesellenhaus die Uraufführung.

Die Nachfrage war so groß, dass das Lied mit Unterstützung durch Hans Wagner auf Postkarten gedruckt werden konnte, die sogar bis nach Amerika verschickt wurden, aber schon bald vergriffen waren.

„Wurscht“ Wörsdörfer starb am 12. Juni 1994 im Alter von 74 Jahren.

Hans Wüst

am 11. September 1909 in Duisburg-Großenbaum geboren, absolvierte nach der Schulzeit zunächst eine Klavierbauer-Lehre bei der berühmten Firma Mand in Koblenz. Er stammte aus einer Familie, in der die Musik immer eine große Rolle gespielt hat. Sein Großvater Heinrich Wüst (1832-1916) kam 1857 als Lehrer, Küster und Organist nach Horchheim. Auch der Vater Josef (1878-1945) fungierte eine Zeitlang als Organist an St. Maximin. So kam es nicht von ungefähr, dass Hans Wüst schon im Alter von 15 Jahren (1924) als Organist an St. Maximin tätig war.

Hans Wüst

Seine ersten musikalischen Gehversuche ging er allerdings als Autodidakt an. Die entscheidende musikalische Fortbildung erhielt er am Konservatorium in Koblenz. Sein Mentor war Adolf Heinemann, Organist an St. Florin und damals schon ein in Koblenz bekannter Orgelkünstler. Ihm eiferte Hans Wüst nach und machte sich ebenfalls schon bald im Koblenzer Raum einen Namen, wobei ihm nicht zuletzt auch das 1½-jährige Studium an der Rheinischen Musikschule in Köln ab 1930 zu Gute kam. Mit Bravour legte er ein vorgezogenes Examen bei seinen Lehrmeistern Prof. Wilhelm Maler (Musiktheorie) und P. Baumgartner (Klavierunterricht) ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Hans Wüst 1945 die Leitung des Horchheimer Kirchenchores. Drei Messen hat er geschrieben: die Ostermesse „Christ ist erstanden“ 1940, die Weihnachtsmesse mit Melodieanfängen bekannter Weihnachtslieder 1945/46 und die Marienmesse „Salve Regina“ 1952. Daneben hat er noch mehrere Liedsätze und Motetten komponiert und halt eben auch die Harmonie zum Horchheimer Nationallied nach Text und Melodie von Karl Wörsdörfer geschrieben. Seit 1955 war Wüst auch Musiklehrer am Johannes-Gymnasium Lahnstein.

Er verstarb leider viel zu früh am 18. Januar 1963.


Die Originalnoten von 1950

Original-Noten "Oh Horchheim, mein Horchheim!"



Notenblatt: „O Horchheim, mein Horchheim“ (PDF)





Su wie freher babbele

Eine neue Lektion in Hoschemer Platt

von Robert Stoll
Horchheimer Kirmes-Magazin 1983 – 1985

Ganz im Sinne dieser Zeilen der Koblenzer Heimatdichterin Josefine Moos stellte Hans Josef Schmidt in den Kirmeszeitungen 1967-68 „Hoschemer Platt für Anfänger“ vor. Wir wollen den Mundartkurs weiterführen. Machen Sie also mit, liebe Leser! Es gibt zwar kein Diplom für erfolgreiche Mitarbeit, aber sicherlich viel Spaß bei der Wiederentdeckung „unserer Moddersproch“!

Viele der Wörter und Wendungen sind dem 1876 veröffentlichten Buch „Coblenz in seiner Mundart“ von Julius Wegeler entnommen. Zwar war Horchheim zu jener Zeit noch längst nicht eingemeindet, aber unser Dialekt kannte schon damals keine Barrieren. Allerdings beklagte Wegeler auch bereits die Tatsache, dass unser Platt immer weniger gesprochen wurde. Heute gilt wie damals die Aufforderung, die Hoschemer Mundart nicht untergehen zu lassen. In ihr fand die wechselvolle Geschichte unserer Heimat ihren Niederschlag, wie die Herkunft zahlreicher Wörter aus dem Französischen, dem Hebräisch-Jiddischen und dem Niederländischen belegt. Aber auch in unserer Zeit bereichern immer wieder neue Wendungen unser Platt. Die folgende Wortsammlung macht dies deutlich. Wir hoffen, dass Ihnen, liebe Leser, diese Nachhilfe in Hoschemer Platt Vergnügen bereitet.

Et Scheenste es die Moddersproch!

Kai Wonner, dat mer an ihr hänkt,
weil se dat Beste, Teefste doch,
wat ons beseelt, zom Ausdruck brengt!
lhr Läit!
Ehrt Euer Heimatsproch en Lust on Leid,
en Gleck on Schmerz,
se es on blaift en Quickborn doch,
e Labsal fir Gemieht on Herz!


Hoschemer Platt | Wörterbuch

A

abbe ― eitern; „dä Finger äbbt“ Abbedehker ― Apotheker abere ― Speichel verlieren
abmorkse ― töten absteche ― den Wein aus dem Faß in ein anderes umfüllen Abtritt ― Klo, der früher meist im Freien zu finden war
Affegade ― Advokaten, Rechtsgelehrte ahl ― alt; die Ahl – die Alte; ahl Tesch ― verschrobene alte Frau
Aische ― kleine Eiterbeule alert ― munter, lustig allemol ― alle zusammen, sämtlich
alleweil, awäh ― jetzt, hier Ambrasch ― Lärm, Spektakel Amt ― dat Huhamt; die Hauptmesse an Sonn- und Feiertagen
anig ― einig Ank ― der Nacken, Genick; „Dau gres e paar en de Ank!“ Ästemiere ― Wertschätzung zeigen
Atteration ― Aufregung Atzel ― Elster; „E klaut wie en Atzel!“  

B

Bagasch ― unbequemer Anhang; „Watt en Bagasch!“ (Gepäck) Bahai ― Aufhebens; „Mach net su en Bahai!“ Bahr ― für Nachttopf; Bahreschesser (Niederlahnsteiner)
Bajerre ― Schranken Bajes ― altes Haus Bajuff ― für franz. Besatzungssoldaten
Bäkes ― grober Mensch; „Bes dau en Bäkes!“ balldowere ― etwas auskundschaften; ausdenken, aushecken Ballewutz ― Friseur
balliatsche ― palavern, viel reden Bämbelcher ― Ohrgehänge bambele, bammele ― herunterhängen
Bammel han ― vor etwas Angst haben Bänkele ― den Garten tief umgraben Bäredreck ― Lakritz
Barwe ― Fisch Batsch ― Dreck Batschel, batschele ― Einer, der viel redet; viel reden
bedrepst ― traurig, betrübt beduppe, beduppele ― betrügen, überlisten befuttele ― jemanden hereinlegen
bekloppt ― beschränkt Bellerche ― der zahnlose Kiefer Bennel ― Bindfaden, Kordel
berappen ― bezahlen Berkel ― Fruchtgehänge; Ast mit Früchten Berzel ― der Steiß; „lch hau der paar vor de Berzel!“
beschummele ― betrügen Beschummeler ― Betrüger Beß ― Biß
beßje, e ― ein wenig bestrenze ― bespritzen Bettlad ― Bettstelle
bewäje ― bewegen Bickel ― Kreuzhacke Biljet ― Fahrkarte
Bimbes ― Rübenkraut birschte ― bürsten Bix ― Büchse
blärze ― weinen, heulen Blärzer ― Heuler Bläß ― Schnur an der Peitsche
blate ― die Blätter (bei Rüben) abbrechen bleche ― zahlen Bleß ― der weiße Fleck auf der Stirn der Pferde; auch für Kopf „Has de dir de Bleß gerannt?“
Bleßpein ― Kopfweh Bliesje ― Bluse blose ― blasen; auch für trinken; „Has de eine geblos?“
Blosert ― Luftikus, Schelm Bluns ― Hausmacher-Wurst blus ― bloß
bödeme ― Fußboden verlegen Bohle ― dicke Bretter bolkere ― Krach machen
bollere ― rumpeln, poltern bossele ― kleinere Gegenstände fertigen; „En Bosseler sen“ botze ― putzen
Box ― Hose; Boxeflecker Boxesack ― Hosentasche Brabbes ― Brei
Brechenskrombiere ― Soßekartoffeln Breckelcher ― Horchheims Brücken über die Eisenbahn Bredullig ― Klemme, Notlage; „Dä setzt en de Bedrullig“
Brelles ― Brüller, Schreier Brommer ― Brummer; „Wat en Brommer!“ brotzele ― langsames Kochen oder Braten; „Et brotzelt en de Pann!“
bruch on dalles ― nicht niet- und nagelfest bruddele ― in Flüssigkeit blasen, so daß ein eigener Ton und Blasen entstehen; „En Bruddeler“ brunzelich ― bräunlich; braun-brunzelich
Budick ― alter Laden Bullewatz ― unwilliger Mensch  

C

Chrestbaumsgade ― Garten mit Tannenbäumen Corona ― Menschenansammlung, Sippe, Horde  

D

Dach ― Kopf; „Einem eins off et Dach gewe“ Dalles ― Erkältung; „Sech de Dalles hole.“ Dämel ― dümmlicher Mensch; Dämelsack
dämpig ― dämpfig; „lch han mich dämpig gegeß.“ Danielsche ― kleiner Fisch Dauges ― Gefängnis
Däwel ― Teufel Däwelskerl ― Teufelskerl Deckel ― Hut; „Hat dä en Deckel offm Kopp!“
deije ― drücken, schieben dengele ― Sense schärfen; Äffje dengele – Moped hochtrimmen Deppegucker ― einer, der sich um alles kümmert
Desbedehrer ― Disputierer Desch ― Tisch deswäje ― deswegen
dille ― essen Dippelig ― kleinlich, pedantisch ditsche ― stoßen, schlagen; Eier ditsche an Ostern
Ditz ― kleines Kind; Gebäck am Mertestag doll ― toll Dolles ― Debbekoche, Reibekuchen
domm ― dumm, von Dommbach sein Dookes ― Gesäß; „Gleich get et wat of de Dookes!“ Drauf ― Traube
Drecksack ― Schimpfwort für einen Flegel drendele ― langsam machen driehn ― tragen
driesch ― unbebaut Drippsdrill ― einfältiger Mensch druckse ― herumdrücken
Drutschel ― dicke, schwerfällige Person ducke ― sich beugen Duckes ― nicht offene Person
Duckesje ― kleines Haus dummele ― tummeln dunke ― eintauchen
Dunkesje ― in Kaffee eingetauchte Brotscheibe dusma sein ― still, ruhig sein Dusselder ― Person, die einen schläfrigen Eindruck macht
dussele ― beinahe schlafen; „Do noch e besje dussele!“ dusselig ― schwindelig  

E

ebsch ― schräg, schief Eiderbesser ― ein nicht angenehmer Mensch Elektrisch ― die in früheren Jahren durch Horchheim fahrende elektrische Straßenbahn
Emmes ― etwas Großes „Wat en Emmes!“ Erwes ― Erbse Erwesezehler ― kleinliche Person
eweil ― jetzt expreh ― absichtlich  

F

Fäjer ― Feger, temperamentvolle Person Fäng krieje ― Schläge bekommen Fängholz ― leicht brennbares Holz, Zündholz
faukele ― zögern, fackeln fautele ― Falschspielen Fett, sein Fett krieje ― bestraft werden; „Dau kriegst dein Fett!“
fimmere ― schwindlig werden; mit den Augen: sie auf und zu machen fissele ― dünn, fein regnen; „Et fisselt lauter!“ flämmse ― etwas abbrennen
flatsche ― schlagen Flause ― allerlei dummes Zeug im Kopf haben Fleppe ― Papiere
Flubbes ― saurer, schlechter Wein flumme ― rauchen fluppe ― laufen, vorankommen; „Die Sach fluppt.“
Flutsche ― Flügel foppe ― auf den Arm nehmen Framensch ― Frauensperson
Freckerling ― armseliger Mensch Frenkel ― Jacke, Kleidungsstück Freß ― Fresse, Mund
Friko ― Unikum Fuchtel ― lautes, besserwisserisches Weib Fumm ― Gerte zum Angeln
fumme ― schlagen fummele ― herumspielen Funzel ― Lampe; „ahl Funzel“
Furk ― Grabgabel Furzefänger ― langer Gehrock Fussele ― leichter Regen
futsch ― kaputt, verloren futtele ― falsch spielen, nicht ehrlich Futterasch ― Nahrung, Verpflegung

G

Gabball ― Ball gabsche ― fangen; „Gabsch de Gabball!“ gabse ― nach Luft schnappen, gähnen
Gackse ― Hühnerschrei, beim Eierlegen Galosche ― Überschuhe, altes Schuhwerk gär ― gern
Gätschert ― Eichelhäher Gaul ― altes Pferd Gaupe ― Dachaufbau
Gebämbels ― etwas Hängendes geerft ― geerbt Gefähr ― alles, in dem man fahren kann
gefreckt ― kaputt Geft ― Gift Geftmichel ― zorniger, böser Mann
Geizje ― junger Trieb, besonders am Weinstock Gekappels ― Streiterei Gemell ― Unrat, Müll
gemetscht ― aufgelegt geneißig, ungeneißig ― genügsam, ungenügsam Gerechtigkeit ― Grundeigentum; „Bes dä hin gieht mein Gerechtigkeit!“
geschääkt ― bunt, fleckig geschaßt ― gepackt, gestellt Gescherr ― Geschirr; auch für alles Mögliche; „Wat e Gescherr!“
Gesocks ― liederliche Menschen gesockt ― gelaufen Gewerjel ― Gewühl
Gickel ― Hahn; auch für einen eitlen, stolzen Menschen gickele ― heimliches, unterdrücktes Lachen Giehstehennermich ― für Frack
gihkse ― stechen, besonders mit einer Nadel Gleck ― Glück Glitschbahn ― Rutschbahn
glitsche ― gleiten, rutschen glitschig ― glatt Gnies ― Ärger
Gonn ― Liebe, Freude erweisen; „Einem die Gonn dohn.“ Goode ― Gruß für „Guten Tag“  

H

Häbbes, Häbbesje ― klein, niedlich; auch Kosename Haiduck ― eine nichtehrliche Person häkelich ― schwierig, kritisch
halew ― halb Hänn ― Hände Hannebambel ― eine schmutzige, ungepflegte Frau; „Wat en Hannebämbel!“
Hannebambel ― einfältiger Mensch Här ― Herr Hasebrud ― ein altes Butterbrot
Hau ― Hacke Hau weghann ― nicht ganz gescheit sein Hei ― Heu
Heihannes ― ein ungelenker, steifer Mann Heimermäusje ― Grille Hejel ― Ganove
Hengel ― mehrere Stücke zusammengewachsen oder gebunden; „En Hengel Wurscht.“ Hennere ― Hinterteil, Po, Gesäß heppe ― springen
Heppert ― dürrer Mensch Herrche ― Großvater Heuldopp ― Brummkreisel
himmele ― sterben hinnenrwens ― hinterrücks, unversehens Hipp ― Ziege
hockele ― jemanden auf dem Rücken trittweise tragen; „Dat Hinkel hockelt!“ Holefernes ― Spinner Hoppas ― Sprung
Hoppedetz ― jemand mit springendem Gang Hoppel, en ― Hügel, Erhebung hoppelich ― uneben, rauh
Hospes ― Narr, Schelm Hotzel ― zusammengeschrumpfte Frucht, auch ältere Person; „En ahl arm Hotzel!“ hucke ― sich ducken, niederkauern
Huckesje ― Häuschen Hungerlidder ― geizige Person Hutsch ― mit Kohlen gefülltes Gefäß, das man sich im Winter unter die Füße stellt; auch für leicht frierende Person; „Dau Hutsch!“
Huwel ― Hobel    

I

Itzel ― unsaubere Person iwwer ― über Iwwermot ― Übermut

J

Jammerlabbe ― jämmerliche Person Jobbe ― Jacke Juffer ― Jungfrau
Jungesteg ― Steg zum Rhein, an dem früher nur die Jungen baden durften    

K

Käbberd ― Kopfsprung; „mach en Käbberd“ Kabbes ― Kohl Kaböffje ― kleines Zimmer
Kaff ― kleines Dorf Kamilledehr ― Kamel; als Schimpfwort: „Dau Kamilledehr!“ Kamisol ― Wams „En Rock un Kamisol“
kampiere ― lagern Kanein ― Kaninchen kapores ― zerbrochen, kaputt
Kapp ― Mütze; „Nebe der Kapp sein“ kappele ― zanken, streiten Karnallje ― schurkiger Typ
Karussellegaul ― Pferd, das das Karussell antrieb; und einer, der zuviel getrunken hat; „Dä leift erum wie en Karussellegaul!“ Karweichelsche ― Eichhörnchen Keilkopp ― starrsinniger Mensch
Keit ― ein Korn, auch für ein wenig (etwas); „e Keitje“, „a Keit Brud“ oder „Et fehlt kai Hohrkeit“ (es paßt genau); „Net mieh zo Keit komme“ (Nicht mehr zurecht kommen) Kenne ― Kinder Kermes ― Kirmes
Kinkerlitzjer ― Kleinigkeiten; „Komm mer net met Kinkerlitzjer!“ Kires ― Jacke Kirschtje ― Endstück am Brot
klabestere ― schwatzen, klatschen Klämisch ― jemand, der immer jammert klamm ― feucht
Klauster ― Vorhängeschloß klempe ― das einfache Anschlagen der Glocke, zum Beispiel bei der Wandlung (Halb-Meß) kleppere ― schlagen
Kletsch-Au ― entzündetes Auge Kletschmann ― Kloß Klewbox anhan ― einer, der (an Kermes) nicht heimfindet; „Ä hat de Klewbox an!“
Klöfje ― Tonpfeife Klombe ― Bonbon Klotzkopp ― Dickschädel; eigensinnig
Klowe ― eiserner Haken; Grobian Knäärjellel ― jemand, dem es keiner recht machen kann knaiele ― nagen; „En Kurscht Brud knaiele.“
Knaieles, en ― Nörgeler knaps ― wenig, eng, kaum; „Do net su knapse!“ knatschig ― teigig, nicht ausgebacken, roh; auch „Bes de knatschig?“
Kneistbaitel ― geizig, Geizhals Knettele ― Kot von Tieren Knirsje ― Stückchen
Knollewatz ― eigensinniger Mensch Knorwel ― Schnaps Knotefurz ― kleiner Mensch; „Dau Knotefurz“
knottere ― zanken, meckern; „Dä Knotterpitter“ Knubbe ― Klotz, für stämmige Person Knuff ― schlechte Arbeit; „Wat en Knuff!“
knuffe ― einem einen Schlag versetzen Knussel ― für eine unordentliche Person knussele ― nagen
Knutsch ― Bäcker knutsche ― drücken, zusammenpressen; „dat Mädche knutsche“ Knutze ― Beule
Korinthekacker ― einer, der an allem etwas auszusetzen hat kotze ― husten, sich erbrechen; Mer es zom kotze!“ kotzele ― tauschen
Krakeelbochs ― notorischer Besserwisser Krakeeler ― Meckerer Krälzier ― Geschichten
Kräm ― Handlung, Sache Krampe on Malje ― Haken und Ösen Krangele ― Miesepeter
Kränk han ― von einer Krankheit befallen sein; „Dau has de Kränk!“ krapsche ― fangen, haschen kreckse ― stöhne
kreische, kreitsche ― weinen, heulen Kriewe ― Wundschorf; ausgelassener Speck Kringel ― alles Runde; „En Kringel Wurscht“
Kringele ― sich kräuseln Krips ― Hals; „Holen baim Krips!“ Krisch ― Schrei
krittele ― meckern, kritisieren kriwelich ― kitzlig kriwelle ― jucken
krolle ― kräuseln; die Locke Kromisch ― Heu Krommeldeppe ― Nörgeler
krommer Hond ― schlechter Mensch kropich ― elend, schwach Kroppsack ― ungebildeter Mensch
Krotz ― lächerlich wirkender Typ Krotze ― unbehauene Steine kujeniere ― quälen
kusche ― ducken; „kusch dich“ Kwackeler ― bösartiger Zeitgenosse Kwadudder ― kleiner, lustiger Kerl

L

Laages ― langer, schwerfälliger Kerl, Koblenzer Original Labbes ― schelmischer Typ lackierte Affen ― Soßenkartoffeln
Laid, et ― das Leid Lameng, aus der Lameng ― improvisiert Lämmes ― Lamm
Lamperie ― Fußleiste läppere ― fortwährend, laufend; „Et läppert sich zusamme.“ läpsche ― etwas verschütten; Kinder, die im Wasser spielen
latze ― zahlen lauere ― lauschen leck de Bello ― keine Lust haben
Leim und Sand ― in Horchheim gebräuchliches Sprichwort Leivje ― Leib und Seelchen, Unterhose und Unterhemd in einem Stück Liehnerisch, Liehner ― Lügnerin, Lügner
linne ― leihen loh, eloh ― jetzt, hier Lohnschte ― Lahnstein
Lomp ― Lump, Lappen lppedatsch ― ungeschickter, unbeholfener Mensch lunke ― durchschlagen; hören, achtgeben; „Do e mo lunke!“
luxe ― beobachten    

M

maas, mos ― trocken; „Dat Brud es maas!“ Macke han ― nicht ganz gescheit sein Mackes ― Schläge; auch stark; „Dä hat Mackes!“
malad ― krank, müde mampfe ― essen Mann Gottes ― Anrede an einen Unbekannten
Männcher ― Sprünge Männcher machen ― sich aus einer Sache herausreden; „Mach mer kain Männcher!“ Mannemächer ― Korbmacher
Maschores ― einer, der alle Arbeiten macht maschuke ― durcheinander Massik ― grobe Person
matsche ― durcheinandermengen mause ― suchen, durchwühlen; „Gieh mer net mause!“ mausig ― frech; „Mach Dich net mausig!“
Meck ― Mücke Mendelssohnsboche ― früherer Durchgang unter der Allee zum Rhein (vielen Pärchen noch bekannt) merw ― mürb
Merwel, Mörbel ― Klicker mill, möll ― weich Mille ― Läuse
Minn ― kleiner Fisch minnere ― mindern Missel, der ― Unklarheit, Zweifel
missele ― zweifeln Misserawelkche ― ein Schoppen, der miserabel schmeckt Mobbes ― unfreundlicher Mensch
Modde gren, die ― einem etwas Böses wünschen; „Dä soll de Modde gren!“ Modder ― Mutter Mollbere ― Heidelbeere
möpse ― dumpf riechen, stinken; „Dat möpst!“; auch: „Möpse han“ (für Geld) morjens ― morgens Mottekopp ― ungepflegte Haare
motze ― schmollen, jemandem grollen Muck, die ― Muttersau muckelich ― dick und rund
muffele, müffele ― essen Muffesause ― Angst haben  

N

Nauze ― Fettgebäck, besonders an Faasenacht Nelles, Nölles ― Kopf nerjele ― nörgeln
Nober ― Nachbar Nuckes ― Sau Ochs, dä ― sturer Mensch
off dä Chaussee ― das Straßenstück ab der Schranke nach Pfaffendorf Ohmere ― heiße Asche Ohnmoß, das ― Arbeit, Beschwernis, die nicht notwendig ist
Onnerschied ― Unterschied Ormerz ― Ameise Orschel ― ungepflegte Person
ower ― aber    

P

Pann ― Pfanne Pärd ― Pferd pelzig ― geschmacklos, unempfindlich, hart; „Die Muhre sind pelzig.“
Perong ― Bahnsteig Petsch ― Falte Petsche ― trinke; „eine petsche“
Pick han ― Haß, Groll auf jemanden haben Pips han ― krank sein; „de Pips han“ Plotze ― Druckstellen bekommen; „geplotzte Appel“
Potze ― Pickel, Mitesser Primm, Primmche ― Kautabak  

Q

Quackarsch ― unruhiger Mensch Quande ― Füße Quant ― kleiner Junge
Quatschkopp ― einer, der viel redet Querdreiwer ― einer der sich nicht einfügt Quissel ― einer der gern über andere redet
Quitt ― los, ledig, frei; „Mer sen quitt!“    

R

Rabsche ― hastig nach etwas greifen räcke ― reichen Racker ― Schaffer
rähne ― regnen Rambas ― saurer Wein Range ― großes Stück; „Wat en Range Brud!“
Ranze ― Tornister; auch dicker Bauch; „Has de den Ranze voll?“ rappeldier ― spinnendünn Rappelpack ― Gesindel
Rev ― Rübe Riehdolle ― „Bruder Leichtfuß“ riffele ― fasern; Fäden ziehen
rimmele ― verkrümeln Rinarz ― Stein gegenüber dem Mendelssohnhaus Rittele ― Röteln
Rolles ― Bett, Sofa rolze ― wälzen romore ― rumoren, lärmen
Ros em Panz han ― Wut im Bauch haben rosig, ros ― wütend rotze ― spucken
Rotzert ― frecher, vorlauter Bengel Rotzkolwe ― Pfeife, Nase Rotznas ― kleines, vorlautes Mädchen

S

sabbele ― viel reden; auch verschütten Säckel ― schlitzohriger Kerl saiche, saigen ― pinkeln
Sakadieserhund ― Horchheimer Schimpfwort Säuert ― einer, der es tut Saumensch ― eine auch moralisch unsaubere Frau
sauniggele ― Dreckiges tun Säuwasem ― Gelände am Keitenberg Schacht, em ― der Durchstich der Eisenbahn zwischen Brücke und Lahnstein
schäl, scheel ― linkisch; einer der nicht gut sieht Schälche ― Untertasse Schälseit ― die rechte Rheinseite 1
Schambes ― Sekt Schangele ― Geschicklichkeitsspiel (oft mit Geld gespielt) Schärjer ― Gelegenheitsarbeiter; „Dau Schärjer!“
schaskele ― trinken; „eine schaskele“ schasse ― jagen, packen; „Deh han ich geschaßt!“ Schassewitt ― Sprung, Sturz; „Haste en Schassewitt gemacht?“
Schees ― einspännige Kutsche Scheez ― fauler, primitiver Kerl Schepp ― Schippe
Scheppel ― Trinkgefäß aus Blech, hing früher über dem Krahnen Scherm ― Schirm; „E Schermche stelle“, Luft ablassen Schessewitt machen ― einen oft unfreiwilligen Sprung machen
Schickerbolze ― jemand, der gern trinkt schickere ― trinken schiffe ― urinieren
schilkse ― spielen Schinnoß ― Luder Schlappe ― Pantoffel
Schlappeflecker ― unordentlicher Mensch schlappere ― verschütten schlauche ― naschen
schlauchen ― schaffen; „Dä hat mech geschlaucht!“ schlauchig ― naschhaft, nur das Beste wählend Schlawittsche ― Rockkragen; „Han se dech am Schlawittsche?“
Schlich, die ― Art und Weise, etwas zu machen, fertig zu bringen; „Dein Schlich kenne mer!“ Schlicks ― schluchzen, aufstoßen, besonders bei Kleinkindern schlieh ― stumpf
schliehn ― schlagen Schlupp ― Nuckel 2 schluße ― auftauen; „Et schlußt!“
Schmer ― Brotaufstrich; „Quetscheschmer“ Schmeß ― Schlag, Kraft Schmidtgasse ― heutige Collgasse
Schmier, die ― unsaubere Person schmiere, ein ― schlagen Schmorre ― die Narbe; „Wat has de en Schmorre!“
Schmuh mache ― Gewinn machen; etwas heimlich mitgehen lassen schmuße ― schwätzen, schöntun; „Wat en Schmuß!“ Schnais, die ― für vorwitzige, besserwissende Person; „E Schnaisje“
schnause ― naschen schnaweliere ― reden, sprechen Schneckebau ― Haus im Niederfelder Weg 3
Schnepp, die ― liederliches Weib Schneppe, schneppen ― fangen; auch vorwitzig sein schnippisch ― vorlaut
Schnorke ― Schnake Schnuckele ― gern etwas Süßes essen oder trinken 4 schnuddele ― meckern
schnuffe ― Prise Kautabak nehmen, die Nase hochziehen Schorjel ― ungepflegte Frau Schößje ― Brotform, auch das menschliche Hinterteil; „Et get e paar off et Schößje!“
schrappe ― kratzen; etwas zusammenkratzen Schrompel ― alte, magere Frau schrompelich ― runzelig
Schronne ― Schrunde, Schrinnen schubbe ― kratzen schubse ― schieben
schuckere ― schaudern, frieren; „Et schukkert mich!“ Schullesteck ― Schulbrot schunst ― schon
Schussel ― unbeholfene Person schusselig ― linkisch Schutt ― Schauer
schwabbele ― wallen; etwas das sich hin und her bewegt schwade ― schlagen, prügeln Schwadem ― Dampf; „Et schwädemt“
schwanze ― schwer tragen; „lch han vill zo schwanze!“ Schwart, die ― Mund, Sprache; „Dau Schwarter!“ seitches ― seitwärts
Sell ― Speichel Selles, Seller ― jemand, dem der Speichel aus dem Mund läuft Sembel ― einfältige Person
Sick ― Urin sickele ― urinieren Singele ― leichter Schmerz; „et singelt“
socke ― rennen, laufen; „Dau Socke!“ soon ― sagen Soppes ― Schimpfwort
spachtele ― essen; „Hast de good gespachtelt?“ spack ― eng Spengel ― Stecknadel
Sperregickes ― Hochmut, Stolz Spetzklecker ― Besserwisser Spierche ― wenig, Rest
Spirentzjer ― Stücke; „Mach mer kein Spirentzjer!“ Spitälche ― Gässchen zwischen den Häusern Stein und Ahlbach in der Emser Straße 5 sprock ― brüchig
Staats ― elegant, fein; „staats mache“ Stampes ― ein Brei, in dem der Löffel stecken bleibt Stebb ― Staub
Stebbe ― stauben Stecheler ― Meckerer, Hetzer Stecke ― Stock
Steckelche ― Stück Steip, Steipe ― Stütze, besonders unter reichlich Frucht tragenden Bäumen Stickel ― unfreundliche Person
Stiehsaicher ― offene Unterhose, wie sie früher von Frauen getragen wurde Stiesje ― kleines Bier Stiesje, Am ― Distrikt
Stiewe ― Anfall Stinkert, Stinkstiewel ― unangenehme Person stippich ― eigensinnig, widerborstig, auf für eng: „Et es stippich!“
Stitzje ― Ende, kleines Stück Stiwel ― Hindernis, Hürde; „Mach net su en Stiwel!“ stiwele ― aufstellen, laufen, auch sich herausputzen; „Do dich net su ofstiwele!“
Stömpche ― Rest, Stumpf stompe ― stoßen, jemanden zurechtstompe stompehre ― irremachen
Stoppe ― Stopfen, Korken Stoppelhopser ― zwergenhafter Mensch stretze ― spritzen, Stretzbichs
Strieh ― Stroh Striehgaß, Streichgaß ― heutige Heddesdorfstraße (Gartenstraße) Strolle ― Rolle
stronze ― angeben Stronzer ― Angeber Stross ― Hals
Struwwel ― durcheinander, wirr; „Wat en Struwwel!“ Stußvuel ― jemand, dem beim Gehen anstößt suckele ― saugen
Sünn on Schann ― Sünde und Schande (über den, der an Kirmes einen zuviel trinkt) Sutscheler ― einer, der beim Essen schlürft  
1 da in früheren Zeiten die Schiffe auf dem Rhein von Pferden rheinaufwärts gezogen wurden hatten die Tiere das rechte Auge gegen die Sonneneinstrahlung verbunden
2 Früher ein mit Zwieback und Zucker gefüllter Leinwandbeutel, der den Säuglingen in den Mund gesteckt wurde
3 Spöttisch so genannt, weil sich seine Fertigstellung in den zwanziger Jahren in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit lange hinzog
4 Früher für Säuglinge, die mit Behagen an der Brust tranken, daher Schnukkesje
5 Hier befand sich in den Jahren 1813/14 ein Spital (Krankenhaus), in dem vorwiegend verwundete und kranke russische Soldaten behandelt wurden.

T

Tachtel ― Ohrfeige; „Jemandem eine tachtele“ tandele ― zaudern tappsche ― tappen, tasten
Tärm ― Türme tätschele ― tauschen, fühlen Tippel, Tippelche ― Punkt
tooke ― fühlen Trallje ― eiserne Stangen vor einem Fenster; „Henner de Trallje komme“ (ins Gefängnis kommen) trampele ― schwerfällig, langsam gehen
Trätsche ― Schlagregen trepse, tröpse ― tröpfeln Trops ― Tropfen
Tröt ― Trompete; „en Krömmel in der Tröt“ Trottoar ― Bürgersteig (Trottoir) Trutschel ― dicke Person

U

Ulles ― Schlafhaube; auch für schweres Kleidungsstück Untätche ― kleiner Fehler üwerstölpe ― überrumpeln
Uzvul ― einer der zu Späßen aufgelegt ist    

V

veräppele ― auf den Arm nehmen Verdrähter Witz ― Dickkopf verhonze ― verderben, verunstalten
verhoppasse ― verfehlen verhotzelt ― zusammengeschrumpft verjuckse ― etwas (Geld) durchbringen
verkerwelt ― ungehalten, unausgeschlafen verkrotze ― jemandem einen Bären aufbinden verkümmele ― verkaufen, tauschen
vermöwele ― verhauen vernattert ― versessen, eifrig verpolvere ― verpulvern, großzügig ausgeben
verrobbt ― zerzaust verschammere ― verderben verschlicke ― verschlucken
Vertelche ― Viertel Liter Wein Vuel ― Vogel  

W

Waifje ― Weibchen Wammes ― warm; auch Mantel bzw. warme Kleidung watt ― was
Watz ― ungezogenes Kind watze ― weinen, heulen watzig ― seifig, nicht mehlig
Weckel ― Kragen, Kleidung; „An der Weckel kren!“ well ― wild wesche ― wischen
wieh ― weh Wiewieche ― kleine Verletzung bei Kindern winsch, wensch ― schief
wiwele ― bewegen, unruhig sein, hin und her rutschen; wiwelich wuhle ― wühlen Wurschteler ― einer, der technisch unbegabt ist
Wutzedier ― unsaubere Person wutzele ― unkonzentriertes Arbeiten, durcheinander; „Watt e Gewutzel!“  

Z

Zappeduster ― Schluß sein Zaster ― Geld Zaubel ― liederliche Person
zausele ― necken, rupfen; „Dich will ich zausele!“ Zitz on Zores ― Jubel, Trubel, Heiterkeit Zitzekattun ― Baumwollkleidung
zoppe, zoppele ― ziehen; „Zoppholz“ Zwiewel ― Zwiebel, auch für Uhr; „Wat en Zwiewel!“ Zwiewele ― einem zusetzen; „Euch han ich mo gezwiewelt!“


Wegeler, Julius: Coblenz in seiner Mundart und seinen hervorragenden Persönlichkeiten

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11334725?page=4,5

Rechtehinweis:

https://rightsstatements.org/page/NoC-NC/1.0/?language=de




Dat Steckelche Wurscht

von Hans Gerd (Dick) Melters | Kirmes Magazin 1981 Seite 36-37

„Kleine Sünden straft der Herr sofort.“

Diese alte Weisheit (?) steht als Moral hinter unserer neuen Mundartgeschichte, in der Ackerbau und Viehzucht und Horchheimer Bauern die Hauptrollen spielen. Sie wurde vom Prälaten Jupp Schneider, dem unvergessenen Horchheimer Original, überliefert. Selbst Bauernsohn und mit der Scholle verwachsen und als Priester Fachmann für Fragen christlicher Alltagsfrömmigkeit, wählte er oft in weinfroher Runde die Geschichte „wie et einem gieht, dä annem Freidach Wurscht esse dot!“

Bei einem solchen Gewährsmann verbietet sich natürlich jeder Zweifel an der Echtheit des Erzählten …

Et wor annem Freidach vor dä Johrhonnertwend, medde em Sommer woret, on et wor bullisch heiß. Et stanne mo widder siwwe Sonne am Himmel, et wor en Hetz, mo hät könne die Wänn huginn. Et Himd hat einem am Leiv geklewt, on mo hat förmlich droff gewad, dat endlichen Klatsch von owe käm. Die Hoschemer Bauere han nadürlich dat schöne Weder ausgenötzt, om Heu zo mache. Von fröh morjens an woren se schon off dä Bein.

Su och, wie schon öfters, et Schweikerts Kallche mit seine 2 Ochse. Schon seit halver 4 wor dä en de gäng on wollt wie die annere Bauere och off die Denzer Heid Heu mache. Dat Veh hat jo dä Wesch von allein gekannt, on et Kallche hat wie emmer offem Wache gesäs on wor am penne.

Am Stüsje (heute Metro-Club) wo et jo arsch steil roff gieht, senn die Ochse traditionsgemäß stinn gebliwwe, on et Kallche hat wie emmer weidergeschlof. Dat hat dann meistens su ein Stonn bis annerhalf gedauert, bes dä nächste Bauer kom on hat dat Kallche geweckt. Dat Spielche wor emmer dat selwe.

Zoirscht hat ä sich eine enda Bart geknoddert, dann hatte sein Schmöck gehallt on denne Ochse eine henne dröwwer gewe, on met em gewaltige „Hüüüjjjaaaaa“ ginget dann weider in Richtung Schmittenhöh. Owe, henner dä Deck Eich, senn dann die meiste en Richtung Schafstall abgeboche. Bevor et dann met dä Sänz annet Werk ging, wurd zuirschte mo sue half Fläschje Flubbes, su en verdönnde Wein, niddergemacht, denn god geölt läuft alles besser.

Dann wurd dat Veh onnerem Baum en de Schatte gestellt, on jede Bauer fing wie en Maschinn an ze mäje. Die Arwet wurd emmer su engedeilt, dat mo spätestens alle viertel Stonn einmo an dem Flubbesbehälter drann vorbei kom. Et wor awer och en furchtbar dröckende Dach, mo konnt stündlich met em Gewidder rechene.

Geje 12 Uhr wore dann ach die irschte Buzemänner am Himmel zo sehn. Et kohm vom Allerheiligeberg her, als e Lohngewidder, on dat hat mo jo net suger. Als dann ach schun die irschte Dreppse kome, wore ennerhalf von paar Minutte sämtliche Bauere en dä Schutzhütt versammelt.

Theme wie „dat es oche mo nüdisch, dat et ränt oder wat säst dau dann dozo, dat Hoschem elektrisch Licht soll kren“ wore die haupt Verzehlscher.

„Ich glauw, dat gett en länger Sach“, hat du dä ein gesot, on hat sein Bodderstöcker ausgepackt.

„Dat es en gode Idee“, hat du dä anner gesot, on hat seine Krom ausgepackt.

„Wat hast dau dann do“, hat eine den annere droff offmerksam gemacht, „dau isse Stöck Wurscht, on heut es doch Freidach!“.

„Jes mei Jurem“, hat do dä Ertappte gesot, „wat hat mir dann mein Ahl do engepackt. Ower ich kann jo weje der ihrer Dusselischkeit heut keine Kohldamp schiewe“. hatte gesot on hat in die Wurscht gebesse.

„Ich dät et ja net“, hannen da die drei annere gehänselt, „denn dä lewe Gott seht alles.“

„Ihr habt god rede“, hatte du geantwort, „Ihr habt schön eure Käs off em Stöck, on ich soll drocke Brut esse.“

„Doste dat dann wenigstens beischde“, hann die annere en dann widder gefoppt.

„Nä“, hatte langsam geftisch gemeint, „ich schaffe ja schließlich, on dann darf mo och e Steckelche Wurscht am Freidach esse. Wellste danne mo beiße“, hatte du dä anner gefrocht, „Blotwurscht, hann ich vorige Woch geschlacht.“

„Worom eigentlich net“, hat do eine von dä Ketzer gesot, on hat och in die Wurscht gebesse.

En dem Moment schliet en Blitz direkt üwwer enne en die Eichen, en furchtbare Krach, on en schwere Ast es abgebroch. Alles wor kreidebleich vor Schreck on hat schnell e Kreuzzeiche geschlon.

No ner gode Minut stillstem Schweijens hat du dä e in zo denne annere gesot:

„Weje su em Steckelsche Wurscht su en Zores zo mache!“


Dick




Horchheim deine Wirte

Besucht und fotografiert von

Rolf Heckelsbruch und K. H. Melters
Horchheimer Kirmeszeitung 1965 Seite 36-38

Wer in Horchheim wohnt oder den Ort besucht hat an fünfzehn verschiedenen Stellen Gelegenheit, sich gastronomisch betreuen zu lassen.

Das heißt, in Horchheim zählt man fünfzehn Hotels, Gaststätten und Cafés, wobei die Reihenfolge der Aufzählung keinesfalls als qualitativer Wertmaßstab gelten soll.

Für die alteingesessenen Horchheimer sind die Wirte und ihre Namen klare, feststehende Begriffe im Ortsgeschehen.

Kneipenleben in Horchheim

Jeder hat sein Stammlokal, manche sogar zwei und drei. Hier trifft man sich zum Frühschoppen, hier wird der Vereinsvorstand gewählt, und manche feuchtfröhliche Runde sitzt bis zur Polizeistunde beisammen, nur durch den endgültig geschlossenen Zapfhahn zum Heimweg zu bewegen.

Es werden Hochzeiten und Feste gefeiert, und viele Reisende finden gastliche Unterkunft. Dabei ist der Unterschied zwischen den einzelnen Gaststätten so groß wie der individuelle Unterschied zwischen ihren Besitzern. Und gerade darum kann man sagen, in Horchheims Gaststätten ist für jeden Platz.

Allen Hochheimern nun einmal alle Horchheimer Gastronomen in Wort und Bild vorzustellen, soll Zweck dieser Reportage sein. Keiner sollte bevorzugt, keiner benachteiligt werden. Jeder bekam die gleichen Fragen gestellt und jeder wurde in seiner Umgebung fotografiert. Die Reihenfolge haben wir nach dem ABC gewählt, so daß auch hier keiner benachteiligt wird.

Josef Atz
Josef Atz

Jupp Atz

steht seit 1958 am Zapfhahn im „Haus Helene“ am Schwimmbad und mit einem Bein in Horchheim, mit dem anderen in Pfaffendorf, denn die Grenze der beiden Koblenzer Ortsteile verläuft durch die Mitte des Gästezimmers.

Bevor er sich zum Gastronomenberuf entschloss, war er Autoschlosser. Seine Hobbys sind Hunde und Fußball. Geboren wurde der 53iährige im Zeichen der Waage.


Adolf Ehle

liebt Fußball, Gesang, Skat und natürlich auch seine Frau Katharina geb. Noll, die für 25jährige Berufszugehörigkeit im Gaststättengewerbe Rheinland – Hessen – Nassau die silberne Ehrennadel erhielt.

Die Gaststätte „Zur Post“ wurde von dem Wirteehepaar im Jahr 1935 übernommen. Adolf Ehle zählt 58 Jahre. Von Hause Techniker, wurde er im Sternzeichen der Jungfrau geboren.

Adolf Ehle
Adolf Ehle


Werner Flory
Werner Flory

Werner Flory

führt mit 46 Jahren die älteste Gaststätte gleichen Namens im Ort, die er von seinem Vater übernahm, der nicht nur die Gaststätte, sondern als Gemeindevorsteher auch die Geschicke des Ortes lenkte. Tatkräftig stehen dem Regierungsangestellten seine Frau und zwei Töchter zur Seite.

lm Sternzeichen des Schützen geboren, hängt das Herz des ehemaligen Mittelläufers und langjährigen 1. Vorsitzenden des FC Horchheim auch heute noch am „Runden Leder“.


Josef Geisler

Sebastianusbruder aus Passion, ist der Senior unter Horchheims Gastronomen.

Wenn auch im Zeichen des Wassermanns geboren, liebt er Wasser im Wein nicht, sondern einen guten Tropfen und die Horchheimer Geschichte. Seit dem Wiederaufbau des Kolpinghauses steht der ehemalige Landwirt hinter dem Büfett, um seine Gäste zu bewirten.

Josef Geißler
Josef Geißler


Erwin Grottke
Erwin Grottke

Erwin Grottke

kam aus Schlesien nach Horchheim und übernahm von der Familie Sauder-Ufer den „Altenberger Hof“.

Seit 17 Jahren im Gaststättengewerbe tätig, bedient der heute 35jährige, musikliebende Wirt seine Gäste. Geboren wurde er im Sternzeichen der Zwillinge.


Egon Häuser

der ehemalige Bäckermeister, ist alter Horchheimer und übernahm 1952 vom Vater das Restaurant „Gaststätte Häuser“.

Mit 40 Jahren schätzt er den Obstanbau und die Blumenzucht, so ihm seine Arbeit in Gaststätte und Staatsarchiv noch Zeit dazu läßt. Geboren im Zeichen des Löwen.

Egon Häuser
Egon Häuser


Josef Hillesheim
Josef Hillesheim

Josef Hillesheim

sieht in seiner Waldpension „Schmittenhöhe“ gerne Gäste aus aller Welt.

Seit 1962 führt er die Pension auf dem Gelände seiner ehemaligen Obstplantage, die Neubauten weichen mußte. Mit 49 Jahren im Zeichen der Zwillinge geboren, hängt er immer noch an der Gartenarbeit.


Ehepaar Manfred und Marita Kocjynski

sind die Benjamine unter den Gastronomen. Sie verwalten den „Lindenhof“, dessen Besitzer Gerhard Janning ist.

Der ehemalige Steward auf dem 40000-Tonner „Rotterdam“ ist 25 Jahre und seine Frau 24 Jahre jung. Mann-Stier, Frau-Fisch, lieben sie die See, das Schwimmen und die Musik.

Manfred und Marita Kacjynski
Manfred und Marita Kacjynski


Karl Knauer
Karl Knauer

Karl Knauer

zählt 52 Jahre und das Hotel-Restaurant „Zur Weinlaube“ sein eigen.

lm Sternbild des Stiers geboren, Iegt er Blumenbeete an und läßt im Garten farbige Wasserspiele tanzen. Seit 1952 gehört er zu den Horchheimer Gastronomen.


Frau Kruft

steht seit 10 Jahren dem Hotel „Haus Kruft“ vor und feiert damit ein kleines Jubiläum im alten Park am Rhein.

lm Zeichen des Steinbocks geboren ist ihr Hobby hinter dem Steuer ihres schnellen „Kapitän“ zu sitzen.

Frau Kruft
Frau Kruft


Manfred Müllen
Manfred Müllen

Manfred Müllen

ist gelernter Kellner und 29 Jahre alt.

Die Wände seiner Gaststätte „Zum Turnerheim“ zieren moderne Grafiken. Darüber hinaus reitet der geborene Stier das Steckenpferd des Schmalfilmens.


Julius Ries

läßt neben seiner Gaststätte die Kinoleinwand flimmern.

Nicht auf Wild-West-Filme ist dagegen seine erlesene Waffensammlung zurückzuführen, sondern auf seine aktive Mitgliedschaft im Schützenverein. Der gelernte Elektrotechniker übernahm von seinen Eltern das Restaurant.

Julius Ries
Julius Ries


Hans Rittel
Hans Rittel

Hans Rittel

verläßt nur einmal im Jahr die „Bütt“ und geht in die „Bütt“.

Sein Hobby ist der Karneval. Der fischgeborene Bundesbahner leitet seit 1963 seine Gaststätte.


Käthe Surmann

ist im Zeichen der Jungfrau geboren und bastelt gerne.

Mit Schwung führt sie seit 1961 die Gaststätte „Am Eck“. lhr Ehemann bedeutet ihr eine große Hilfe im Gastronomenbetrieb.

Käthe Surmann
Käthe Surmann


Familie Zimmermann
Familie Zimmermann

Frau Zimmermann

hat neben ihren vier Kindern Ruth, Klaus, Jörg und Toni auch noch ihr Café Zimmermann zu leiten. Da bleibt wenig Zeit für den geliebten Wassersport.

lm Zeichen des Löwen geboren, bedient sie ihre Gäste seit 1961.