Ausflug zum Haus der Geschichte in Bonn

Gemeinsam Geschichte erleben – unter diesem Motto machten sich die Heimatfreunde Horchheim am Samstag, 27. Juni 2026, auf den Weg nach Bonn. Ziel war das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Das Museum an der Museumsmeile in Bonn zeigt die deutsche Geschichte seit 1945 – vom Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis in die Gegenwart. Dabei stehen nicht nur politische Ereignisse im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen und ihre persönlichen Erfahrungen. Originale Gegenstände aus dem Alltag, Dokumente, Filme und Zeitzeugenberichte machen Geschichte anschaulich und lebendig.

Mit dem Bus bei sommerlichen Temperaturen nach Bonn

Schon im Vorfeld war klar: Die angekündigten Temperaturen würden den Ausflug zu einer besonderen Herausforderung machen. Bei fast 40 Grad wäre eine Fahrt mit der Bahn sicherlich nicht die angenehmste Lösung gewesen, sodass man froh war, mit dem gecharterten und klimatisierten Bus der Firma Kröber eine gute Alternative gefunden zu haben.

Rund 30 Heimatfreunde trafen sich an der Mendelssohn-Bushaltestelle. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende Mechthild Hof und den Vorsitzenden Andreas Weber ging es Richtung Bonn.

Die Fahrt entlang der B 9 bot schöne Ausblicke auf das Rheintal. Vorbei ging es an bekannten Orten wie Andernach mit dem Namedyer Werth und seinem Geysir oder Rolandseck mit dem Arp-Museum – vielleicht auch Anregungen für zukünftige Ausflüge der Heimatfreunde. Trotz der hohen Temperaturen verlief die Fahrt angenehm, und ein kurzer Regenschauer sorgte unterwegs sogar für eine kleine Abkühlung.

Am Haus der Geschichte angekommen, war es nur ein kurzer Fußweg bis zum Eingang. Auch im Museum selbst herrschten angenehme Temperaturen, sodass die Gruppe gut vorbereitet in den Rundgang starten konnte.

Zeitreise durch die Geschichte Deutschlands

Die nächsten drei Stunden verbrachten die Heimatfreunde in der Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945“.

Mit dem Aufzug ging es zunächst in das oberste Stockwerk. Von dort führte der Rundgang chronologisch durch die Jahrzehnte – von der Nachkriegszeit über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis in die Gegenwart.

Viele der gezeigten Objekte erzählen ihre eigenen Geschichten und machen vergangene Zeiten anschaulich. Zu sehen sind unter anderem ein selbst gebautes Fluchtflugzeug, eine Puppenwiege aus der Nachkriegszeit, ein Ford Transit aus dem Leben einer Einwandererfamilie oder ein Baumhaus als Zeichen der Umweltproteste vergangener Jahrzehnte. Auch das originale Grundgesetz von 1949 ist Teil der Ausstellung und erinnert an die Grundlagen unserer heutigen Demokratie.

Besonders interessant war die Verbindung von großen historischen Ereignissen mit den persönlichen Geschichten der Menschen. Zeitzeugen berichten von ihren Erlebnissen, vom Alltag in der Bundesrepublik und der DDR, von Veränderungen, Hoffnungen und Herausforderungen. Gerade die Mischung aus Originalobjekten, Filmaufnahmen und interaktiven Stationen machte den Rundgang abwechslungsreich. Jeder konnte sich Zeit nehmen, die Bereiche zu erkunden, die besonders interessierten. Zwischendurch traf man sich immer wieder, tauschte Eindrücke aus oder legte eine Pause in der Cafeteria ein.

Zum Abschluss des Rundgangs blieb besonders die eindrucksvolle Medieninstallation am Eingang in Erinnerung: Unter dem Motto „Du bist Teil der Geschichte“ verbinden sich die Silhouetten der Besucherinnen und Besucher mit historischen Aufnahmen – ein passendes Bild für eine Ausstellung, die den Bezug zwischen Vergangenheit und eigener Lebensgeschichte immer wieder herstellt.

Rückfahrt und Abschluss im Mendelssohnpark

Gegen 17 Uhr traf sich die Gruppe wieder im Foyer des Museums, um die Rückfahrt anzutreten. Beim Verlassen des Gebäudes wurde erneut deutlich, wie heiß es inzwischen geworden war – die Temperaturen lagen bei über 40 Grad. Umso angenehmer war es, wieder im klimatisierten Bus Platz zu nehmen.

Die Rückfahrt nach Horchheim verlief ohne Probleme. Kurz vor der Ankunft bedankten sich Mechthild Hof und Andreas Weber noch einmal herzlich beim Busfahrer. Gleichzeitig wurde auf den geplanten Abschluss des Tages hingewiesen: die Veranstaltung „Vinothek on Tour“ – die mobile Weinbar – im Mendelssohnpark.

Eine kleine Besonderheit am Rande: Der Bus war, wie der Fahrer berichtete, auch beim Eishockey Club Neuwied im Einsatz und fiel daher bei der Ankunft in Horchheim sofort auf.

Zurück an der Mendelssohn-Bushaltestelle durfte ein gemeinsames Gruppenfoto nicht fehlen. Danach ging es für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter in den Mendelssohnpark. Dort warteten kühle Getränke, kleine Speisen und eine angenehme Atmosphäre. Für zusätzliche Erfrischung sorgte ein Wassernebel beziehungsweise Sprinkler im Park.

Ein Ausflug, der in Erinnerung bleibt

In geselliger Runde ließ man den Tag ausklingen und sprach noch einmal über die vielen Eindrücke des Museumsbesuchs. Am Ende waren sich alle einig: Trotz der außergewöhnlichen Hitze war es ein schöner und abwechslungsreicher Ausflug. Die Entscheidung für den klimatisierten Bus erwies sich als genau richtig und wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Auch die Rückmeldungen aus der Gruppe zeigten, dass sich die Fahrt gelohnt hatte: „Es war toll – alles richtig gemacht! Vielen Dank noch einmal an Mechthild und Andreas!“ Und eine weitere Rückmeldung brachte es auf den Punkt: „Da schließen wir uns an. Wann fahren wir nochmal, um alles gesehen zu haben?“


Das Haus der Geschichte in Bonn

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an der Museumsmeile in Bonn ist ein Museum für deutsche Zeitgeschichte seit 1945. Mit rund 850.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich zählt es zu den meistbesuchten Museen in Deutschland. Es gehört zur Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ mit weiteren Standorten in Leipzig und Berlin. Der Eintritt ist frei, der Sitz der Stiftung befindet sich in Bonn.

Die Entstehung des Museums geht auf eine Initiative von Bundeskanzler Helmut Kohl zurück, der bereits 1982 den Auftrag formulierte, eine Sammlung zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aufzubauen. In den folgenden Jahren wurden diese Pläne konkretisiert. 1986 begann die Umsetzung mit dem Aufbau einer Sammlung, der Planung der Ausstellung und dem Bau des Museums. 1990 beschloss der Deutsche Bundestag die rechtliche Grundlage für die Stiftung. Die Eröffnung des Hauses erfolgte am 14. Juni 1994 durch Helmut Kohl. Die Leitung der Stiftung lag zunächst viele Jahre bei Hermann Schäfer, später bei Hans Walter Hütter; seit 2022 ist Harald Biermann Präsident.

Die Dauerausstellung zeigt die deutsche Geschichte von 1945 bis in die Gegenwart. Auf rund 4.000 Quadratmetern werden mehr als 7.000 Exponate und zahlreiche Medienstationen präsentiert. Der Rundgang ist chronologisch aufgebaut und verbindet die politische Entwicklung der Bundesrepublik und der DDR mit gesellschaftlichen und alltagsgeschichtlichen Perspektiven.

Im Mittelpunkt steht dabei ein anschaulicher Zugang zur Geschichte. Unter dem Leitgedanken „Geschichte erleben“ werden Originalobjekte, Film- und Tondokumente sowie persönliche Erinnerungen so präsentiert, dass historische Entwicklungen greifbar werden. Neben politischen Ereignissen spielen Alltagskultur und individuelle Lebensgeschichten eine wichtige Rolle und ermöglichen den Dialog zwischen den Generationen. Ergänzend finden im Haus der Geschichte regelmäßig Tagungen und Veranstaltungen statt.

Ein besonderer Aspekt des Standorts ist seine archäologische Geschichte. Bereits bei den Bauarbeiten für das Museum im Jahr 1989 wurde ein gut erhaltener römischer Keller aus dem 2. Jahrhundert nach Christus entdeckt. Weitere Funde im Umfeld des ehemaligen Regierungsviertels, darunter eine Thermenanlage und ein gallo-römischer Umgangstempel, zeigen, dass sich hier bereits in der römischen Zeit eine Siedlungsstruktur entwickelte. Der sogenannte „vicus Bonnensis“ weist auf erste städtische Entwicklungen im Raum Bonn hin.

Der römische Keller ist heute in den Museumsbau integriert und macht die lange historische Kontinuität des Ortes sichtbar – von der römischen Vergangenheit bis in die jüngere deutsche Geschichte.


Weiterführende Informationen:
🎧 Geschichte zum Hören – der Museumspodcast des Hauses der Geschichte
Spannende Einblicke in deutsche Zeitgeschichte und besondere Exponate aus der Sammlung:
https://podcast.hdg.de

📖 Mehr Informationen zum Haus der Geschichte
Hintergründe, Geschichte und weitere Informationen zum Museum:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_der_Geschichte

Text & Fotos: Andreas Weber
Gruppenfoto: Mechthild Hof
Titelbild und Gebäudeabbildung: © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (www.hdg.de), für diesen Beitrag bearbeitet.




Aus dem Depot ans Licht – Archäologische Funde aus Horchheim

Im Zuge von Sanierungs- und Inventarisierungsarbeiten im Ortsmuseum Horchheim wurde im Herbst 2025 eine umfangreiche Sammlung archäologischer und fossiler Objekte näher in den Blick genommen. Viele dieser Stücke waren bereits seit längerer Zeit im Bestand, ihre genaue Herkunft und wissenschaftliche Einordnung jedoch nur teilweise geklärt. Damit stellte sich die Frage, wie mit dieser Sammlung fachgerecht umzugehen ist.

Dokumentation und Erfassung von Fundstücken im Ortsmuseum Horchheim

Um hier Klarheit zu schaffen, wurde die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, hinzugezogen. Nach einer ersten Sichtung anhand einer Fotodokumentation erklärte sich die Fachbehörde bereit, die Objekte vor Ort zu begutachten.

Der erste Termin fand am 9. Dezember 2025 im Ortsmuseum statt. Dabei wurde die Sammlung gesichtet und eine erste Einordnung vorgenommen. Schnell zeigte sich, dass es sich nicht um eine einheitliche Sammlung handelt, sondern um eine Mischung aus archäologischen Funden und fossilen Objekten, die unterschiedliche fachliche Betrachtungen erfordern.

Ein zweiter Termin am 13. Januar 2026 diente der systematischen Sicherung und Dokumentation. In enger Zusammenarbeit wurden insgesamt 252 Fundstücke erfasst, nummeriert und fotografisch dokumentiert. Die Mitarbeitenden der Landesarchäologie stellten geeignetes Verpackungsmaterial zur Verfügung und unterstützten die fachgerechte Handhabung der teils empfindlichen Objekte.

Im Anschluss erhielten die Beteiligten eine ausführliche Dokumentation mit Bestandsliste, Fotografien und fachlichen Beschreibungen ausgewählter Stücke. Damit liegt erstmals eine verlässliche Grundlage für die weitere Beschäftigung mit der Sammlung vor.

Die Bandbreite der archäologischen Funde ist groß: Sie reicht von der Jungsteinzeit über Bronze- und Eisenzeit bis in das Hochmittelalter. Zu den bestimmten Objekten gehören unter anderem Steinwerkzeuge und Keramik der bandkeramischen Kultur, Gefäße der Urnenfelderzeit und der Hunsrück-Eifel-Kultur sowie hochmittelalterliche Keramik, darunter sogenanntes Protosteinzeug. Auch ein Reibstein, ein sogenannter „Napoleonshut“, aus der Latènezeit zählt zu den Funden.

Details zu den Funden – Tableau I

Details zu den Funden – Tableau II

Ergänzt wird die Sammlung durch Fossilien aus dem Raum Koblenz. Diese stammen aus dem Unterdevon und sind rund 410 Millionen Jahre alt – aus einer Zeit, als sich die Region in einem tropischen Flachmeer befand. Bestimmt werden konnten unter anderem Armfüßer, Trilobitenreste und weitere marine Organismen.

Details zu den Funden – Tableau III

Ein wesentliches Ergebnis der Zusammenarbeit ist die langfristige Sicherung der Funde. Die fossilen Stücke werden künftig im Naturhistorisches Museum Mainz aufbewahrt. Die archäologischen Objekte verbleiben in der Obhut der Landesarchäologie, wo sie fachgerecht gelagert, inventarisiert und für weitere wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich gemacht werden.

Für das Ortsmuseum bedeutet dies einen wichtigen Schritt: Die bislang nur teilweise erfassten Objekte sind nun dokumentiert, eingeordnet und gesichert.

Die Heimatfreunde Horchheim danken der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und insbesondere dem Team der Außenstelle Koblenz herzlich für die fachkundige Unterstützung, die sorgfältige Bearbeitung der Sammlung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Details zu den Funden – Tableau IV

Archäologie in Horchheim – ein Blick über das Museum hinaus

Die Vielfalt und die große zeitliche Spannweite dieser Funde sind kein Zufall. Sie spiegeln vielmehr das wider, was sich auch außerhalb des Museums beobachten lässt: Der Raum um Horchheim ist seit sehr langer Zeit genutzt worden.

Die Lage spielt dabei eine entscheidende Rolle. Horchheim liegt am Rhein und zugleich am Übergang zur Horchheimer Höhe, die als Höhenrücken eine natürliche Verbindung in Richtung Westerwald bildet. Gleichzeitig befindet sich hier ein Übergangsbereich zwischen Rhein- und Lahntal. Solche Lagen bündeln Wege – und wo Wege sind, sind über lange Zeiträume hinweg auch Menschen unterwegs.

Archäologische Hinweise belegen eine Nutzung bereits in vorgeschichtlicher Zeit. Funde aus der Jungsteinzeit stehen neben solchen aus der Hallstatt- und La-Tène-Zeit und zeigen, dass der Raum immer wieder aufgesucht und genutzt wurde.

Das Rheinufer als Fundort

Ein besonders fundreicher Bereich ist das Rheinufer bei Horchheim, vor allem im Bereich von Stromkilometer 588. Hier wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Funde gemacht, die einen weiten zeitlichen Rahmen abdecken.

Den größten Anteil bilden Keramikscherben. Sie sind meist klein und durch die lange Lagerung im Wasser stark abgerundet, lassen sich aber dennoch verschiedenen Epochen zuordnen. Die ältesten Stücke reichen bis an das Ende der Urnenfelderkultur zurück. Hinzu kommen römische Fragmente sowie zahlreiche Scherben aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit.

Besonders häufig sind lehmglasierte Steinzeuge des 14. und 15. Jahrhunderts sowie Westerwälder Steinzeug aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auch Ofenkacheln, darunter Stücke mit dem sogenannten „Mainzer Rad“, gehören zu den Funden. Daneben finden sich Glasreste, etwa von Waldglasgefäßen, sowie verschiedene Alltagsgegenstände wie Teile von Dreibeingefäßen, Pfannenstiele oder Tonsiebe.

Mit dem 18. und 19. Jahrhundert treten zunehmend industriell gefertigte Produkte auf, etwa Bitterwasserkrüge oder sogenanntes Bildergeschirr. Diese Funde geben Einblick in veränderte Lebensgewohnheiten und Handelsbeziehungen.

Die Zusammensetzung erklärt sich aus der Nutzung des Rheins über viele Jahrhunderte hinweg. Der Fluss diente nicht nur als Verkehrsweg, sondern auch als Entsorgungsort. Gleichzeitig gingen am Ufer und bei der Nutzung immer wieder Gegenstände verloren.

Münzfunde und Fährverbindung

Neben Keramik spielen Münzfunde eine wichtige Rolle. Im Bereich des Rheinufers wurden Stücke aus verschiedenen Zeiten entdeckt, von der römischen Kaiserzeit bis in das 19. Jahrhundert.

Darunter befinden sich römische Kleinkupfermünzen ebenso wie mittelalterliche Silberheller und neuzeitliche Prägungen aus unterschiedlichen Regionen, etwa aus Trier, Köln, Nassau oder den Niederlanden.

Die Fundstelle liegt im Bereich einer früheren Fährverbindung zwischen Horchheim und dem Oberwerth. Diese Verbindung bestand über lange Zeit und wurde intensiv genutzt. Es liegt nahe, dass ein Teil der Münzen beim Übersetzen verloren ging.

Für die römischen Münzen wird darüber hinaus vermutet, dass sie teilweise bewusst als Opfergaben in den Rhein gegeben wurden. Die Häufung jüngerer Münzen könnte wiederum darauf hindeuten, dass dieser Übergang zeitweise genutzt wurde, um offizielle Zollstellen zu umgehen.

Der Eisenbahnbau und ein besonderer Fund

Ein größerer Fund wurde im Jahr 1876 beim Bau der Eisenbahnbrücke zwischen Horchheim und dem Oberwerth gemacht. Bei den Arbeiten kamen zahlreiche Gegenstände zutage, darunter Keramik, Tierknochen, Werkzeuge und Metallobjekte.

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein goldener Armreif, der vermutlich aus der keltischen Zeit stammt. Zeitgenössische Berichte beschreiben ihn als aus mehreren Golddrähten gewundenes Schmuckstück.

Der Armreif wurde wissenschaftlich untersucht und später im Koblenzer Schloss aufbewahrt. In den folgenden Jahrzehnten verliert sich jedoch seine Spur. Nach einem Einbruch in den 1920er Jahren gilt das Stück als verschollen.

Alte Wege und Siedlungsspuren

Auch abseits des Rheins lassen sich archäologische Hinweise finden. Eine wichtige Rolle spielt die heutige Alte Heerstraße, die früher als Viehgasse oder Römerstraße bezeichnet wurde.

Dieser Weg verband den Rhein mit der Höhe und wurde über lange Zeit genutzt. Entlang dieser Strecke wurden Funde aus unterschiedlichen Epochen gemacht, darunter Hinweise auf römische Siedlungen und ein Gräberfeld im Bereich Niederfeld.

Am Geierskopf wurden zudem Reste aus der La-Tène-Zeit entdeckt, die auf eine Befestigung oder Fliehburg hindeuten könnten. Auch Funde wie Werkzeuge und Waffen aus Eisen wurden in diesem Zusammenhang gemacht.

Ein Blick auf das Ganze

Die im Ortsmuseum erfassten und gesicherten Funde stehen damit nicht für sich allein. Sie fügen sich in ein größeres Bild ein, das sich an vielen Stellen in Horchheim nachvollziehen lässt.

Rheinufer, alte Wege, Übergänge und Höhenlagen zeigen zusammen, dass der Raum über sehr lange Zeit hinweg genutzt wurde. Viele Funde sind unscheinbar, lassen sich aber zeitlich einordnen und tragen dazu bei, die Entwicklung des Ortes besser zu verstehen.

So entsteht aus einzelnen Stücken und Beobachtungen nach und nach ein Zusammenhang – und ein Blick auf eine Geschichte, die weit über das hinausreicht, was auf den ersten Blick sichtbar ist.

Text: Andreas Weber


Details zu den Funden

Tableau I

Abb. 1
Konvolut aus mehreren Steinartefakten, darunter Dechsel, Beile und eine Axt
5500–4500 v. Chr.
Die Steinartefakte sind aus unterschiedlichem Felsgestein. Diese wurden grob zurechtgeschlagen, gepikt und glattgeschliffen. Zudem lassen sich Gebrauchsspuren erkennen. Aufgrund der lateralen Konvergenz lassen sie sich in die ältere Jungsteinzeit datieren (bandkeramische/Rössener Kultur).
Fundort: vermutlich Koblenz-Rübenach
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_142–233

Abb. 2
Konvolut an bandkeramischen Scherben und einem Pferdezahn
5000–4000 v. Chr.
Der Pferdezahn vom Unterkiefer eines jungen adulten Pferdes weist starke Verbrennungsspuren auf. Die Keramikscherben stammen von Kugelbechern, sog. Kümpfen, und von mit Knubben bestückten Vorratsgefäßen. Die Knubben dienten als Henkel, an denen die Gefäße wahrscheinlich im Hausinneren aufgehängt waren. Die Keramikfragmente sind mit Spiral- und Winkelbändern verziert, die typisch für die bandkeramische Kultur sind. Die Vertiefungen waren mit einer weißen, kalkhaltigen Substanz aufgefüllt, die in Teilen noch erhalten ist; dies nennt man Inkrustation. Das Konvolut lässt sich in die ältere Jungsteinzeit datieren.
Fundort: vermutlich Koblenz-Rübenach
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_108–141

Abb. 3 a / Abb. 3 b
Konvolut an jungsteinzeitlichen Silexartefakten
5000–4000 v. Chr.
Klingen, Kratzer, Pfeilspitzen und Roteisensteine (Hämatite). Einige Klingen weisen den typischen Glanz auf, der mit Sichelklingen assoziiert und deshalb auch Sichelglanz genannt wird. Die Artefakte bestehen hauptsächlich aus hellgrau-belgischem und Maasfeuerstein. Die Roteisensteine wurden abgerieben und das dabei entstehende rote Pulver als Schminkstoff und Sonnenschutz verwendet. Das Konvolut lässt sich in die ältere Jungsteinzeit datieren und gehört zur bandkeramischen Kultur.
Fundort: vermutlich Koblenz-Rübenach
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_142–233

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Tableau II

Abb. 8
Großgefäß aus der Übergangszeit zwischen der Laufelder Gruppe und der Hunsrück-Eifel-Kultur
7. Jahrhundert v. Chr.
Fragmentiertes Großgefäß mit überglätteter Oberfläche. Unter dem leicht ausbiegenden Rand verläuft eine Verzierung aus Fingertupfen im Halsbereich.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_30

Abb. 9
Töpfe der Hunsrück-Eifel-Kultur
6.–5. Jahrhundert v. Chr.
Zwei fragmentierte Töpfe mit rau belassener Oberfläche und umlaufenden Fingertupfenverzierungen im Schulter- und im ausbiegenden Randbereich. Die Töpfe datieren in die späte Hallstatt- und die frühe Latènezeit, die in unserer Gegend als Hunsrück-Eifel-Kultur vertreten ist.
Fundort: nicht eindeutig feststellbar
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_27

Abb. 10
Reibstein aus der Latènezeit
5.–3. Jahrhundert v. Chr.
Der Reibstein besteht aus weicher Basaltlava. Das Gestein ist durch seine poröse Struktur nicht nur leicht zu bearbeiten, sondern ermöglicht auch ein effektiveres Mahlen von Getreide. Aufgrund seiner Form wird der Reibstein Napoleonshut genannt. Er datiert in die jüngere Eisenzeit (Lt A/B) und lässt sich so in die jüngere Hunsrück-Eifel-Kultur einordnen.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_234

Abb. 11
Hochmittelalterliche Alltagskeramik, sog. Protosteinzeug
13.–14. Jahrhundert n. Chr.
Zwei große Krüge mit den namensgebenden, zur Stabilisierung dienenden Wellenfüßen. Die braunen Gefäße weisen den typischen Kragenrand mit Dreiecksprofil sowie verschieden stark ausgeprägte Drehrillen auf der Gefäßwandung auf.
Der kleine Becher hat einen weniger ausgeprägten Wellenfuß. Aufgrund der charakteristischen Engobe-Bemalung im Schulterbereich ist dieser Becher der Pingsdorfer Keramik zuzuordnen.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_24–26

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Tableau III

Daten zu fotografierten Fossilien aus der ehemaligen Sammlung im Museum Horchheim

Alle diese Fossilien wurden im Raum Koblenz gefunden. Die Tiere lebten vor etwa 410 Millionen Jahren in einem relativ flachen, tropischen Meer. Die Region lag damals nur wenig unterhalb des Äquators.
Die Stücke werden künftig im Naturhistorischen Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz aufbewahrt.

E103197, leg. K. Fabiszisky
Armfüßer (Brachiopode), Pachyschizophoria vulvaria
Unterdevon, Ober-Emsium
Eschbachtal bei Waldesch

Gips-Abguss einer Seelilie (Crinoidea), Ctenocrinus rhenanus (Original Slg. W. Mathesius)
Unterdevon, Ober-Emsium
Aspeler Bachtal bei Niederfell

KB102777, leg. K. Fabiszisky 6/1977
Ansammlung von Muschelschalen, u. a. Cornellites sp., Tolmaia sp.
Unterdevon, Ober-Emsium, tiefe Hohenrhein-Schichten
Stadtwald Koblenz, oberes Kleinbornsbachtal („Kühkopf“, BO 5 in Eichele 2014)

AS116295a/-22/4.95, leg. K. Fabiszisky 4/1995
Schwanzschild (Pygidium) eines Dreilappkrebses (Trilobita), cf. Treveropyge sp.
Unterdevon, Ober-Emsium
Aspeler Bachtal bei Niederfell

Ansammlung von Armfüßern, u. a. Euryspirifer paradoxus (oben links) und Iridistrophia (Flabellistrophia) hipponyx (rechts)
Unterdevon, Ober-Emsium
Oberlahnstein, Nähe Kurzentrum

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Tableau IV

Abb. 4 a / Abb. 4 b
Schüssel mit Henkel aus der Urnenfelderzeit
1200–700 v. Chr.
Die flache, weitmündige und leicht geschwungene Schüssel hat einen deutlich abgesetzten Boden. Am Rand ist ein kleiner Henkel angesetzt. Dieser Gefäßtypus tritt in der gesamten Urnenfelderzeit auf und lässt sich aufgrund dessen als Durchläufer bezeichnen.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_37–38

Abb. 5
Schrägrandschüssel aus der Urnenfelderzeit
1200–700 v. Chr.
Die weitmündige und trichterförmige Schüssel weist einen flachen, leicht abgeschrägten Rand auf. Der Boden setzt sich erkennbar ab. Die Schrägrandschüssel datiert in die späte Bronzezeit (Ha/B), die aufgrund der vorherrschenden Bestattungssitten auch Urnenfelderkultur genannt wird.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_31–36

Abb. 6 a / Abb. 6 b
Schrägrandbecher aus der Urnenfelderzeit
9. Jahrhundert v. Chr.
Schrägrandbecher mit geglätteter Oberfläche. Unter dem gekehlten Rand im Halsbereich verläuft eine Kreisaugenverzierung. Im Bauchbereich des spitzbodigen Bechers ist ein Band mit gegensinnig verlaufender doppelliniger Dreiecksmusterung zu erkennen, die nach oben und unten von Riefen eingefasst wird. Der Schrägrandbecher datiert in die späte Bronzezeit (Ha/B), die aufgrund der vorherrschenden Bestattungssitten auch Urnenfelderkultur genannt wird.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_37–38

Abb. 7
Kegelhalsbecher aus der Urnenfelderzeit
9. Jahrhundert v. Chr.
Der kleine bauchige Kegelhalsbecher mit abgeschrägtem Rand und Spitzboden weist Schulterriefen auf. Der Becher datiert in die späte Bronzezeit (Ha/B), die aufgrund der vorherrschenden Bestattungssitten auch Urnenfelderkultur genannt wird.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_31–36

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Quellen


„Funde aus trüben Fluten“, Horchheimer Kirmes-Magazin 1979 (Udo Liessem)
„Das Geheimnis um den goldenen Armreif“, Horchheimer Kirmes-Magazin 1982 (Hans Josef Schmidt)
„Der Hobby-Archäologe Manfred Wichmann“, Horchheimer Kirmes-Magazin 1989 (Hans Feldkirchner)
„Vater Rhein spuckt alte Münzen aus“, Horchheimer Kirmes-Magazin 2000 (Helmut Geißler)
„Die Alte Heerstraße – Eine Ortsgeschichte“, Horchheimer Kirmes-Magazin 2010 (Hans Lehnet)

Landschaftsinformationen zur Horchheimer Höhe, Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz / SGD Nord


Tipp:

Mehr zum Leben im Devon-Meer zeigt die Sonderausstellung „Sprechende Steine“ im Rhein-Museum Koblenz.
(10.04.–31.12.2026)

👉 Zur Ausstellung




Auf den Spuren der Mendelssohns

Erfolgreicher Rundgang durch Horchheim als wichtiger Schritt für das KuLaDig-RLP-Projekt

Bei strahlendem Frühlingswetter und bester Stimmung trafen sich am 14. April 2026 zahlreiche Beteiligte zu einem besonderen Rundgang durch Horchheim: Vertreter der Heimatfreunde Horchheim, des KuLaDig-RLP-Projekts der Universität Koblenz, des Kulturamts der Stadt Koblenz sowie der beteiligten Fachämter – Tiefbauamt, Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen sowie Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung – kamen zusammen, um sich vor Ort ein Bild vom geplanten Mendelssohn-Rundweg zu machen.

Treffpunkt war die Bushaltestelle Mendelssohn – ein bewusst gewählter Ort, der künftig auch den Auftakt für Besucherinnen und Besucher des Rundwegs bilden soll. Von hier aus entwickelte sich ein knapp zweistündiger Rundgang, der nicht nur historische Einblicke bot, sondern vor allem eines zeigte: Das Projekt „Mendelssohn in Horchheim“ nimmt konkrete Formen an.

Geschichte wird vor Ort lebendig

Bereits im Mendelssohn-Park wurde deutlich, welche Bedeutung die Familie Mendelssohn für Horchheim hatte. An der Stelle des ehemaligen Mendelssohn-Palais, das nach einem Brand 1970 abgerissen wurde, erinnert heute noch das markante Rundtürmchen an die einstige Anlage. Hier verbrachte die Familie seit 1818 die Sommer- und Herbstmonate – eine Zeit, in der Horchheim Teil eines kulturellen Netzwerks wurde, das weit über die Region hinausstrahlte.

Nur wenige Schritte weiter steht die Stele zu Ehren von Felix Mendelssohn Bartholdy, der wiederholt in Horchheim weilte. Sie macht deutlich, dass der Ort nicht nur Rückzugsort, sondern auch Inspirationsquelle war.

Auch das ehemalige Teehaus im Park, später als „Lutherkapelle“ genutzt, sowie die eindrucksvolle Mendelssohn-Allee mit ihren alten Linden vermittelten den Teilnehmenden ein anschauliches Bild der historischen Parkanlage. Der Weg führte weiter entlang des Rheinufers und durch die Unterführung zurück in den Ort – eine Strecke, die künftig Besucher ganz bewusst durch unterschiedliche Zeitschichten Horchheims führen soll.

Engagement für Bildung und Gemeinwesen

Ein wichtiger Halt war die Joseph-Mendelssohn-Schule. Sie geht auf eine Stiftung der Familie aus dem Jahr 1840 zurück und steht bis heute für das soziale Engagement der Mendelssohns vor Ort.

Auch in der Pfarrkirche St. Maximin wurde diese enge Verbindung sichtbar: Die Kopie der „Sixtinischen Madonna“, gestiftet im Jahr 1865, ist ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Beziehung.

Im Ortsmuseum der Heimatfreunde Horchheim erhielten die Teilnehmenden schließlich einen vertiefenden Einblick: Die dort präsentierte Mendelssohn-Ausstellung mit historischen Fotografien, Porträts und Ansichten des ehemaligen Palais veranschaulicht eindrucksvoll die Geschichte der Familie und ihre Bedeutung für den Ort.

Den Abschluss bildete die heutige Mendelssohnstraße, deren Umgebung eng mit den früheren Besitzungen der Familie verbunden ist. Von hier aus führte der Weg über die Eisenbahnüberführung zurück in Richtung Mendelssohn-Park. Durch den rückwärtigen Zugang schloss sich schließlich der Kreis: Der Rundgang endete wieder am Ausgangspunkt und machte anschaulich, wie sich die einzelnen Stationen zu einem geschlossenen Rundweg verbinden lassen.

Ideen für eine moderne Vermittlung

Neben der historischen Spurensuche stand vor allem die Zukunft des Rundwegs im Mittelpunkt. Wie lässt sich Geschichte heute so vermitteln, dass sie Menschen anspricht und zum Entdecken einlädt?

Ein zentrales Thema war dabei die geplante Einbindung von QR-Codes, über die Besucherinnen und Besucher direkt vor Ort auf digitale Inhalte zugreifen können. Diskutiert wurden verschiedene Möglichkeiten – von klassischen Informationstafeln über dezente Plaketten bis hin zu vandalismussicheren, dauerhaft integrierten Lösungen in Stein oder Metall. Einig war man sich: Entscheidend ist eine hochwertige, langlebige und zugleich zurückhaltende Gestaltung, die sich harmonisch in das Ortsbild einfügt.

Neue Wege: Urban Art im historischen Kontext

Besonders spannend war die Diskussion um den Einsatz von Urban Art entlang des Rundwegs. Gerade bislang wenig beachtete Orte – etwa Unterführungen oder technische Infrastrukturen – könnten so gestalterisch aufgewertet und zugleich inhaltlich erschlossen werden.

Urban Art bietet die Chance, Geschichte auf neue Weise sichtbar zu machen – nicht als reine Information, sondern als visuelles Erlebnis im öffentlichen Raum. In Verbindung mit digitalen Angeboten wie KuLaDig entsteht so ein moderner Zugang zur Ortsgeschichte, der unterschiedliche Generationen anspricht.

Gute Zusammenarbeit als Grundlage

Der Rundgang machte deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten der städtischen Ämter – von Genehmigungen über Standortfragen bis hin zur gestalterischen Einbindung – wurden vor Ort praxisnah besprochen.

Gerade dieser direkte Austausch erwies sich als besonders wertvoll: Viele Fragen konnten unmittelbar geklärt, Ideen weiterentwickelt und mögliche Lösungen gemeinsam gedacht werden.

Ein Projekt mit Perspektive

Der Mendelssohn-Rundgang am 14. April war damit weit mehr als eine reine Ortsbegehung – er war ein wichtiger Meilenstein für ein Projekt, das die Geschichte Horchheims auf neue Weise erlebbar machen will.

Mit dem geplanten Rundweg entsteht ein Angebot, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet, historische Orte sichtbar macht und zugleich moderne Formen der Vermittlung nutzt. Die positiven Eindrücke und die konstruktive Zusammenarbeit lassen erwarten, dass der Mendelssohn-Rundweg schon bald Gestalt annimmt – und Horchheim um einen weiteren bedeutenden Aspekt seiner lebendigen Ortsgeschichte bereichert.





Chor-, Solisten- und Instrumentalkonzert des Männerchors 1883/1912 Koblenz-Horchheim

Der Männerchor 1883/1912 Koblenz-Horchheim lädt am Sonntag, dem 25. Januar 2026, um 17 Uhr zu einem Chor-, Solisten- und Instrumentalkonzert in die katholische Pfarrkirche St. Maximin ein.

Unter der Gesamtleitung von Wassiliy Kotykov gestalten der Männerchor, die Pianistin Maria Streltsova sowie der Bassbariton Nico Wouterse vom Stadttheater Koblenz das Konzertprogramm. Zu hören sind unter anderem Werke von Beethoven, Mendelssohn Bartholdy, Schubert, Liszt, Brahms und Verdi. Neben Chorbeiträgen wie „Musik, du Trösterin“ von Rudolf Desch, „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven oder „O Täler weit, o Höhen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen Solostücke aus Oper und Musical, darunter „Infelice“ aus Ernani von Giuseppe Verdi, „Stars“ aus Les Misérables sowie „Wenn ich einmal reich wär“ aus Anatevka. Maria Streltsova präsentiert Klavierwerke von Franz Schubert, Franz Liszt und Johannes Brahms. Das Quartett ergänzt das Programm unter anderem mit „Lullabye (Goodnight, My Angel)“ von Billy Joel und „Frauenname“ von Maybebop. Im weiteren Verlauf singt der Männerchor unter anderem „Die Nacht“ von Franz Schubert, das Trentiner Bergsteigerlied „La Paganella“ sowie ein Beatles-Medley von John Lennon und Paul McCartney nach Arrangements von Kirby Shaw.

Der Eintritt beträgt 14 Euro für Erwachsene sowie 7 Euro für Schüler und Jugendliche.

Der Kartenvorverkauf läuft über die Telefonnummer 0261 408 563 sowie per E-Mail an jopa.schmidt@gmail.com




„Liebenswertes Horchheim“ – Wiedersehen auf der Bilderschau 2025

Am Sonntag, den 2. November 2025, luden die Heimatfreunde Horchheim zur Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“ in die Schützenhalle ein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen, um bei Kaffee und Kuchen einen abwechslungsreichen Nachmittag mit aktuellen und historischen Eindrücken aus dem Stadtteil zu erleben.

Nachdem sich die Halle gefüllt hatte und alle Plätze besetzt waren, eröffnete der Vorsitzende Andreas Weber die Veranstaltung mit der Vorstellung des Horchheimer Kalenders für das Jahr 2026. Er dankte Lothar Stein für seine fotografische Arbeit sowie für die Konzeption und Auswahl der Motive. Jürgen Dewald, Hans Josef Schmidt und Andreas Weber steuerten weitere Aufnahmen bei, aus denen die Motive des Kalenders ausgewählt wurden. Der Kalender zeigt ausschließlich aktuelle Ansichten und verzichtet bewusst auf historische Fotografien.

Das Titelmotiv präsentiert einen spätsommerlichen Blick entlang der Mendelssohn-Allee am Rhein in Richtung Königsbacher Brauerei. Weitere Monatsbilder zeigen stimmungsvolle Szenen aus dem Ort – darunter die Abendansicht über der Karthause im Januar, die Orgelrestaurierung in St. Maximin im Februar oder die Tongrube Escherfeld im März. Auch das historische Soldatenbad aus den 1950er Jahren, die Prozession an Christi Himmelfahrt 2015, der Spielmannszug der TuS Horchheim beim Kirmesumzug 2025 und ein Erinnerungsbild an Robert Stoll zum 80. Geburtstag vor der Mendelssohn-Stele sind vertreten. Im Spätsommer rollt eine Dampflokomotive Richtung Niederlahnstein, der Mendelssohnpark zeigt sich im Herbst in kräftigen Farben, und im Dezember beschließt ein verschneiter Blick über den Friedhof am Alten Weg das Jahr.

Das Publikum nahm die Präsentation sehr positiv auf; einige Besucher sicherten sich direkt ein Exemplar des auf 6 Euro bepreisten Kalenders. Mit herzlichem Applaus endete die Vorstellung – ein gelungener Auftakt für den Nachmittag.


Rückblick auf das Ortsmuseum und Spendenaufruf

Im zweiten Programmpunkt erinnerte der Vorsitzende an die Geschichte des Horchheimer Ortsmuseums. Grundlage war eine Präsentation, die bereits 2004 von Jochen Hof zusammengestellt worden war und die Anfänge und Entwicklung des Museums dokumentierte. Gezeigt wurden Aufnahmen aus den frühen Jahren, als das Gebäude in der Alten Heerstraße 14 kurz vor dem Abriss stand, sowie die Fortschritte, die durch das Engagement der Vereinsmitglieder und die Unterstützung zahlreicher Spender möglich wurden.

Besonderes Interesse fanden die historischen Exponate in „Omas gute Stube“, der alte Küchenherd und verschiedene Haushaltsgeräte vergangener Zeiten. Schon damals war das Museum als außerschulischer Lernort in Kooperation mit der Grundschule Horchheim gedacht.

Beisitzer Heiner Drumm berichtete über aktuelle Renovierungsarbeiten, insbesondere in der Museumsküche, für die bereits rund 2.000 Euro an Putzarbeiten angefallen sind. Der Verein ist weiterhin auf Spenden angewiesen, um die laufenden Renovierungen fortzuführen und das Ortsmuseum als kulturelles Herzstück Horchheims zu erhalten. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.

Ortsmuseum Horchheim 2004 – Bilderschau 2025

Die neue Homepage der Heimatfreunde Horchheim

Im Anschluss wurde die neue Homepage der Heimatfreunde Horchheim vorgestellt. Der Vorsitzende präsentierte den Besucherinnen und Besuchern das modernisierte Design und die erweiterten Funktionen der Vereinsseite.

Die Homepage wurde gemeinsam mit der Agentur Designraketen vollständig überarbeitet. Die barrierefreie Umsetzung entstand mit Unterstützung der Aktion Mensch. Über das Symbol einer roten Figur oben rechts lassen sich Schriftgrößen, Farben und Zeilenabstände individuell anpassen oder Texte vorlesen – ein Angebot, das den aktuellen Barrierefreiheitsstandards entspricht und den Zugang für alle erleichtert.

Neu ist außerdem die Möglichkeit, Vereinsangelegenheiten direkt online zu erledigen. Mitglieder können Adressänderungen oder Spenden digital übermitteln und den Vorstand über ein Formular kontaktieren.

Unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ erscheinen regelmäßig Berichte aus dem Vereinsleben, gegliedert in die Themenbereiche Ortsgeschichte, Menschen, Mundart, Zeitzeugen, Projekte und Verein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Zeitzeugeninterviews mit Horchheimer Persönlichkeiten wie Ewald Fischbach, Hännes Huber, Hans Lehnet und Helmut Mandt. Die Gespräche dokumentieren persönliche Erinnerungen und bewahren sie dauerhaft für die Ortsgeschichte.

Mit der neuen barrierefreien Homepage bietet der Verein einen zeitgemäßen Zugang zu Geschichte, Kultur und Vereinsleben in Horchheim.


Vorstellung des Projekts KuLaDig für Horchheim

Ein weiterer Programmpunkt der Bilderschau widmete sich dem Projekt KuLaDig – Kulturlandschaft digital, das historische Zeugnisse der Region digital erfasst und öffentlich zugänglich macht. Für Horchheim steht in diesem Jahr die Familie Mendelssohn im Mittelpunkt.

Das Team der Heimatfreunde führte hierzu umfangreiche Recherchen im Vereinsarchiv durch und sichtete zahlreiche historische Dokumente und Fotografien. Dazu gehören Aufnahmen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, etwa vom Palais Mendelssohn um 1828, dem Musikzimmer der Familie und dem Park hinter dem Gebäude. Besonders interessant ist ein Baum aus dem ehemaligen Park, der bis heute erhalten ist. Auch historische Ansichten der Lindenallee am Rhein wurden dokumentiert. Einige der alten Fotos – darunter Familienbilder von 1859 – wurden von Lothar Stein digital restauriert.

Auf den Spuren der Familie Mendelssohn in Horchheim – Bilderschau 2025

Unterstützung erhält das Team durch Studierende der Universität Koblenz, die moderne Methoden wie Künstliche Intelligenz und Videoanimation nutzen, um die Inhalte anschaulich aufzubereiten. Ein besonderes Highlight des Projekts ist der 360-Grad-Erfahrungsraum, der es ermöglicht, historische Orte und Dokumente interaktiv zu erkunden. So können Besucherinnen und Besucher beispielsweise Briefe der Mendelssohns digital abrufen und sich vorlesen lassen – ein Beitrag zur barrierefreien Vermittlung historischer Quellen.

Das Projekt begann im Mai 2025 mit einem Treffen der Heimatfreunde und des Projektteams im Ortsmuseum. Dabei wurden zentrale Orte Horchheims erarbeitet: der Mendelssohn-Park (ehemals Palais, heute Brauchtumsplatz), die Pfarrkirche St. Maximin als Zentrum der katholischen Tradition und das Romanische Haus als eines der ältesten Gebäude der Stadt Koblenz.

KuLaDig-Horchheim ist Teil eines landesweiten Modellprojekts in Rheinland-Pfalz, an dem insgesamt sechs Kommunen beteiligt sind. Die Präsentation auf der Bilderschau zeigte eindrucksvoll, wie historische Forschung, digitale Technik und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken, um die Geschichte Horchheims lebendig zu vermitteln.


Vortrag über den Horchheimer Tunnel

Nach der Kaffeepause begann der zweite Teil der Veranstaltung mit einem Vortrag von Thomas Hüllen über den Horchheimer Eisenbahntunnel, der in den vergangenen Jahren umfassend saniert wurde.

Der Tunnel wurde 1902 in Betrieb genommen und hatte nach rund 120 Jahren deutliche Alterungsspuren gezeigt. Witterungseinflüsse, Feuchtigkeit und Materialermüdung machten eine grundlegende Erneuerung notwendig. 2021 begannen die Sanierungsarbeiten, die etwa zwei Jahre dauerten. Im Dezember 2023 wurde der Tunnel wieder für den Bahnverkehr freigegeben; die letzten Restarbeiten erfolgten im August 2025. Lediglich die Probleme mit eindringendem Wasser seien noch nicht vollständig behoben, berichtete der Referent, doch auch hierfür werde bereits an einer Lösung gearbeitet.

Im Zuge der Arbeiten wurde der Tunnel geringfügig verlängert – aus welchen Gründen, ließ sich nicht mehr genau feststellen. Auf Luftbildern zeigte sich deutlich der Verlauf unter der Erde mit dem Nordportal auf Horchheimer und dem Südportal auf Pfaffendorfer Seite.

Da nur wenige historische Aufnahmen existieren, illustrierte der Vortragende seinen Beitrag mit einem Gemälde von Alfred Erich Euchler, das den Tunnel mit seinen charakteristischen Nischen zeigt. Das Original befindet sich im Eifelmuseum Mayen, eine Kopie im Ortsmuseum Horchheim. Diese Nischen – teils aus Fels gehauen, teils mit Back- oder Bruchstein ausgemauert – waren noch bis zur Tunnelsanierung vorhanden.

Im Tunnel selbst existierten früher drei Stollen: zwei auf Horchheimer, einer auf Pfaffendorfer Seite. Sie führten jeweils 10 bis 15 Meter in den Berg hinein, waren jedoch frühzeitig zugemauert worden und wurden erst bei der Sanierung wieder geöffnet. Ihr Zweck konnte nicht eindeutig geklärt werden; möglicherweise dienten sie bautechnischen oder militärischen Zwecken.

Eine Zuhörerin erinnerte daran, dass während des Zweiten Weltkriegs viele Menschen im Tunnel Schutz gesucht hätten, während der Bahnverkehr teilweise weiterlief.

Ein dauerhaftes Problem des Bauwerks war das eindringende Wasser, insbesondere in der Tunnelmitte, wo sich früher ein Schornstein oder Lüftungsschacht befand. Dort drang Oberflächenwasser ein und bildete zeitweise eine regelrechte Tropfsteinhöhle. Bei der Sanierung wurde das Wasser nun hinter der Betonschale gesammelt und über ein Edelstahlrohr abgeleitet.

Im Mai 2022 kam es bei den Bauarbeiten zu einem größeren Einsturz in der Nähe des Niederfelder Wegs. Ein zunächst kleines Loch entpuppte sich als 22 Meter tiefer Hohlraum, der schließlich mit rund 15 LKW-Ladungen Beton verfüllt wurde. Dabei wurde auch deutlich, wie die alte Tunnelröhre konstruiert war: innen Backsteinmauerwerk, darüber Bleche und schließlich der Fels. Die neue Röhre erhielt eine Verstärkung aus Stahl und Beton.

Auf historischen Luftaufnahmen aus den 1960er-Jahren waren zudem die Positionen der beiden früheren Lüftungsschächte zu erkennen, von denen einer im Bereich der heutigen Angelbergstraße lag. Beide Schächte sind heute nicht mehr sichtbar und nur noch anhand alter Karten nachweisbar.

Zum Abschluss zeigte der Referent aktuelle Aufnahmen aus dem Tunnelinneren – mit den frisch ausgekleideten Röhren, den neuen Entwässerungssystemen und der modernisierten Beleuchtung. Der Vortrag endete mit dem Hinweis, dass der Horchheimer Tunnel nach über einem Jahrhundert weiterhin ein bedeutendes Stück regionaler Eisenbahngeschichte darstellt und durch die Sanierung nun wieder für viele Jahre gesichert ist.

Der Vortrag von Thomas Hüllen fand großen Beifall und bot den Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in Geschichte und Gegenwart dieses technischen Denkmals.


Die Tollkühnen – Geschichte des Horchheimer Möhnenvereins

Ein weiterer Beitrag der Bilderschau widmete sich dem Horchheimer Möhnenverein „Die Tollkühnen“, dessen Geschichte Petra Fries und Christiane Friedrich in einem Rückblick erzählten.

1997 wagten einige couragierte Frauen einen Schritt, der das Dorf prägte: Sie gründeten, streng geheim, den Horchheimer Möhnenverein e.V. „Die Tollkühnen“. Bis dahin waren sie im HCV aktiv, doch sie wollten etwas Eigenes auf die Beine stellen. Im Wohnzimmer von Brigitte Bleyer trafen sich 20 Frauen, gaben sich ein Versprechen – und legten damit den Grundstein für einen Verein, der schnell bekannt und beliebt wurde. Der Name „Die Tollkühnen“ war Programm. „Kühn mussten wir sein, um diesen Schritt zu wagen – und toll sind wir auch“, erklärte die Gründungsobermöhn Resi Meinhardt damals.

Schon im Jahr der Gründung nahmen die Tollkühnen am Kirmesumzug teil, mit einem Nachbau einer Straßenbahn als Wagen. Die erste Sessionseröffnung fand beim Egon in der „Sonnenuhr“ statt – klein, aber stimmungsvoll. Rasch wuchs der Verein, und die Schwerdonnerstagssitzung im Kolpinghaus wurde zum festen Höhepunkt des Horchheimer Sitzungskarnevals. Karten waren früh ausverkauft, und schon in den frühen Morgenstunden bildeten sich Warteschlangen.

Mit Zwiegesprächen, Gesang, Sketchen und dem legendären Männerballett – unter anderem mit Gerhard Meurer, Klaus-Peter Braun, Wilfried Noll und Gisbert Dickescheidt – boten die Tollkühnen ein unterhaltsames Programm, das weit über Horchheim hinaus bekannt wurde. Musikalisch reichte das Spektrum von Louis Armstrong über Modern Talking bis Roy Black und Anita. Kostüme und Bühnenbilder entstanden in liebevoller Eigenarbeit – ob Till Eulenspiegel, tollkühne Flieger oder Hasen im Zylinder.

Doch die Tollkühnen waren nicht nur an Fastnacht aktiv. Zum Jahresprogramm gehörten das Sommerfest am Anglerheim, der Weinstand auf der Kirmes im Mendelssohnpark, Bustouren, das traditionelle „Debbekocheessen“ am 11. November und viele gemeinsame Aktivitäten. Das gesellige Miteinander prägte den Verein ebenso wie der Zusammenhalt hinter den Kulissen – beim Schminken, Backen oder Aufräumen, stets unterstützt von den Männern an Grill und Getränkestand.

Um die Jahrtausendwende erlebte der Verein seine Blütezeit: Über 30 aktive Möhnen und rund 215 Mitglieder machten die Tollkühnen zu einem festen Bestandteil des Horchheimer Vereinslebens. Mehrfach wurde die Gruppe beim Koblenzer Rosenmontagszug ausgezeichnet.

Wie viele Vereine spürten auch die Tollkühnen später den Wandel der Zeit. Nachwuchs blieb aus, und nach fast drei Jahrzehnten beschlossen die Mitglieder, den Verein aufzulösen. Auf der Bilderschau 2025 erinnerten Petra Fries und Christiane Friedrich an diese Jahre, die Feste und die Menschen, die sie geprägt hatten.

„Es waren schöne Zeiten – kann man nicht anders sagen“, resümierte Petra Fries. Die gezeigten Fotos machten deutlich, dass die Tollkühnen mehr waren als ein Karnevalsverein – sie standen für Freundschaft, Lachen und Zusammenhalt. Toll und kühn – so wird man sich in Horchheim an sie erinnern.

Ein gelungener Ausklang

Zum Abschluss der Bilderschau herrschte in der Schützenhalle eine fröhlich-gelöste Stimmung. Bei Kaffee und Kuchen kamen die Horchheimer miteinander ins Gespräch, erzählten Anekdoten aus alten Zeiten und schwelgten gemeinsam in Erinnerungen. Viele nutzten die Gelegenheit, alte Bekannte wiederzutreffen oder neue Kontakte zu knüpfen.

Auch der Büchertisch der Heimatfreunde zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Gegen eine Spende konnten dort ausgewählte Veröffentlichungen und Materialien aus dem Vereinsbestand erworben werden.

Die Veranstaltung war rundum gelungen und wurde von den Gästen mit großer Begeisterung aufgenommen. Zahlreiche Rückmeldungen zeugten von der positiven Resonanz: „Eine sehr schöne Veranstaltung mit tollen Bildern!“ oder „Tolle Fotos aus alten und neuen Zeiten – ich freue mich auf nächstes Jahr“, lauteten einige der Kommentare.

Ein herzlicher Dank gilt der Schützengesellschaft Koblenz-Horchheim für die Bereitstellung der Halle sowie der Kirmesgesellschaft St. Maximinus für Ton- und Übertragungstechnik. Mit ihrem Einsatz trugen sie maßgeblich zum reibungslosen Ablauf des Nachmittags bei.

So endete die Bilderschau „Liebenswertes Horchheim“ in geselliger Atmosphäre – als lebendige Begegnung mit der Geschichte und dem Gemeinschaftsgefühl des Ortes.


Text © Andreas Weber