Ausflug zum Haus der Geschichte in Bonn

Gemeinsam Geschichte erleben – unter diesem Motto machten sich die Heimatfreunde Horchheim am Samstag, 27. Juni 2026, auf den Weg nach Bonn. Ziel war das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Das Museum an der Museumsmeile in Bonn zeigt die deutsche Geschichte seit 1945 – vom Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis in die Gegenwart. Dabei stehen nicht nur politische Ereignisse im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen und ihre persönlichen Erfahrungen. Originale Gegenstände aus dem Alltag, Dokumente, Filme und Zeitzeugenberichte machen Geschichte anschaulich und lebendig.

Mit dem Bus bei sommerlichen Temperaturen nach Bonn

Schon im Vorfeld war klar: Die angekündigten Temperaturen würden den Ausflug zu einer besonderen Herausforderung machen. Bei fast 40 Grad wäre eine Fahrt mit der Bahn sicherlich nicht die angenehmste Lösung gewesen, sodass man froh war, mit dem gecharterten und klimatisierten Bus der Firma Kröber eine gute Alternative gefunden zu haben.

Rund 30 Heimatfreunde trafen sich an der Mendelssohn-Bushaltestelle. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende Mechthild Hof und den Vorsitzenden Andreas Weber ging es Richtung Bonn.

Die Fahrt entlang der B 9 bot schöne Ausblicke auf das Rheintal. Vorbei ging es an bekannten Orten wie Andernach mit dem Namedyer Werth und seinem Geysir oder Rolandseck mit dem Arp-Museum – vielleicht auch Anregungen für zukünftige Ausflüge der Heimatfreunde. Trotz der hohen Temperaturen verlief die Fahrt angenehm, und ein kurzer Regenschauer sorgte unterwegs sogar für eine kleine Abkühlung.

Am Haus der Geschichte angekommen, war es nur ein kurzer Fußweg bis zum Eingang. Auch im Museum selbst herrschten angenehme Temperaturen, sodass die Gruppe gut vorbereitet in den Rundgang starten konnte.

Zeitreise durch die Geschichte Deutschlands

Die nächsten drei Stunden verbrachten die Heimatfreunde in der Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945“.

Mit dem Aufzug ging es zunächst in das oberste Stockwerk. Von dort führte der Rundgang chronologisch durch die Jahrzehnte – von der Nachkriegszeit über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis in die Gegenwart.

Viele der gezeigten Objekte erzählen ihre eigenen Geschichten und machen vergangene Zeiten anschaulich. Zu sehen sind unter anderem ein selbst gebautes Fluchtflugzeug, eine Puppenwiege aus der Nachkriegszeit, ein Ford Transit aus dem Leben einer Einwandererfamilie oder ein Baumhaus als Zeichen der Umweltproteste vergangener Jahrzehnte. Auch das originale Grundgesetz von 1949 ist Teil der Ausstellung und erinnert an die Grundlagen unserer heutigen Demokratie.

Besonders interessant war die Verbindung von großen historischen Ereignissen mit den persönlichen Geschichten der Menschen. Zeitzeugen berichten von ihren Erlebnissen, vom Alltag in der Bundesrepublik und der DDR, von Veränderungen, Hoffnungen und Herausforderungen. Gerade die Mischung aus Originalobjekten, Filmaufnahmen und interaktiven Stationen machte den Rundgang abwechslungsreich. Jeder konnte sich Zeit nehmen, die Bereiche zu erkunden, die besonders interessierten. Zwischendurch traf man sich immer wieder, tauschte Eindrücke aus oder legte eine Pause in der Cafeteria ein.

Zum Abschluss des Rundgangs blieb besonders die eindrucksvolle Medieninstallation am Eingang in Erinnerung: Unter dem Motto „Du bist Teil der Geschichte“ verbinden sich die Silhouetten der Besucherinnen und Besucher mit historischen Aufnahmen – ein passendes Bild für eine Ausstellung, die den Bezug zwischen Vergangenheit und eigener Lebensgeschichte immer wieder herstellt.

Rückfahrt und Abschluss im Mendelssohnpark

Gegen 17 Uhr traf sich die Gruppe wieder im Foyer des Museums, um die Rückfahrt anzutreten. Beim Verlassen des Gebäudes wurde erneut deutlich, wie heiß es inzwischen geworden war – die Temperaturen lagen bei über 40 Grad. Umso angenehmer war es, wieder im klimatisierten Bus Platz zu nehmen.

Die Rückfahrt nach Horchheim verlief ohne Probleme. Kurz vor der Ankunft bedankten sich Mechthild Hof und Andreas Weber noch einmal herzlich beim Busfahrer. Gleichzeitig wurde auf den geplanten Abschluss des Tages hingewiesen: die Veranstaltung „Vinothek on Tour“ – die mobile Weinbar – im Mendelssohnpark.

Eine kleine Besonderheit am Rande: Der Bus war, wie der Fahrer berichtete, auch beim Eishockey Club Neuwied im Einsatz und fiel daher bei der Ankunft in Horchheim sofort auf.

Zurück an der Mendelssohn-Bushaltestelle durfte ein gemeinsames Gruppenfoto nicht fehlen. Danach ging es für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter in den Mendelssohnpark. Dort warteten kühle Getränke, kleine Speisen und eine angenehme Atmosphäre. Für zusätzliche Erfrischung sorgte ein Wassernebel beziehungsweise Sprinkler im Park.

Ein Ausflug, der in Erinnerung bleibt

In geselliger Runde ließ man den Tag ausklingen und sprach noch einmal über die vielen Eindrücke des Museumsbesuchs. Am Ende waren sich alle einig: Trotz der außergewöhnlichen Hitze war es ein schöner und abwechslungsreicher Ausflug. Die Entscheidung für den klimatisierten Bus erwies sich als genau richtig und wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Auch die Rückmeldungen aus der Gruppe zeigten, dass sich die Fahrt gelohnt hatte: „Es war toll – alles richtig gemacht! Vielen Dank noch einmal an Mechthild und Andreas!“ Und eine weitere Rückmeldung brachte es auf den Punkt: „Da schließen wir uns an. Wann fahren wir nochmal, um alles gesehen zu haben?“


Das Haus der Geschichte in Bonn

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an der Museumsmeile in Bonn ist ein Museum für deutsche Zeitgeschichte seit 1945. Mit rund 850.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich zählt es zu den meistbesuchten Museen in Deutschland. Es gehört zur Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ mit weiteren Standorten in Leipzig und Berlin. Der Eintritt ist frei, der Sitz der Stiftung befindet sich in Bonn.

Die Entstehung des Museums geht auf eine Initiative von Bundeskanzler Helmut Kohl zurück, der bereits 1982 den Auftrag formulierte, eine Sammlung zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aufzubauen. In den folgenden Jahren wurden diese Pläne konkretisiert. 1986 begann die Umsetzung mit dem Aufbau einer Sammlung, der Planung der Ausstellung und dem Bau des Museums. 1990 beschloss der Deutsche Bundestag die rechtliche Grundlage für die Stiftung. Die Eröffnung des Hauses erfolgte am 14. Juni 1994 durch Helmut Kohl. Die Leitung der Stiftung lag zunächst viele Jahre bei Hermann Schäfer, später bei Hans Walter Hütter; seit 2022 ist Harald Biermann Präsident.

Die Dauerausstellung zeigt die deutsche Geschichte von 1945 bis in die Gegenwart. Auf rund 4.000 Quadratmetern werden mehr als 7.000 Exponate und zahlreiche Medienstationen präsentiert. Der Rundgang ist chronologisch aufgebaut und verbindet die politische Entwicklung der Bundesrepublik und der DDR mit gesellschaftlichen und alltagsgeschichtlichen Perspektiven.

Im Mittelpunkt steht dabei ein anschaulicher Zugang zur Geschichte. Unter dem Leitgedanken „Geschichte erleben“ werden Originalobjekte, Film- und Tondokumente sowie persönliche Erinnerungen so präsentiert, dass historische Entwicklungen greifbar werden. Neben politischen Ereignissen spielen Alltagskultur und individuelle Lebensgeschichten eine wichtige Rolle und ermöglichen den Dialog zwischen den Generationen. Ergänzend finden im Haus der Geschichte regelmäßig Tagungen und Veranstaltungen statt.

Ein besonderer Aspekt des Standorts ist seine archäologische Geschichte. Bereits bei den Bauarbeiten für das Museum im Jahr 1989 wurde ein gut erhaltener römischer Keller aus dem 2. Jahrhundert nach Christus entdeckt. Weitere Funde im Umfeld des ehemaligen Regierungsviertels, darunter eine Thermenanlage und ein gallo-römischer Umgangstempel, zeigen, dass sich hier bereits in der römischen Zeit eine Siedlungsstruktur entwickelte. Der sogenannte „vicus Bonnensis“ weist auf erste städtische Entwicklungen im Raum Bonn hin.

Der römische Keller ist heute in den Museumsbau integriert und macht die lange historische Kontinuität des Ortes sichtbar – von der römischen Vergangenheit bis in die jüngere deutsche Geschichte.


Weiterführende Informationen:
🎧 Geschichte zum Hören – der Museumspodcast des Hauses der Geschichte
Spannende Einblicke in deutsche Zeitgeschichte und besondere Exponate aus der Sammlung:
https://podcast.hdg.de

📖 Mehr Informationen zum Haus der Geschichte
Hintergründe, Geschichte und weitere Informationen zum Museum:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_der_Geschichte

Text & Fotos: Andreas Weber
Gruppenfoto: Mechthild Hof
Titelbild und Gebäudeabbildung: © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (www.hdg.de), für diesen Beitrag bearbeitet.




Beethovens Großmutter plaudert aus dem Nähkästchen

Ausflug der Heimatfreunde Horchheim nach Ehrenbreitstein

Am Samstag, dem 9. Mai 2026, unternahmen die Heimatfreunde Horchheim einen besonderen kulturhistorischen Ausflug nach Ehrenbreitstein. Ziel war die szenische Lesung „Beethovens Großmutter plaudert aus dem Nähkästchen“, die von der gebürtigen Ehrenbreitsteinerin, Koblenzer Gästeführerin und Darstellerin historischer Figuren Marlis Weiß eindrucksvoll gestaltet wurde.

Bei bestem Frühlingswetter traf sich die Gruppe an der Bushaltestelle in Horchheim und fuhr gemeinsam mit der Linie 6 nach Ehrenbreitstein. Von dort ging es zu Fuß durch die Humboldtstraße zum Treffpunkt am Kapuzinerplatz. Hier stießen auch die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Gruppe, die mit dem Fahrrad oder dem Auto angereist waren. Insgesamt war die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt.

Empfangen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Herrn Weiß, bevor die Gruppe über den ehemaligen Klostergarten in die Räumlichkeiten hinter der Kapuzinerkirche geführt wurde. Dort waren Kirchenbänke aufgestellt, die bis auf den letzten Platz besetzt waren. Die besondere Umgebung verlieh der Veranstaltung von Beginn an eine eindrucksvolle Stimmung.

Nach einer herzlichen Begrüßung begann die Lesung. Marlis Weiß schlüpfte mit großer Ausdruckskraft in die Rolle von Anna Klara Keverich, der Großmutter mütterlicherseits von Ludwig van Beethoven. Obwohl Anna Klara ihren berühmten Enkel nie kennenlernen konnte – Beethoven wurde erst zwei Jahre nach ihrem Tod geboren –, gelang es der Darstellerin, die Verbindung zwischen Ehrenbreitstein und der späteren Beethoven-Familie lebendig und emotional greifbar werden zu lassen.

Mit viel Humor, Gefühl und detailreicher Sprache schilderte sie den Alltag des 18. Jahrhunderts in Ehrenbreitstein. Dabei erzählte sie von der Familie Keverich, vom Leben in der Wambachstraße, vom höfischen Umfeld des Trierer Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff und von ihrem Ehemann Johann Heinrich Keverich, der als Oberhofkoch am kurtrierischen Hof tätig war. Immer wieder verband Marlis Weiß historische Fakten mit persönlichen Gedanken und Gefühlen der dargestellten Figur, wodurch Geschichte unmittelbar lebendig wurde.

Besonders eindrucksvoll war die Schilderung des damaligen Ehrenbreitsteins mit der heute verschwundenen Philippsburg, den höfischen Festen, Feuerwerken, Jagdgesellschaften und den vielen Gästen aus nah und fern. Auch die berühmte „fliegende Brücke“ über den Rhein sowie die damalige Bedeutung Ehrenbreitsteins als barocker Residenzort wurden anschaulich beschrieben.

Im Mittelpunkt stand jedoch immer wieder Anna Klaras Tochter Maria Magdalena Keverich, die spätere Mutter Beethovens. Die Lesung machte deutlich, wie eng deren Herkunft mit Ehrenbreitstein verbunden war und wie sehr ihre Persönlichkeit und Erziehung später auch Ludwig van Beethoven geprägt haben dürften. Eindrucksvoll schilderte Marlis Weiß die schwierigen Lebensumstände Maria Magdalenas, ihre erste Ehe mit Johann Leym, die frühe Verwitwung sowie schließlich die Heirat mit Johann van Beethoven im Jahr 1767 in Bonn.

Bemerkenswert war dabei auch die intensive Vorbereitung von Marlis Weiß auf ihre Rolle. Als Autodidaktin hatte sie sich mit großer Leidenschaft in die wenigen überlieferten Quellen zur Familie Keverich eingearbeitet – darunter Kirchenbücher, kurfürstliche Aufzeichnungen und historische Überlieferungen aus Ehrenbreitstein. Gerade weil über bürgerliche Familien des 18. Jahrhunderts nur wenige Zeugnisse erhalten sind, gewann die Darstellung dadurch besondere Tiefe und Authentizität.

Auch zahlreiche zeitgeschichtliche Ereignisse flossen in die Darstellung ein: die Glanzzeit des Barock, das religiöse Leben jener Zeit, der Aufenthalt der Familie Mozart in Ehrenbreitstein sowie die Überführung des Heiligen Rocks auf die Festung während unruhiger Zeiten. Immer wieder wurde deutlich, wie stark persönliche Schicksale und große Geschichte miteinander verwoben waren.

Die Pause zwischen den beiden Teilen der Lesung nutzten viele Teilnehmer für einen Rundgang durch den idyllischen und bis heute genutzten Klostergarten. Das historische Ambiente passte hervorragend zum Thema des Nachmittags.

Der zweite Teil der Lesung widmete sich stärker den persönlichen Schicksalsschlägen Anna Klaras: dem plötzlichen Tod ihres Mannes Johann Heinrich Keverich im Jahr 1759, wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie der späteren Übersiedlung ihrer Tochter nach Bonn. Gerade diese Passagen wurden von Marlis Weiß besonders eindringlich und bewegend vorgetragen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten sich gut in die Gedankenwelt einer Frau des 18. Jahrhunderts hineinversetzen.

Großen Eindruck hinterließ auch die Darstellung des damaligen Frauenbildes im Zeitalter des Barock und der beginnenden Aufklärung. Immer wieder stellte die Lesung die Frage, wie Frauen jener Zeit lebten, welche Erwartungen an sie gestellt wurden und welchen Belastungen sie ausgesetzt waren.

Die Teilnehmer der Heimatfreunde zeigten sich tief beeindruckt von der Qualität der Aufführung. Die Mischung aus historischer Genauigkeit, lebendiger Sprache, Humor und emotionalem Vortrag machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis. Der lang anhaltende und begeisterte Applaus am Ende der Lesung zeigte deutlich, wie sehr Marlis Weiß das Publikum berührt hatte.

Im Anschluss ließ die Gruppe den Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Eis in einem Café am Kapuzinerplatz in gemütlicher Runde ausklingen.

Die Rückfahrt führte über Pfaffendorf zurück Richtung Horchheim. Da der Anschlussbus knapp verpasst wurde, nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit zu einem entspannten Spaziergang durch die schönen Pfaffendorfer Rheinanlagen, bevor es schließlich weiter nach Hause ging.

Alles in allem war es ein rundum gelungener Ausflug der Heimatfreunde Horchheim – mit spannenden historischen Einblicken, einer außergewöhnlich gelungenen Lesung und vielen schönen gemeinsamen Momenten. Ein herzlicher Dank gilt Marlis Weiß für die eindrucksvolle und mit viel Herzblut gestaltete Veranstaltung.


Historisches Ehrenbreitstein, die Kapuzinerkirche und das Mutter-Beethoven-Haus

Rund um den Kapuzinerplatz in Ehrenbreitstein wird die Geschichte des Stadtteils besonders anschaulich sichtbar. Geistliches Leben, höfische Residenzfunktion und kulturelles Erbe liegen hier eng beieinander.

Das ehemalige Kapuzinerkloster mit der heutigen Kapuzinerkirche Ehrenbreitstein wurde 1627 gegründet und zählt zu den ältesten Niederlassungen des Ordens im Rheinland. Nach der Zerstörung im Jahr 1636 erfolgte der Wiederaufbau zwischen 1652 und 1657. Die Anlage war durch ihre Lage am Rhein immer wieder von Hochwasser und historischen Umbrüchen betroffen, wurde 1803 säkularisiert und später teilweise abgetragen. Erhalten sind heute insbesondere die Kirche, Teile des Kreuzgangs und der Klosterzugang. Die schlichte Architektur der Kirche steht in bewusstem Kontrast zu den barocken Altären von Johannes Seiz.

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich Ehrenbreitstein zu einer bedeutenden Residenzstadt der Trierer Kurfürsten. Mit der nahegelegenen Philippsburg Ehrenbreitstein entstand ein wichtiger Regierungssitz, der Verwaltung, Hofleben und städtische Entwicklung prägte. Barocke Bauten, enge Gassen und die Nähe zur Festung prägen bis heute das historische Stadtbild und erinnern an die politische Bedeutung des Ortes in kurfürstlicher Zeit.

Im Mutter-Beethoven-Haus Ehrenbreitstein in der Wambachstraße wurde 1746 Maria Magdalena Keverich geboren, die Mutter Ludwig van Beethovens. Das Haus stammt im Kern aus dem frühen 17. Jahrhundert und wurde mehrfach umgebaut. Nach dem Erwerb durch die Stadt Koblenz wurde es 1975 als Gedenkstätte eröffnet und später zum Museum ausgebaut. Es erinnert heute eindrucksvoll an die familiären Wurzeln Beethovens und gehört zu den wichtigsten kulturhistorischen Erinnerungsorten des Stadtteils.

Text: Andreas Weber





Auf den Spuren der Mendelssohns

Erfolgreicher Rundgang durch Horchheim als wichtiger Schritt für das KuLaDig-RLP-Projekt

Bei strahlendem Frühlingswetter und bester Stimmung trafen sich am 14. April 2026 zahlreiche Beteiligte zu einem besonderen Rundgang durch Horchheim: Vertreter der Heimatfreunde Horchheim, des KuLaDig-RLP-Projekts der Universität Koblenz, des Kulturamts der Stadt Koblenz sowie der beteiligten Fachämter – Tiefbauamt, Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen sowie Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung – kamen zusammen, um sich vor Ort ein Bild vom geplanten Mendelssohn-Rundweg zu machen.

Treffpunkt war die Bushaltestelle Mendelssohn – ein bewusst gewählter Ort, der künftig auch den Auftakt für Besucherinnen und Besucher des Rundwegs bilden soll. Von hier aus entwickelte sich ein knapp zweistündiger Rundgang, der nicht nur historische Einblicke bot, sondern vor allem eines zeigte: Das Projekt „Mendelssohn in Horchheim“ nimmt konkrete Formen an.

Geschichte wird vor Ort lebendig

Bereits im Mendelssohn-Park wurde deutlich, welche Bedeutung die Familie Mendelssohn für Horchheim hatte. An der Stelle des ehemaligen Mendelssohn-Palais, das nach einem Brand 1970 abgerissen wurde, erinnert heute noch das markante Rundtürmchen an die einstige Anlage. Hier verbrachte die Familie seit 1818 die Sommer- und Herbstmonate – eine Zeit, in der Horchheim Teil eines kulturellen Netzwerks wurde, das weit über die Region hinausstrahlte.

Nur wenige Schritte weiter steht die Stele zu Ehren von Felix Mendelssohn Bartholdy, der wiederholt in Horchheim weilte. Sie macht deutlich, dass der Ort nicht nur Rückzugsort, sondern auch Inspirationsquelle war.

Auch das ehemalige Teehaus im Park, später als „Lutherkapelle“ genutzt, sowie die eindrucksvolle Mendelssohn-Allee mit ihren alten Linden vermittelten den Teilnehmenden ein anschauliches Bild der historischen Parkanlage. Der Weg führte weiter entlang des Rheinufers und durch die Unterführung zurück in den Ort – eine Strecke, die künftig Besucher ganz bewusst durch unterschiedliche Zeitschichten Horchheims führen soll.

Engagement für Bildung und Gemeinwesen

Ein wichtiger Halt war die Joseph-Mendelssohn-Schule. Sie geht auf eine Stiftung der Familie aus dem Jahr 1840 zurück und steht bis heute für das soziale Engagement der Mendelssohns vor Ort.

Auch in der Pfarrkirche St. Maximin wurde diese enge Verbindung sichtbar: Die Kopie der „Sixtinischen Madonna“, gestiftet im Jahr 1865, ist ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Beziehung.

Im Ortsmuseum der Heimatfreunde Horchheim erhielten die Teilnehmenden schließlich einen vertiefenden Einblick: Die dort präsentierte Mendelssohn-Ausstellung mit historischen Fotografien, Porträts und Ansichten des ehemaligen Palais veranschaulicht eindrucksvoll die Geschichte der Familie und ihre Bedeutung für den Ort.

Den Abschluss bildete die heutige Mendelssohnstraße, deren Umgebung eng mit den früheren Besitzungen der Familie verbunden ist. Von hier aus führte der Weg über die Eisenbahnüberführung zurück in Richtung Mendelssohn-Park. Durch den rückwärtigen Zugang schloss sich schließlich der Kreis: Der Rundgang endete wieder am Ausgangspunkt und machte anschaulich, wie sich die einzelnen Stationen zu einem geschlossenen Rundweg verbinden lassen.

Ideen für eine moderne Vermittlung

Neben der historischen Spurensuche stand vor allem die Zukunft des Rundwegs im Mittelpunkt. Wie lässt sich Geschichte heute so vermitteln, dass sie Menschen anspricht und zum Entdecken einlädt?

Ein zentrales Thema war dabei die geplante Einbindung von QR-Codes, über die Besucherinnen und Besucher direkt vor Ort auf digitale Inhalte zugreifen können. Diskutiert wurden verschiedene Möglichkeiten – von klassischen Informationstafeln über dezente Plaketten bis hin zu vandalismussicheren, dauerhaft integrierten Lösungen in Stein oder Metall. Einig war man sich: Entscheidend ist eine hochwertige, langlebige und zugleich zurückhaltende Gestaltung, die sich harmonisch in das Ortsbild einfügt.

Neue Wege: Urban Art im historischen Kontext

Besonders spannend war die Diskussion um den Einsatz von Urban Art entlang des Rundwegs. Gerade bislang wenig beachtete Orte – etwa Unterführungen oder technische Infrastrukturen – könnten so gestalterisch aufgewertet und zugleich inhaltlich erschlossen werden.

Urban Art bietet die Chance, Geschichte auf neue Weise sichtbar zu machen – nicht als reine Information, sondern als visuelles Erlebnis im öffentlichen Raum. In Verbindung mit digitalen Angeboten wie KuLaDig entsteht so ein moderner Zugang zur Ortsgeschichte, der unterschiedliche Generationen anspricht.

Gute Zusammenarbeit als Grundlage

Der Rundgang machte deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten der städtischen Ämter – von Genehmigungen über Standortfragen bis hin zur gestalterischen Einbindung – wurden vor Ort praxisnah besprochen.

Gerade dieser direkte Austausch erwies sich als besonders wertvoll: Viele Fragen konnten unmittelbar geklärt, Ideen weiterentwickelt und mögliche Lösungen gemeinsam gedacht werden.

Ein Projekt mit Perspektive

Der Mendelssohn-Rundgang am 14. April war damit weit mehr als eine reine Ortsbegehung – er war ein wichtiger Meilenstein für ein Projekt, das die Geschichte Horchheims auf neue Weise erlebbar machen will.

Mit dem geplanten Rundweg entsteht ein Angebot, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet, historische Orte sichtbar macht und zugleich moderne Formen der Vermittlung nutzt. Die positiven Eindrücke und die konstruktive Zusammenarbeit lassen erwarten, dass der Mendelssohn-Rundweg schon bald Gestalt annimmt – und Horchheim um einen weiteren bedeutenden Aspekt seiner lebendigen Ortsgeschichte bereichert.





Chor- und Solistenkonzert des Männerchores Koblenz-Horchheim am 25. Januar 2026

von Dr. Dietmar Flach

Chor, Solisten und musikalische Leitung

In seinem diesjährigen Konzert erfreuten der Chor und seine Solisten ihre Hörerschaft mit viel Romantik des 19. Jahrhunderts und mit jüngeren Kompositionen bis in die neuere Zeit hinein. Auch diesmal überzeugte der stimmlich homogene Klangkörper wieder durch abwechslungsreiche Intonation und bruchlose Tempi-Wechsel, durch die der Chorleiter Wassily Kotykov die Sänger souverän führte.

Klassik und Romantik im ersten Teil

Einleitend mit Rudolf Deschs kräftiger „Trösterin Musik“ und Ludwig van Beethovens entsprechendem „Die Himmel rühmen“ konnte das Publikum das dazwischen eingeschobene „Gnädig und barmherzig“ von August Eduard Grell (1800-1896) mit seiner ruhigen und klaren A-capella-Stimmführung voll genießen. Die Solopartie darin sang Andreas Höhler mit seinem ihm eigenen warmen und vollen Bariton.

Frühromantik im zweiten Teil

Der zweite Teil war mit Franz Schuberts „Die Nacht“ und „Der Gondelfahrer“ sowie mit Felix Mendelssohn-Bartholdys „O Täler weit o Höhen“ ganz der Frühromantik gewidmet.

Musik der Neuzeit im dritten Teil

Die Neuzeit kam endlich im dritten Programmteil zur Geltung: mit „Conquest of Paradise“ des griechischen Komponisten Vangelis (1942-2022), mit dem volkstümlichen Trentiner Bergsteigerlied „La Paganella“ von Luigi Pagarelli (1875-1964) und schließlich mit einer Melange von Rock und getragener Ballade aus der Werkstatt der Beatles von John Lennon (1940-1980) und Paul McCartney (Jg. 1942) unter den Titeln „I want to hold your hand“, „Yesterday“ und „She loves you“.

Gesangssolist Nico Wouterse

Die gesanglichen Solopartien des Abends hatte der Bassbariton Nico Wouterse vom Koblenzer Theater übernommen. Über seine kräftige und tragende Stimme erreichte er sein Publikum im ersten Teil mit Guiseppe Verdis „Infelice“ aus der Oper „Ernani“ und mit Jacques Offenbachs „Scintille, diamant“ aus „Hoffmanns Erzählungen“. Aus Musicals der jüngeren Zeit brachte er die „Stars“ aus Claude-Michel Schönbergs (Jg. 1944) „Les Misérables“ und den beliebten Ohrwurm „Wenn ich einmal reich wär‘“ aus „Anatevka“ von Jerry Bock (1928-2010) zu Gehör. Zum Abschluss des Abends ließ er sich vom Chor in dem wunderschönen und weltbekannten Lied „Jerusalem“ von Stephen Adams (1841-1913) in einer Neubearbeitung von Fritz Ihlau (1908-1995) begleiten. Das Publikum dankte ihm seine Darbietungen mit viel Applaus.

Klavierbeiträge von Maria Streltsova

Maria Streltsova endlich – als verlässliche Begleiterin am Klavier dem Chor seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden – begeisterte ihre Hörer wieder als Solistin mit dem perlend einleitenden “Impromptu op.90 Nr. 4“ von Franz Schubert, mit „Petrarcas Sonett 104“ von Franz Liszt und schließlich mit Johannes Brahms‘ „Ungarischem Tanz“. In ihrem virtuosen Spiel kamen quirlige Frische, kräftige Läufe und ruhige Passagen im gegenseitigen Wechsel großartig zur Geltung. Hingerissen haben sie und der Chorleiter Wassily Kotykov ihr Publikum schließlich mit einer vierhändigen Klavierfassung des „Libertango“, einer Schöpfung des argentinischen Komponisten Astor Piazzola (1921-1992). Ihr beider brillantes Spiel löste wahre Begeisterungsstürme aus und verschaffte dem gelungenen Abend seinen passenden Abschluss.

Das Gesangsquartett des Chores

Zu einer tragenden Säule der Horchheimer Chorkonzerte hat sich in den letzten Jahren das aus dem Chor hervorgegangene Gesangsquartett mit Martin Jung (1. Tenor), Thomas Krekeler (2. Tenor), Andreas Höhler (Bariton) und Hajo Ruof (Bass) entwickelt. Mit zwei Schöpfungen aus den letztvergangenen 90er Jahren, mit dem Schlaflied „Lullabye (Goodnight, My Angel)“ von Billy Joel und dem Liebeslied „Frauenname“ aus der Produktion der Band Maybebop rundeten die Vier das Programm des Abends in die Moderne hinein ab. Unter Leitung und humorvoller Moderation von Andreas Höhler überzeugte ihr A-capella-Gesang durch stimmliche Klarheit und eine Ausgewogenheit, die ihresgleichen suchen.

Abschluss und Ehrung

Die musikalische und organisatorische Gestaltung des Abends lag wieder in den bewährten Händen des verdienstvollen Chorleiters Wassily Kotykov und des umsichtigen 1. Vorsitzenden Jopa Schmidt, der die Darbietungen mit seiner informationsreichen und humorvollen Gesamtmoderation begleitete.

Im Anschluss an das Konzert zeichnete Dietmar Weidenfeller, der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Koblenz, beim gemütlichen Beisammensein im Saal des Turnerheims den Sänger Martin Jung für 50jähriges aktives Singen aus.


Zur Geschichte des Männerchores 1883/1912 Koblenz-Horchheim

Die Ursprünge des Männergesangs in Horchheim reichen bis ins Jahr 1847 zurück. In seiner heutigen Form entstand der Männerchor 1883/1912 Koblenz-Horchheim am 29. September 1948 als Zusammenschluss mehrerer Gesangvereine, wobei 1883 als Gründungsjahr festgelegt wurde. Der Chor blickt auf zahlreiche musikalische Erfolge, Konzertreisen und Auszeichnungen zurück und steht seit 2013 unter der Leitung von Wassily Kotykov. Der Männerchor zählt derzeit 23 aktive Sänger und freut sich über neue Mitglieder.

Kontakt: Hans Josef Schmidt (1. Vorsitzender) ·
Bächelstraße 7, 56076 Koblenz · Tel. 0261 / 408563 ·
E-Mail: jopa.schmidt@gmail.com

Männerchor 1883/1912 Koblenz-Horchheim







„Liebenswertes Horchheim“ – Wiedersehen auf der Bilderschau 2025

Am Sonntag, den 2. November 2025, luden die Heimatfreunde Horchheim zur Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“ in die Schützenhalle ein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen, um bei Kaffee und Kuchen einen abwechslungsreichen Nachmittag mit aktuellen und historischen Eindrücken aus dem Stadtteil zu erleben.

Nachdem sich die Halle gefüllt hatte und alle Plätze besetzt waren, eröffnete der Vorsitzende Andreas Weber die Veranstaltung mit der Vorstellung des Horchheimer Kalenders für das Jahr 2026. Er dankte Lothar Stein für seine fotografische Arbeit sowie für die Konzeption und Auswahl der Motive. Jürgen Dewald, Hans Josef Schmidt und Andreas Weber steuerten weitere Aufnahmen bei, aus denen die Motive des Kalenders ausgewählt wurden. Der Kalender zeigt ausschließlich aktuelle Ansichten und verzichtet bewusst auf historische Fotografien.

Das Titelmotiv präsentiert einen spätsommerlichen Blick entlang der Mendelssohn-Allee am Rhein in Richtung Königsbacher Brauerei. Weitere Monatsbilder zeigen stimmungsvolle Szenen aus dem Ort – darunter die Abendansicht über der Karthause im Januar, die Orgelrestaurierung in St. Maximin im Februar oder die Tongrube Escherfeld im März. Auch das historische Soldatenbad aus den 1950er Jahren, die Prozession an Christi Himmelfahrt 2015, der Spielmannszug der TuS Horchheim beim Kirmesumzug 2025 und ein Erinnerungsbild an Robert Stoll zum 80. Geburtstag vor der Mendelssohn-Stele sind vertreten. Im Spätsommer rollt eine Dampflokomotive Richtung Niederlahnstein, der Mendelssohnpark zeigt sich im Herbst in kräftigen Farben, und im Dezember beschließt ein verschneiter Blick über den Friedhof am Alten Weg das Jahr.

Das Publikum nahm die Präsentation sehr positiv auf; einige Besucher sicherten sich direkt ein Exemplar des auf 6 Euro bepreisten Kalenders. Mit herzlichem Applaus endete die Vorstellung – ein gelungener Auftakt für den Nachmittag.


Rückblick auf das Ortsmuseum und Spendenaufruf

Im zweiten Programmpunkt erinnerte der Vorsitzende an die Geschichte des Horchheimer Ortsmuseums. Grundlage war eine Präsentation, die bereits 2004 von Jochen Hof zusammengestellt worden war und die Anfänge und Entwicklung des Museums dokumentierte. Gezeigt wurden Aufnahmen aus den frühen Jahren, als das Gebäude in der Alten Heerstraße 14 kurz vor dem Abriss stand, sowie die Fortschritte, die durch das Engagement der Vereinsmitglieder und die Unterstützung zahlreicher Spender möglich wurden.

Besonderes Interesse fanden die historischen Exponate in „Omas gute Stube“, der alte Küchenherd und verschiedene Haushaltsgeräte vergangener Zeiten. Schon damals war das Museum als außerschulischer Lernort in Kooperation mit der Grundschule Horchheim gedacht.

Beisitzer Heiner Drumm berichtete über aktuelle Renovierungsarbeiten, insbesondere in der Museumsküche, für die bereits rund 2.000 Euro an Putzarbeiten angefallen sind. Der Verein ist weiterhin auf Spenden angewiesen, um die laufenden Renovierungen fortzuführen und das Ortsmuseum als kulturelles Herzstück Horchheims zu erhalten. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.

Ortsmuseum Horchheim 2004 – Bilderschau 2025

Die neue Homepage der Heimatfreunde Horchheim

Im Anschluss wurde die neue Homepage der Heimatfreunde Horchheim vorgestellt. Der Vorsitzende präsentierte den Besucherinnen und Besuchern das modernisierte Design und die erweiterten Funktionen der Vereinsseite.

Die Homepage wurde gemeinsam mit der Agentur Designraketen vollständig überarbeitet. Die barrierefreie Umsetzung entstand mit Unterstützung der Aktion Mensch. Über das Symbol einer roten Figur oben rechts lassen sich Schriftgrößen, Farben und Zeilenabstände individuell anpassen oder Texte vorlesen – ein Angebot, das den aktuellen Barrierefreiheitsstandards entspricht und den Zugang für alle erleichtert.

Neu ist außerdem die Möglichkeit, Vereinsangelegenheiten direkt online zu erledigen. Mitglieder können Adressänderungen oder Spenden digital übermitteln und den Vorstand über ein Formular kontaktieren.

Unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ erscheinen regelmäßig Berichte aus dem Vereinsleben, gegliedert in die Themenbereiche Ortsgeschichte, Menschen, Mundart, Zeitzeugen, Projekte und Verein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Zeitzeugeninterviews mit Horchheimer Persönlichkeiten wie Ewald Fischbach, Hännes Huber, Hans Lehnet und Helmut Mandt. Die Gespräche dokumentieren persönliche Erinnerungen und bewahren sie dauerhaft für die Ortsgeschichte.

Mit der neuen barrierefreien Homepage bietet der Verein einen zeitgemäßen Zugang zu Geschichte, Kultur und Vereinsleben in Horchheim.


Vorstellung des Projekts KuLaDig für Horchheim

Ein weiterer Programmpunkt der Bilderschau widmete sich dem Projekt KuLaDig – Kulturlandschaft digital, das historische Zeugnisse der Region digital erfasst und öffentlich zugänglich macht. Für Horchheim steht in diesem Jahr die Familie Mendelssohn im Mittelpunkt.

Das Team der Heimatfreunde führte hierzu umfangreiche Recherchen im Vereinsarchiv durch und sichtete zahlreiche historische Dokumente und Fotografien. Dazu gehören Aufnahmen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, etwa vom Palais Mendelssohn um 1828, dem Musikzimmer der Familie und dem Park hinter dem Gebäude. Besonders interessant ist ein Baum aus dem ehemaligen Park, der bis heute erhalten ist. Auch historische Ansichten der Lindenallee am Rhein wurden dokumentiert. Einige der alten Fotos – darunter Familienbilder von 1859 – wurden von Lothar Stein digital restauriert.

Auf den Spuren der Familie Mendelssohn in Horchheim – Bilderschau 2025

Unterstützung erhält das Team durch Studierende der Universität Koblenz, die moderne Methoden wie Künstliche Intelligenz und Videoanimation nutzen, um die Inhalte anschaulich aufzubereiten. Ein besonderes Highlight des Projekts ist der 360-Grad-Erfahrungsraum, der es ermöglicht, historische Orte und Dokumente interaktiv zu erkunden. So können Besucherinnen und Besucher beispielsweise Briefe der Mendelssohns digital abrufen und sich vorlesen lassen – ein Beitrag zur barrierefreien Vermittlung historischer Quellen.

Das Projekt begann im Mai 2025 mit einem Treffen der Heimatfreunde und des Projektteams im Ortsmuseum. Dabei wurden zentrale Orte Horchheims erarbeitet: der Mendelssohn-Park (ehemals Palais, heute Brauchtumsplatz), die Pfarrkirche St. Maximin als Zentrum der katholischen Tradition und das Romanische Haus als eines der ältesten Gebäude der Stadt Koblenz.

KuLaDig-Horchheim ist Teil eines landesweiten Modellprojekts in Rheinland-Pfalz, an dem insgesamt sechs Kommunen beteiligt sind. Die Präsentation auf der Bilderschau zeigte eindrucksvoll, wie historische Forschung, digitale Technik und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken, um die Geschichte Horchheims lebendig zu vermitteln.


Vortrag über den Horchheimer Tunnel

Nach der Kaffeepause begann der zweite Teil der Veranstaltung mit einem Vortrag von Thomas Hüllen über den Horchheimer Eisenbahntunnel, der in den vergangenen Jahren umfassend saniert wurde.

Der Tunnel wurde 1902 in Betrieb genommen und hatte nach rund 120 Jahren deutliche Alterungsspuren gezeigt. Witterungseinflüsse, Feuchtigkeit und Materialermüdung machten eine grundlegende Erneuerung notwendig. 2021 begannen die Sanierungsarbeiten, die etwa zwei Jahre dauerten. Im Dezember 2023 wurde der Tunnel wieder für den Bahnverkehr freigegeben; die letzten Restarbeiten erfolgten im August 2025. Lediglich die Probleme mit eindringendem Wasser seien noch nicht vollständig behoben, berichtete der Referent, doch auch hierfür werde bereits an einer Lösung gearbeitet.

Im Zuge der Arbeiten wurde der Tunnel geringfügig verlängert – aus welchen Gründen, ließ sich nicht mehr genau feststellen. Auf Luftbildern zeigte sich deutlich der Verlauf unter der Erde mit dem Nordportal auf Horchheimer und dem Südportal auf Pfaffendorfer Seite.

Da nur wenige historische Aufnahmen existieren, illustrierte der Vortragende seinen Beitrag mit einem Gemälde von Alfred Erich Euchler, das den Tunnel mit seinen charakteristischen Nischen zeigt. Das Original befindet sich im Eifelmuseum Mayen, eine Kopie im Ortsmuseum Horchheim. Diese Nischen – teils aus Fels gehauen, teils mit Back- oder Bruchstein ausgemauert – waren noch bis zur Tunnelsanierung vorhanden.

Im Tunnel selbst existierten früher drei Stollen: zwei auf Horchheimer, einer auf Pfaffendorfer Seite. Sie führten jeweils 10 bis 15 Meter in den Berg hinein, waren jedoch frühzeitig zugemauert worden und wurden erst bei der Sanierung wieder geöffnet. Ihr Zweck konnte nicht eindeutig geklärt werden; möglicherweise dienten sie bautechnischen oder militärischen Zwecken.

Eine Zuhörerin erinnerte daran, dass während des Zweiten Weltkriegs viele Menschen im Tunnel Schutz gesucht hätten, während der Bahnverkehr teilweise weiterlief.

Ein dauerhaftes Problem des Bauwerks war das eindringende Wasser, insbesondere in der Tunnelmitte, wo sich früher ein Schornstein oder Lüftungsschacht befand. Dort drang Oberflächenwasser ein und bildete zeitweise eine regelrechte Tropfsteinhöhle. Bei der Sanierung wurde das Wasser nun hinter der Betonschale gesammelt und über ein Edelstahlrohr abgeleitet.

Im Mai 2022 kam es bei den Bauarbeiten zu einem größeren Einsturz in der Nähe des Niederfelder Wegs. Ein zunächst kleines Loch entpuppte sich als 22 Meter tiefer Hohlraum, der schließlich mit rund 15 LKW-Ladungen Beton verfüllt wurde. Dabei wurde auch deutlich, wie die alte Tunnelröhre konstruiert war: innen Backsteinmauerwerk, darüber Bleche und schließlich der Fels. Die neue Röhre erhielt eine Verstärkung aus Stahl und Beton.

Auf historischen Luftaufnahmen aus den 1960er-Jahren waren zudem die Positionen der beiden früheren Lüftungsschächte zu erkennen, von denen einer im Bereich der heutigen Angelbergstraße lag. Beide Schächte sind heute nicht mehr sichtbar und nur noch anhand alter Karten nachweisbar.

Zum Abschluss zeigte der Referent aktuelle Aufnahmen aus dem Tunnelinneren – mit den frisch ausgekleideten Röhren, den neuen Entwässerungssystemen und der modernisierten Beleuchtung. Der Vortrag endete mit dem Hinweis, dass der Horchheimer Tunnel nach über einem Jahrhundert weiterhin ein bedeutendes Stück regionaler Eisenbahngeschichte darstellt und durch die Sanierung nun wieder für viele Jahre gesichert ist.

Der Vortrag von Thomas Hüllen fand großen Beifall und bot den Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in Geschichte und Gegenwart dieses technischen Denkmals.


Die Tollkühnen – Geschichte des Horchheimer Möhnenvereins

Ein weiterer Beitrag der Bilderschau widmete sich dem Horchheimer Möhnenverein „Die Tollkühnen“, dessen Geschichte Petra Fries und Christiane Friedrich in einem Rückblick erzählten.

1997 wagten einige couragierte Frauen einen Schritt, der das Dorf prägte: Sie gründeten, streng geheim, den Horchheimer Möhnenverein e.V. „Die Tollkühnen“. Bis dahin waren sie im HCV aktiv, doch sie wollten etwas Eigenes auf die Beine stellen. Im Wohnzimmer von Brigitte Bleyer trafen sich 20 Frauen, gaben sich ein Versprechen – und legten damit den Grundstein für einen Verein, der schnell bekannt und beliebt wurde. Der Name „Die Tollkühnen“ war Programm. „Kühn mussten wir sein, um diesen Schritt zu wagen – und toll sind wir auch“, erklärte die Gründungsobermöhn Resi Meinhardt damals.

Schon im Jahr der Gründung nahmen die Tollkühnen am Kirmesumzug teil, mit einem Nachbau einer Straßenbahn als Wagen. Die erste Sessionseröffnung fand beim Egon in der „Sonnenuhr“ statt – klein, aber stimmungsvoll. Rasch wuchs der Verein, und die Schwerdonnerstagssitzung im Kolpinghaus wurde zum festen Höhepunkt des Horchheimer Sitzungskarnevals. Karten waren früh ausverkauft, und schon in den frühen Morgenstunden bildeten sich Warteschlangen.

Mit Zwiegesprächen, Gesang, Sketchen und dem legendären Männerballett – unter anderem mit Gerhard Meurer, Klaus-Peter Braun, Wilfried Noll und Gisbert Dickescheidt – boten die Tollkühnen ein unterhaltsames Programm, das weit über Horchheim hinaus bekannt wurde. Musikalisch reichte das Spektrum von Louis Armstrong über Modern Talking bis Roy Black und Anita. Kostüme und Bühnenbilder entstanden in liebevoller Eigenarbeit – ob Till Eulenspiegel, tollkühne Flieger oder Hasen im Zylinder.

Doch die Tollkühnen waren nicht nur an Fastnacht aktiv. Zum Jahresprogramm gehörten das Sommerfest am Anglerheim, der Weinstand auf der Kirmes im Mendelssohnpark, Bustouren, das traditionelle „Debbekocheessen“ am 11. November und viele gemeinsame Aktivitäten. Das gesellige Miteinander prägte den Verein ebenso wie der Zusammenhalt hinter den Kulissen – beim Schminken, Backen oder Aufräumen, stets unterstützt von den Männern an Grill und Getränkestand.

Um die Jahrtausendwende erlebte der Verein seine Blütezeit: Über 30 aktive Möhnen und rund 215 Mitglieder machten die Tollkühnen zu einem festen Bestandteil des Horchheimer Vereinslebens. Mehrfach wurde die Gruppe beim Koblenzer Rosenmontagszug ausgezeichnet.

Wie viele Vereine spürten auch die Tollkühnen später den Wandel der Zeit. Nachwuchs blieb aus, und nach fast drei Jahrzehnten beschlossen die Mitglieder, den Verein aufzulösen. Auf der Bilderschau 2025 erinnerten Petra Fries und Christiane Friedrich an diese Jahre, die Feste und die Menschen, die sie geprägt hatten.

„Es waren schöne Zeiten – kann man nicht anders sagen“, resümierte Petra Fries. Die gezeigten Fotos machten deutlich, dass die Tollkühnen mehr waren als ein Karnevalsverein – sie standen für Freundschaft, Lachen und Zusammenhalt. Toll und kühn – so wird man sich in Horchheim an sie erinnern.

Ein gelungener Ausklang

Zum Abschluss der Bilderschau herrschte in der Schützenhalle eine fröhlich-gelöste Stimmung. Bei Kaffee und Kuchen kamen die Horchheimer miteinander ins Gespräch, erzählten Anekdoten aus alten Zeiten und schwelgten gemeinsam in Erinnerungen. Viele nutzten die Gelegenheit, alte Bekannte wiederzutreffen oder neue Kontakte zu knüpfen.

Auch der Büchertisch der Heimatfreunde zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Gegen eine Spende konnten dort ausgewählte Veröffentlichungen und Materialien aus dem Vereinsbestand erworben werden.

Die Veranstaltung war rundum gelungen und wurde von den Gästen mit großer Begeisterung aufgenommen. Zahlreiche Rückmeldungen zeugten von der positiven Resonanz: „Eine sehr schöne Veranstaltung mit tollen Bildern!“ oder „Tolle Fotos aus alten und neuen Zeiten – ich freue mich auf nächstes Jahr“, lauteten einige der Kommentare.

Ein herzlicher Dank gilt der Schützengesellschaft Koblenz-Horchheim für die Bereitstellung der Halle sowie der Kirmesgesellschaft St. Maximinus für Ton- und Übertragungstechnik. Mit ihrem Einsatz trugen sie maßgeblich zum reibungslosen Ablauf des Nachmittags bei.

So endete die Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“ in geselliger Atmosphäre – als lebendige Begegnung mit der Geschichte und dem Gemeinschaftsgefühl des Ortes.


Text © Andreas Weber




Heilije, Hexe, Huckeweiwer – met Lisbeth durch die Altstadt

Am 28. Juni hatten die Heimatfreunde Horchheim die besondere Gelegenheit, an einer Führung durch die Koblenzer Altstadt teilzunehmen. Unter dem Motto „Heilije, Hexe, Huckeweiwer – met Lisbeth durch die Altstadt“ nahm Marlis Weiß die Teilnehmer in der Rolle der Marktfrau Lisbeth mit auf eine lebendige Zeitreise.

In ihrem historischen Kostüm und in Koblenzer Mundart erzählte Lisbeth von den „Kowelenzer Leut“, ihren Gewohnheiten und unvergessenen Originalen, die die Stadt geprägt haben. Die Erzählungen waren lebhaft und abwechslungsreich – mal in Versform, mal in humorvoller Prosa, begleitet von Gesangseinlagen, die bei den Teilnehmern für viel Freude sorgten.

Die Führung begann am Münzplatz bei der Bronzefigur der „Marktfrau Ringelstein“. Lisbeth berichtete von den damaligen Marktfrauen, den sogenannten „Huckeweibern“, die den Markt prägten, und den humorvollen Kinderreimen über Frau Ringelstein und den Schutzmann Otto, der ihr half.

Weiter ging es die Münzstraße entlang, wo die Künstlerin Lotte Meurer mit ihren farbenfrohen, pastellartigen Darstellungen Koblenzer Ansichten geehrt wird. Sie war eine bekannte Malerin und Keramikerin, deren Werke das Stadtbild bereichern.

Vom Münzplatz führte die Gruppe über den Gebrüder-Dommermuth-Weg, der als Straßenname zwischen Münzstraße und Gemüsegasse an die Brüder Jupp, Peter und Leo Dommermuth erinnert – prägenden Figuren des Koblenzer Karnevals der 1950er und 60er Jahre.

Am Ende der Gemüsegasse steht die Steinfigur „Dä Gummi“, die an Peter Schneider erinnert. Der Hausierer verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Hosenträgern und Zeitungen, wobei sein charakteristischer Gang ihm den Spitznamen einbrachte.

Verbunden wird die Gemüsegasse mit der Mehlgasse durch das kurze Etzegässchen, benannt nach einem Wirt, der hier im 18. und 19. Jahrhundert eine Gastwirtschaft betrieb. An der Gemüsegasse befindet sich außerdem eine Bacchusfigur, die an die lange Tradition erinnert.

In der Mehlgasse steht die Figur „Das Pfefferminzje“, die Annemarie Stein gewidmet ist. Sie war bekannt für ihren Hausierhandel mit Pfefferminzrollen und ihre große Tierliebe.

In derselben Gasse begann auch das Wirken von Schwester Irmina, der Gründerin der Schwestern vom Heiligen Geist. 1857 gründete Anna Maria Hoelscher, die später den Ordensnamen Schwester Irmina annahm, mit drei weiteren Frauen in der Mehlgasse 8 eine geistliche Gemeinschaft, die sich der Krankenpflege und sozialen Arbeit widmete.

Nicht weit entfernt, gegenüber der Liebfrauenkirche, erinnert ein Gedenkstein an die 172 Koblenzer Bürger, die 1347 bei der Grenzauer Fehde ums Leben kamen. Diese Fehde war eine kriegerische Auseinandersetzung um die Burg Grenzau und zählt zu den bedeutenden historischen Ereignissen der Region.

Die Liebfrauenkirche, eine der ältesten und bedeutendsten Kirchen Koblenz’, prägt mit ihren markanten Zwiebeltürmen das Stadtbild der Altstadt. Hier begann einst auch die jährliche Gedenkprozession für die Gefallenen der Grenzauer Fehde.

Der Weg führte weiter zum Platz Am Plan, der als erster eben gepflasterter Platz in Koblenz schon im Barock von Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen modernisiert wurde. Heute erinnert der Platz an seine vielfältige Nutzung als Markt- und Veranstaltungsort.

Der Entenpfuhl war einst ein Armenviertel und eine Kloake, in der die ärmsten Koblenzer lebten. Ein kleiner Brunnen der Bildhauerin Edith Peres-Lethmate erinnert heute an den früheren Stadtgraben, in dem Geflügel gehalten wurde.

Im Rathaushof, dem heutigen Willi-Hörter-Platz, sangen die Heimatfreunde das Schängellied – die Hymne auf den Koblenzer Lausbuben „Schängel“. Der 1941 eingeweihte, von Carl Burger entworfene Schängelbrunnen zeigt das „Schängelche“ als Bronzefigur, die frech Wasser auf Passanten spritzt – Sinnbild für Schalk und Lebensfreude der Koblenzer.

Über Jesuitenplatz und Firmungsstraße führte die Gruppe zur Kornpfortstraße, wo in einer Hausnische an der Ecke „Unterm Stern“ die Nachbildung der Schürger Madonna steht. Das Original war 1532 an der Mosel angeschwemmt worden und galt lange als Schutzheiligtum der Hafenarbeiter, den „Schürgern“. Nach dessen Verschwinden 1961 setzte sich eine Brunnengemeinschaft für die Nachbildung ein, die seit 2014 von der Pfarrgemeinde Liebfrauen gepflegt wird.

Nicht weit davon befindet sich der spätgotische Wohnturm „Deutscher Kaiser“ in der Kastorstraße. Das um 1490 erbaute Gebäude hat Kriege und Zerstörungen überstanden und wurde bis 2014 aufwendig saniert. Heute beherbergt es wieder ein Restaurant.

Zur Stärkung wurden den Teilnehmern unterwegs der „Dähler Drobbe“, ein Kräuterlikör aus Ehrenbreitstein, und das traditionelle „Dudebeinche“, ein in Butter gebackenes Hefeteiggebäck nach altem Koblenzer Rezept, gereicht.

Am Ende der Führung, auf dem Florinsmarkt, erzählte Lisbeth eindrucksvoll von der Hexenverfolgung, berichtete vom Hexenwahn und bewegte mit der Geschichte ihrer Großmutter, die knapp einem Hexenprozess entkommen war.

Trotz der sommerlichen Hitze, die einige angemeldete Teilnehmer zur Absage bewegte, war die Führung mit Marlis Weiß ein voller Erfolg und wurde von allen sehr gelobt. Schöne Fotos halten die Erinnerungen fest.

Nach dem gemeinsamen Essen im Restaurant Drei Hefen und der Rückfahrt mit dem Bus nach Horchheim fand der Tag einen entspannten Ausklang im Mendelssohnpark. Dort sorgte die „Vinothek on Tour“ mit erlesenen Weinen für einen gelungenen Abschluss eines informativen und unterhaltsamen Tages.

Text: Andreas Weber, Fotos: Mechthild Hof, Andreas Weber