Rückblick auf die Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“

Hoschemer Käs

Am 3. November 2024 luden die Heimatfreunde Horchheim zur traditionellen Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“ in die Schützenhalle ein.

Mehr als 60 Gäste nutzten die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen Eindrücke aus der Horchheimer Geschichte und Gegenwart zu erleben.

Die 2. Vorsitzende der Heimatfreunde, Mechthild Hof, begrüßte die Gäste herzlich in der Schützenhalle. Zu Beginn gedachten die Anwesenden des kürzlich verstorbenen Ehrenmitglieds Helmut Mandt, der die Vorbereitung dieses Nachmittags noch tatkräftig unterstützt hatte. Anschließend führte Jopa Schmidt in bekannt guter Manier durch die Veranstaltung.

Präsentiert wurde der neue Heimatfreunde-Kalender 2025 mit stimmungsvollen Aufnahmen aus Horchheim, der vor Ort erhältlich war. Es folgte der Reisebericht von Helmut Mandt mit eindrucksvollen Fotos aus den 50er Jahren von einer Ferienfahrt der Katholischen Jugend. Sein Freund Karl-Walter Fußinger, der damals dabei war, moderierte die Bilderserie von der Zugspitzbesteigung 1954. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Aufnahmen von Lothar Stein zur 800-Jahr-Feier der Pfarrgemeinde St. Maximin in Horchheim, die einen lebendigen Rückblick auf dieses besondere Ereignis sowie weitere Bilder aus seinem Archiv boten.

Der Nachmittag bot sowohl Gelegenheit zu nostalgischen Rückblicken als auch zu geselligem Austausch. Die Heimatfreunde Horchheim danken allen Gästen für ihre Teilnahme und Unterstützung und freuen sich auf weitere gemeinsame Veranstaltungen.


Kalender 2025

Der Heimatfreunde-Kalender 2025 zeigt in 12 ausgewählten Fotografien das Leben und besondere Momente in Horchheim. Ein besonderer Dank gilt den Fotografen des diesjährigen Kalenders: Lothar Stein, Elvi Ziegler-Mathäy, Herbert Gauls und Jürgen Dewald. Ausgewählt wurden die Motive von Mechthild Hof, Helmut Mandt und Andreas Weber.

Die Titelseite zeigt den Umzug der Horchheimer Kirmes mit einem prächtigen Pferdegespann in der Mendelssohnstraße. Im Januar begrüßt ein Schneemann vor dem Pfarrhaus den Winter, und der Februar erinnert an den Horchheimer Carneval Verein vor 40 Jahren mit einem Bild der Prinzenpaare von 1985.

Der März zeigt das Frühlingserwachen im Mendelssohnpark, während der April den Abriss des historischen Sauder-Hauses dokumentiert, ein Stück Horchheimer Geschichte, das verschwindet. Im Mai startet die Radsaison, und der Juni zeigt die Horchheimer Kirmes mit Schaustellern und Attraktionen.

Der Juli bringt eine Sommeransicht des von-Eyß’schen Palais, im August sieht man das Horchheimer Anglerheim vom Schiff aus, und der September stellt das Tor zur Bao Thanh Pagode dar. Der Oktober zeigt die Mendelssohn-Allee im goldenen Licht des Herbstes, gefolgt von einem Bild des Männerchorkonzerts in der Pfarrkirche St. Maximin im November. Der Dezember endet mit einer Winteridylle, die die verschneite Pfarrkirche St. Maximin zeigt.

Der Kalender war schnell ausverkauft und ist ein beliebtes Sammlerstück für Horchheimer und ihre Freunde.


800-jähriges Jubiläum der Pfarrgemeinde St. Maximin in Horchheim

Lothar Stein, Fotograf aus Horchheim, präsentierte eine Auswahl seiner beeindruckenden Fotografien, die unter anderem Aufnahmen aus der 800-Jahr-Feier der Pfarrgemeinde St. Maximin in Horchheim im Jahr 2014 umfassen. Diese Fotos dokumentieren die vielfältigen Feierlichkeiten dieses besonderen Jubiläums, darunter der Festgottesdienst zur Eröffnung, Konzerte, das Pontifikalamt mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und das Pfarrfest in der Emser Straße.

Pfarrfest in der Emser Straße

Karneval und Kirmes im Jubiläumsjahr 2014

Weitere Höhepunkte aus dem umfangreichen Fotoarchiv von Lothar Stein waren der farbenfrohe Horchheimer Karnevalsumzug und die festliche Kirmes, die im Jubiläumsjahr der Pfarrei Koblenz-Horchheim für unvergessliche Momente sorgten.

Sankt Martin in Horchheim

Die Bilderschau bot einen lebendigen Rückblick auf die prägenden Ereignisse des Jahres 2014 in Horchheim, darunter auch die stimmungsvollen Momente des traditionellen Sankt-Martins-Umzugs.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Auswahl der Fotografien, die einen vielfältigen Einblick in die Geschichte und das Leben in Horchheim boten. Einige Besucher entdeckten sich auf den Bildern wieder, was anregende Gespräche und Erinnerungen hervorrief.

Die Veranstaltung fand gegen 17:00 Uhr ihren gelungenen Abschluss. Am Büchertisch konnten die Gäste gegen eine Spende Bücher aus der Sammlung der Heimatfreunde Horchheim erwerben. Die durchweg positive Resonanz unterstrich das große Interesse an den präsentierten Momenten und der lokalen Geschichte.

Andreas Weber





Karl Wörsdörfer (1919-1994)

Karl Wörsdörfer bei einem Ausflug der TUS Horchheim

Karl Wörsdörfer

* 1919
† 1994

Karl Wörsdörfer, geboren am 21. August 1919 in der Südlichen Vorstadt, kam 1948 mit seiner Familie nach Horchheim. Hier fasste er schnell Fuß und wurde zu einer wertvollen Bereicherung der Vereinswelt. Männerchor, Carnevalsverein (HCV) und Kirmesgesellschaft boten ihm ein breites Podium. Seine Paraderolle war „Oberst Itzeplitz“, ein Gütezeichen in der Koblenzer Faasenacht. 1950 schenkte er den Horchheimern ihr Heimatlied „O Horchheim, mein Horchheim“, dessen Text zum ersten Mal in der Kirmes-Zeitung 1952 gedruckt wurde.

Über die Entstehung des Liedes sagte er: „Im Herbst 1950 machte ich einen Feierabend-Spaziergang mit meinem damals dreijährigen Sohn Klaus durch den Park am Rhein, auch ‚Allee‘ genannt. Beim Anblick der herrlichen, hohen Bäume, der Schiffe auf dem Rhein, der Liebespärchen und des über der Brüstung lehnenden Rentnerklubs überkam mich eine friedliche Stimmung, die mich auf dem Heimweg zur Mendelssohnstraße begleitete. Zu Hause setzte ich mich hin und versuchte, diese Stimmung in ein paar Verse umzusetzen.“

Nach einigen Versuchen hatte „Wurscht“ eine Walzermelodie hinzugefügt, denn wenn man am und vom Rhein singt, konnte es ja auch nur ein Schunkellied sein. Die Melodie, primitiv auf einem selbst gebastelten Notenblatt festgehalten, wurde dann vom Horchheimer Organisten Hans Wüst mit viel Freude „musikalisch hingetrimmt“.

Bei der Karnevalssitzung des Männerchores am 11. November 1950 erfolgte im Gesellenhaus die Uraufführung. Die Nachfrage war so groß, dass das Lied mit Unterstützung durch Hans Wagner auf Postkarten gedruckt werden konnte, die sogar bis nach Amerika verschickt wurden, aber schon bald vergriffen waren.

„Wurscht“ Wörsdörfer starb am 12. Juni 1994 im Alter von 74 Jahren.

Karl Wörsdörfer war auch lange bei der TuS Horchheim aktiv und noch bis kurz vor seinem Tod Übungsleiter der Altherrenturner.

Karl Wörsdörfer als Oberst Itzeblitz
Karl Wörsdörfer als Oberst Itzeblitz

1953 Horchheim Karneval HCV
v.l. Wilma Klepzig, Kath. Dörr, Hannes Kalkhoven, Manfred Korbach, Jule Rech, Karl Wurscht Wörsdörfer


Horchheimer Kirmes Magazin 1976 | Jestatten Oberst Itzeblitz

Horchheimer Kirmes Magazin 1995 | In memoriam Karl Wörsdorfer