Horchheimer Flurnamen – vom Druckwerk zur Online-Publikation

Geschichte

Horchheimer Flurnamen

zusammengestellt von Alois Honsdorf

Herausgeber
Heimatfreunde Horchheim e. V.
Koblenz-Horchheim 2003 

Alois Honsdorf 4/03

Inhaltsverzeichnis

Einleitung zur digitalen Arbeitsfassung „Horchheimer Flurnamen” von Alois Honsdorf

Die vorliegende Veröffentlichung basiert auf den originalen Word-Dateien von Alois Honsdorf, die im CD-Archiv des ehemaligen Vorsitzenden Jochen Hof überliefert sind. Es handelt sich um die Ausgangsdaten der im Jahr 2003 erschienenen Druckfassung, die für den Satz auf rund 65 DIN-A4-Seiten in lexikonartiger Form eingerichtet waren.

Im Zuge der digitalen Aufbereitung wurde diese seitengebundene Struktur aufgelöst und der Text mithilfe einheitlicher Formatvorlagen neu gegliedert. Das Ziel ist eine digitale Editionsform, in der die Inhalte unabhängig von festen Seitenfolgen erschlossen werden können. Flurnamen, Belegstellen und Quellenangaben sind dadurch gezielt durchsuchbar und in ihrem Zusammenhang auswertbar.

Die vorliegende Fassung stellt eine editorische Arbeitsstufe dar. Sie schafft die Grundlage für eine weiterführende digitale Veröffentlichung, in die perspektivisch auch das zugehörige Kartenwerk sowie zusätzliche Verknüpfungen und Erschließungsfunktionen integriert werden sollen.

Alois Honsdorf, langjähriges Vorstandsmitglied der Heimatfreunde Horchheim, hat mit großer Sorgfalt und auf breiter Quellenbasis ein grundlegendes Werk zur Horchheimer Ortsgeschichte erarbeitet. Für diese Leistung und die damit verbundene Sicherung historischer Überlieferung gilt ihm unser besonderer und herzlicher Dank.

Koblenz-Horchheim, im April 2026

Heimatfreunde Horchheim e.V.


Flurnamen – Allgemeines, Hinweise und Erläuterungen

Flurnamen sind die Namen von Bergen, Tälern, Wäldern, Äckern, Wiesen, Gärten, Weinbergslagen, Wegen und Stegen. Sie sind teilweise über Jahrhunderte von unseren Vorfahren festgehalten und von Generation zu Generation in unsere Zeit weitergegeben worden. Dem Historiker geben sie Auskünfte über die früheste Siedlungsgeschichte unserer Region und verdienen von daher schon größte Beachtung. Da das Alter der Flurnamen oft älter ist als ihre schriftliche Überlieferung, bieten sie dem Sprachforscher (Linguist) wichtiges Material für vergleichende Untersuchungen. Außerdem sind sie von großem Interesse für die Arbeit des Archäologen, sowie des Heimatforschers für das Verständnis und die Deutung seiner Ortsgeschichte.

Flurnamen-Forschung und Flurnamen-Sammlung ist eine interdisziplinäre Arbeit, wobei die Forschung Sache der Linguisten, Historiker und Archäologen ist. Sie besitzen die Kompetenz, Herkunft und Bedeutung der Flurnamen zu interpretieren und über die Gemeinde hinaus in eine größere Region einzuordnen.

Warnen möchte ich gleich zu Beginn vor den „selbsternannten Flurnamenforschern“, die mal kurz „aus der Hüfte heraus“ den „Keitenberg“ zu einem „Keltenberg“ umbenennen. Vorsicht!

Ausgang und Grundlage für die Flurnamenforschung ist die Flurnamen-Sammlung. Diese habe ich im Folgenden für die Gemarkung Horchheim (Koblenz-Horchheim) erstellt, in der Hoffnung, daß sie der Forschung einmal dienlich sein kann.

Erstes Ziel einer gründlichen Arbeit muß sein, möglichst sämtliche Unterlagen aufzufinden und auszuwerten. Dabei gilt: Je älter die Urkunde, um so wahrscheinlicher kann von der Richtigkeit des Namens ausgegangen werden. Mehrfachnennungen und Zurückverfolgung der Flurnamen geben Aufschluß über eventuell entstandene Wort- Um- und -Verbildungen. Ebenso sind für die richtige Deutung eine genaue Kenntnis der Örtlichkeit und des Ortsdialektes notwendig.

Überliefert sind die Flurnamen zunächst insbesondere durch alte Urkunden, Pacht- und Kaufverträge, Grundstücksverzeichnisse (Urbare) der Besitzungen der Klöster und Stifte u.a.. Die Erfassung und Auswertung dieser in den verschiedenen Archiven (Altenberg, Düsseldorf, Köln, Koblenz, Wiesbaden u. a.) aufbewahrten Urkunden wäre eine Lebensaufgabe und für einen Laien nicht zu bewältigen. Für die Zusammenstellung der Horchheimer Flurnamen kam es mir daher sehr zugute, daß ich zurückgreifen konnte auf die veröffentlichten „Lebenswerke“ der Historiker: Wolfgang Jungandreas, Fritz Michel, Hans Mosler, Aloys Schmidt und Johannes Simmert.

Außerdem wurden die Grenzbegangsprotokolle von 1604, 1749, 1818 und 1831, sowie die Übersichtsskizze des Jesuitenbesitzes in Horchheim von 1675 ausgewertet.

Die aus diesen Unterlagen entnommenen Flurnamenangaben sagen jedoch nichts aus über die Grundstücksformen und die Lage der Grundstücke innerhalb des Flurdistriktes und der Gemarkung. Flurnamen, die nicht in unsere Zeit überlebt haben, sind daher nur schwer – wenn überhaupt – karten- oder lagemäßig zuzuordnen bzw. abzugrenzen.

Eine Erfassung (keine Vermessung) aller Acker-, Wiesen- und Weinbergsgrundstücke für die gesamte Gemarkung Horchheim erfolgte erstmals mit der Anlegung der Grund- und Extraktenbücher für das Erzstift Trier in den Jahren 1719/20.

Zweck war die Schaffung einer Grundlage für eine gerechte Verteilung und Erhebung der Grundsteuer. In diesen Grund- und Extraktenbüchern (nicht zu vergleichen mit den heutigen Grundbüchern und ihrer Bedeutung) finden wir erstmals alle zu dieser Zeit gebräuchlichen Flurnamen. Was fehlt, ist eine kartenmäßige Darstellung der Lage und Abgrenzungen der einzelnen Flurnamen-Distrikte.

Von den Franzosen begonnen und von den Preußen fortgeführt, wurden dann Grundsteuervermessungen (Parzellarvermessungen) für sämtliche Gemeinden in den Provinzen Rheinland und Westfalen in den Jahren 1822 bis 1834 durchgeführt und Grundsteuerkataster in Karten und Büchern angelegt, für Horchheim im Jahre 1832. In diesen Karten sind nun auch erstmals die Umgrenzungen der Flurnamen-Distrikte erkennbar.

Schließlich wurde die Grundsteuervermessung von 1832 ersetzt durch eine im Jahre 1877 für die gesamte Gemarkung Horchheim durchgeführte Grundsteuer- Neuvermessung. Diese Vermessung bildet bis heute die Grundlage für das Liegenschaftskataster der Gemarkung Horchheim.

Die von mir zur Flurnamenerfassung ausgewerteten Unterlagen sind in der Übersicht „Literatur- und Quellenangaben“ zusammengestellt.

Ausgang für die Erfassung der Flurnamen und ihre gebietsmäßige Abgrenzung (Gewannengrenzen) sind die Katasterkarten aus dem Jahre 1877. Die hierbei aufgenommenen Flurnamen werden bis in unsere Zeit als Lagebezeichnungen für die Parzellen (heute: Flurstücke) geführt und haben dadurch gewissermaßen amtlichen Charakter bekommen.

Die Flurnamen wurden – soweit dies möglich – den Flurnamen des Katasters zugeordnet, und zwar mit Angabe der urkundlichen Belege für jeden Namen in zeitlicher Anordnung – den jüngsten zuerst, den ältesten zuletzt. Dabei wurden alle Namen buchstabengetreu übernommen, und zwar aus der Erfahrung heraus, daß ein falscher oder geänderter Buchstabe einem Namen einen völlig anderen Sinn geben kann.
Als Beispiele siehe:

DritteneimerDrittenheimer, Trittenheimer
GrabengasseGrafengasse,
WeidenbornWeitenborn,
BreitelohBreitele.

Zur Schreibweise in alten Urkunden paßt allgemein ein Satz von Hans Mosler, „daß bei manchem Schreiber die einzige Regel für seine Schreibweise die Regellosigkeit ist“. (Aber es gab ja auch noch keinen Duden, was einiges entschuldigt).

Zur Übernahme der Flurnamen in die ersten Grundsteuerkataster erscheint mir noch wichtig, auf folgendes hinzuweisen: Die Aufgabenstellung bei der Anlage der Grundsteuerkataster war, alle Gemeinden mit sämtlichen Parzellen vollständig zu vermessen, die entsprechenden Flurkarten zu zeichnen, die Flächengrößen aller Parzellen zu berechnen und die Katasterbücher anzulegen. Entsprechendes Fachpersonal zur Bewältigung dieser Arbeiten war kaum vorhanden und mußte auf die Schnelle durch Umschulungsmaßnahmen herangebildet und rekrutiert werden. So wurde z. B. mancher Lehrer zum Geometer oder mancher Maler zum Zeichner. Insgesamt war es eine Mammutaufgabe, deren Bewältigung in der kurzen Zeit heute noch vollen Respekt verdient.

Da kommt nun der Geometer oder Landvermesser X (wie man sie früher nannte) nach Horchheim, um hier die Katastervermessung durchzuführen. Ortsunkundig ist er natürlich auf die Auskünfte der ihm von der Gemeinde beigebenen besonders ortskundigen Horchheimer Bürger angewiesen, u. a. auch zur Benennung der Flurnamen und deren Abgrenzungen. Nun Hand auf’s Herz: wie würden Sie als Alt – Horchheimer den Flurnamen Preuspel dialektfrei benennen, als Preuspel, Preispel, Breusbel, Breisbel oder Bruspyl? Alles ist möglich!

Dieses Beispiel zeigt die Schwierigkeit der Aufnahme der Flurnamen in die Katasterunterlagen und erklärt auch die hier und da aufgefundenen Wort- Um- und -Verbildungen. Die Historie auch nur einzelner Flurnamen zu erfragen, war bei dem Umfang zur Erledigung der vorgenannten Arbeiten unmöglich und ist es heute noch.

Als Beispiel dafür, wie die Flurnamen-Bezeichnungen im Laufe der Zeit geändert (und auch verfälscht) wurden, gibt uns der Bereich von der Grenze Horchheim/Niederlahnstein bis zur heutigen Grafenstraße (früher oberste Grabenstraße und in Grafenstraße verballhornt) und der Emser Straße bis zum Rhein.

In älteren Urkunden wird er benannt:

1235duabus vineis in superiori KAMERTHE.
1302Weingarten in Oberkamerte bei der Obergasse.
1719Weingarten im Cammerts. (Mit CAMARTA bezeichnet man laubenartig angelegte Weingärten, wie man sie z. B. heute noch in Südtirol findet).
1832An der Grabenstraße.
1877Am Bahnhof, dann Bahnhofstraße und seit
1937Von-Eyß-Straße, in Folge der Eingliederung der Gemeinde Horchheim in die Stadt Koblenz.

In einem Flurnamenverzeichnis sind alle gefundenen Flurnamen in alphabetischer Folge für die Gemarkung Horchheim und die an Horchheim angrenzenden Bereiche der Gemarkungen Arzheim, Fachbach, Miellen, Niederlahnstein und Pfaffendorf zusammengestellt. Die heute noch bestehenden Flurnamen sind durch fette Schrift hervorgehoben. Für sie sind Plan-Nummer und Plan-Quadrat angegebenen, die ein schnelles Auffinden in der Kartenübersicht ermöglichen. Umgekehrt findet man über das Numerische Suchverzeichnis Flurname und Planquadrat der Karte. Als Kartengrundlage diente eine Verkleinerung der Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK5).

Die in dem Grund- und Extraktenbuch von 1719/20 erfaßten Weinbergslagen sind in einer besonderen Liste mit Anzahl der Rebstöcke und Weinbergsparzellen zusammengestellt, und in einer besonderen Kartenübersicht der DGK5 in ihren Abgrenzungen dargestellt.

Koblenz-Horchheim, im Januar 2003.

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Literatur- und Quellenangaben

Literatur- und Quellenangaben mit den hierzu verwendeten Abkürzungen

Katasteramt Koblenz, Flurkarten der Kataster-Neuvermessung von 1877 der Gemarkungen Horchheim und Pfaffendorf.KNv.1877
Flurkarten der Katastervermessung (Grundsteuervermessung) von 1832 der Gemarkung Horchheim, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 730 Nr. 365.Kv.1832
Grenze des Königreich Preußen zum Herzogtum Nassau, Aussteinungsprotokoll von 1831, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 210/112 42.Grenze KP/HN 1831
Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und Müffling von 1803 – 1820.Müffling 1816/20
Grenzbegangsprotokoll zur Festlegung der Grenze zwischen dem Königreich Preußen zum Herzogtum Nassau von 1818, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 441 Nr. 11241.Grenzbegang KP/HN 1818
Protokoll über den Niederlahnsteiner Grenzbegang von 1749, Stadtarchiv Koblenz, Bestand 655, 10 Nr. 75.NL Grenzbegang 1749
Grund- und Extraktenbuch der Gemarkung Horchheim von 1719/20. Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1 C – 14843.Grund- und Extraktenbuch 1720
Übersichtsskizze und Urbar (Grundstücksverzeichnis) der Weinbergsgrundstücke der Jesuiten in der Gemarkung Horchheim von 1675, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 117 Nr. 448.Jesuiten 1675
Protokoll über den Grenzbegang der Horchheimer Gemarkungsgrenze von 1604, Stadtarchiv Koblenz, Bestand 655, 10 Nr. 75, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1c Nr. 8093, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 112 – XIX a, 5.Horchheimer Grenzbegang 1604
Jungandreas, Wolfgang, Historisches Lexikon der Siedlungs- und Flurnamen des Mosellandes, Schriftenreihe zur Trierischen Landesgeschichte und Volkskunde, 1962, Druckerei und Verlag Jakob Lintz KG, Trier. (Belege bis 1500 und älter).Jungandreas
Michel, Fritz, Geschichte der Stadt Niederlahnstein, unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1954 in Geschichte der Stadt Lahnstein von 1982.Michel
Mosler, Hans, Urkundenbuch der Abtei Altenberg, 1. Band, 1138 – 1400, Bonn, Peter Hanstein Verlagsbuchhandlung, 1912, ebenso 2. Band, 1400 – 1803, Düsseldorf, Verlag E D Lintz KG, 1955.Altenberg und Urbar der Abtei Altenberg
Schmidt, Aloys, Quellen zur Geschichte des St. Kastorstiftes in Koblenz, I. Band, Urkunden und Regesten (857 – 1400), Peter Hanstein Verlag GmbH, Bonn, 1953/54, ebenso II. Band, 1401 – 1500, Peter Hanstein Verlag GmbH, Köln-Bonn, 1974.Kastor
Simmert, Johannes, Inventar des Archivs der Kartause St. Beatusberg vor Koblenz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, 1987.Beatus
Flurnamen aus Aufsätzen von Dr. Dietmar Flach und Manfred Gillissen, in Horchheimer Kirmesmagazinen.KM

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Numerisches Suchverzeichnis der Flurnamen

Gemarkung Horchheim

Nr.FlurnamePlanquadrat
1Am BahnhofF/1, 2
2Am RheinF/1
3Zwischen Schmitz- und GrabengasseF/1, 2
4Zwischen Streichs- und SchmitzgasseF/2
5In der StreichsgasseF/2
6An der KirchgasseF/2
7Im OberdorfF/2
8Auf dem GrabenF/2
9Im DorfE, F/2
10Im UnterdorfE, F/2
11MendelssohnparkE/2
12Am NiederwegD, E/2
13Pfaffendorfer GrabenD/2
14RotenbergD/2
15Auf RotermD/2, 3
16Im RotenbergD/2
17Am AhrwegD, E/2
18Im AngelbergD, E/2, 3
18AngelbergD, E/2, 3
19Im PechlerbergE/2, 3
20Im HaukertE, F/2
21Die LuhE/2, 3
22Auf der LuhE/2, 3
23Auf dem PreuspelE, F/2, 3
24Im OberhaukertF/2
25Beim WeitenbornF/2, 3
26Auf der AnweltF/2
27In der GrubeF/2, 3
28DritteneimerF/2, 3
29Im BungertsfeldeF/2, 3
30Am BungertspfadeF/3
31Am BungertswegeF/3, 4
32Am alten WegF/3, 4
33Auf TimmetzE, F/3, 4
34Am KlocksbergE/3
35PechlenbergE/3
36Der AngelbergE/3
37Niederfeld unterm WegD, E/3
38Zu TrieschC, D/3
39Niederfeld oberm WegD, E/3
40In der HeubachD, E/3
41Auf HeubachE/3, 4
42Auf der HartD, E/3, 4
43Am MehlersbergD/3, 4
44AltenbergerkopfC, D/3, 4
45Auf dem hinter AarfeldC, D/3, 4
46Auf dem AarfelderkopfD/4
47Vorder AarfeldD/4, 5
48Unter der WachheckD/4, 5
49Am Arzheimer WegD/5
50Auf der HohlD, E/4, 5
51In der BauerswieseD, E/4
52Auf der BauerswieseE/4
53Oben im KeitenbergE/4, 5
54Im KeitenbergE/3, 4
55Am ViehwegE/4
56Auf SommerichE, F/4
57In der DellF/4
58LehmkaulF/4
59JunkerstückerF/4
60Junge WaldF/4, 5
61LiedchesbergF, G/5, 6
62DornschlenkE, F/5, 6, 7
63DornswieseE, F/5, 6
64DornsfeldF/5
65WingertsbergE, F/4, 5, 6
66GebranntebergD, E/4, 5, 6
67GefechteD, E/6, 7
68FrancisfeldD/6
69Die PfaffeneckD/6, 7
70Auf WirgeswäldchenD, E/7, 8
71WittauE/8
72Wiedauer HeideE, F/6. 7, 8
73Alte SchaafstallF, G/6, 7
74Im ThälerbergE, F, G/7, 8, 9
75Alte HauE, F, G/8, 9, 10
76In der EschheckE/8, 9, 10
77Am SchafstallD, E/8, 9, 10
78PfaffeneckD/8
79In der StockwieseD, E/8, 9
80Am InnerchenD/9, 10
81An der ZinzrederD/10
82An der StockwieseD/9, 10
83In der langen WieseC, D/9
84Im LangeneckC, D/9, 10
85Am WintersbornB, C/9, 10
86ZinzrederC, D/10
87Im GrasünderC, D/10, 11
88Am SteinbachsgrabenC/10
89Auf SteinbachC/10, 11
90An BreiteleC/10, 11
91BreiteleB, C/10, 11, 12
92Auf BreiteleA, B/10, 11
93Beim Großhennrich, Höhrer HofB/11, 12
94KieselbornB, C/11, 12
95Beim KieselbornC/11, 12
96Beim KaltenbornC, D/11, 12
97Im SchlagC, D/11, 12
98Am KlockswäldchenD/11
99In der GrasendeD/11
100Auf dem RädchenD/11
101Am ImmansköpfchenD, E/11
102Oben auf EscherfeldD, E/10, 11
103EschheckD, E/10, 11
104Tongruben auf EscherfeldD, E/10
105Unten auf EscherfeldE/10
106An der BertelsbachE/10
107In der BertelsbachE/10, 11
108GeierskopfE, F/10, 11
109Am GeierskopfE, F/10, 11

Gemarkung Arzheim

1Auf der MönnigswieseC/9
2Am WintersbornB, C/9
3WintersbornB/9
4An der SanerswieseB/9
5Auf dem SteingartenA, B/9, 10
6LützscheidA, B/10, 11
7Unter BreitelA, B/11, 12

Gemarkung Pfaffendorf

1Im PlendertC, D/2, 3
2UntergesetzC, D/3
3Im PlonzertC, D/3
4Auf der HaartC/3, 4
5Auf der FendelC, D/4
6Unter der WachheckC, D/4, 5
7Die WachheckC, D/5
8Auf’m Wachhecker KopfD/5
9Auf dem HausgalgenD/6
10Auf HausgalgenD/6, 7
11Zwischen Frank und HimmelreichD/7
12Im HammD/7, 8
13Obere PollstückerD/7, 8
14Pfaffendorfer WaldC, D/8, 9

Gemarkung Niederlahnstein

1MarkG/1, 2
2MittelgesetzG/2
3Horchheimer HöllG/2, 3
4BergG/3
5LagG/4
6LichtenG/5
7SchaafstallG/6
8BuchenrestbaumG/7
9BuchF, G/8, 9
10HöhrB, C/12

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Flurnamen der Gemarkung

Horchheim

Aarfeld
ehemaliges Ackerland.
Auf dem Aarfelderkopf, KNv.1877, Flur 14. → Plan Nr. 46, D/4.
Auf dem hinter Aarfeld, KNv.1877, Flur 14 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 45, C, D/3, 4.
Vorder Aarfeld, KNv.1877, Flur 14 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 47, D/4, 5.
auff Arfeldt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
auf Ahrfeld, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Abbedahl
im Abbedahl, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten im Appendalle, 1550, Beatus Nr. 759.
Achterloe
Weingarten up der Achterloe, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Ahrweg
ehemaliges Weinbergsgelände.
Am Ahrweg, KNv.1877, Flur 17 u. Kv.1832, Flur XII. → Plan Nr. 17, D, E/2.
Weingarten im Ahrwegell, 1745, Beatus Nr. 1215.
Weingarten im Ahrweg, 1732, Beatus Nr. 1142.
Ahrweg, 16. Weingartenlage mit 36.594 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Arweg, Jesuiten 1675.
Weingarten im Arnweg, 1575, Beatus Nr. 878.
Weingarten in Airwege, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
in Airwege, 1313, Jungandreas u. Kastor Nr. 395.
Weingarten in Arwege, 1302, Jungandreas u. Kastor Nr. 323.
Aicher
1 veltgen im Aicher, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Alte Hau
großer Walddistrikt, der Name schließt auf frühere Waldrodung.
Alte Hau, KNv.1877, Flur 8, 9 u. 10, Kv.1832, Flur IV, Grenze KP/HN 1831 u. Müffling 1816/20. → Plan Nr. 75, E, F, G/8, 9, 10.
Alte Rödern, Grenzbegang KP/HN 1818, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Wiese am Altenhauw 1741, Beatus Nr. 1195.
ahm alten Hauw, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Alte Hawe, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Alte Schafstall
s. hierzu Schafstall, Gemarkung Niederlahnstein.
Alte Schaafstall, KNv.1877, Flur 10, Kv.1832, Flur V u. Grenze KP/HN 1831. → Plan Nr. 73, F, G/6, 7.
am alten Schafstall, Müffling 1816/20.
ahm Schaff Stall, Ackerland, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Ehemaliger Flurname: Falgertt oder Falger-Felde.
Altenberger Hof
s. auch Münch– oder Mönchhof.
Gelände um die heutige Luther Kapelle
Altenberger Wiese
auf dem Horchheimer Berge ein Stück (Land) zwischen Bramacker und den Altenberger Wiesen, 1500, Altenberg Bd. 2 Nr. 287.
Anm.: mit „Altenberger Wiesen“ ist hier wahrscheinlich der Eigentümer und kein Flurname gemeint.
Altenbergerkopf
Altenbergerkopf, KNv.1877, Flur 15 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 44, C, D/3, 4.
Der Name deutet auf die Besitzungen des Klosters Altenberg in Horchheim.
Alter Weg
Am alten Weg, KNv.1877, Flur 12 u. Kv.1832, Flur VI. → Plan Nr. 32, F/3, 4.
ahn alten Weeg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten im alten Weg, 1617, Altenberg Bd. 2 S. 498.
Up dem Aldenweg, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Angelberg
Angelberg, KNv.1877, Flur 17 u. Kv.1832, Flur IX u. XII. → Plan Nr. 18, D, E/2, 3.
Der Angelberg, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 36, E/3.
Im Angelberg, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 18, D, E/2, 3.
Angelberg, (Ackerland) ahn den Weingarthen angefangen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Im Angelberg, 18. Weingartenlage mit 7.014 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Anwelt
Anwendt
Auf der Anwelt, KNv.1877, Flur 20. → Plan Nr. 26, F/2.
Anwelt, Kv.1832, Flur X.
in der Anwent genannt, 12. Weingartenlage mit 19.043 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
in der Anwendt, Jesuiten 1675.
Richtiger: Anwendt = Anwand = Geländeanstieg.
Appendalle
s. Abbedahl
Arzheimer Born
s. Wintersborn
Arzheimer Loch
Artzheimer Loch, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Arzheimer Weg
Am Arzheimerweg, KNv.1877, Flur 14 u. Kv.1832, Flur IIX. → Plan Nr. 49, D/5.
Atz
Franz Atz baute kurz nach 1900 eine damals noch allein stehende burgähnliche Villa auf der Anhöhe der Weitenbornstraße, Ecke Dritteneimerweg (heute: Weitenbornstraße 12). Für den Horchheimer Volksmund war das schnell die „ATZE-BURG“ und die umliegenden Grundstücke wurden auf dem „auf dem Atz“ genannt. Jedoch kein amtlicher Flurname, der – wegen der völligen Bebauung – sicher auch bald in Vergessenheit geraten wird. An dieser Stelle stand früher der Schwarze Hiligen- (Heiligenstock).
s. auch Schwarzer Hiligenstock.
Auwich
Weingarten in der Auwich, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Bach
(Ober Bach).
s. Gemarkung Niederlahnstein.
Weingarten in der Baich, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Bächeln
Weingarten im Bechelerberg, 1733, Beatus Nr. 1144.
In Bächlen, 19. Weingartenlage mit 6.751 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Bechelen, Jesuiten 1675.
zo Bechelen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Bahnhof
Am Bahnhof, KNv.1877, Flur 22. → Plan Nr. 1, F/1, 2.
Bauerswiese
Auf der Bauerswiese, KNv.1877, Flur 13. → Plan Nr. 52, E/4.
In der Bauerswiese, KNv.1877, Flur 14 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 51, E/4.
An der Bauerswiese, Kv.1832, Flur VIII.
obig der Bauerß Wieß, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Baume
Weingarten am prume Baume, 1540, Beatus Nr. 728.
Beichenberg
auff Beichenberg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
auff Beichenberg von beyden seithen des Weegs, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Feld auf dem Beitzenberg, 1660, Altenberg Bd. 2, Seite, 530.
Bernatzhaus
garden under Bernatz huys, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Bertelsbach
An der Bertelsbach, KNv.1877, Flur 4 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 106, E/10.
In der Bertelsbach, KNv.1877, Flur 4 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 107, E/10, 11.
Bertelsbach, Grenze KP/HN 1831. Grenzbegang KP/HN 1818 u. Horchheimer Grenzbegang 1604.
Acker an der Bertholffsbach, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Bierbrauers Weier
Ahn Bierbrauers Weyer, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Ahn Bierbrauer Weyer langst die Harth, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Bitzer Heid
Bitzer Heid, Jesuiten 1675.
Boitzemerberg
veld hinder Boitzemerberch, und Weingarten hinter Buytzemberch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277 u. 282.
Bohr
Weingarten uff der Bohr, 1724, Beatus Nr. 1109.
Born
Weingarten gelegen uff Demneczerheyden, gen. am pueren Born, 1526, Beatus Nr. 687.
Bornsgasse
oben ahm Borngäßigen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
im Burn weeg gen., 13. Weingartenlage mit 3.531 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
im Buren weeg gen., 15. Weingartenlage mit 6.449 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Bronnengäßchen, 1707 und Burnsgäßchen, 1682, M. Gillissen, KM 1995 S. 65.
in dem Bornwege, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Bramacker
auf dem Horchheimer Berge ein Stück (Feld) vam Bramacker an bit in dy delle zu der Escherhecken.
Von einem Stück zwischen Bramacker und den Altenberger Wiesen.
Dem Stück Braemacker und der Stockwiesen.
Zwischen Bramacker und Hoenberg.
Braemacker ind Hoenenberg.
alle um 1500 in Altenberg Bd. 2 Nr. 287 u. S. 278/79.
Breispel
s. Preuspel
Breitele
Breitele, KNv.1877, Flur 2 u. Kv.1832, Flur I. → Plan Nr. 91, B, C/10, 11.
An Breitele, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 90, C/10, 11.
Auf Breitele, KNv.1877, Flur 1. → Plan Nr. 92, A, B/10, 11.
Oben im Breitele, Kv.1832, Flur I.
Breitely, Grenze KP/HN 1831.
Auf dem Breitel, Müffling 1816/20.
Breyde Fuhr genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
auff breiden Lich, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
breiten Lohe, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Land u. Hecke uff breyde Loe und up Breyderloe, um 1500, Altenberg, Bd. 2, Nr. 287und S. 278/79.
Anm.: Im Zusammenhang mit der Schafhaltung spricht Anton Struth in seinem Buch „Erinnerungen aus meinem Leben“ von 1910 auf S. 12 von den Altenredern auf „Preiteln“. Aufgrund der Geländebeschaffenheit (breiter Bergrücken) und der früheren Nutzung, wäre m. E. der richtige Flurname: „Breitelo“oder „Breiteloh.
Brutzenberg
Auff Brutzenberg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten hinder Buytzemberch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten uff Buczenberg, 1389, Kastor Nr. 1465.
Buhe
Weingarten auf der Buhe, 1732, Beatus Nr. 1142.
Bungert
Bongart, Baumgarten.
Am Bungertspfad, KNv.1877, Flur 12. → Plan Nr. 30, F/3.
Am Bungertsweg, KNv.1877, Flur 12 u. Kv.1832, Flur VI. → Plan Nr. 31, F/3, 4.
Im Bungertsfelde, KNv.1877, Flur 20 u. Kv.1832, Flur X. → Plan Nr. 29, F/2, 3.
Aufm Bungert, Grenze KP/HN 1831.
Bungertsberg, Müffling 1816/20.
Aufm Bungert am Weydenborn, 1725, Michel, S. 450.
Auffm Bongart, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
2 velderen an Burgergraw ind zo Overbongart, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Uff dem Bongert, 1557, Michel, S. 450.
Weydenveldt zo Oeverbongart, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
veldt und bongart up dem Bongart, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277 u. 279.
Burgergraben
1 hecken yn Burgergraben und 2 Felder an Burgergraw ind zo Overbongart, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277/78.
Butzenberg
Weingarten uff Buczenberg, 1389, Jungandreas.
Cappeller
Ober dem Fluß (?), obig der Capeller Wieß, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
obig dem Capeller Feldt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Damitzer
s. Timmetz.
Dell
In der Dell, KNv.1877, Flur 12, Kv.1832, Flur VI u. Grenze KP/HN 1831. → Plan Nr. 57, F/4.
In der Dehell, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Demneczerheyden
(Diemytzerheite).
Weingarten an der Dyngbitzerheyden, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 278.
Weingarten ane der Diemytzerheyte, 1540, Beatus Nr. 728.
Weingarten uff Demneczerheyden, genannt am Sonnenberge, 1526, Beatus Nr. 687.
Dienneß
s. Timmetz.
Diersteiner Hof
Diersteiner Gasse, heute Collgasse.
Lorenz im Dyerster Hof und seine Ehefrau … Einwohner zu Horchheim verkaufen…, 1522, Beatus Nr. 678.
s. hierzu Manfred Gillissen in KM 2000, S. 37.
Dicke Eiche
Naturdenkmal oberhalb des ehemaligen Hofes „Schmidtenhöhe.
Dymmarß
Weingarten im Dymmarß, 1575, Beatus Nr. 878.
Dingebitze
Weingarten ym Dingbitz, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 279 u. 282.
Weingarten in der Dyngebitzen, 1423, Kastor Nr. 1757.
einen Weingarten von 4 man graft in Dingbytzen, 1406, Kastor Nr. 1630.
Dingbitzen, 1406, Jungandreas.
Weingarten in Dyngebitzen, 1403, Kastor Nr. 1595.
in dyn Gebyze, 1395, Jungandreas u. Kastor Nr. 1518.
in Dingebicze, 1392, Jungandreas u. Kastor Nr. 1489.
Weingarten in der Dyngebitzen, 1379. Jungandreas u. Kastor Nr. 1355.
Weingarten in der Dingebiczen, 1374, Jungandreas u. Kastor Nr. 1291.
Weingarten in der Flur Dingebiczen, 1368, Jungandreas u. Kastor Nr. 1188.
Allodialweinberge in der Dingebitze, 1359, Beatus Nr. 144.
Weingarten in Flur genannt Dinginbicze, 1353, Jungandreas u. Kastor Nr. 925.
Weingarten in floro Dynginbizcene, 1271, Jungandreas.
Weingarten in Dingenbiszen, 1261, Gillissen in KM 2000 S. 37.
Dorf
Im Dorf, KNv.1877, Flur19 u. 21. → Plan Nr. 9, E, F/2.
Dornsbach
Verlauf von den Dornswiesen, der Straße im Keitenberg hinunter ‒ früher ein Hohlweg, Viehweg genannt ‒, durch das spätere Nachtigallenwäldchen, bei dem Haus Schmoll (Haus Nr. 54) die heutige Alte Heerstraße und dann zum Römerplatz, entlang der Schulgasse bei Hollers Garten in den Rhein.
Dornschlenk
Dornschlenk, KNv.1877, Flur 11 u. Kv.1832, FlurV. → Plan Nr. 62, E, F/5, 6, 7.
Dornsfeld
Dornsfeld, KNv.1877, Flur 11. → Plan Nr. 64, F/5.
Dornsfelder, Kv.1832, Flur V.
auff dem Dorn, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Dornswiese
Dornswiese, KNv.1877, Flur 11. → Plan Nr. 63, E, F/5, 6.
Dornswiesen, Kv.1832, Flur V.
(Dorn) ober dem Weeg, übers Jahr mähig, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Dreibuchenplatz
Naturdenkmal → D/10.
Driesch
s. auch Triesch.
hecke zom Dreysch und 1 stuck veldz zom Dreysch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Dritteneimer
Dritteneimer, KNv.1877, Flur 20 u. Kv.1832, FlurX. → Plan Nr. 28, F/2, 3.
auff dem drittel Eymer, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Im Dritten Eimer genannt, 26. Weingartenlage mit 9800 Wst, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Drittenämer, Jesuiten 1675.
Weingarten upp dem dritten Emer, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Anm.: die Straße „Dritteneimerweg“ wurde zeitweise irrtümlich Trittenheimer- und Drittenheimerweg genannt. Der Name sagt, daß jeder dritte Eimer Weintrauben an den „Landesherren“ abgegeben werden mußte.
Dumbitz
s. Timmetz
Eilverbitze
Weingarten von 1, 5 mannes grafft in Eylferbytzen, 1406, Kastor Nr. 163o.
in Elnerbitzen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Elferbitzen, 1406, Jungandreas.
Weingarten in Eylfferbiczen, 1389, Jungandreas u. Kastor Nr. 1465.
in Eylverbiczen, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Weingarten in Eylverbicze, 1376, Kastor Nr. 1316 u. Jungandreas.
Eylverbiczen, 1344, Jungandreas.
Weingarten in floro Elverbizcene, 1271, Jungandreas.
Eynhelden
Weingarten in der Eynhelden, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282
Elding
Weingarten auf Eldenberg, 1388, Jungandreas.
Escherfeld
Der Name könnte auf Brandrodung deuten, heute Tongrubengelände.
Die Tongruben auf Escherfeld, KNv.1877, Flur 4. → Plan Nr. 104, D, E/10.
Oben auf Escherfeld, KNv.1877, Flur 4. → Plan Nr. 102, D, E/10, 11.
Unten auf Escherfeld, KNv.1877, Flur 4. → Plan Nr. 105, E/10
Escherfeld, Kv.1832, Flur III, Grenze KP/HN 1831 u. Müffling 1816/20.
Eschenfeld, Grenzbegang KP/HN 1818.
Eschenfelder Rödern, Grenzbegang KP/HN 1818.
Wiese auf dem Escherfeld, 1742, Beatus Nr. 1204 u. 1207
auff Escher Feldt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
von dem großen Stück (Feld) auf Escherfeld, 1500, Altenberg. Bd. 2 Nr. 287.
Eschheck
Walddistrikt.
Eschheck, KNv.1877, Flur 9 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 103, D, E/10, 11.
In der Eschheck, KNv.1877, Flur 9 u. Kv.1832, Flur IV. → Plan Nr. 76, E/8, 9, 10.
zu der Escherhecken, 1500, Altenberg. Bd. 2 S. 247.
Eselsfuß
Im Eßelßfuß genannt, 23. Weingartenlage mit 16.666 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten am Eselsfoyss, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Falgertt
Falgertt oder Falger Felde, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Heute: Alter Schafstall.
s. hierzu Schaafstall, Gemarkung Niederlahnstein.
Faust Nußbaum
ahn Faust Noßbaum, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Fuchskopf
am Fuchskopf, Müffling 1816/20.
Francisfeld
Francisfeld, KNv.1877, Flur 11 u. Kv.1832, Flur V. → Plan Nr. 68, D/6.
Auf Frätziges Feldt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Franzigs Feld, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Gäulchen
Gäulchen, Grenzbegang KP/HN 1818.
Geulgen, Niederlahnsteiner Grenzbegang 1749.
auff dem Geulgen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Gebrannteberg
Walddistrikt.
Gebrannteberg, KNv.1877, Flur 11 u. Kv.1832, Flur V. → Plan Nr. 66, D, E/4, 5, 6.
Gefechte
Walddistrikt.
Gefechte, KNv.1877, Flur 10 u. 11 u. Kv.1832, Flur V. → Plan Nr. 67, D, E/6, 7.
Geierskopf
Geierskopf, KNv.1877, Flur 9. → Plan Nr. 108, E, F/10, 11.
Am Geierskopf, KNv.1877, Flur 9 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 109, E, F/10, 11.
Geyerskopf, Grenze KP/HN 1831, Grenzbegang KP/HN 1818, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Gemeinen Weg
ahn gemeinen Weeg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Glockswäldchen
s. Klockswäldchen.
Gyren
1 veltgen up Nederfeld und eyner hegen yn dem Gyren, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Graben
heute Mittelstraße.
Auf dem Graben, KNv.1877, Flur 21. → Plan Nr. 8, F/2.
Graben
obere Grabengasse.
s. auch Obergasse (heute Grafenstraße).
An der Grabenstraße, Kv.1832, Flur XI.
auff dem obristen Graben, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
in der Grobengaßen (Grabengasse) genannt, 9. Weingartenlage mit 4.370 Wst, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Graben
an der Schule, neben dem Dornsbach.
auff den understen Graben, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
in der Grabengaß genannt, 6. Weingartenlage mit 6.151 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
ein Hausplätzchen in der Grabengasse, 1644, Altenberg, Bd. 2 S. 519
Haus und Hof in der Grabengasse, 1556, Altenberg, Bd. 2 S. 400.
Graben
heute Collgasse.
unterm Zehend Graben (Garten?), 8. Weingartenlage mit 10.388 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Grasende
In der Grasende, KNv.1877, Flur 3 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 99, D/11.
Grasünder
Im Grasünder, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 87, C, D/10, 11.
Grassünder, Kv.1832, Flur I.
Graue
Weingarten genannt der Graue auf Nydervelt, 1395, Jungandreas u. Kastor Nr. 1518.
Großhennrich
Beim Großhennrich, KNv.1877, Flur 1. → Plan Nr. 93, B/11, 12.
s. hierzu Höhrer Hof.
Grube
In der Grube, KNv.1877, Flur 20. → Plan Nr. 27, F/2.
Weingarten in der Gruben, 1733, Beatus Nr. 1145.
In der Kroft genannt, 25. Weingartenlage mit 14. 435 Wst, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten in der Groben, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten yn der Groben, 1453, Beatus Nr. 445.
Weingarten in Gruven, 1302, Jungandreas u. Kastor Nr. 323.
heute Friedhofsgelände.
Grüne Bank
→ Plan Nr. 58, F/4.
heute Straßenname „An der Grünen Bank“.
An dem schönen Aussichtspunkt in der Nähe zum Wald und der Gemarkung Niederlahnstein wurde von der Familie Mendelssohn, der das Gelände „Im Junkerstück“ gehörte, eine Bank aufgestellt, die im Volksmund schnell den Namen „Grüne Bank“ erhielt. Zur Zeit wird von der Gemeinde Lahnstein unweit von der Gemarkungsgrenze zu Horchheim zwischen Lagweg und Deines-Bruchmüller-Kaserne ein Neubaugebiet mit dem Namen „An der Grünen Bank“ erschlossen.
Günters H. Kelterhaus, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Hart
Auf der Hart, KNv.1877, Flur14 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 42, D, E/3, 4.
auf der Harth genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Laag langst die Harth genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
1 hecken an der Hardt, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Weidegraben an der Hart, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Haukert
Mit dem Flurnamen Haukert wird das Gebiet benannt, das begrenzt wird durch die Grenze Niederlahnstein / Horchheim, der Mittelstraße (Graben) der Engelsstraße, der Emser Straße, der Bächelstraße, den hinteren Grundstücksgrenzen der Mendelssohnstraße, zurück zur Gemarkungsgrenze Niederlahnstein. Der südliche Teil bis zur Alten Heerstraße war der Oberhaukert, der nördliche Teil der Niederhaukert oder auch Haukert. Es handelt sich um Gärten und Weingärten, in Nachbarschaft zum Ortsbering, die mit der Hacke = Hau bearbeitet wurden, daher der Name. Der größte Teil der Fläche wurde für die Eisenbahnlinie Niederlahnstein – Koblenz in Anspruch genommen.
Haukert
Im Haukert, KNv.1877, Flur 17 u. 19 → Plan Nr. 20, E, F/2
Haukert, Kv.1832, Flur X.
Weingarten in der Hauckeren, hinter der Kirch gelegen, 1587, Beatus Nr. 912.
Weingarten Hauckert, 1531, Beatus Nr. 693.
Weingarten an der Haukern, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten genannt die Häuker auf der Fiegassen, 1431, Kastor Nr. 1858.
Weingarten in der Haukeren, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Niederhaukert
Im Nieder-Hauckert, 21. Weingartenlage mit 35.263 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten in der Niederhauckert, 1742, Beatus Nr. 1202.
Niderhaucker, Jesuiten 1675.
eine Pint Weingarten in der Niederhaukern, 1660, Altenberg. Bd. 2 S. 530
Garten auf dem Graben in der Nederhaukeryn, 1374, Jungandreas u. Kastor Nr. 1291.
Oberhaukert
Im Oberhaukert, KNv.1877, Flur 21. → Plan Nr. 24, F/2.
Oberhaukert, Kv.1832, Flur X u. XI, Grenze KP/HN 1831.
Oberhauker, Grenzbegang KP/HN 1818.
in der obern Hauckert gen., 11. Weingartenlage mit 19.718 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
… ferner in oberen Hauckert genannt, 14. Weingartenlage mit 17.509 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Oberhaucker, Jesuiten 1675.
Weingarten in floro Overhuckere, 1271, Jungandreas.
Haseart
Weingarten in dem Haseart, 1444, Beatus Nr. 426.
Hausgalgen
s. Gemarkung Pfaffendorf.
ahm Hauß Galgen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
unter dem Weeg ahm Haußgalgen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Hausgalgen, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Heiligenhäuschen
(am: Alter Weg / Alte Heerstraße).
Weingarten am Hilligenhuysgen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Heiligenstock
s. Schwarzer Heiligenstock und Atz.
Helden
auf dem Horchheimer Berg von einem Stück (Feld) auf der Helden genannt uff dem Schellensleger“, 1500, Altenberg, Bd. 2 S. 287.
Herrenwies
under der Herrenwieß ahn der Spitz, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Heubach
Weideland.
Auf Heubach, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 41, E/3, 4.
In der Heubach, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 40, D, E/3.
Heubach, Kv.1832, Flur IX.
ahn Heybach, ahm Graben zu anfangend, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
yn Heydbaich, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Weingarten in Heitbach, 1247, Jungandreas, Altenberg Bd. 1 Nr. 174.
vinea sita in Heitbach, 1247, Altenberg. Bd. 1 S. 130.
Der Heubach verlief von der Quelle in den Heubachswiesen zum Heubachsweg (dem heutigen Niederfelder Weg), die Bächelstraße (zeitweise auch Niederbach genannt) hinunter zum Niederweg (heute Emser Straße), diesen hinunter bis zum Haus Mendelssohn und von dort die Rolsgasse (Wiesenpfad) hinunter zum Rhein.
Hinderswydawe
auf dem Horchheimer Berge von dem großen Stück vur Hinderswydawe
(Weide hinter Wittau ?) unter dem Gemeindewald, 1500, Altenberg. Bd. 2 S. 247.
Hoenberg
auf dem Horchheimer Berge ein Stück (Acker) zwischen Bramacker und Hoenberg, 1500, Altenberg Bd. 2 Nr. 287.
Braemacker ind Hoenenberch, um 1500, Altenberg Bd. 2 S. 278/79
Hohe Stein
Hohe Stein, Grenzbegang KP/HN 1818, NL Grenzbegang 1749, Grund- u. Extraktenbuch 1720 und Horchheimer Grenzbegang 1604.
Bei dem „Hohen Stein“ handelt es sich um einen Wappengrenzstein von 1561 zur Abmarkung der Gemarkungsgrenze von Niederlahnstein (Auf Buch) und Horchheim (Alte Hau) an dem höchsten Geländepunkt mit 328 Meter über NN. Dieser Grenzstein wurde bei der Abmarkung der nach 1815 entstandenen Staatsgrenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Herzogtum Nassau durch den Haupt-(Grenz)stein Nr. 168 ersetzt. Der Wappengrenzstein von 1561 diente dann der Abmarkung eines anderen Grenzpunktes. Er ist uns bis heute (Jahr 2002) als Grenzpunktabmarkung der rechtlichen Grenze und als Kulturdenkmal erhalten.
s. hierzu A. Honsdorf in KM 1994 u. 1995.
Hohl
Auf der Hohl, KNv.1877, Flur 13 u. 14 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 50, D, E/4, 5.
ahm hohlen Weeg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
auff der Hohl, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Höhrer Hof
Plan Nr. 93, B/11, 12.
s. hierzu Flurname „Beim Großhennrich“.
Der landwirtschaftliche Hof mit Gastwirtschaft muß nach den Katasterunterlagen nach 1832 und vor 1877 in der Gemarkung Horchheim gebaut worden sein. Er stand im ungefähren Dreiort der Gemarkungen Arzheim, Niederlahnstein (Enklave Höhr) und Horchheim. Eigentümer des Hofes war zunächst ein Landwirt Namens Großhennrich aus Arzheim. Ihm folgte als Besitzer Mathias Pohren. Der Hof ist am 14.2.1894 abgebrannt (siehe Koblenzer Volkszeitung vom 15.2.1894). Auf der zur Gemarkung Niederlahnstein gehörenden Enklave „Höhr“ muß ein weiterer „Höhrer Hof“ gestanden haben. Der Standort konnte bisher nicht ermittelt werden.
Höll
s. Gemarkung Niederlahnstein.
Weingarten auf der Höllen in der Gemarkung Horchheim, 1771, Beatus Nr. 1312.
Weingarten an der Helden, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Honerbaich
1 veldt up der Honerbaich, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 279.
Hübel
(Hügel).
Weingarten im Hübell gelegen, 1728, Beatus Nr. 1134.
Auf’m Hübel, 3. Weingartenlag, mit 8.410 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Auf’m Hübel, an dem Pat (Pfad) angefangen, 5. Weingartenlage, mit 15.853 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten upme Hoebel, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten up me Hoevel, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 279.
Weingarten uf deme Hubel, 1355, Altenberg. Bd. 1 S. 621.
Lage: Eisenbahngelände bei der Horchheimer Eisenbahnbrücke zwischen Rhein und Emser Straße.
Immansköpfchen
Am Immansköpfchen, KNv.1877, Flur 4 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 101, D, E/11.
Imannsköpfchen, Kv.1832, Flur III.
Ehemannskopf, Grenze KP/HN 1831.
Ehmanskopf, Grenzbegang KP/HN 1818.
Innerchen
Am Innerchen, KNv.1877, Flur 6 u. Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 80, D/9, 10.
Judenkirchhof
Weingarten im Kammardt zwischen den Jungfrauen von Dierstein unterhalb, und der Kirchgasse oberhalb, und heißt der Juden kirchhoff, 1423, Kastor Nr. 1757.
Lage: zwischen heutiger Schule und Rhein.
Jungfernborn
Auf dem Horchheimer Berge von einem Stück (Feld) unter dem Jungfernborn (Joufferenborn), 1500, Altenberg. Bd. 2 Nr. 287 u. S. 278/79.
Junge Wald
Walddistrikt.
Junge Wald, KNv.1877, Flur 11 u. Kv.1832, Flur V. → Plan Nr. 60, F/4, 5.
Grenze KP/HN 1831. Grenzbegang KP/HN 1818.
Jungen Waldt, NL Grenzbegang 1749, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Junkerstücker
Junkerstücker, Kv. 1877, Flur 12.
Jungerstücke, Kv.1832, Flur VI. → Plan Nr. 59, F/4.
Junkerestück, Grenze KP/HN 1831. Horchheimer Grenzbegang 1604.
(nach dem Protokoll des Grenzbeganges von 1604 ging der Flurname bis an die Gemarkungsgrenze zu Pfaffendorf).
Kaltenborn
Beim Kaltenborn, KNv.1877, Flur 3. → Plan Nr. 96, C, D/11, 12
Kaltenborn, Kv.1832, Flur I. Grenze KP/HN 1831,
Grenzbegang KP/HN 1818, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Am Kaltenborn auf Hehr an der Horchheimer Grenze, 1755, Michel, S. 454.
Kahlenborn, NL Grenzbegang 1749.
Kammert
s. auch Oberkammert.
Im buben Cammerts genannt, in der Rolsgaß angefangen, 5. Weingartenlag mit 11.752 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten im Cammerth, 1587, Beatus Nr. 912.
Weingarten im Kammert, 1557, Beatus Nr. 805.
Weingarten ym Kammert, 1482, Beatus Nr. 575, Kastor Nr. 2246.
Weingarten in den Kamartuenen (?), 1462, Kastor Nr. 2109.
Werner Schale und seine Frau Henne … verkaufen dem Stiftsherrn zu St. Kastor … ihren freieigenen Weingarten … in dem Kamart hinter dem Hause und der Hofraite der Herren von St. Kastor, 1439, Kastor Nr. 1904.
Weingarten im Kamardt zwischen den Jungfrauen von Dierstein
Unterhalb, und der Kirchgasse oberhalb, und heißt der Juden kirchhoff, 1423, Kastor Nr. 1757.
Weingarten den Kamert, 1362, Beatus Nr. 156.
duabus vineis in superiori Kamerthe, um 1235, Jungandreas.
Keitenberg
Im Keitenberg, KNv.1877, Flur 13. → Plan Nr. 54, E/3, 4.
Oben im Keitenberg, KNv.1877, Flur 13. → Plan Nr. 53E/4, 5.
Keitenberg, Kv.1832, Flur VII.
auf Keidmerich, Müffling 1816/20.
auff Keidenberg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten uff Kippenbergh, 1575, Beatus Nr. 878.
Weingarten zu Kippenburg, 1552, Beatus Nr. 763.
Weingarten zu Kypenberg, 1388, Kastor Nr. 1455 u. Jungandreas.
Kieselborn
Kieselborn, KNv.1877, Flur 1 u. Kv.1832, Flur I, Grenze KP/HN 1831, Grenzbegang KP/HN 1818 und Müffling 1816/20. → Plan Nr. 94, B, C/11, 12.
Beim Kieselborn, KNv.1877, Flur 3. → Plan Nr. 95, C/11, 12.
in der Kißel Wieß, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Kippenburg
s. Keitenberg.
Kirche
Weingarten hinter der Kirche, 1742, Beatus Nr. 1202.
Hofplatz an der Kirche, 1660, Altenberg, Bd. 2 S. 530.
Kirchgasse
An der Kirchgasse, KNv.1877, Flur 22. → Plan Nr. 6, F/2.
Straße genannt die Kirchgasse, 1368, Jungandreas.
Klocksberg
Am Klocksberg, KNv.1877, Flur 15 u. Kv.1832, Flur IX. → Plan Nr. 34, E/3.
Klocksborn
Klocksborn (im Klockswäldchen), Müffling 1816/20.
Klockswäldchen
Am Klockswäldchen, KNv.1877, Flur 3 u. Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 98, D/11.
Glockswäldchen, Grenze KP/HN 1831.
Glockenwäldchen, Grenzbegang KP/HN 1818.
Klockswieß, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Krugelin
in Nydirwege bei Krugelin, 1302 u. 1313, Kastor Nr. 323 u. 395.
Kyresgasse
ahn der Kyresgaß genannt, 7. Weingartenlage mit 5.591 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Heute: Heddesdorfstraße
Langen Wiese
In der langen Wiese, KNv.1877, Flur 6 u. Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 83, C, D/9.
ahn die langen Wießen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
in der lange Wieß, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Langwiese, Horchheimer Grenzbegang 1604.
hinter der langen Wiese, 1500, Altenberg Bd. 2 S. 247.
Langeneck
Im Langeneck, KNv.1877, Flur 6 u. Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 84, C, D/9, 10.
hinter der langen Hecke und uff cleyner Langenhecken, 1500, Altenberg Bd. 2 Nr. 287.
Lehmkaul
Lehmkaul, KNv.1877, Flur 12. → Plan Nr. 58, F/4.
Lehmkuhle, Kv.1832, Flur VI.
Weingarten in der Leymkullen, zo Sonnenberch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Liedches Berg
Liedches Berg, KNv.1877, Flur11 u. Kv.1832, Flur V. → Plan Nr. 61, F, G/5, 6.
Lierschett
auf Lierschett, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Luh
Auf der Luh, KNv.1877, Flur 18 u. Kv.1832, Flur X. → Plan Nr. 22, E/2, 3.
Die Luh, KNv.1877, Flur 18. → Plan Nr. 21, E/2, 3.
auf der Loh, Müffling 1816/20.
aff der Luoh, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Ahn Luohpfadt oben ahn Weingarten, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
auff Luoh under dem Pfad, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Loh, gen. ahn Glockgarten, 22. Weingartenlage mit 20.025 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
in der Loh, Jesuiten 1675, 1660, Altenberg. Bd. 2 S. 530.
Weingarten zu Horchheim uff der Lo, 1552, Beatus Nr. 763.
Weingarten in der Loe, an der Ha(u)kern, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 279 u. 282.
Weingarten auf der Lohe, 1493, Altenberg. Bd. 2 S. 238.
Weingarten uff Loe, 1392, Jungandreas u. Kastor Nr. 1489.
Weingarten in Loyn, 1313, Kastor Nr. 395.
Weingarten in Loyn, 1302, Kastor Nr. 323.
Anm.:s. auch Flurname „“ in der Gemarkung Niederlahnstein
Mehlersberg
Am Mehlersberg, KNv.1877, Flur 15 u. Kv.1832, Flur VIII. → Plan Nr. 43, D/3, 4.
Meygrebin Deyl
meygrebin deyl (Teil des Maigrafen), 1372, Jungandreas u. Kastor Nr. 1259.
Meineweg
Weingarten uff Buczenberg an den Menewech, 1389, Jungandreas u. Kastor Nr. 1465.
Mendelssohnpark
Mendelssohnpark, KNv.1877, Flur 19. → Plan Nr. 11, E/2.
Michelbach
s. auch Michelsborn.
Michelsbach, Grenze KP/HN 1831, Grenzbegang KP/HN 1818 und Horchheimer Grenzbegang 1604.
Quelle im Alten Hau, Gemarkung Horchheim, dann Grenzbach zwischen Horchheim und Niederlahnstein, im Unterlauf heutige Ruppertsklamm.
Michelsborn
s. auch Michelbach.Michelborn, Grenzbegang KP/HN 1818, NL Grenzbegang 1749.
beim Michelsborn, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Mittelgesetz
s. auch Gemarkung Niederlahnstein.
Weingarten zu Horchheim im Mittelgesätz, 1746, 1686, Beatus Nr. 1217, 1045.
im Mittelgesetz, um 1500 Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Mollerberg
Mollerberg, Müffling 1816/20.
Muyshen
veld ind Muyshen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Münchgasse
(Mönchgasse)
veld in der Monchsgasse, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Münchhof (Mönchhof)
Altenberger Hof zu Horchheim genannt der Münchhof, 1580, Altenberg. Bd. 2 S. 433/434.
Münchsloch (Mönchsloch)
s. auch Gemarkung Arzheim.
in Münchsloch genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
von der Hecke im Mönchsloch, 1500, Altenberg. Bd. 2 Nr. 287.
Weingarten in Munichstucke (Wingertstück des Mönchs des Klosters Altenberg), 1294, Jungandreas.
Nachtigallenkreutz
Weingarten am Nachtengailcrutz, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg S. 282. (Gemarkung Niederlahnstein ?)
Nachtigallenwäldchen
Der Alte Viehweg von Haus Weinbach (Alte Heerstraße) bis oberhalb der B 42 (ein Hohlweg) wurde zeitweise auch Nachtigallenwäldchen genannt (kein amtlicher Flurname).
Nastbell
auff den uffer zu Nastbell, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Hecke zu Naspen, 1555, Altenberg. Bd. 2 S. 400.
Weingarten zu Naspen, 1522, Beatus Nr. 678.
Weingarten zo Naspen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Niederbach
Niederbach, (heute Bächelstraße), Müffling 1816/20.
Weingarten in der Niderbach, 1742, Beatus Nr. 1207.
Niederfeld
ehemaliges Ackerland.
Niederfeld oberm Weg, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 39, D, E/3.
Niederfeld unterm Weg, KNv.1877, Flur 15 u. Kv.1832, Flur IX. → Plan Nr. 37, D, E/3.
auff Niederfell, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Niederfell, ahn der Becheler Bach ahnfangendt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
up Nederfelt ind Schalckberch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
veldt up Nederfelt ind eyner hegen yn dem Gyren, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
einen Baumgarten auf Nyderfelt bynnen den Prinden, 1423, Kastor Nr. 1757.
ein Viertel Weingarten mit seinem Gefilde uff Nyderfeld, 1403, Kastor Nr. 1595.
Weingarten auf Nydervelt, 1395, Jungandreas u. Kastor Nr. 1518.
Weingarten und Acker im Neydirvelt, 1358, Jungandreas.
Niederhaukert
s. Haukert
Niederweg
Am Niederweg, KNv.1877, Flur 17 u. Kv.1832, Flur XII. → Plan Nr. 12, D, E/2.
Im Niederweg, 2. Weingartenlage mit 35.069 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Auf’m Niederweg, 4. Weingartenlage mit 3.190 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Niederweg, Jesuiten 1675.
den Niederweg hinab bis auf die Brück am Pfaffendorfer Graben, Horchheimer Grenzbegang 1604.
im Nyderwege, 1392, Jungandreas u. Kastor Nr. 1500.
Weingarten genannt in Niederwege, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Weingarten in Niderwege bei Krugelin, 1302 u. 1313, Kastor Nr. 323 u. 395.
Weingarten in floro Nyderwege, 1271, Jungandreas.
Oberdorf
Im Oberdorf, KNv.1877, Flur 21. → Plan Nr. 7, F/2.
Obergasse (heute Grafenstraße)
s. auch Graben
in Ovirkamirte bei der Ovirgasse (Gasse im Oberdorf), 1313, Jungandreas.
Weingarten in Overkamerte bei der Obergasse, 1302, Jungandreas, Kastor Nr. 323.
Oberhaukert
s. Haukert
Oberhove
Weingarten zu der Oberhoven (obere Hufe), 1388, Jungandreas.
Oberkamert
Im Cammerts genannt, 10. Weingartenlage mit 23.076 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Kammert, Jesuiten 1675.
in Ovirkamirte bei der Overgasse, 1313, Kastor Nr. 395.
in Ovirkamerte, 1313, Kastor Nr. 395.
Weingarten in Overkamerte bei der Quergasse, 1302, Kastor Nr. 323.
Weingarten in Overkamerte, 1302, Kastor Nr. 323.
Obersdingebitze
Weingarten in Obersdingebitzen, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Oylhuyss
… die arme Frau Jutte, die in dem Oylhuyßgin wohnt …
das Oylhuyß, 1376, Jungandreas u. Kastor Nr. 1316.
Pechlerberg
Pechlenberg, KNv.1877, Flur 15 u. Kv.1832, Flur IX. → Plan Nr. 35, E/3.
Im Pechlerberg, KNv.1877, Flur 18. → Plan Nr. 19, E/2, 3.
Pechlerberg, Kv.1832, Flur XII.
Bächler Berg, 20. Weingartenlage mit 6.184 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Pilsbachs Hylgenhuisgen
Weingarten bey Pilsbachs Hylgenhuisgen gelegen, 1549, Beatus Nr. 758.
Pfaffendorfer Graben
Am Pfaffendorfer Graben, KNv.1877, Flur 16. → Plan Nr. 13, D/2.
Pfaffendorfer Graben, Kv.1832, Flur XII. Horchheimer Grenzbegang 1604.
Im Pfaffen Graben, 1. Weingartenlage mit 9.756 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten uffm Pfaffendorfer Graben, 1616, Beatus Nr. 965.
Weingarten im Paffendorper graven, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Eigenweinberg am Pfaffendorfer Graben, 1419, Altenberg. Bd. 2 Nr. 63.
Pfaffendorfer Graben, 1403, Kastor Nr. 1595.
Der Pfaffendorfer Graben bildet die Grenze zwischen den Gemarkungen Horchheim und Pfaffendorf. Im Bereich der heutigen Emser Straße führte eine Brücke über diesen Graben, die von den beiden Gemeinden gemeinsam unterhalten wurde (siehe Horchheimer Grenzbegang von 1604).
Pfaffendorfer Wald
s. Gemarkung. Pfaffendorf
An dem Pfaffendorfer Wald, Kv.1832, Flur II.
Pfaffeneck
Pfaffeneck, KNv.1877, Flur 7 u. Kv.1832, Flur II u. V. → Plan Nr. 78, D/8.
Die Pfaffeneck, KNv.1877, Flur11. → Plan Nr. 69, D/6, 7.
Pfaffer Heck, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Pforte
Unterste oder auch Niederpforte, an der Rolsgasse bei Haus Mendelssohn.
unterste Pforte, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Pforte
oberste Pforte, an der oberen Grabenstraße (heute Grafenstraße).
Haus und Hofreit, gelegen bei der oversten gemeyne Porten, 1446, Beatus Nr. 435.
Postweg
Alter Postweg. Weg von Ehrenbreitstein durch das Mühlental, dem Wintersborner Bachtal, über das Breitele, entlang der Wüstung Höhrer Hof, dem Lahnberger Hof nach Fachbach und weiter nach Bad Ems. Dieser Weg war in römischer Zeit die kürzeste Verbindung vom Kastel Niederberg zum Kastel Ems – Wegzeit ca. 2 Stunden. An diesem Weg – auch Alter Emser Weg genannt – sind zwischen Arzheim und Fachbach Reste mehrerer römischer Siedlungsbauten nachgewiesen. In Fachbach gibt es heute noch eine Straße mit dem Namen „Alter Postweg“. Grenzbegang KP/HN 1818.
Preuspel
Auf dem Preuspel, KNv.1877, Flur 18, 19 u. 20. → Plan Nr. 23, E, F/2, 3.
Preuspel, Kv.1832, Flur X.
auf Preispel, Müffling 1816/20.
In der Preispel, 24. Weingartenlage mit 24.347 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720
Brauspell, Jesuiten 1675.
Weingarten im Breusbel, 1617, Altenberg. Bd. 2 S. 498.
Weingarten auf dem Breispel, 1557, Beatus Nr. 805.
in Bruspil, 1313, Jungandreas.
Weingarten in Bruspyl, 1302 u. 1313, Jungandreas, Kastor Nr. 323 u. 395.
Pueren Born
s. Born
Rädchen
Auf dem Rädchen, Kv. 1877, Flur 3, Kv.1832, Flur III. → Plan Nr. 100, D/11.
Ref
oberste Ref, Jesuiten 1675.
Rhein
Am Rhein, KNv.1877, Flur 22. → Plan Nr. 2, F/1.
ein Stück Weideland am Rhein, 1644, Altenberg. Bd. 2 S. 519.
Rheinhöll
Weingarten in der Rheinhöll, Gemarkung Horchheim, 1745, Beatus Nr. 1216.
Röder
Röder (unterhalb vom Breitele), Müffling 1816/20.
uff dem Roide, 1500, Altenberg Bd. 2 S. 248.
Roylsberg
Weingarten entgeen dem Roylsberch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Rolsgarten
… die kleine Rolsgarten– u. Stockwiese, 1580, Altenberg Bd. 2, S. 434.
Rotenberg
Rotenberg, KNv.1877, Flur 16 u. Kv.1832, Flur XII. → Plan Nr. 14, D/2.
Im Rotenberg, KNv.1877, Flur 16. → Plan Nr. 16, D/2.
Weingarten im Rotterberg, 1745, Beatus Nr. 1216.
Weingarten im Rotherberg, 1742, Beatus Nr. 1204.
Weingarten im Raderberg, 1750 u. 1752, Beatus Nr. 1224, 1230.
Im Rothenberg, 17. Weingartenlage mit 21. 850 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Roterm
Auf Roterm, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 15, D/2, 3.
Roterm, Kv.1832, Flur XII.
Auf der Roterm, Kv.1832, Flur XII.
Röderen, Jesuiten 1675.
Weingarten uff den Roderen, 1522, Beatus Nr. 678, 1392, Jungandreas.
Weingarten an dem Roideren, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
1 veldt up der Roderen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Weingarten up dem Roideren, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 279.
Weingarten an der Roderen, 1444, Beatus Nr. 426.
Weingarten auf den Roederen, 1423, Kastor Nr. 1757.
Weingarten uff den Roderen, 1392, Kastor Nr. 1489.
Weingarten auf den Roderen, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
2 Morgen großer Weingarten in den Rodern, 1362, Jungandreas u. Kastor Nr. 1072.
Weingarten an den Roderin, 1355, Gillissen KM 2000 S. 37.
Röthgen
am Röthgen, Horchheimer Grenzbegang 1604 (an der Grenze zur Gemarkung Fachbach).
Ruyde
Zins, den sie im Herbst uff dy Ruyde zu Horchheim zahlen sollen, 1374, Jungandreas.
Auf dem Horchheimer Berge, uff dem Roide, 1500, Altenberg Bd. 2 Nr. 287.
Ryrstmans Stück
Ryrstmans Stück, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Sand
Weingarten up dem Sande, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Sandgruft
Sand- oder Kiesgrube im Glocksberg, Kv.1832, Flur IX,
Sauberg
Ahm Sauberg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Schafstall
Am Schafstall, KNv.1877, Flur 6 u. 7 und Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 77, D, E/8, 9, 10.
Schaafstall, Müffling 1816/20.
Schalkberg
veldt up Schalkberch und
1 Wydenfeld up Schalkenberg, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Weingarten an dem Schalsberg, 1355, Gillissen KM 2000 S. 37.
Schellensleger
auf dem Horchheimer Berge, auf der Helden genannt uff dem Schellensleger, 1500, Altenberg. Bd. 2 Nr. 287.
Schemel
s. auch Gemarkung Niederlahnstein.
Weingarten am Schemmel, Gemarkung Horchheim, 1531, Beatus Nr. 695.
Weingarten in dem Schemel, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten in dem Schemil, 1372, Jungandreas u. Kastor Nr. 1259.
Weingarten in me Schemel über dem Schemelwech, 1353, Jungandreas, Kastor Nr. 925.
Schlag
Im Schlag, KNv.1877, Flur 3 u. Kv.1832, Flur I. → Plan Nr. 97, C, D/11, 12.
Wiese hinter dem Schlag, 1500, Altenberg, Bd. 2 S. 247.
von der Wiesen hinder dem Slaich (Schlag), um 1500, Altenberg Bd. 2 Nr. 287 u. S. 278/79
Schmidtenhöhe
D/7.
1889 baute der Horchheimer Cyrill Hillesheim einen landwirtschaftlichen Hof mit Gaststätte auf dem von ihm erworbenen Gelände des Arztes Julius Schmidt. Dr. Schmidt war zu dieser Zeit Eigentümer der Villa Markana und besaß die Jagd auf der Horchheimer Höhe, er war der Namensgeber für die „Schmidtenhöhe“. 1963 wurde der Schmidtenhöher Besitz der Familie Hillesheim von der Bundeswehr erworben, sämtliche Gebäude abgerissen und in das Gelände „Standortübungsplatz Schmidtenhöhe“ einbezogen. Dieser Name überlagert nun die auf der Horchheimer Höhe gelegenen alten Flurnamen.
Schmitz- und Grabengasse
Zwischen Schmitz und Grabengasse, KNv.1877, Flur 22. → Plan Nr. 3, F/1, 2.
Schonendail
Weingarten zu Schonendail, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Schorgen
Weingarten an dem Schorgen, 1457, Beatus Nr. 497.
Schwarzer Hilgenstock
(Heiligenstock)
Schwarzer Hilgenstock, Jesuiten 1675.
Bis etwa 1900 stand am Atz (siehe Atz) ein Bildstock, der in der Jesuitenzeichnung von 1675 sehr schön dargestellt ist und in älteren Urkunden von 1390, 1647, 1802 benannt wird, z. B. „Weingarten im Dritteneimer beim Schwarzen Hiligenstock“.
s. auch Hans Lehnet in 200 Jahre Ortsgeschichte Horchheim S. 167.
Siroter Reusch
Müffling 1816/20.
Sommerich
Auf Sommerich, KNv.1877, Flur 13. → Plan Nr. 56, E, F/4.
Sommerich, Kv.1832, Flur VII.
obig Sonneberg ahn der Sträuchen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Weingarten zu Sonnenberg, 1540, Beatus Nr. 728. 1398,
Weingarten gelegen uff Demneczerheyden, genannt am Sonnenberge, 1526, Beatus Nr. 687.
zo Sonnenberch, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten zum Sonnenberg, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Weingarten zu Sonnenberg, 1398, Jungandreas u. Kastor Nr. 1549.
Steinbach
Auf Steinbach, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 89, C/10, 11.
auff Steinebach, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
auff Steinbach ahn der ohnner, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Steymelen
Hecke auf Steymelen, 1550, Altenberg. Bd. 2 S. 400.
Weingarten zo Steymelen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 277.
Steinbachsgraben
Am Steinbachsgraben, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 88, C/10.
Steinbachsgraben, Kv.1832, Flur I.
Stein
In der Paffendorfer Gerechtigkeit ahn Stein auff die Zuder zu, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Steinborn
Weingarten zu Steynborn, 1457, Beatus Nr. 497.
Steinkaulen
Weingarten in der Steinkuylen, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weingarten yn der Steynkulen, 1453, Beatus Nr. 455.
Stockwiese
An der Stockwiese, KNv.1877, Flur 6 u. Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 82, D/9, 10.
In der Stockwiese, KNv.1877, Flur 6 u. 7 und Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 79, D, E/8, 9.
Stockwiese, Kv.1832, Flur II, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Stockwieß, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Stockwiese, 1580, Altenberg. Bd. 2 S. 434.
auf der Stockwiese und von dem Pfaffendorfer Walde bis zur
Stockwiese, 1500, Altenberg. Bd. 2 Nr. 287.
Streichs- und Schmitzgasse
Zwischen Streichs- und Schmitzgasse, Kv. 1877, Flur 22. → Plan Nr. 4, F/2.
Streichsgasse
In der Streichsgasse, KNv.1877, Flur 22. → Plan Nr. 5, F/2.
Strang
langs den Strang, Horchheimer Grenzbegang 1604, (an der Grenze zur Gemarkung Fachbach).
Strohgasse
(heute Heddesdorfstraße).
in der Stroegassen, 1497, Kastor Nr. 2346.
Tälerberg
Walddistrikt.
Im Thälerberg, KNv.1877, Flur 10 u. Kv.1832, Flur IV, Müffling 1816/20. → Plan Nr. 74, E, F, G/7, 8, 9.
Thälerberg, Grenze KP/HN 1831. Grenzbegang KP/HN 1818.
Timmetz
Auf Timmetz, KNv.1877, Flur 12 u. 13. → Plan Nr. 33, E, F/3, 4.
Timmetz, Kv.1832, Flur VII.
auf Diemerz, Müffling 1816/20.
Im Dumbitz dem Fuhrweg bis ahn den alten Weeg, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
In Dienneß genandt der Ahnfang ahn den Weingarten, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Damitzer, Jesuiten 1675.
Triesch
s. auch Driesch
Zu Triesch, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 38, C, D/3.
Zu Drisch, Kv.1832, Flur IX.
Unterdorf
Im Unterdorf, KNv.1877, Flur 19. → Plan Nr. 10, E, F/2.
Viehgasse
danach Römerstraße, seit 1937 Alte Heerstraße.
auf Viehegassen, Horchheimer Grenzbegang 1604.
uff der Vegassen zu Horchheim im Dorfe, 1403, Kastor Nr. 1595.
Hencze uff der Viegassen, 1389, 1385, Jungandreas u. Kastor Nr. 1433.
Viehweg
Am Viehweg, KNv.1877, Flur 13. → Plan Nr. 55, E/4.
Viehweeg, Jesuiten 1675.
Wegeverlauf wie Dornsbach.
Wachheck
Unter der Wachheck, KNv.1877, Flur 14. → Plan Nr. 48, D/4, 5.
Weidelbitze
Weingarten gen. in Weidelbiczen, 1389, Jungandreas u. Kastor Nr. 1464.
Weydewiczen, 1388, Kastor Nr. 1455.
Weitenborn
Quelle am Weiten- oder Weidenborn.
Beim Weitenborn, KNv.1877, Flur 20 u. 21. → Plan Nr. 25, F/2, 3.
Im Weitenborn, Kv.1832, Flur X.
Weidenborn, Grenze KP/HN 1831, Grenzbegang KP/HN 1818.
Weitenborn, NL Grenzbegang 1749.
Auf dem Wende Buren, 27. Weingartenlage mit 3.687 Wst., Grund- u. Extraktenbuch 1720.
up dem Born, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg, S. 282.
Weyrgen
ahm Weyrgen auffm Hübel, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Wiedauer Heide
Walddistrikt.
Wiedauer Heide, KNv.1877, Flur 10 u. Kv.1832, Flur V. → Plan Nr. 72, E, F/6, 7, 8.
auf der Wietauer Heide, Müffling 1816/20.
van dem groissen stück vur Hinders Wedauwe unter dem Gemeindewald, um 1500, Altenberg Nr. 287 u. S. 278/79.
Wiesgen
Ahn Wiesgen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Wingertsberg
Walddistrikt
Wingertsberg, KNv.1877, Flur11, Kv.1832, Flur V, Müffling 1816/20. → Plan Nr. 65, E, F/4, 5, 6.
Wintersborn
Quelle des Wintersborner Baches, Gemarkung Arzheim
Am Wintersborn, KNv.1877, Flur 5 u. Kv.1832, Flur I. → Plan Nr. 85, B, C/9, 10.
Wintersborn, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Wintersborn oder Artzheimer Born, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Wirgeswäldchen
Auf Wirgeswäldchen, KNv.1877, Flur 7. → Plan Nr. 70, D, E/7, 8.
Wirges Waltgen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Wierges Wältigen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
ahn Wirges Wäldtigen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Wirgeswäldgen, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Anm.: Der in der Katasterkarte von 1832, Flur II, angegebene Flurname „Auf Wingerswäldchen“ dürfte falsch sein.
Wittau
Wittau, KNv.1877, Flur 8, Kv.1832, Flur IV. → Plan Nr. 71, E/8.
Wolf
Großer Grenzstein auf der Gemarkungsgrenze Arzheim zu Horchheim beim Breitele, genannt „Wolf“, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Zinsreder
Zinsreder, Kv. 1877, Flur 5 u. Kv.1832, Flur I. → Plan Nr. 86, C, D/10.
An der Zinzreder, KNv.1877, Flur 6 u. Kv.1832, Flur II. → Plan Nr. 81, D/10.
Zinsrederweg.
Zuberborn
Zuberborn, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Oben ahm Zaberborn, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
ahn Zuber Born, Grund- u. Extraktenbuch 1720.

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Arzheim

Breitel
Unter Breitel, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 7, A, B/11, 12.
Lüzscheid
Lützscheid, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 6, A, B/10, 11.
Horchheimer Pfad
Stück Land am Horchheimer Pfade, 1483, Kastor Nr. 2249.
Mönningswiese
(Mönchswiese).
s. auch Gemarkung Horchheim, Münchsloch.
Auf der Mönnigswiese, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 1, C/9.
bei Monydenwyden, 1483, Kastor Nr. 2249.
Sanerswiese
An der Sanerswiese (Sanners- oder Sauerswiese), Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 4, B/9.
Steingarten
Auf dem Steingarten, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 5, A, B/9, 10.
Wintersborn
s. auch Gemarkung Horchheim
Wintersborn, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 3, B/9.
Am Wintersborn, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 2, B, C/9.

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Fachbach

Lahnberg
entlang dem Lahnberg, Horchheimer Grenzbegang 1604.
(„Lahnberg“ ist identisch mit der Lage „Mittelberg“).
Mittelberg
Mittelberg, Kv. 1872, Flur 9, Müffling 1816/20.

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Miellen

Bauernberg
Bauernberg, Kv. 1850, Flur 1, KP/HN 1831, Müffling 1816/20, NL Grenzbegang 1749.
Geierskopf
s. auch Gemarkung Horchheim
Geierskopf, Kv. 1850, Flur 1.

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Niederlahnstein

Altenberg
Weingärten, später Acker und Wiesengelände.
um dem Altenberg am Schemel, 1642,
Allenberg bis an Hünerpfad, 1650,
im Allenberg oder Fallenberg, 1649,
Aldenburg, 1649, 1596,
Aldenberg, 1610, 1555, 1546, 1536,
uff Aldenburge, 1498,
Aldenburg, 1437,
uff Aldenberch an dem pfade, 1430,
uff Aldenberg vor dem Walde, 1408,
uff Aldenberch, 1404, 1371.
alle bei Michel, S. 449.
Aspen
Weingärten.
zu den Aspen vor dem Wald, 1525.
stößt wider den Schemelweg, 1504.
zu den Aspen, 1504, 1511.
in Nassben, 1590, 1497.
alle bei Michel, S. 449.
Bach
in der Bach, Grenzbegang KP/HN 1818. 1725, 1719, 1654, 1650, 1649, Michel, S. 449.
Oberhalb Horchheim die Oberbach, NL Grenzbegang 1749.
Oberbach, Jesuiten 1675.
uff der Bach, Horchheim zu, 1562, Michel, S. 449.
an der Baich, 1437, Michel, S. 449.
Weingarten an der Ovirbach, 1372, Kastor Nr. 1259.
Verlauf vom Weitenborn in der Gemarkung Horchheim, entlang dem Bachweg, heute „Horchheimer Höll“ Straße in der Gemarkung Niederlahnstein (ca. 25 Meter von der Gemarkungsgrenze), den ehemaligen Wiesenpfad hinunter bis zum Rhein.
Berg
Auf’m Berg, Kv.1832, Flur17 u. 18. → Plan Nr. 4, G/3.
Buch
Wiesen.
Auf Buch, Kv.1832, Flur 6. → Plan Nr. 9, F, G/8, 9.
uff Buch genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Buch und Bucherwiesen, Grenze KP/HN 1831.
im Buch, Müffling 1816/20.
An den Buchröder, Grenzbegang KP/HN, 1818.
langs Buch, NL Grenzbegang 1749, Horchheimer Grenzbegang 1604.
daselbst Bucher Wiesen und Hecken, 1723.
1704 werden dort „Waldröder“ an die Bürger ausgeteilt, Michel, S. 450.
Acker uff Boich, stoest weder den gemeynen Walt, 1555, Michel, S. 450.
Buch
Wald.
Buch, KNv. 1873, Flur 25, Grenze KP/HN 1831.
Buchenwaldt, der alte Haw genannt. (in der Gemarkung Niederlahnstein), NL Grenzbegang 1749, Michel, S. 450 u. 452.
Buchenrestbaum
Buchenrestbaum, KNv. 1873, Flur 26, → Plan Nr. 8, G/7.
Grenze KP/HN 1831, Grenzbegang KP/HN 1818.
Eckwald
Der Eckwald war die Nordwestecke des Walddistriktes Laach, 1806, Michel, S. 451.
Eckwald, Grenze KP/HN 1831, NL Grenzbegang 1749.
aufm Schemel oder Eckwald, 1740, 1723, Michel, S. 451.
Acker aufm Eckwald, längs das Ufer bis zum Wald, 1725, Michel, S. 451.
Eldenberg
Wiese auff Ellenberg (= Altenberg?) bei dem Eckwald, 1651.
Weingarten uff Eldenberg, 1388, beide bei Michel, S. 451.
Fallgert
uff Falgert Feld, 1650, 1613, 1604, Michel, S. 452 und Horchheimer Grenzbegang 1604.
Heute heißt dieser Distrikt „Aufm Schaafstall“, in der Gemarkung Horchheim „Alter Schafstall“.
Galgen
beim Galgen in Loe, 1557, Michel, S. 455.
Höhr
Enklave der Gemarkung Niederlahnstein.
Auf Hehr, Kv.1832, Flur 19. → Plan Nr. 10, B, C/12.
Höhrer Gütern, Grenzbegang KP/HN 1818.
Höhr, Grenze KP/HN 1831.
auf der Herd, Müffling 1816/20.
Hehr, NL Grenzbegang 1749.
Aufm Höhr in Brückwies, 1723, Michel, S. 453.
aufm Hehr am Kahlen Born, 1723, Michel, S. 453.
Lahnsteiner Hoers, Horchheimer Grenzbegang 1604.
auf Haire, Horchheimer Grenzbegang 1604.
in Herde, 1527, Michel, S. 453.
Um 1688 ließ Kurfürst Joh. Hugo von Orsbeck den größten Teil des dortigen Waldes für die Garnison auf Ehrenbreitstein abholzen, wonach die Gemeinde den Kahlschlag in Äcker und Wiesen umwandelte. Die Winterweide daselbst wurde verpachtet, zuletzt 1787 an die Gemeinde Arenberg.
Hohe Stein
s. auch Gemarkung Horchheim.
Hohe Wald
der Hohe Wald ‒ auch „alte hohe Wald“ genannt, 1455, Michel, S. 453.
s. auch Buch.
Herrenheck
Herrenheck (bei Höhr), Müffling 1816/20.
Horchheimer Höll
In der Horchheimer Höll, Kv.1832, Flur 4. → Plan Nr. 3, G/2, 3.
Hell, Grenze KP/HN 1831.
Weingarten in der Horchheimer Hell, 1749, Beatus Nr. 1223.
Vorderhell, Mittelhell, oberste Hell, Unterhell, Jesuiten 1675.
in der Horchheimer Hell, 1810, 1650, 1649, 1562, Michel, S. 453.
an der Hongergassen und an der Helden, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg S. 279
Weingarten an der Helden, 1392, Kastor Nr. 1490.
Der Name „Höll“ kommt aus dem althochdeutschen und ist von Halda, Helda ‒ steiler Hang, Halde, an der Helden abgeleitet.
Lag
Lag, KNv. 1873, Flur 27. → Plan Nr. 5, G/4.
Laag, Grenzbegang KP/HN 1818.
im Lach, Grenze KP/HN 1831.
das Laach, Walddistrikt, 1788, Michel, S. 454.
Löch, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Lichten
Wald.
Lichten, KNv. 1873, Flur 27. Grenzbegang KP/HN 1818, → Plan Nr. 6, G/5.
Grenze KP/HN 1831. NL Grenzbegang 1749.
Auf dem Lichten, Walddistrikt (heute Lichterkopf), 1788, Michel, S. 455.
Licht, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Weingärten, später Äcker ‒ am Rhein beim Horchheimer Weg.
im Leher, 1755, Michel, S. 455.
in Lihe, 1723, Michel, S. 455.
in Lohe, 1650, Michel, S. 455.
in der Loe, 1650, Michel, S. 455.
Weingarten im Lö, 1587, Beatus Nr. 915.
beim Galgen in Loe, 1557, Michel, Seite. 455.
Feld im Loe, 1546, Beatus Nr. 749.
Landstück im Loe, 1531, Beatus Nr. 694.
1 Velde up der Loe, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg S. 279.
im Loe obendige deme Baltz, 1498, Michel, S. 455.
Weingarten im Loe, 1497, Kastor Nr. 2346.
In Loehen 1486, Michel, S. 455.
Baumgarten in Loe, 1456, Kastor Nr. 2060.
Weingarten in Loe, 1456, Kastor Nr. 2060.
Weingarten in Loe, 1598, 1497, 1480, 1379, 1373, 1350, → Michel, S. 455. 1373, 1379, Kastor Nr. 1277. und1357.
Weingarten in Lowe, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455.
Feld genannt in Lowe, 1386, Kastor Nr. 1436.
In der Loe unter dem Belze, 1359, 1354, 1412, → Altenberg Bd. 1 Nr. 821, Michel, S. 455.
Baumgarten in Loe, 1322, Kastor Nr. 1322.
im Loin, 1265, Michel, S. 455.
Weingarten in Lo, 1249, Kastor Nr. 92.
in der Loe, 1359, 1350, 1244, Altenberg. Bd. 1 Nr. 821, 762, 167.
Machert
Weingärten.
Im Machert, Kv.1832, Michel, S. 455.
im Macher, 1806, Michel, S. 455.
am Machertspfad, 1766, Michel, S. 455.
zu dem Macher oder an der Hongergasse, 1555, Michel, S. 455.
Weingarten im Macheren, 1382, 1373, Michel, S. 455, 1373, Kastor Nr. 1277.
im Maycher, 1458, 1364, Michel, S. 455.
im Macher, 1383, Michel, S. 455.
Weingarten in Machere, 1369, Kastor Nr. 1225.
Feld in Flur Maicher, 1350, Altenberg. Bd. 1 S. 602.
im Machere, 1348, Michel, S. 455.
Die Jahrzahlen 1382, 1364, 1348 nennt auch Jungandreas.
Mark
Mark, Kv.1832, Flur 14. → Plan Nr. 1, G/1, 2.
in der Gemark, Müffling 1816/20.
Mittelgesetz
Weingärten, später Äcker. → Plan Nr. 2, G/1, 2
Mittelgesetz, Kv.1832, Flur 14, Grenze KP/HN 1831, Jesuiten 1675.
Weingarten im Mittelgesetze, Mittelgesecze, 1587, 1508, 1453, 1441, → Beatus Nr. 915, 639, 456, 408.
im Mittelgesetz allernächst bei der Bach zu Horchheim“, 1504, 1441, 1385, 1379, 1364, Michel, S. 455.
zu Mittelgesetz an dem Beltze“, 1806, 1649, 1618, 1596, 1537, 1532, 1508, 1453, 1440, 1388, 1385, 1379, Michel, S. 455.
im Mittelgesetz an der Hungergasse, 1723, Michel, S. 455.
Weingarten im Obermittelgesetz, 1473, 1423, Michel, S. 455.
an dem Ouere Mittelgesetz, 1473, Michel, S. 455.
Weingarten in Mittelgesetcze, 1472, Kastor Nr. 2167.
Weingarten yn Mittelgesetze, 1456, Kastor Nr. 2060.
Weingarten in dem Mittelgesetz, 1428, Kastor Nr. 1836.
Weingarten in Mittelgesetze, 1388, Jungandreas, Kastor Nr. 1455.
Weingarten gen. Mittelgesecze, 1386, Kastor Nr. 1435 und1436.
Weingarten in dem Mittelgesetze, 1379, Kastor Nr. 1352.
Weingarten in Mittelgesecze, 1357, Altenberg. Bd. 1 Nr. 804.
Pohl
Pohl, Grenzbegang KP/HN 1818. NL Grenzbegang 1749.
auf der Pohl, 1804,
aufm Poll zum gemeinen Kirschbaum, 1725,
am Schemeler Weg, 1725,
Garten im Schlüssel an der Pohl, 1713,
Wiese uff dem Pull, 1650,
Weingarten uff dem Pfull, 1596, alle aus Michel, S. 457.
Rothlauber
Wald.
Rothlauber, NL Grenzbegang 1749.
Schaafstall
Auf’m Schaafstall, Kv.1832, Flur16. → Plan Nr. 7, G/6.
der Schaafstall genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Alten Schafstall, Grenzbegang KP/HN 1818.
Schaaffstall, Schaaffstaller Feld NL Grenzbegang 1749.
aufm Schaffstall, 1740, 1723, 1682, Michel, S. 458.
1685 wurde für die von der kurfürstlichen Hofkammer als Erben der Herren v. Helfenstein auf Arenberger und Horchheimer Gelände betriebene Schäferei auf Niederlahnsteiner Gelände ein 60 Schuh langer und 40 Schuh breiter Schafstall erbaut. 1741 durch Sturm zerstört. Vordem hieß dieser Distrikt „Fallgert Feld“, s. Fallgert.
Schemel
Schemel, Grenzbegang KP/HN 1818. Grenze KP/HN 1831.
Auf dem Schemel, Müffling 1816/20.
im Schemel zwischen den beider Schemeler Wegen, 1725, 1511, Michel, S. 458.
Wiese im Schemel, 1658, Michel, S. 458.
Feld im Schemell, 1656, Michel, S. 458.
im Schemel, 1651, Michel, S. 458.
stößt auf beide Schemelwege, 1511, Michel, S. 458.
uff dem Schemel uff der Mauren, 1509, Michel, S. 458:
uff und an dem Schemel, 1532, 1505, 1497, 1486, 1483, 1457, Michel, S. 458.
Weingarten uff dem Schemmel, 1497, Kastor Nr. 2346.
Weg an dem Schemell, 1472, Kastor Nr. 2167.
Weingarten in dem Schemel, 1457, Beatus Nr. 497.
Weingarten an dem Schemelweg, 1428, Kastor Nr. 1836.
der große und kleine Schiemel, 1387, Michel, S. 458.
Weingarten am Schemilwege, 1364, Michel, S. 458. Kastor Nr. 1106.
Weingarten am Schemilwege, 1364, Jungandreas.
ein Stück Land an dem Scheymel, 1355, Gillissen KM 2000 S. 37
Wiesenpfad
Weingarten am Wiesenpfad, 1723, Michel, S. 459.
Wiesenpfad, Grenze KP/HN 1831. NL Grenzbegang 1749.
Wiesenpatt, Jesuiten 1675.

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Pfaffendorf

Fendel
Auf der Fendel, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 5, C, D/4.
Frank und Himmelreich
Zwischen Frank und Himmelreich, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 11, D/7.
Haart
Auf der Haart, KNv.1877, Flur 6. → Plan Nr. 4, C/3, 4.
auf Hart, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Hamm
Im Hamm, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 12, D/7, 8.
auf Hamme, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Hausgalgen
Auf Hausgalgen, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 10, D/6, 7.
Auf dem Hausgalgen, KNv.1877, Flur 3. → Plan Nr. 9, D/6.
Am Haußgalgen zur Pfaffendorfer seithen, Grund- u. Extraktenbuch 1720.
Hausgalgen, Horchheimer Grenzbegang 1604.
Pfaffendorfer Wald
Pfaffendorfer Wald, KNv.1877, Flur 1, Müffling 1816/20. → Plan Nr. 14, C, D/8, 9.
Plendert
Im Plendert, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 1, C, D/2, 3.
Weingarten an dem Plenthere und dem wenyngen Plenthere, 1377, Jungandreas.
Weingarten im Plenter, 1358, Jungandreas.
Plonzert
Im Plonzert, KNv.1877, Flur 6. → Plan Nr. 3, C, D/3.
in dem Plonczarte, 1377, Jungandreas.
Weingarten in dem Plunczarte, 1363, Jungandreas, Kastor Nr. 1092.
vineam… iacentem apud villam Paffindorp que Plunzart, 1276, Jungandreas.
Pollstücker
Obere Pollstücker, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 13, D/7, 8.
Untergesetz
Untergesetz, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 2, C, D/3.
Weingarten an dem nyderen Gesetze, 1377, Jungandreas.
Weingarten in dem nyderen Gesetze, 1366, Jungandreas, Kastor Nr. 1151.
Weingarten im Nydergesetze, 1358, Jungandreas.
Wachheck
Auf’m Wachhecker Kopf, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 8, D/5.
Die Wachheck, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 7, C, D/5.
Unter der Wachheck, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 6, C, D/4, 5.

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Kartenübersicht der Flurnamen, 2 Blätter

folgt.

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Weinbergslagen der Gemarkung Horchheim nach dem Grund- und Extraktenbuch von 1719/20

Lage Nr.LagebezeichnungAnzahl der StöckeParzellen
1Im Pfaffen(dorfer) Graben9.75621
2Im Niederweg35.06975
3Auff’m Hübel8.41026
4Niederweg3.1909
5Auf’m Hübel, an dem Pat (Pfad) angefangen15.85341
5aIm buben Cammert, in der Rolßgaß angefangen11.75211
6In der Graben Gaß6.15111
7An der Kyres Gaß5.5918
8Unterm Zehend Graben10.38812
9In der Gro(a)ben Gaße4.37011
10Im Cammerth (Oberkamert 1302)23.07624
11In der ober Hauckert19.71851
12In der Anwent19.04345
13Im Burn Weg (Bornsweg)3.5317
14In oberen Hauckert17.50958
15Im Buren Weg (Bornsweg)6.4499
16Ahrweg36.59491
17Im Rothenberg21.85057
18Am Angel Berg7.01420
19In Bächlen6.75110
20Bächler Berg6.18411
21Im Nieder Hauckert35.26365
22Loh, an Glockgarten20.02548
23Im Eßelßfuß16.66630
24In der Preispel24.34759
25In der Kroft (Grube)14.43537
26Im Dritten Eimer9.80035
27Auf dem Wende Buren (Weidenborn)3.68711
  ___________________ 
  402.465893

Siehe hierzu Kartenübersicht der Weinbergslagen.

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Kartenübersicht der Weinbergslagen von Horchheim im Jahre 1719

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Älteste Flurnamen und Urkunden der Gemarkung Horchheim

1133Kloster Altenberg gegründet (siehe Dr. Prößler in Weinbau am Mittelrhein)
1191Urkunde darüber, daß ein gewisser GOTTSCHALK der Abtei Altenberg ein Darlehen von 300 Mark gegeben hat und als Dank dafür u. a. eine Rente von 4 Fudern besseren Weines aus dem Hofe zu Horchheim als Lehen erhalten habe. Das heißt, daß die Altenberger bereits größere Besitzungen in Horchheim gehabt haben müssen und es einen ausgedehnten Weinbau gab.
1210Dezember 17. Papst Innocenz III. bestätigt der Abtei Altenberg ihre Besitzungen, namentlich … die Weinberge in Lahnstein, die Höfe zu … Bacherach, Rhens und Horchheim.
1214März 7. Papst Innocenz III. bestätigt das Privileg, das Erzbischof Dietrich von Trier der Kirche zu Horchheim betreffs der Taufen und Leichenbegräbnisse verliehen hat. (zu 1191, 1210 und 1214 siehe Mosler, Altenberg)
1235duabus vineis in superiori Kamerthe
1247vinea sita in Heitbach
1271Dynginbizcene
1271Eylfferbizen
1271Weingarten in Floro Nyderwege
1271Weingarten in Floro Overhuckere
1294Weingarten in Munichstucke (Wingertstück des Mönch)
1302Ahrweg
1302in Gruven (Grube) – (heute älterer Teil des Friedhofes)
1302in Nydirwege bei Krugelin
1302Weingarten in Loyn
1302Weingarten in Overkamerte bei der Overgasse
1302Weingarten in Bruspyl
1302Weingarten in Overkamerte
1355uf dem Hübel (gibt es auch in Niederlahnstein)
1358Weingarten und Acker im Neydirvelt
1362in den Rodern
1372meygrebin deyl (Teil des Maigrafen)
1374Garten auf dem Graben in der Nederhaukeryn
1388an der Hart
1388in der Haukeren

angrenzende Flurnamen der Nachbargemarkungen

1244in der Loe (Niederlahnstein)
1276Weingarten im Plunzert (Pfaffendorf)
1372Weingarten an der Ovirbach (Niederlahnstein)
1387Weingarten in der Hungergasse

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Worterläuterungen

BeethAbgabe
Bitzeumzäumte Wiese, umfriedete Baumwiese
BornWasserquelle, Brunnen
BungertBongart, Baumgarten
CamartaWeinlaube, Weinlaubenspalier
EldingNach dem Rheinischen Wörterbuch bezeichnet der Eldi(n)g, Ellich, Elg einen Hohlweg, der von der Talsohle auf die Hochebene führt bzw. einen schmalen Fußweg, meist durch Weinberge, der dem Fahrweg gegenüber abkürzt
GebückWaldstreifen, Grenzhang
Hartallgemein verbreiteter Distriktname für Berg, Wald, Trift, Weide, bewaldeter Hang
HöllName kommt nicht von der Hölle sondern althochdeutsch von Halda, helda = steiler Hang, Halde, an der Helden
HübelHügel, kleine Geländeerhöhung
Lachbaum= Grenzbaum mit Lachen = mit Grenzzeichen versehener Baum
LohGebüsch, Wald
Lohepflanzlicher Gerbstoff (Gerberlohe), zerbröckelt oder zermalene
 Rinde (besonders von Eichen)
MalGrenzstein, Grenzzeichen
manwercMannwerk, Maß für Weinberge, etwa 1 Morgen
Reisris, Gebüsch
RechBöschung
Röderroden, Waldröder, rod
SchellenbergWeideland
StrutStruot, Buschwald, Sumpfwald
Unnerundern Mittag
Gemarkung1. im allgemeinen Sprachgebrauch Feld, Wald, Flur
 2. Katasterbezirk, der eine zusammenhängende Gruppe von Flurstücken (Parzellen) umfaßt, er wird im allgemeinen zur Numerierung der Flurstücke in Fluren unterteilt. Eine oder mehrere Gemarkungen decken sich mit dem Gebiet einer Gemeinde.
Flur1. im allgemeinen Sprachgebrauch die außerhalb einer Ortschaft liegende Landfläche.
 2. Numerierungsbezirk für eine Gruppe von Flurstücken innerhalb einer Gemarkung.
Regesten= sachinhaltliche Urkundenauszüge mit Angabe der Datierung und des Ortes

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Horchheim und seine Grenzen

Der Beitrag von Alois Honsdorf, erschienen 1993 im Horchheimer Kirmes-Magazin, behandelt die historischen Grenzen der Gemarkung Horchheim und deren Entwicklung im regionalen Zusammenhang. Auf Grundlage von Grenzbeschreibungen, Katasterunterlagen und Karten wird der Verlauf der Horchheimer Gemarkung sowie ihre Veränderungen im Bereich von Rhein und Lahn nachvollziehbar dargestellt.
Während die Flurnamensammlung einzelne Lagebezeichnungen dokumentiert, richtet sich der Blick hier auf die übergeordneten räumlichen Strukturen und ihre historische Entwicklung. Der Beitrag ergänzt die Flurnamenarbeit damit um eine eigenständige siedlungs- und grenzgeschichtliche Perspektive.

Horchheimer Flurnamen

Der Beitrag von Dr. Dietmar Flach, Vorstandsmitglied der Heimatfreunde Horchheim, erschien 2003 in der Horchheimer Kirmeszeitung anlässlich der Veröffentlichung der Flurnamensammlung von Alois Honsdorf. Er stellt das damals neu erschienene Werk vor und hebt dessen Bedeutung für die Erforschung der Horchheimer Ortsgeschichte hervor.

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Digitale Kartenangebote des Landes Rheinland-Pfalz

Für historisch Interessierte bietet das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz ein umfangreiches, frei zugängliches Angebot aktueller und historischer Kartenwerke. Diese ermöglichen einen anschaulichen Zugang zur Landschafts- und Landesentwicklung.

Zentrale Grundlage ist die Digitale Topografische Karte 1:5000 (DTK5), das maßstabsstärkste amtliche topografische Kartenwerk. Sie zeigt die Erdoberfläche sehr detailreich und kombiniert Siedlungen, Verkehrsnetze, Gewässer, Vegetation, Geländeformen sowie administrative Grenzen in einer Darstellung. Damit bildet sie ein wichtiges Bindeglied zwischen der Liegenschaftskarte und den kleinmaßstäbigen topografischen Karten. Sie eignet sich besonders für eine sehr genaue räumliche Orientierung und Analyse.

Über das frei zugängliche Portal maps.rlp.de stehen zudem zahlreiche weitere Geobasisdaten zur Verfügung, darunter aktuelle Luftbilder, topografische Karten und Katasterinformationen. Der Viewer bietet vielfältige Funktionen wie Messwerkzeuge, Koordinatenabfragen, Routing sowie Druck- und Zeichenfunktionen und ist damit sowohl für private als auch für fachliche Anwendungen geeignet.

Für die historische Betrachtung sind besonders die im Open-Data-Angebot bereitgestellten historischen Kartenwerke interessant. Dazu zählen die preußischen Uraufnahmeblätter (1843–1878) im Maßstab 1:25.000 sowie weitere historische topografische Kartenreihen, die die Landschaft in früheren Zuständen dokumentieren. Auch die Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von Müffling (1803–1820) gehört zu diesen wertvollen Zeitzeugnissen. Sie ermöglichen es, Landschaftsveränderungen über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen.

Zeitreise durch die Kartenwerke

Einen besonders anschaulichen Einstieg in die Welt historischer Karten bietet der Viewer „Landschaft im Wandel“ des Landesamtes für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz. Er ermöglicht den direkten Vergleich historischer Karten im Maßstab 1:25.000 mit älteren Ausgaben der Topographischen Karte (TK 25) sowie mit heutigen Karten und Luftbildern.

Der Viewer ist unter folgendem Link zu finden: https://lvermgeo.rlp.de/geodaten-geoshop/viewer

So wird die Entwicklung der Landschaft über verschiedene Zeitstufen hinweg unmittelbar sichtbar und lässt sich wie auf einer „Zeitreise“ nachvollziehen. Die Broschüre „Eine Reise in die Vergangenheit mit historischen Karten“ bietet ergänzend dazu eine verständliche Einführung in die Nutzung dieses Angebots und vermittelt zugleich den kulturhistorischen Wert der historischen Kartenwerke.

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