1953 Horchheim Karneval HCV v.l. Wilma Klepzig, Kath. Dörr, Hannes Kalkhoven, Manfred Korbach, Jule Rech, Karl Wurscht Wörsdörfer

Karl Wörs­dör­fer

gebo­ren am 21. August 1919 in der Süd­li­chen Vor­stadt, kam 1948 mit sei­ner Fami­lie nach Horch­heim. Hier fass­te er schnell Fuß und wur­de zu einer wert­vol­len Berei­che­rung der Ver­eins­welt. Män­ner­chor, Car­ne­vals­ver­ein (HCV) und Kir­mes­ge­sell­schaft boten ihm ein brei­tes Podi­um. Sei­ne Para­de­rol­le war „Oberst Itze­plitz“, ein Güte­zei­chen in der Koblen­zer Faasenacht.

1950 schenk­te er den Horch­hei­mern ihr Hei­mat­lied „Oh Horch­heim“, des­sen Text zum ers­ten Mal in der Kir­mes-Zei­tung 1952 gedruckt wurde.

Über die Ent­ste­hung des Lie­des sag­te er: „Im Herbst 1950 mach­te ich einen Fei­er­abend-Spa­zier­gang mit mei­nem damals drei­jäh­ri­gen Sohn Klaus durch den Park am Rhein, auch ‚Allee‘ genannt. Beim Anblick der herr­li­chen, hohen Bäu­me, der Schif­fe auf dem Rhein, der Lie­bes­pär­chen und des über der Brüs­tung leh­nen­den Rent­ner­klubs über­kam mich eine fried­li­che Stim­mung, die mich auf dem Heim­weg zur Men­dels­sohn­stra­ße beglei­te­te. Zu Hau­se setz­te ich mich hin und ver­such­te, die­se Stim­mung in ein paar Ver­se umzu­set­zen.“ Nach eini­gen Ver­su­chen hat­te „Wurscht“ eine Wal­zer­me­lo­die hin­zu­ge­fügt, denn wenn man am und vom Rhein singt, konn­te es ja auch nur ein Schun­kel­lied sein. Die Melo­die, pri­mi­tiv auf einem selbst gebas­tel­ten Noten­blatt fest­ge­hal­ten, wur­de dann vom Horch­hei­mer Orga­nis­ten Hans Wüst mit viel Freu­de „musi­ka­lisch hin­ge­trimmt“. Bei der Kar­ne­vals­sit­zung des Män­ner­cho­res am 11. Novem­ber 1950 erfolg­te im Gesel­len­haus die Urauf­füh­rung. Die Nach­fra­ge war so groß, dass das Lied mit Unter­stüt­zung durch Hans Wag­ner auf Post­kar­ten gedruckt wer­den konn­te, die sogar bis nach Ame­ri­ka ver­schickt wur­den, aber schon bald ver­grif­fen waren. „Wurscht“ Wörs­dör­fer starb am 12. Juni 1994 im Alter von 74 Jahren.

Karl Wörs­dör­fer war auch lan­ge bei der TuS Horch­heim aktiv und noch bis kurz vor sei­nem Tod Übungs­lei­ter der Altherrenturner.