Aus dem Depot ans Licht – Archäologische Funde aus Horchheim

Geschichte

Im Zuge von Sanierungs- und Inventarisierungsarbeiten im Ortsmuseum Horchheim wurde im Herbst 2025 eine umfangreiche Sammlung archäologischer und fossiler Objekte näher in den Blick genommen. Viele dieser Stücke waren bereits seit längerer Zeit im Bestand, ihre genaue Herkunft und wissenschaftliche Einordnung jedoch nur teilweise geklärt. Damit stellte sich die Frage, wie mit dieser Sammlung fachgerecht umzugehen ist.

Dokumentation und Erfassung von Fundstücken im Ortsmuseum Horchheim

Um hier Klarheit zu schaffen, wurde die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, hinzugezogen. Nach einer ersten Sichtung anhand einer Fotodokumentation erklärte sich die Fachbehörde bereit, die Objekte vor Ort zu begutachten.

Der erste Termin fand am 9. Dezember 2025 im Ortsmuseum statt. Dabei wurde die Sammlung gesichtet und eine erste Einordnung vorgenommen. Schnell zeigte sich, dass es sich nicht um eine einheitliche Sammlung handelt, sondern um eine Mischung aus archäologischen Funden und fossilen Objekten, die unterschiedliche fachliche Betrachtungen erfordern.

Ein zweiter Termin am 13. Januar 2026 diente der systematischen Sicherung und Dokumentation. In enger Zusammenarbeit wurden insgesamt 252 Fundstücke erfasst, nummeriert und fotografisch dokumentiert. Die Mitarbeitenden der Landesarchäologie stellten geeignetes Verpackungsmaterial zur Verfügung und unterstützten die fachgerechte Handhabung der teils empfindlichen Objekte.

Im Anschluss erhielten die Beteiligten eine ausführliche Dokumentation mit Bestandsliste, Fotografien und fachlichen Beschreibungen ausgewählter Stücke. Damit liegt erstmals eine verlässliche Grundlage für die weitere Beschäftigung mit der Sammlung vor.

Die Bandbreite der archäologischen Funde ist groß: Sie reicht von der Jungsteinzeit über Bronze- und Eisenzeit bis in das Hochmittelalter. Zu den bestimmten Objekten gehören unter anderem Steinwerkzeuge und Keramik der bandkeramischen Kultur, Gefäße der Urnenfelderzeit und der Hunsrück-Eifel-Kultur sowie hochmittelalterliche Keramik, darunter sogenanntes Protosteinzeug. Auch ein Reibstein, ein sogenannter „Napoleonshut“, aus der Latènezeit zählt zu den Funden.

Details zu den Funden – Tableau I

Details zu den Funden – Tableau II

Ergänzt wird die Sammlung durch Fossilien aus dem Raum Koblenz. Diese stammen aus dem Unterdevon und sind rund 410 Millionen Jahre alt – aus einer Zeit, als sich die Region in einem tropischen Flachmeer befand. Bestimmt werden konnten unter anderem Armfüßer, Trilobitenreste und weitere marine Organismen.

Details zu den Funden – Tableau III

Ein wesentliches Ergebnis der Zusammenarbeit ist die langfristige Sicherung der Funde. Die fossilen Stücke werden künftig im Naturhistorisches Museum Mainz aufbewahrt. Die archäologischen Objekte verbleiben in der Obhut der Landesarchäologie, wo sie fachgerecht gelagert, inventarisiert und für weitere wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich gemacht werden.

Für das Ortsmuseum bedeutet dies einen wichtigen Schritt: Die bislang nur teilweise erfassten Objekte sind nun dokumentiert, eingeordnet und gesichert.

Die Heimatfreunde Horchheim danken der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und insbesondere dem Team der Außenstelle Koblenz herzlich für die fachkundige Unterstützung, die sorgfältige Bearbeitung der Sammlung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Details zu den Funden – Tableau IV

Archäologie in Horchheim – ein Blick über das Museum hinaus

Die Vielfalt und die große zeitliche Spannweite dieser Funde sind kein Zufall. Sie spiegeln vielmehr das wider, was sich auch außerhalb des Museums beobachten lässt: Der Raum um Horchheim ist seit sehr langer Zeit genutzt worden.

Die Lage spielt dabei eine entscheidende Rolle. Horchheim liegt am Rhein und zugleich am Übergang zur Horchheimer Höhe, die als Höhenrücken eine natürliche Verbindung in Richtung Westerwald bildet. Gleichzeitig befindet sich hier ein Übergangsbereich zwischen Rhein- und Lahntal. Solche Lagen bündeln Wege – und wo Wege sind, sind über lange Zeiträume hinweg auch Menschen unterwegs.

Archäologische Hinweise belegen eine Nutzung bereits in vorgeschichtlicher Zeit. Funde aus der Jungsteinzeit stehen neben solchen aus der Hallstatt- und La-Tène-Zeit und zeigen, dass der Raum immer wieder aufgesucht und genutzt wurde.

Das Rheinufer als Fundort

Ein besonders fundreicher Bereich ist das Rheinufer bei Horchheim, vor allem im Bereich von Stromkilometer 588. Hier wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Funde gemacht, die einen weiten zeitlichen Rahmen abdecken.

Den größten Anteil bilden Keramikscherben. Sie sind meist klein und durch die lange Lagerung im Wasser stark abgerundet, lassen sich aber dennoch verschiedenen Epochen zuordnen. Die ältesten Stücke reichen bis an das Ende der Urnenfelderkultur zurück. Hinzu kommen römische Fragmente sowie zahlreiche Scherben aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit.

Besonders häufig sind lehmglasierte Steinzeuge des 14. und 15. Jahrhunderts sowie Westerwälder Steinzeug aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auch Ofenkacheln, darunter Stücke mit dem sogenannten „Mainzer Rad“, gehören zu den Funden. Daneben finden sich Glasreste, etwa von Waldglasgefäßen, sowie verschiedene Alltagsgegenstände wie Teile von Dreibeingefäßen, Pfannenstiele oder Tonsiebe.

Mit dem 18. und 19. Jahrhundert treten zunehmend industriell gefertigte Produkte auf, etwa Bitterwasserkrüge oder sogenanntes Bildergeschirr. Diese Funde geben Einblick in veränderte Lebensgewohnheiten und Handelsbeziehungen.

Die Zusammensetzung erklärt sich aus der Nutzung des Rheins über viele Jahrhunderte hinweg. Der Fluss diente nicht nur als Verkehrsweg, sondern auch als Entsorgungsort. Gleichzeitig gingen am Ufer und bei der Nutzung immer wieder Gegenstände verloren.

Münzfunde und Fährverbindung

Neben Keramik spielen Münzfunde eine wichtige Rolle. Im Bereich des Rheinufers wurden Stücke aus verschiedenen Zeiten entdeckt, von der römischen Kaiserzeit bis in das 19. Jahrhundert.

Darunter befinden sich römische Kleinkupfermünzen ebenso wie mittelalterliche Silberheller und neuzeitliche Prägungen aus unterschiedlichen Regionen, etwa aus Trier, Köln, Nassau oder den Niederlanden.

Die Fundstelle liegt im Bereich einer früheren Fährverbindung zwischen Horchheim und dem Oberwerth. Diese Verbindung bestand über lange Zeit und wurde intensiv genutzt. Es liegt nahe, dass ein Teil der Münzen beim Übersetzen verloren ging.

Für die römischen Münzen wird darüber hinaus vermutet, dass sie teilweise bewusst als Opfergaben in den Rhein gegeben wurden. Die Häufung jüngerer Münzen könnte wiederum darauf hindeuten, dass dieser Übergang zeitweise genutzt wurde, um offizielle Zollstellen zu umgehen.

Der Eisenbahnbau und ein besonderer Fund

Ein größerer Fund wurde im Jahr 1876 beim Bau der Eisenbahnbrücke zwischen Horchheim und dem Oberwerth gemacht. Bei den Arbeiten kamen zahlreiche Gegenstände zutage, darunter Keramik, Tierknochen, Werkzeuge und Metallobjekte.

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein goldener Armreif, der vermutlich aus der keltischen Zeit stammt. Zeitgenössische Berichte beschreiben ihn als aus mehreren Golddrähten gewundenes Schmuckstück.

Der Armreif wurde wissenschaftlich untersucht und später im Koblenzer Schloss aufbewahrt. In den folgenden Jahrzehnten verliert sich jedoch seine Spur. Nach einem Einbruch in den 1920er Jahren gilt das Stück als verschollen.

Alte Wege und Siedlungsspuren

Auch abseits des Rheins lassen sich archäologische Hinweise finden. Eine wichtige Rolle spielt die heutige Alte Heerstraße, die früher als Viehgasse oder Römerstraße bezeichnet wurde.

Dieser Weg verband den Rhein mit der Höhe und wurde über lange Zeit genutzt. Entlang dieser Strecke wurden Funde aus unterschiedlichen Epochen gemacht, darunter Hinweise auf römische Siedlungen und ein Gräberfeld im Bereich Niederfeld.

Am Geierskopf wurden zudem Reste aus der La-Tène-Zeit entdeckt, die auf eine Befestigung oder Fliehburg hindeuten könnten. Auch Funde wie Werkzeuge und Waffen aus Eisen wurden in diesem Zusammenhang gemacht.

Ein Blick auf das Ganze

Die im Ortsmuseum erfassten und gesicherten Funde stehen damit nicht für sich allein. Sie fügen sich in ein größeres Bild ein, das sich an vielen Stellen in Horchheim nachvollziehen lässt.

Rheinufer, alte Wege, Übergänge und Höhenlagen zeigen zusammen, dass der Raum über sehr lange Zeit hinweg genutzt wurde. Viele Funde sind unscheinbar, lassen sich aber zeitlich einordnen und tragen dazu bei, die Entwicklung des Ortes besser zu verstehen.

So entsteht aus einzelnen Stücken und Beobachtungen nach und nach ein Zusammenhang – und ein Blick auf eine Geschichte, die weit über das hinausreicht, was auf den ersten Blick sichtbar ist.

Text: Andreas Weber


Details zu den Funden

Tableau I

Abb. 1
Konvolut aus mehreren Steinartefakten, darunter Dechsel, Beile und eine Axt
5500–4500 v. Chr.
Die Steinartefakte sind aus unterschiedlichem Felsgestein. Diese wurden grob zurechtgeschlagen, gepikt und glattgeschliffen. Zudem lassen sich Gebrauchsspuren erkennen. Aufgrund der lateralen Konvergenz lassen sie sich in die ältere Jungsteinzeit datieren (bandkeramische/Rössener Kultur).
Fundort: vermutlich Koblenz-Rübenach
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_142–233

Abb. 2
Konvolut an bandkeramischen Scherben und einem Pferdezahn
5000–4000 v. Chr.
Der Pferdezahn vom Unterkiefer eines jungen adulten Pferdes weist starke Verbrennungsspuren auf. Die Keramikscherben stammen von Kugelbechern, sog. Kümpfen, und von mit Knubben bestückten Vorratsgefäßen. Die Knubben dienten als Henkel, an denen die Gefäße wahrscheinlich im Hausinneren aufgehängt waren. Die Keramikfragmente sind mit Spiral- und Winkelbändern verziert, die typisch für die bandkeramische Kultur sind. Die Vertiefungen waren mit einer weißen, kalkhaltigen Substanz aufgefüllt, die in Teilen noch erhalten ist; dies nennt man Inkrustation. Das Konvolut lässt sich in die ältere Jungsteinzeit datieren.
Fundort: vermutlich Koblenz-Rübenach
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_108–141

Abb. 3 a / Abb. 3 b
Konvolut an jungsteinzeitlichen Silexartefakten
5000–4000 v. Chr.
Klingen, Kratzer, Pfeilspitzen und Roteisensteine (Hämatite). Einige Klingen weisen den typischen Glanz auf, der mit Sichelklingen assoziiert und deshalb auch Sichelglanz genannt wird. Die Artefakte bestehen hauptsächlich aus hellgrau-belgischem und Maasfeuerstein. Die Roteisensteine wurden abgerieben und das dabei entstehende rote Pulver als Schminkstoff und Sonnenschutz verwendet. Das Konvolut lässt sich in die ältere Jungsteinzeit datieren und gehört zur bandkeramischen Kultur.
Fundort: vermutlich Koblenz-Rübenach
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_142–233

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Tableau II

Abb. 8
Großgefäß aus der Übergangszeit zwischen der Laufelder Gruppe und der Hunsrück-Eifel-Kultur
7. Jahrhundert v. Chr.
Fragmentiertes Großgefäß mit überglätteter Oberfläche. Unter dem leicht ausbiegenden Rand verläuft eine Verzierung aus Fingertupfen im Halsbereich.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_30

Abb. 9
Töpfe der Hunsrück-Eifel-Kultur
6.–5. Jahrhundert v. Chr.
Zwei fragmentierte Töpfe mit rau belassener Oberfläche und umlaufenden Fingertupfenverzierungen im Schulter- und im ausbiegenden Randbereich. Die Töpfe datieren in die späte Hallstatt- und die frühe Latènezeit, die in unserer Gegend als Hunsrück-Eifel-Kultur vertreten ist.
Fundort: nicht eindeutig feststellbar
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_27

Abb. 10
Reibstein aus der Latènezeit
5.–3. Jahrhundert v. Chr.
Der Reibstein besteht aus weicher Basaltlava. Das Gestein ist durch seine poröse Struktur nicht nur leicht zu bearbeiten, sondern ermöglicht auch ein effektiveres Mahlen von Getreide. Aufgrund seiner Form wird der Reibstein Napoleonshut genannt. Er datiert in die jüngere Eisenzeit (Lt A/B) und lässt sich so in die jüngere Hunsrück-Eifel-Kultur einordnen.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_234

Abb. 11
Hochmittelalterliche Alltagskeramik, sog. Protosteinzeug
13.–14. Jahrhundert n. Chr.
Zwei große Krüge mit den namensgebenden, zur Stabilisierung dienenden Wellenfüßen. Die braunen Gefäße weisen den typischen Kragenrand mit Dreiecksprofil sowie verschieden stark ausgeprägte Drehrillen auf der Gefäßwandung auf.
Der kleine Becher hat einen weniger ausgeprägten Wellenfuß. Aufgrund der charakteristischen Engobe-Bemalung im Schulterbereich ist dieser Becher der Pingsdorfer Keramik zuzuordnen.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_24–26

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Tableau III

Daten zu fotografierten Fossilien aus der ehemaligen Sammlung im Museum Horchheim

Alle diese Fossilien wurden im Raum Koblenz gefunden. Die Tiere lebten vor etwa 410 Millionen Jahren in einem relativ flachen, tropischen Meer. Die Region lag damals nur wenig unterhalb des Äquators.
Die Stücke werden künftig im Naturhistorischen Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz aufbewahrt.

E103197, leg. K. Fabiszisky
Armfüßer (Brachiopode), Pachyschizophoria vulvaria
Unterdevon, Ober-Emsium
Eschbachtal bei Waldesch

Gips-Abguss einer Seelilie (Crinoidea), Ctenocrinus rhenanus (Original Slg. W. Mathesius)
Unterdevon, Ober-Emsium
Aspeler Bachtal bei Niederfell

KB102777, leg. K. Fabiszisky 6/1977
Ansammlung von Muschelschalen, u. a. Cornellites sp., Tolmaia sp.
Unterdevon, Ober-Emsium, tiefe Hohenrhein-Schichten
Stadtwald Koblenz, oberes Kleinbornsbachtal („Kühkopf“, BO 5 in Eichele 2014)

AS116295a/-22/4.95, leg. K. Fabiszisky 4/1995
Schwanzschild (Pygidium) eines Dreilappkrebses (Trilobita), cf. Treveropyge sp.
Unterdevon, Ober-Emsium
Aspeler Bachtal bei Niederfell

Ansammlung von Armfüßern, u. a. Euryspirifer paradoxus (oben links) und Iridistrophia (Flabellistrophia) hipponyx (rechts)
Unterdevon, Ober-Emsium
Oberlahnstein, Nähe Kurzentrum

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Tableau IV

Abb. 4 a / Abb. 4 b
Schüssel mit Henkel aus der Urnenfelderzeit
1200–700 v. Chr.
Die flache, weitmündige und leicht geschwungene Schüssel hat einen deutlich abgesetzten Boden. Am Rand ist ein kleiner Henkel angesetzt. Dieser Gefäßtypus tritt in der gesamten Urnenfelderzeit auf und lässt sich aufgrund dessen als Durchläufer bezeichnen.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_37–38

Abb. 5
Schrägrandschüssel aus der Urnenfelderzeit
1200–700 v. Chr.
Die weitmündige und trichterförmige Schüssel weist einen flachen, leicht abgeschrägten Rand auf. Der Boden setzt sich erkennbar ab. Die Schrägrandschüssel datiert in die späte Bronzezeit (Ha/B), die aufgrund der vorherrschenden Bestattungssitten auch Urnenfelderkultur genannt wird.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_31–36

Abb. 6 a / Abb. 6 b
Schrägrandbecher aus der Urnenfelderzeit
9. Jahrhundert v. Chr.
Schrägrandbecher mit geglätteter Oberfläche. Unter dem gekehlten Rand im Halsbereich verläuft eine Kreisaugenverzierung. Im Bauchbereich des spitzbodigen Bechers ist ein Band mit gegensinnig verlaufender doppelliniger Dreiecksmusterung zu erkennen, die nach oben und unten von Riefen eingefasst wird. Der Schrägrandbecher datiert in die späte Bronzezeit (Ha/B), die aufgrund der vorherrschenden Bestattungssitten auch Urnenfelderkultur genannt wird.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_37–38

Abb. 7
Kegelhalsbecher aus der Urnenfelderzeit
9. Jahrhundert v. Chr.
Der kleine bauchige Kegelhalsbecher mit abgeschrägtem Rand und Spitzboden weist Schulterriefen auf. Der Becher datiert in die späte Bronzezeit (Ha/B), die aufgrund der vorherrschenden Bestattungssitten auch Urnenfelderkultur genannt wird.
Fundort: unbekannt
Verbleib: GDKE, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz, Inv. Nr. 2026_0005_31–36

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Quellen


„Funde aus trüben Fluten“, Horchheimer Kirmes-Magazin 1979 (Udo Liessem)
„Das Geheimnis um den goldenen Armreif“, Horchheimer Kirmes-Magazin 1982 (Hans Josef Schmidt)
„Der Hobby-Archäologe Manfred Wichmann“, Horchheimer Kirmes-Magazin 1989 (Hans Feldkirchner)
„Vater Rhein spuckt alte Münzen aus“, Horchheimer Kirmes-Magazin 2000 (Helmut Geißler)
„Die Alte Heerstraße – Eine Ortsgeschichte“, Horchheimer Kirmes-Magazin 2010 (Hans Lehnet)

Landschaftsinformationen zur Horchheimer Höhe, Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz / SGD Nord


Tipp:

Mehr zum Leben im Devon-Meer zeigt die Sonderausstellung „Sprechende Steine“ im Rhein-Museum Koblenz.
(10.04.–31.12.2026)

👉 Zur Ausstellung

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