Horchheimer Flurnamen
zusammengestellt von Alois Honsdorf
Herausgeber
Heimatfreunde Horchheim e. V.
Koblenz-Horchheim 2003

Inhaltsverzeichnis
Flurnamen – Allgemeines, Hinweise und Erläuterungen
Numerisches Suchverzeichnis der Flurnamen
Kartenübersicht der Flurnamen, 2 Blätter
Weinbergslagen der Gemarkung Horchheim nach dem Grund- und Extraktenbuch von 1719/20
Kartenübersicht der Weinbergslagen von Horchheim im Jahre 1719
Einleitung zur digitalen Arbeitsfassung „Horchheimer Flurnamen” von Alois Honsdorf
Die vorliegende Veröffentlichung basiert auf den originalen Word-Dateien von Alois Honsdorf, die im CD-Archiv des ehemaligen Vorsitzenden Jochen Hof überliefert sind. Es handelt sich um die Ausgangsdaten der im Jahr 2003 erschienenen Druckfassung, die für den Satz auf rund 65 DIN-A4-Seiten in lexikonartiger Form eingerichtet waren.
Im Zuge der digitalen Aufbereitung wurde diese seitengebundene Struktur aufgelöst und der Text mithilfe einheitlicher Formatvorlagen neu gegliedert. Das Ziel ist eine digitale Editionsform, in der die Inhalte unabhängig von festen Seitenfolgen erschlossen werden können. Flurnamen, Belegstellen und Quellenangaben sind dadurch gezielt durchsuchbar und in ihrem Zusammenhang auswertbar.
Die vorliegende Fassung stellt eine editorische Arbeitsstufe dar. Sie schafft die Grundlage für eine weiterführende digitale Veröffentlichung, in die perspektivisch auch das zugehörige Kartenwerk sowie zusätzliche Verknüpfungen und Erschließungsfunktionen integriert werden sollen.
Alois Honsdorf, langjähriges Vorstandsmitglied der Heimatfreunde Horchheim, hat mit großer Sorgfalt und auf breiter Quellenbasis ein grundlegendes Werk zur Horchheimer Ortsgeschichte erarbeitet. Für diese Leistung und die damit verbundene Sicherung historischer Überlieferung gilt ihm unser besonderer und herzlicher Dank.
Koblenz-Horchheim, im April 2026
Heimatfreunde Horchheim e.V.
Flurnamen – Allgemeines, Hinweise und Erläuterungen
Flurnamen sind die Namen von Bergen, Tälern, Wäldern, Äckern, Wiesen, Gärten, Weinbergslagen, Wegen und Stegen. Sie sind teilweise über Jahrhunderte von unseren Vorfahren festgehalten und von Generation zu Generation in unsere Zeit weitergegeben worden. Dem Historiker geben sie Auskünfte über die früheste Siedlungsgeschichte unserer Region und verdienen von daher schon größte Beachtung. Da das Alter der Flurnamen oft älter ist als ihre schriftliche Überlieferung, bieten sie dem Sprachforscher (Linguist) wichtiges Material für vergleichende Untersuchungen. Außerdem sind sie von großem Interesse für die Arbeit des Archäologen, sowie des Heimatforschers für das Verständnis und die Deutung seiner Ortsgeschichte.
Flurnamen-Forschung und Flurnamen-Sammlung ist eine interdisziplinäre Arbeit, wobei die Forschung Sache der Linguisten, Historiker und Archäologen ist. Sie besitzen die Kompetenz, Herkunft und Bedeutung der Flurnamen zu interpretieren und über die Gemeinde hinaus in eine größere Region einzuordnen.
Warnen möchte ich gleich zu Beginn vor den „selbsternannten Flurnamenforschern“, die mal kurz „aus der Hüfte heraus“ den „Keitenberg“ zu einem „Keltenberg“ umbenennen. Vorsicht!
Ausgang und Grundlage für die Flurnamenforschung ist die Flurnamen-Sammlung. Diese habe ich im Folgenden für die Gemarkung Horchheim (Koblenz-Horchheim) erstellt, in der Hoffnung, daß sie der Forschung einmal dienlich sein kann.
Erstes Ziel einer gründlichen Arbeit muß sein, möglichst sämtliche Unterlagen aufzufinden und auszuwerten. Dabei gilt: Je älter die Urkunde, um so wahrscheinlicher kann von der Richtigkeit des Namens ausgegangen werden. Mehrfachnennungen und Zurückverfolgung der Flurnamen geben Aufschluß über eventuell entstandene Wort- Um- und -Verbildungen. Ebenso sind für die richtige Deutung eine genaue Kenntnis der Örtlichkeit und des Ortsdialektes notwendig.
Überliefert sind die Flurnamen zunächst insbesondere durch alte Urkunden, Pacht- und Kaufverträge, Grundstücksverzeichnisse (Urbare) der Besitzungen der Klöster und Stifte u.a.. Die Erfassung und Auswertung dieser in den verschiedenen Archiven (Altenberg, Düsseldorf, Köln, Koblenz, Wiesbaden u. a.) aufbewahrten Urkunden wäre eine Lebensaufgabe und für einen Laien nicht zu bewältigen. Für die Zusammenstellung der Horchheimer Flurnamen kam es mir daher sehr zugute, daß ich zurückgreifen konnte auf die veröffentlichten „Lebenswerke“ der Historiker: Wolfgang Jungandreas, Fritz Michel, Hans Mosler, Aloys Schmidt und Johannes Simmert.
Außerdem wurden die Grenzbegangsprotokolle von 1604, 1749, 1818 und 1831, sowie die Übersichtsskizze des Jesuitenbesitzes in Horchheim von 1675 ausgewertet.
Die aus diesen Unterlagen entnommenen Flurnamenangaben sagen jedoch nichts aus über die Grundstücksformen und die Lage der Grundstücke innerhalb des Flurdistriktes und der Gemarkung. Flurnamen, die nicht in unsere Zeit überlebt haben, sind daher nur schwer – wenn überhaupt – karten- oder lagemäßig zuzuordnen bzw. abzugrenzen.
Eine Erfassung (keine Vermessung) aller Acker-, Wiesen- und Weinbergsgrundstücke für die gesamte Gemarkung Horchheim erfolgte erstmals mit der Anlegung der Grund- und Extraktenbücher für das Erzstift Trier in den Jahren 1719/20.
Zweck war die Schaffung einer Grundlage für eine gerechte Verteilung und Erhebung der Grundsteuer. In diesen Grund- und Extraktenbüchern (nicht zu vergleichen mit den heutigen Grundbüchern und ihrer Bedeutung) finden wir erstmals alle zu dieser Zeit gebräuchlichen Flurnamen. Was fehlt, ist eine kartenmäßige Darstellung der Lage und Abgrenzungen der einzelnen Flurnamen-Distrikte.
Von den Franzosen begonnen und von den Preußen fortgeführt, wurden dann Grundsteuervermessungen (Parzellarvermessungen) für sämtliche Gemeinden in den Provinzen Rheinland und Westfalen in den Jahren 1822 bis 1834 durchgeführt und Grundsteuerkataster in Karten und Büchern angelegt, für Horchheim im Jahre 1832. In diesen Karten sind nun auch erstmals die Umgrenzungen der Flurnamen-Distrikte erkennbar.
Schließlich wurde die Grundsteuervermessung von 1832 ersetzt durch eine im Jahre 1877 für die gesamte Gemarkung Horchheim durchgeführte Grundsteuer- Neuvermessung. Diese Vermessung bildet bis heute die Grundlage für das Liegenschaftskataster der Gemarkung Horchheim.
Die von mir zur Flurnamenerfassung ausgewerteten Unterlagen sind in der Übersicht „Literatur- und Quellenangaben“ zusammengestellt.
Ausgang für die Erfassung der Flurnamen und ihre gebietsmäßige Abgrenzung (Gewannengrenzen) sind die Katasterkarten aus dem Jahre 1877. Die hierbei aufgenommenen Flurnamen werden bis in unsere Zeit als Lagebezeichnungen für die Parzellen (heute: Flurstücke) geführt und haben dadurch gewissermaßen amtlichen Charakter bekommen.
Die Flurnamen wurden – soweit dies möglich – den Flurnamen des Katasters zugeordnet, und zwar mit Angabe der urkundlichen Belege für jeden Namen in zeitlicher Anordnung – den jüngsten zuerst, den ältesten zuletzt. Dabei wurden alle Namen buchstabengetreu übernommen, und zwar aus der Erfahrung heraus, daß ein falscher oder geänderter Buchstabe einem Namen einen völlig anderen Sinn geben kann.
Als Beispiele siehe:
| Dritteneimer | Drittenheimer, Trittenheimer |
| Grabengasse | Grafengasse, |
| Weidenborn | Weitenborn, |
| Breiteloh | Breitele. |
Zur Schreibweise in alten Urkunden paßt allgemein ein Satz von Hans Mosler, „daß bei manchem Schreiber die einzige Regel für seine Schreibweise die Regellosigkeit ist“. (Aber es gab ja auch noch keinen Duden, was einiges entschuldigt).
Zur Übernahme der Flurnamen in die ersten Grundsteuerkataster erscheint mir noch wichtig, auf folgendes hinzuweisen: Die Aufgabenstellung bei der Anlage der Grundsteuerkataster war, alle Gemeinden mit sämtlichen Parzellen vollständig zu vermessen, die entsprechenden Flurkarten zu zeichnen, die Flächengrößen aller Parzellen zu berechnen und die Katasterbücher anzulegen. Entsprechendes Fachpersonal zur Bewältigung dieser Arbeiten war kaum vorhanden und mußte auf die Schnelle durch Umschulungsmaßnahmen herangebildet und rekrutiert werden. So wurde z. B. mancher Lehrer zum Geometer oder mancher Maler zum Zeichner. Insgesamt war es eine Mammutaufgabe, deren Bewältigung in der kurzen Zeit heute noch vollen Respekt verdient.
Da kommt nun der Geometer oder Landvermesser X (wie man sie früher nannte) nach Horchheim, um hier die Katastervermessung durchzuführen. Ortsunkundig ist er natürlich auf die Auskünfte der ihm von der Gemeinde beigebenen besonders ortskundigen Horchheimer Bürger angewiesen, u. a. auch zur Benennung der Flurnamen und deren Abgrenzungen. Nun Hand auf’s Herz: wie würden Sie als Alt – Horchheimer den Flurnamen Preuspel dialektfrei benennen, als Preuspel, Preispel, Breusbel, Breisbel oder Bruspyl? Alles ist möglich!
Dieses Beispiel zeigt die Schwierigkeit der Aufnahme der Flurnamen in die Katasterunterlagen und erklärt auch die hier und da aufgefundenen Wort- Um- und -Verbildungen. Die Historie auch nur einzelner Flurnamen zu erfragen, war bei dem Umfang zur Erledigung der vorgenannten Arbeiten unmöglich und ist es heute noch.
Als Beispiel dafür, wie die Flurnamen-Bezeichnungen im Laufe der Zeit geändert (und auch verfälscht) wurden, gibt uns der Bereich von der Grenze Horchheim/Niederlahnstein bis zur heutigen Grafenstraße (früher oberste Grabenstraße und in Grafenstraße verballhornt) und der Emser Straße bis zum Rhein.
In älteren Urkunden wird er benannt:
| 1235 | duabus vineis in superiori KAMERTHE. |
| 1302 | Weingarten in Oberkamerte bei der Obergasse. |
| 1719 | Weingarten im Cammerts. (Mit CAMARTA bezeichnet man laubenartig angelegte Weingärten, wie man sie z. B. heute noch in Südtirol findet). |
| 1832 | An der Grabenstraße. |
| 1877 | Am Bahnhof, dann Bahnhofstraße und seit |
| 1937 | Von-Eyß-Straße, in Folge der Eingliederung der Gemeinde Horchheim in die Stadt Koblenz. |
In einem Flurnamenverzeichnis sind alle gefundenen Flurnamen in alphabetischer Folge für die Gemarkung Horchheim und die an Horchheim angrenzenden Bereiche der Gemarkungen Arzheim, Fachbach, Miellen, Niederlahnstein und Pfaffendorf zusammengestellt. Die heute noch bestehenden Flurnamen sind durch fette Schrift hervorgehoben. Für sie sind Plan-Nummer und Plan-Quadrat angegebenen, die ein schnelles Auffinden in der Kartenübersicht ermöglichen. Umgekehrt findet man über das Numerische Suchverzeichnis Flurname und Planquadrat der Karte. Als Kartengrundlage diente eine Verkleinerung der Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK5).
Die in dem Grund- und Extraktenbuch von 1719/20 erfaßten Weinbergslagen sind in einer besonderen Liste mit Anzahl der Rebstöcke und Weinbergsparzellen zusammengestellt, und in einer besonderen Kartenübersicht der DGK5 in ihren Abgrenzungen dargestellt.
Koblenz-Horchheim, im Januar 2003.
Literatur- und Quellenangaben
Literatur- und Quellenangaben mit den hierzu verwendeten Abkürzungen
| Katasteramt Koblenz, Flurkarten der Kataster-Neuvermessung von 1877 der Gemarkungen Horchheim und Pfaffendorf. | KNv.1877 |
| Flurkarten der Katastervermessung (Grundsteuervermessung) von 1832 der Gemarkung Horchheim, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 730 Nr. 365. | Kv.1832 |
| Grenze des Königreich Preußen zum Herzogtum Nassau, Aussteinungsprotokoll von 1831, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 210/112 42. | Grenze KP/HN 1831 |
| Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und Müffling von 1803 – 1820. | Müffling 1816/20 |
| Grenzbegangsprotokoll zur Festlegung der Grenze zwischen dem Königreich Preußen zum Herzogtum Nassau von 1818, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 441 Nr. 11241. | Grenzbegang KP/HN 1818 |
| Protokoll über den Niederlahnsteiner Grenzbegang von 1749, Stadtarchiv Koblenz, Bestand 655, 10 Nr. 75. | NL Grenzbegang 1749 |
| Grund- und Extraktenbuch der Gemarkung Horchheim von 1719/20. Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1 C – 14843. | Grund- und Extraktenbuch 1720 |
| Übersichtsskizze und Urbar (Grundstücksverzeichnis) der Weinbergsgrundstücke der Jesuiten in der Gemarkung Horchheim von 1675, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 117 Nr. 448. | Jesuiten 1675 |
| Protokoll über den Grenzbegang der Horchheimer Gemarkungsgrenze von 1604, Stadtarchiv Koblenz, Bestand 655, 10 Nr. 75, Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1c Nr. 8093, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 112 – XIX a, 5. | Horchheimer Grenzbegang 1604 |
| Jungandreas, Wolfgang, Historisches Lexikon der Siedlungs- und Flurnamen des Mosellandes, Schriftenreihe zur Trierischen Landesgeschichte und Volkskunde, 1962, Druckerei und Verlag Jakob Lintz KG, Trier. (Belege bis 1500 und älter). | Jungandreas |
| Michel, Fritz, Geschichte der Stadt Niederlahnstein, unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1954 in Geschichte der Stadt Lahnstein von 1982. | Michel |
| Mosler, Hans, Urkundenbuch der Abtei Altenberg, 1. Band, 1138 – 1400, Bonn, Peter Hanstein Verlagsbuchhandlung, 1912, ebenso 2. Band, 1400 – 1803, Düsseldorf, Verlag E D Lintz KG, 1955. | Altenberg und Urbar der Abtei Altenberg |
| Schmidt, Aloys, Quellen zur Geschichte des St. Kastorstiftes in Koblenz, I. Band, Urkunden und Regesten (857 – 1400), Peter Hanstein Verlag GmbH, Bonn, 1953/54, ebenso II. Band, 1401 – 1500, Peter Hanstein Verlag GmbH, Köln-Bonn, 1974. | Kastor |
| Simmert, Johannes, Inventar des Archivs der Kartause St. Beatusberg vor Koblenz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, 1987. | Beatus |
| Flurnamen aus Aufsätzen von Dr. Dietmar Flach und Manfred Gillissen, in Horchheimer Kirmesmagazinen. | KM |
Numerisches Suchverzeichnis der Flurnamen
Gemarkung Horchheim
| Nr. | Flurname | Planquadrat |
| 1 | Am Bahnhof | F/1, 2 |
| 2 | Am Rhein | F/1 |
| 3 | Zwischen Schmitz- und Grabengasse | F/1, 2 |
| 4 | Zwischen Streichs- und Schmitzgasse | F/2 |
| 5 | In der Streichsgasse | F/2 |
| 6 | An der Kirchgasse | F/2 |
| 7 | Im Oberdorf | F/2 |
| 8 | Auf dem Graben | F/2 |
| 9 | Im Dorf | E, F/2 |
| 10 | Im Unterdorf | E, F/2 |
| 11 | Mendelssohnpark | E/2 |
| 12 | Am Niederweg | D, E/2 |
| 13 | Pfaffendorfer Graben | D/2 |
| 14 | Rotenberg | D/2 |
| 15 | Auf Roterm | D/2, 3 |
| 16 | Im Rotenberg | D/2 |
| 17 | Am Ahrweg | D, E/2 |
| 18 | Im Angelberg | D, E/2, 3 |
| 18 | Angelberg | D, E/2, 3 |
| 19 | Im Pechlerberg | E/2, 3 |
| 20 | Im Haukert | E, F/2 |
| 21 | Die Luh | E/2, 3 |
| 22 | Auf der Luh | E/2, 3 |
| 23 | Auf dem Preuspel | E, F/2, 3 |
| 24 | Im Oberhaukert | F/2 |
| 25 | Beim Weitenborn | F/2, 3 |
| 26 | Auf der Anwelt | F/2 |
| 27 | In der Grube | F/2, 3 |
| 28 | Dritteneimer | F/2, 3 |
| 29 | Im Bungertsfelde | F/2, 3 |
| 30 | Am Bungertspfade | F/3 |
| 31 | Am Bungertswege | F/3, 4 |
| 32 | Am alten Weg | F/3, 4 |
| 33 | Auf Timmetz | E, F/3, 4 |
| 34 | Am Klocksberg | E/3 |
| 35 | Pechlenberg | E/3 |
| 36 | Der Angelberg | E/3 |
| 37 | Niederfeld unterm Weg | D, E/3 |
| 38 | Zu Triesch | C, D/3 |
| 39 | Niederfeld oberm Weg | D, E/3 |
| 40 | In der Heubach | D, E/3 |
| 41 | Auf Heubach | E/3, 4 |
| 42 | Auf der Hart | D, E/3, 4 |
| 43 | Am Mehlersberg | D/3, 4 |
| 44 | Altenbergerkopf | C, D/3, 4 |
| 45 | Auf dem hinter Aarfeld | C, D/3, 4 |
| 46 | Auf dem Aarfelderkopf | D/4 |
| 47 | Vorder Aarfeld | D/4, 5 |
| 48 | Unter der Wachheck | D/4, 5 |
| 49 | Am Arzheimer Weg | D/5 |
| 50 | Auf der Hohl | D, E/4, 5 |
| 51 | In der Bauerswiese | D, E/4 |
| 52 | Auf der Bauerswiese | E/4 |
| 53 | Oben im Keitenberg | E/4, 5 |
| 54 | Im Keitenberg | E/3, 4 |
| 55 | Am Viehweg | E/4 |
| 56 | Auf Sommerich | E, F/4 |
| 57 | In der Dell | F/4 |
| 58 | Lehmkaul | F/4 |
| 59 | Junkerstücker | F/4 |
| 60 | Junge Wald | F/4, 5 |
| 61 | Liedchesberg | F, G/5, 6 |
| 62 | Dornschlenk | E, F/5, 6, 7 |
| 63 | Dornswiese | E, F/5, 6 |
| 64 | Dornsfeld | F/5 |
| 65 | Wingertsberg | E, F/4, 5, 6 |
| 66 | Gebrannteberg | D, E/4, 5, 6 |
| 67 | Gefechte | D, E/6, 7 |
| 68 | Francisfeld | D/6 |
| 69 | Die Pfaffeneck | D/6, 7 |
| 70 | Auf Wirgeswäldchen | D, E/7, 8 |
| 71 | Wittau | E/8 |
| 72 | Wiedauer Heide | E, F/6. 7, 8 |
| 73 | Alte Schaafstall | F, G/6, 7 |
| 74 | Im Thälerberg | E, F, G/7, 8, 9 |
| 75 | Alte Hau | E, F, G/8, 9, 10 |
| 76 | In der Eschheck | E/8, 9, 10 |
| 77 | Am Schafstall | D, E/8, 9, 10 |
| 78 | Pfaffeneck | D/8 |
| 79 | In der Stockwiese | D, E/8, 9 |
| 80 | Am Innerchen | D/9, 10 |
| 81 | An der Zinzreder | D/10 |
| 82 | An der Stockwiese | D/9, 10 |
| 83 | In der langen Wiese | C, D/9 |
| 84 | Im Langeneck | C, D/9, 10 |
| 85 | Am Wintersborn | B, C/9, 10 |
| 86 | Zinzreder | C, D/10 |
| 87 | Im Grasünder | C, D/10, 11 |
| 88 | Am Steinbachsgraben | C/10 |
| 89 | Auf Steinbach | C/10, 11 |
| 90 | An Breitele | C/10, 11 |
| 91 | Breitele | B, C/10, 11, 12 |
| 92 | Auf Breitele | A, B/10, 11 |
| 93 | Beim Großhennrich, Höhrer Hof | B/11, 12 |
| 94 | Kieselborn | B, C/11, 12 |
| 95 | Beim Kieselborn | C/11, 12 |
| 96 | Beim Kaltenborn | C, D/11, 12 |
| 97 | Im Schlag | C, D/11, 12 |
| 98 | Am Klockswäldchen | D/11 |
| 99 | In der Grasende | D/11 |
| 100 | Auf dem Rädchen | D/11 |
| 101 | Am Immansköpfchen | D, E/11 |
| 102 | Oben auf Escherfeld | D, E/10, 11 |
| 103 | Eschheck | D, E/10, 11 |
| 104 | Tongruben auf Escherfeld | D, E/10 |
| 105 | Unten auf Escherfeld | E/10 |
| 106 | An der Bertelsbach | E/10 |
| 107 | In der Bertelsbach | E/10, 11 |
| 108 | Geierskopf | E, F/10, 11 |
| 109 | Am Geierskopf | E, F/10, 11 |
Gemarkung Arzheim
| 1 | Auf der Mönnigswiese | C/9 |
| 2 | Am Wintersborn | B, C/9 |
| 3 | Wintersborn | B/9 |
| 4 | An der Sanerswiese | B/9 |
| 5 | Auf dem Steingarten | A, B/9, 10 |
| 6 | Lützscheid | A, B/10, 11 |
| 7 | Unter Breitel | A, B/11, 12 |
Gemarkung Pfaffendorf
| 1 | Im Plendert | C, D/2, 3 |
| 2 | Untergesetz | C, D/3 |
| 3 | Im Plonzert | C, D/3 |
| 4 | Auf der Haart | C/3, 4 |
| 5 | Auf der Fendel | C, D/4 |
| 6 | Unter der Wachheck | C, D/4, 5 |
| 7 | Die Wachheck | C, D/5 |
| 8 | Auf’m Wachhecker Kopf | D/5 |
| 9 | Auf dem Hausgalgen | D/6 |
| 10 | Auf Hausgalgen | D/6, 7 |
| 11 | Zwischen Frank und Himmelreich | D/7 |
| 12 | Im Hamm | D/7, 8 |
| 13 | Obere Pollstücker | D/7, 8 |
| 14 | Pfaffendorfer Wald | C, D/8, 9 |
Gemarkung Niederlahnstein
| 1 | Mark | G/1, 2 |
| 2 | Mittelgesetz | G/2 |
| 3 | Horchheimer Höll | G/2, 3 |
| 4 | Berg | G/3 |
| 5 | Lag | G/4 |
| 6 | Lichten | G/5 |
| 7 | Schaafstall | G/6 |
| 8 | Buchenrestbaum | G/7 |
| 9 | Buch | F, G/8, 9 |
| 10 | Höhr | B, C/12 |
Flurnamen der Gemarkung
Horchheim
Arzheim
| Breitel |
| Unter Breitel, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 7, A, B/11, 12. |
| Lüzscheid |
| Lützscheid, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 6, A, B/10, 11. |
| Horchheimer Pfad |
| Stück Land am Horchheimer Pfade, 1483, Kastor Nr. 2249. |
| Mönningswiese |
| (Mönchswiese). s. auch Gemarkung Horchheim, Münchsloch. Auf der Mönnigswiese, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 1, C/9. |
| bei Monydenwyden, 1483, Kastor Nr. 2249. |
| Sanerswiese |
| An der Sanerswiese (Sanners- oder Sauerswiese), Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 4, B/9. |
| Steingarten |
| Auf dem Steingarten, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 5, A, B/9, 10. |
| Wintersborn |
| s. auch Gemarkung Horchheim Wintersborn, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 3, B/9. Am Wintersborn, Kv. 1830, Flur 1. → Plan Nr. 2, B, C/9. |
Fachbach
| Lahnberg |
| entlang dem Lahnberg, Horchheimer Grenzbegang 1604. („Lahnberg“ ist identisch mit der Lage „Mittelberg“). |
| Mittelberg |
| Mittelberg, Kv. 1872, Flur 9, Müffling 1816/20. |
Miellen
| Bauernberg |
| Bauernberg, Kv. 1850, Flur 1, KP/HN 1831, Müffling 1816/20, NL Grenzbegang 1749. |
| Geierskopf |
| s. auch Gemarkung Horchheim Geierskopf, Kv. 1850, Flur 1. |
Niederlahnstein
| Altenberg |
| Weingärten, später Acker und Wiesengelände. um dem Altenberg am Schemel, 1642, Allenberg bis an Hünerpfad, 1650, im Allenberg oder Fallenberg, 1649, Aldenburg, 1649, 1596, Aldenberg, 1610, 1555, 1546, 1536, uff Aldenburge, 1498, Aldenburg, 1437, uff Aldenberch an dem pfade, 1430, uff Aldenberg vor dem Walde, 1408, uff Aldenberch, 1404, 1371. alle bei Michel, S. 449. |
| Aspen |
| Weingärten. zu den Aspen vor dem Wald, 1525. stößt wider den Schemelweg, 1504. zu den Aspen, 1504, 1511. in Nassben, 1590, 1497. alle bei Michel, S. 449. |
| Bach |
| in der Bach, Grenzbegang KP/HN 1818. 1725, 1719, 1654, 1650, 1649, Michel, S. 449. Oberhalb Horchheim die Oberbach, NL Grenzbegang 1749. Oberbach, Jesuiten 1675. uff der Bach, Horchheim zu, 1562, Michel, S. 449. an der Baich, 1437, Michel, S. 449. Weingarten an der Ovirbach, 1372, Kastor Nr. 1259. Verlauf vom Weitenborn in der Gemarkung Horchheim, entlang dem Bachweg, heute „Horchheimer Höll“ Straße in der Gemarkung Niederlahnstein (ca. 25 Meter von der Gemarkungsgrenze), den ehemaligen Wiesenpfad hinunter bis zum Rhein. |
| Berg |
| Auf’m Berg, Kv.1832, Flur17 u. 18. → Plan Nr. 4, G/3. |
| Buch |
| Wiesen. Auf Buch, Kv.1832, Flur 6. → Plan Nr. 9, F, G/8, 9. uff Buch genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720. Buch und Bucherwiesen, Grenze KP/HN 1831. im Buch, Müffling 1816/20. An den Buchröder, Grenzbegang KP/HN, 1818. langs Buch, NL Grenzbegang 1749, Horchheimer Grenzbegang 1604. daselbst Bucher Wiesen und Hecken, 1723. 1704 werden dort „Waldröder“ an die Bürger ausgeteilt, Michel, S. 450. Acker uff Boich, stoest weder den gemeynen Walt, 1555, Michel, S. 450. |
| Buch |
| Wald. Buch, KNv. 1873, Flur 25, Grenze KP/HN 1831. Buchenwaldt, der alte Haw genannt. (in der Gemarkung Niederlahnstein), NL Grenzbegang 1749, Michel, S. 450 u. 452. |
| Buchenrestbaum |
| Buchenrestbaum, KNv. 1873, Flur 26, → Plan Nr. 8, G/7. Grenze KP/HN 1831, Grenzbegang KP/HN 1818. |
| Eckwald |
| Der Eckwald war die Nordwestecke des Walddistriktes Laach, 1806, Michel, S. 451. Eckwald, Grenze KP/HN 1831, NL Grenzbegang 1749. aufm Schemel oder Eckwald, 1740, 1723, Michel, S. 451. Acker aufm Eckwald, längs das Ufer bis zum Wald, 1725, Michel, S. 451. |
| Eldenberg |
| Wiese auff Ellenberg (= Altenberg?) bei dem Eckwald, 1651. Weingarten uff Eldenberg, 1388, beide bei Michel, S. 451. |
| Fallgert |
| uff Falgert Feld, 1650, 1613, 1604, Michel, S. 452 und Horchheimer Grenzbegang 1604. Heute heißt dieser Distrikt „Aufm Schaafstall“, in der Gemarkung Horchheim „Alter Schafstall“. |
| Galgen |
| beim Galgen in Loe, 1557, Michel, S. 455. |
| Höhr |
| Enklave der Gemarkung Niederlahnstein. Auf Hehr, Kv.1832, Flur 19. → Plan Nr. 10, B, C/12. Höhrer Gütern, Grenzbegang KP/HN 1818. Höhr, Grenze KP/HN 1831. auf der Herd, Müffling 1816/20. Hehr, NL Grenzbegang 1749. Aufm Höhr in Brückwies, 1723, Michel, S. 453. aufm Hehr am Kahlen Born, 1723, Michel, S. 453. Lahnsteiner Hoers, Horchheimer Grenzbegang 1604. auf Haire, Horchheimer Grenzbegang 1604. in Herde, 1527, Michel, S. 453. Um 1688 ließ Kurfürst Joh. Hugo von Orsbeck den größten Teil des dortigen Waldes für die Garnison auf Ehrenbreitstein abholzen, wonach die Gemeinde den Kahlschlag in Äcker und Wiesen umwandelte. Die Winterweide daselbst wurde verpachtet, zuletzt 1787 an die Gemeinde Arenberg. |
| Hohe Stein |
| s. auch Gemarkung Horchheim. |
| Hohe Wald |
| der Hohe Wald ‒ auch „alte hohe Wald“ genannt, 1455, Michel, S. 453. s. auch Buch. |
| Herrenheck |
| Herrenheck (bei Höhr), Müffling 1816/20. |
| Horchheimer Höll |
| In der Horchheimer Höll, Kv.1832, Flur 4. → Plan Nr. 3, G/2, 3. Hell, Grenze KP/HN 1831. Weingarten in der Horchheimer Hell, 1749, Beatus Nr. 1223. Vorderhell, Mittelhell, oberste Hell, Unterhell, Jesuiten 1675. in der Horchheimer Hell, 1810, 1650, 1649, 1562, Michel, S. 453. an der Hongergassen und an der Helden, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg S. 279 Weingarten an der Helden, 1392, Kastor Nr. 1490. Der Name „Höll“ kommt aus dem althochdeutschen und ist von Halda, Helda ‒ steiler Hang, Halde, an der Helden abgeleitet. |
| Lag |
| Lag, KNv. 1873, Flur 27. → Plan Nr. 5, G/4. Laag, Grenzbegang KP/HN 1818. im Lach, Grenze KP/HN 1831. das Laach, Walddistrikt, 1788, Michel, S. 454. Löch, Horchheimer Grenzbegang 1604. |
| Lichten |
| Wald. Lichten, KNv. 1873, Flur 27. Grenzbegang KP/HN 1818, → Plan Nr. 6, G/5. Grenze KP/HN 1831. NL Grenzbegang 1749. Auf dem Lichten, Walddistrikt (heute Lichterkopf), 1788, Michel, S. 455. Licht, Horchheimer Grenzbegang 1604. |
| Lö |
| Weingärten, später Äcker ‒ am Rhein beim Horchheimer Weg. im Leher, 1755, Michel, S. 455. in Lihe, 1723, Michel, S. 455. in Lohe, 1650, Michel, S. 455. in der Loe, 1650, Michel, S. 455. Weingarten im Lö, 1587, Beatus Nr. 915. beim Galgen in Loe, 1557, Michel, Seite. 455. Feld im Loe, 1546, Beatus Nr. 749. Landstück im Loe, 1531, Beatus Nr. 694. 1 Velde up der Loe, um 1500, Urbar der Abtei Altenberg S. 279. im Loe obendige deme Baltz, 1498, Michel, S. 455. Weingarten im Loe, 1497, Kastor Nr. 2346. In Loehen 1486, Michel, S. 455. Baumgarten in Loe, 1456, Kastor Nr. 2060. Weingarten in Loe, 1456, Kastor Nr. 2060. Weingarten in Loe, 1598, 1497, 1480, 1379, 1373, 1350, → Michel, S. 455. 1373, 1379, Kastor Nr. 1277. und1357. Weingarten in Lowe, 1388, Jungandreas u. Kastor Nr. 1455. Feld genannt in Lowe, 1386, Kastor Nr. 1436. In der Loe unter dem Belze, 1359, 1354, 1412, → Altenberg Bd. 1 Nr. 821, Michel, S. 455. Baumgarten in Loe, 1322, Kastor Nr. 1322. im Loin, 1265, Michel, S. 455. Weingarten in Lo, 1249, Kastor Nr. 92. in der Loe, 1359, 1350, 1244, Altenberg. Bd. 1 Nr. 821, 762, 167. |
| Machert |
| Weingärten. Im Machert, Kv.1832, Michel, S. 455. im Macher, 1806, Michel, S. 455. am Machertspfad, 1766, Michel, S. 455. zu dem Macher oder an der Hongergasse, 1555, Michel, S. 455. Weingarten im Macheren, 1382, 1373, Michel, S. 455, 1373, Kastor Nr. 1277. im Maycher, 1458, 1364, Michel, S. 455. im Macher, 1383, Michel, S. 455. Weingarten in Machere, 1369, Kastor Nr. 1225. Feld in Flur Maicher, 1350, Altenberg. Bd. 1 S. 602. im Machere, 1348, Michel, S. 455. Die Jahrzahlen 1382, 1364, 1348 nennt auch Jungandreas. |
| Mark |
| Mark, Kv.1832, Flur 14. → Plan Nr. 1, G/1, 2. in der Gemark, Müffling 1816/20. |
| Mittelgesetz |
| Weingärten, später Äcker. → Plan Nr. 2, G/1, 2 Mittelgesetz, Kv.1832, Flur 14, Grenze KP/HN 1831, Jesuiten 1675. Weingarten im Mittelgesetze, Mittelgesecze, 1587, 1508, 1453, 1441, → Beatus Nr. 915, 639, 456, 408. im Mittelgesetz „allernächst bei der Bach zu Horchheim“, 1504, 1441, 1385, 1379, 1364, Michel, S. 455. zu Mittelgesetz „an dem Beltze“, 1806, 1649, 1618, 1596, 1537, 1532, 1508, 1453, 1440, 1388, 1385, 1379, Michel, S. 455. im Mittelgesetz an der Hungergasse, 1723, Michel, S. 455. Weingarten im Obermittelgesetz, 1473, 1423, Michel, S. 455. an dem Ouere Mittelgesetz, 1473, Michel, S. 455. Weingarten in Mittelgesetcze, 1472, Kastor Nr. 2167. Weingarten yn Mittelgesetze, 1456, Kastor Nr. 2060. Weingarten in dem Mittelgesetz, 1428, Kastor Nr. 1836. Weingarten in Mittelgesetze, 1388, Jungandreas, Kastor Nr. 1455. Weingarten gen. Mittelgesecze, 1386, Kastor Nr. 1435 und1436. Weingarten in dem Mittelgesetze, 1379, Kastor Nr. 1352. Weingarten in Mittelgesecze, 1357, Altenberg. Bd. 1 Nr. 804. |
| Pohl |
| Pohl, Grenzbegang KP/HN 1818. NL Grenzbegang 1749. auf der Pohl, 1804, aufm Poll zum gemeinen Kirschbaum, 1725, am Schemeler Weg, 1725, Garten im Schlüssel an der Pohl, 1713, Wiese uff dem Pull, 1650, Weingarten uff dem Pfull, 1596, alle aus Michel, S. 457. |
| Rothlauber |
| Wald. Rothlauber, NL Grenzbegang 1749. |
| Schaafstall |
| Auf’m Schaafstall, Kv.1832, Flur16. → Plan Nr. 7, G/6. … der Schaafstall genannt, Grund- u. Extraktenbuch 1720. Alten Schafstall, Grenzbegang KP/HN 1818. Schaaffstall, Schaaffstaller Feld NL Grenzbegang 1749. aufm Schaffstall, 1740, 1723, 1682, Michel, S. 458. 1685 wurde für die von der kurfürstlichen Hofkammer als Erben der Herren v. Helfenstein auf Arenberger und Horchheimer Gelände betriebene Schäferei auf Niederlahnsteiner Gelände ein 60 Schuh langer und 40 Schuh breiter Schafstall erbaut. 1741 durch Sturm zerstört. Vordem hieß dieser Distrikt „Fallgert Feld“, s. Fallgert. |
| Schemel |
| Schemel, Grenzbegang KP/HN 1818. Grenze KP/HN 1831. Auf dem Schemel, Müffling 1816/20. im Schemel zwischen den beider Schemeler Wegen, 1725, 1511, Michel, S. 458. Wiese im Schemel, 1658, Michel, S. 458. Feld im Schemell, 1656, Michel, S. 458. im Schemel, 1651, Michel, S. 458. stößt auf beide Schemelwege, 1511, Michel, S. 458. uff dem Schemel uff der Mauren, 1509, Michel, S. 458: uff und an dem Schemel, 1532, 1505, 1497, 1486, 1483, 1457, Michel, S. 458. Weingarten uff dem Schemmel, 1497, Kastor Nr. 2346. Weg an dem Schemell, 1472, Kastor Nr. 2167. Weingarten in dem Schemel, 1457, Beatus Nr. 497. Weingarten an dem Schemelweg, 1428, Kastor Nr. 1836. der große und kleine Schiemel, 1387, Michel, S. 458. Weingarten am Schemilwege, 1364, Michel, S. 458. Kastor Nr. 1106. Weingarten am Schemilwege, 1364, Jungandreas. ein Stück Land an dem Scheymel, 1355, Gillissen KM 2000 S. 37 |
| Wiesenpfad |
| Weingarten am Wiesenpfad, 1723, Michel, S. 459. Wiesenpfad, Grenze KP/HN 1831. NL Grenzbegang 1749. Wiesenpatt, Jesuiten 1675. |
Pfaffendorf
| Fendel |
| Auf der Fendel, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 5, C, D/4. |
| Frank und Himmelreich |
| Zwischen Frank und Himmelreich, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 11, D/7. |
| Haart |
| Auf der Haart, KNv.1877, Flur 6. → Plan Nr. 4, C/3, 4. auf Hart, Horchheimer Grenzbegang 1604. |
| Hamm |
| Im Hamm, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 12, D/7, 8. auf Hamme, Horchheimer Grenzbegang 1604. |
| Hausgalgen |
| Auf Hausgalgen, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 10, D/6, 7. Auf dem Hausgalgen, KNv.1877, Flur 3. → Plan Nr. 9, D/6. Am Haußgalgen zur Pfaffendorfer seithen, Grund- u. Extraktenbuch 1720. Hausgalgen, Horchheimer Grenzbegang 1604. |
| Pfaffendorfer Wald |
| Pfaffendorfer Wald, KNv.1877, Flur 1, Müffling 1816/20. → Plan Nr. 14, C, D/8, 9. |
| Plendert |
| Im Plendert, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 1, C, D/2, 3. Weingarten an dem Plenthere und dem wenyngen Plenthere, 1377, Jungandreas. Weingarten im Plenter, 1358, Jungandreas. |
| Plonzert |
| Im Plonzert, KNv.1877, Flur 6. → Plan Nr. 3, C, D/3. in dem Plonczarte, 1377, Jungandreas. Weingarten in dem Plunczarte, 1363, Jungandreas, Kastor Nr. 1092. vineam… iacentem apud villam Paffindorp que Plunzart, 1276, Jungandreas. |
| Pollstücker |
| Obere Pollstücker, KNv.1877, Flur 2. → Plan Nr. 13, D/7, 8. |
| Untergesetz |
| Untergesetz, KNv.1877, Flur 15. → Plan Nr. 2, C, D/3. Weingarten an dem nyderen Gesetze, 1377, Jungandreas. Weingarten in dem nyderen Gesetze, 1366, Jungandreas, Kastor Nr. 1151. Weingarten im Nydergesetze, 1358, Jungandreas. |
| Wachheck |
| Auf’m Wachhecker Kopf, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 8, D/5. Die Wachheck, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 7, C, D/5. Unter der Wachheck, KNv.1877, Flur 5. → Plan Nr. 6, C, D/4, 5. |
Kartenübersicht der Flurnamen, 2 Blätter
folgt.
Weinbergslagen der Gemarkung Horchheim nach dem Grund- und Extraktenbuch von 1719/20
| Lage Nr. | Lagebezeichnung | Anzahl der Stöcke | Parzellen |
| 1 | Im Pfaffen(dorfer) Graben | 9.756 | 21 |
| 2 | Im Niederweg | 35.069 | 75 |
| 3 | Auff’m Hübel | 8.410 | 26 |
| 4 | Niederweg | 3.190 | 9 |
| 5 | Auf’m Hübel, an dem Pat (Pfad) angefangen | 15.853 | 41 |
| 5a | Im buben Cammert, in der Rolßgaß angefangen | 11.752 | 11 |
| 6 | In der Graben Gaß | 6.151 | 11 |
| 7 | An der Kyres Gaß | 5.591 | 8 |
| 8 | Unterm Zehend Graben | 10.388 | 12 |
| 9 | In der Gro(a)ben Gaße | 4.370 | 11 |
| 10 | Im Cammerth (Oberkamert 1302) | 23.076 | 24 |
| 11 | In der ober Hauckert | 19.718 | 51 |
| 12 | In der Anwent | 19.043 | 45 |
| 13 | Im Burn Weg (Bornsweg) | 3.531 | 7 |
| 14 | In oberen Hauckert | 17.509 | 58 |
| 15 | Im Buren Weg (Bornsweg) | 6.449 | 9 |
| 16 | Ahrweg | 36.594 | 91 |
| 17 | Im Rothenberg | 21.850 | 57 |
| 18 | Am Angel Berg | 7.014 | 20 |
| 19 | In Bächlen | 6.751 | 10 |
| 20 | Bächler Berg | 6.184 | 11 |
| 21 | Im Nieder Hauckert | 35.263 | 65 |
| 22 | Loh, an Glockgarten | 20.025 | 48 |
| 23 | Im Eßelßfuß | 16.666 | 30 |
| 24 | In der Preispel | 24.347 | 59 |
| 25 | In der Kroft (Grube) | 14.435 | 37 |
| 26 | Im Dritten Eimer | 9.800 | 35 |
| 27 | Auf dem Wende Buren (Weidenborn) | 3.687 | 11 |
| ___________________ | |||
| 402.465 | 893 |
Siehe hierzu Kartenübersicht der Weinbergslagen.
Kartenübersicht der Weinbergslagen von Horchheim im Jahre 1719

Älteste Flurnamen und Urkunden der Gemarkung Horchheim
| 1133 | Kloster Altenberg gegründet (siehe Dr. Prößler in Weinbau am Mittelrhein) |
| 1191 | Urkunde darüber, daß ein gewisser GOTTSCHALK der Abtei Altenberg ein Darlehen von 300 Mark gegeben hat und als Dank dafür u. a. eine Rente von 4 Fudern besseren Weines aus dem Hofe zu Horchheim als Lehen erhalten habe. Das heißt, daß die Altenberger bereits größere Besitzungen in Horchheim gehabt haben müssen und es einen ausgedehnten Weinbau gab. |
| 1210 | Dezember 17. Papst Innocenz III. bestätigt der Abtei Altenberg ihre Besitzungen, namentlich … die Weinberge in Lahnstein, die Höfe zu … Bacherach, Rhens und Horchheim. |
| 1214 | März 7. Papst Innocenz III. bestätigt das Privileg, das Erzbischof Dietrich von Trier der Kirche zu Horchheim betreffs der Taufen und Leichenbegräbnisse verliehen hat. (zu 1191, 1210 und 1214 siehe Mosler, Altenberg) |
| 1235 | duabus vineis in superiori Kamerthe |
| 1247 | vinea sita in Heitbach |
| 1271 | Dynginbizcene |
| 1271 | Eylfferbizen |
| 1271 | Weingarten in Floro Nyderwege |
| 1271 | Weingarten in Floro Overhuckere |
| 1294 | Weingarten in Munichstucke (Wingertstück des Mönch) |
| 1302 | Ahrweg |
| 1302 | in Gruven (Grube) – (heute älterer Teil des Friedhofes) |
| 1302 | in Nydirwege bei Krugelin |
| 1302 | Weingarten in Loyn |
| 1302 | Weingarten in Overkamerte bei der Overgasse |
| 1302 | Weingarten in Bruspyl |
| 1302 | Weingarten in Overkamerte |
| 1355 | uf dem Hübel (gibt es auch in Niederlahnstein) |
| 1358 | Weingarten und Acker im Neydirvelt |
| 1362 | in den Rodern |
| 1372 | meygrebin deyl (Teil des Maigrafen) |
| 1374 | Garten auf dem Graben in der Nederhaukeryn |
| 1388 | an der Hart |
| 1388 | in der Haukeren |
angrenzende Flurnamen der Nachbargemarkungen
| 1244 | in der Loe (Niederlahnstein) |
| 1276 | Weingarten im Plunzert (Pfaffendorf) |
| 1372 | Weingarten an der Ovirbach (Niederlahnstein) |
| 1387 | Weingarten in der Hungergasse |
Worterläuterungen
| Beeth | Abgabe |
| Bitze | umzäumte Wiese, umfriedete Baumwiese |
| Born | Wasserquelle, Brunnen |
| Bungert | Bongart, Baumgarten |
| Camarta | Weinlaube, Weinlaubenspalier |
| Elding | Nach dem Rheinischen Wörterbuch bezeichnet der Eldi(n)g, Ellich, Elg einen Hohlweg, der von der Talsohle auf die Hochebene führt bzw. einen schmalen Fußweg, meist durch Weinberge, der dem Fahrweg gegenüber abkürzt |
| Gebück | Waldstreifen, Grenzhang |
| Hart | allgemein verbreiteter Distriktname für Berg, Wald, Trift, Weide, bewaldeter Hang |
| Höll | Name kommt nicht von der Hölle sondern althochdeutsch von Halda, helda = steiler Hang, Halde, an der Helden |
| Hübel | Hügel, kleine Geländeerhöhung |
| Lachbaum | = Grenzbaum mit Lachen = mit Grenzzeichen versehener Baum |
| Loh | Gebüsch, Wald |
| Lohe | pflanzlicher Gerbstoff (Gerberlohe), zerbröckelt oder zermalene |
| Rinde (besonders von Eichen) | |
| Mal | Grenzstein, Grenzzeichen |
| manwerc | Mannwerk, Maß für Weinberge, etwa 1 Morgen |
| Reis | ris, Gebüsch |
| Rech | Böschung |
| Röder | roden, Waldröder, rod |
| Schellenberg | Weideland |
| Strut | Struot, Buschwald, Sumpfwald |
| Unner | undern Mittag |
| Gemarkung | 1. im allgemeinen Sprachgebrauch Feld, Wald, Flur |
| 2. Katasterbezirk, der eine zusammenhängende Gruppe von Flurstücken (Parzellen) umfaßt, er wird im allgemeinen zur Numerierung der Flurstücke in Fluren unterteilt. Eine oder mehrere Gemarkungen decken sich mit dem Gebiet einer Gemeinde. | |
| Flur | 1. im allgemeinen Sprachgebrauch die außerhalb einer Ortschaft liegende Landfläche. |
| 2. Numerierungsbezirk für eine Gruppe von Flurstücken innerhalb einer Gemarkung. | |
| Regesten | = sachinhaltliche Urkundenauszüge mit Angabe der Datierung und des Ortes |
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Horchheim und seine Grenzen
Der Beitrag von Alois Honsdorf, erschienen 1993 im Horchheimer Kirmes-Magazin, behandelt die historischen Grenzen der Gemarkung Horchheim und deren Entwicklung im regionalen Zusammenhang. Auf Grundlage von Grenzbeschreibungen, Katasterunterlagen und Karten wird der Verlauf der Horchheimer Gemarkung sowie ihre Veränderungen im Bereich von Rhein und Lahn nachvollziehbar dargestellt.
Während die Flurnamensammlung einzelne Lagebezeichnungen dokumentiert, richtet sich der Blick hier auf die übergeordneten räumlichen Strukturen und ihre historische Entwicklung. Der Beitrag ergänzt die Flurnamenarbeit damit um eine eigenständige siedlungs- und grenzgeschichtliche Perspektive.
Horchheimer Flurnamen
Der Beitrag von Dr. Dietmar Flach, Vorstandsmitglied der Heimatfreunde Horchheim, erschien 2003 in der Horchheimer Kirmeszeitung anlässlich der Veröffentlichung der Flurnamensammlung von Alois Honsdorf. Er stellt das damals neu erschienene Werk vor und hebt dessen Bedeutung für die Erforschung der Horchheimer Ortsgeschichte hervor.
Digitale Kartenangebote des Landes Rheinland-Pfalz
Für historisch Interessierte bietet das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz ein umfangreiches, frei zugängliches Angebot aktueller und historischer Kartenwerke. Diese ermöglichen einen anschaulichen Zugang zur Landschafts- und Landesentwicklung.
Zentrale Grundlage ist die Digitale Topografische Karte 1:5000 (DTK5), das maßstabsstärkste amtliche topografische Kartenwerk. Sie zeigt die Erdoberfläche sehr detailreich und kombiniert Siedlungen, Verkehrsnetze, Gewässer, Vegetation, Geländeformen sowie administrative Grenzen in einer Darstellung. Damit bildet sie ein wichtiges Bindeglied zwischen der Liegenschaftskarte und den kleinmaßstäbigen topografischen Karten. Sie eignet sich besonders für eine sehr genaue räumliche Orientierung und Analyse.
Über das frei zugängliche Portal maps.rlp.de stehen zudem zahlreiche weitere Geobasisdaten zur Verfügung, darunter aktuelle Luftbilder, topografische Karten und Katasterinformationen. Der Viewer bietet vielfältige Funktionen wie Messwerkzeuge, Koordinatenabfragen, Routing sowie Druck- und Zeichenfunktionen und ist damit sowohl für private als auch für fachliche Anwendungen geeignet.
Für die historische Betrachtung sind besonders die im Open-Data-Angebot bereitgestellten historischen Kartenwerke interessant. Dazu zählen die preußischen Uraufnahmeblätter (1843–1878) im Maßstab 1:25.000 sowie weitere historische topografische Kartenreihen, die die Landschaft in früheren Zuständen dokumentieren. Auch die Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von Müffling (1803–1820) gehört zu diesen wertvollen Zeitzeugnissen. Sie ermöglichen es, Landschaftsveränderungen über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen.
Zeitreise durch die Kartenwerke
Einen besonders anschaulichen Einstieg in die Welt historischer Karten bietet der Viewer „Landschaft im Wandel“ des Landesamtes für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz. Er ermöglicht den direkten Vergleich historischer Karten im Maßstab 1:25.000 mit älteren Ausgaben der Topographischen Karte (TK 25) sowie mit heutigen Karten und Luftbildern.
Der Viewer ist unter folgendem Link zu finden: https://lvermgeo.rlp.de/geodaten-geoshop/viewer
So wird die Entwicklung der Landschaft über verschiedene Zeitstufen hinweg unmittelbar sichtbar und lässt sich wie auf einer „Zeitreise“ nachvollziehen. Die Broschüre „Eine Reise in die Vergangenheit mit historischen Karten“ bietet ergänzend dazu eine verständliche Einführung in die Nutzung dieses Angebots und vermittelt zugleich den kulturhistorischen Wert der historischen Kartenwerke.
